Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Informationen oder Neuigkeiten außerhalb von PV zum energiepolitischen Tagesgeschehen und der Energiewende

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Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon pv_bg_dl » 27.01.2017, 06:58

Hallo,
folgende Studie wurde jetzt frei veroeffentlicht. Die Kernkomponenten sind Power to Gas, Pumpenspeicher und Batteriespeicher um jegliche volatile Energie auszugleichen. Es wurden verschiedene Szenarien (ReMax, Medium, SanierungMax) betrachtet und am Modell (Seite 8 ) durchgerechnet.

100 %ERNEUERBARE ENERGIEN FÜR STROM UND WÄRME IN DEUTSCHLAND
Hans- Martin Henning, Andreas Palzer
Fraunhofer - Institut für Solare Energiesysteme IS

Freiburg, 12. November 2012


https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/studie-100-erneuerbare-energien-in-deutschland.pdf
Mit freundlichen Grüßen!
pv_bg_dl
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Re: Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon PV-Berlin » 27.01.2017, 15:21

Wenn ich schon hier lese, dass die:
Die Kernkomponenten sind Power to Gas


Da ist mir meine Lebenszeit zu schade, um mich mit dem Müll zu beschäftigen.

In einer Zeit, wo wir mehr als 1.000 TWh Fossilie Brennstoffe nur dafür vergeuden Wärme in einem sehr niedrigen Bereich zur Verfügung zu stellen (40 ° bis 95° ) und das mit einem WG von vielleicht 95% , muss man ein Loch im Kopf haben oder bestochen sein, um auf Power to Gas zu kommen.

In eine Hydraulische Weiche (wahrscheinlich wissen die Spinner nicht mal was das ist) je 100 KW Widerstandsheizung eingebaut (biete ich für 2.000 € an, inkl. Ansteuerung) * Räuber Preis, spare ich über die Heizperiode bei nur 10% Einsatz=

ca. 500 h * 100 KW = 50.000 kWh Gas oder Öl die ich je . Zentraler Heizungsanlage einspare und davon gibt es in Berlin Minimum 1.000 . * ca. 4.500 Liter Öl je Einheit ohne das ich an die Niederspannung ran muss!

Für nur 2 Mill. € bekomme ich p.A. 4.500.000 Liter Öl mit 100% WG. Damit kann ich aber ganz nette Dunkelflauten ausgleichen. * Mit Gas geht das auch, aber da sind die Größenordnungen nicht so gut greifbar.

Ich möchte mal sehen, wie man mit 2 Mill. € Anlage-Investment wie viel Öl oder Gas macht! Mal ganz von den absurden Verlusten abgesehen, die durch das hin und her wandeln entstehen.

Aus Strom Gas zu machen, in einer Welt wo GuD als die große Errungenschaft verkauft werden, ist selten bescheuert!

*Sorry, ich bekomme mich einfach nicht ein, wenn total korrupte Institutionen die Menschen verarschen wollen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon alterego » 27.01.2017, 18:29

Und wie würdest du dann 100% EE in allen Sektoren machen? Derzeit gibt es natürlich noch viele Stellen an denen man den Strom viel besser einsetzen kann, aber irgendwo bei ?% EE wird man auch Dinge wie PTG angehen müssen, wenn man es ernst meint. Die Erfahrung zeigt in vielen bereichen, daß die ersten 80% viel einfacher und billiger sind, als die restlichen 20%.

Die Stude ist ja schon etwas betagt und in weiten Teilen schon diskutiert.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon hfrik » 28.01.2017, 00:55

Power To Gas kommt aus der Randbedingung "in Deutschland", d.h. kein Energieaustausch über die Grenzen hinweg in relevantem Umfang. Wissenschaftlich interessant um zu sehen ob das auch noch geht, praktisch aber irrelevant. Führt aber viele in die Irre. Das Selbe für ganz Europa wäre einmal eine interessante Sudie. Oder für die ganze Welt. DAraus könnte man dann auch etwas für die Praxis ableiten.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon eba » 28.01.2017, 07:58

leider schon wieder veraltet. Solarthermie ist im Vergleich zu PV zu teuer und zu wenig effizient. Die Batterie als Kurzzeitspeicher wird immer günstiger. Die Brennstoffzelle mit 60% elektrischen Wirkungsgrad ersetzt die GuD.
Leider gibt der Staat immer noch völlig falsche Anreize.
Alle fossilen Brennstoffe müssen nach ihrem CO2 Ausstoß besteuert werden, auch Braun- und Steinkohle.
Dieselsubvention abgeschafft, dazu gehört auch das Heizöl.
EEG Umlage auf alle nicht erneuerbaren Energieerzeugung auch im Eigenverbrauch.
Ich war entsetzt wie mein Heizungsbauer vom hohen Anteil an Ölheizungen im Neubau sprach. Für einen 1000l Öltank ist im kellerlosen Neubau im Nebengebäude eher Platz als für ein 2t Pelletlager.
Die stromerzeugende Heizung bei Nutzung von fossilen Energieträger gehört heute schon vorgeschrieben.
Aber wo D&D schon im BMWi voll versagte macht er nun munter im Außenministerium weiter. Dort gibt es noch viel Porzellan mehr zu zerschlagen.


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Re: Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon Litholas » 28.01.2017, 11:58

eba hat geschrieben:
...

Die Brennstoffzelle mit 60% elektrischen Wirkungsgrad ersetzt die GuD.

...



Wie kommst Du denn darauf? Ich kenne Brennstoffzellen bisher nur in experimentellen Anwendungen. Und beim Militär, weils da nicht auf Effizienz ankommt sondern auf Effektivität.
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Re: Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon PV-Berlin » 28.01.2017, 12:05

eba hat den Ansatz auf politischer Ebene!

Ich bin ein uralter Pragmatiker und glaube an die Evolution der Wirtschaft und der Technik! Deshalb möchte ich erst mal 50% EE sehen (gesamten Energieverbrauch, inkl. Wärme, Mobilität etc.) , Dann werden sich ganz sicher Unternehmen, Unternehmer, StartUp und viele junge sehr schlaue Köpfe zusammentun, um viele verschiedene tolle Lösungen zu finden. Die besten werden sich durchsetzen, zu guten Produkten und Dienstleistungen werden, den Wohlstand mehren und einige saureich machen.

Also wie es immer war und sein wird.

50% von allem? Wie weit sind wir davon weg?

Wo ist das funktionierende Stromnetz, um wenigsten 25% jeder denkbaren momentanen Last zu handeln? Wo ist in unserem Land die Verbindung von PV im Süden und Wind im Norden?

Ich sehe nach lange keine Bedarf an Zauberei! bis zu den 50% ist ganz schlichte harte Arbeit notwendig. Un dich wiederhole das gern immer wieder!

Wer 65 Liter Heizöl je h durch nur einen Brenner schickt und gleichzeitig gibt es negative Strompreise, der muss sich auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen oder Besuch vom Staatsanwalt bekommen. Alleine die Stadt Hamburg könnte gut dafür sorgen, dass kein Offshore + Onshore Strom da oben jemals wertlos ist.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon Maria1959 » 29.01.2017, 23:26

Hallo hier im Bunde,

ich glaube das Thema Effektivität und Wirkungsgrad können wir getrost außer Acht lassen. Welchen Wirkungsgrad hat ein Kohlekraftwerk? Aus Kohle wird 20% an Strom erzeugt? Das lässt sich dich so schnell nicht mehr negativ toppen und dann kommen noch die Durchleitungsverluste! Wie bei allen dezentralen Stromerzeugern.
Wie viel Eigenverbrauch haben Kernkraftwerke von dem selbst erzeugten Strom? Was geht an Aufbereitung ….. alles an Energie drauf.
Welchen Wirkungsgrad haben Pumpspeicherwerke? 40-60% so man den Statistiken glauben darf?
Solarthermie halte ich für einen absoluten Flop, da der nutzen überaus geringe Auswirkungen bei Energiebedarf und Verfügung hat
PV und Windkraft halte ich aus mehrfacher Sicht für die sinnvollste Energiealternative. Allerdings verstehe ich nicht, warum bei Windkraft immer nur die unansehnlichen, störenden und Tierweltgefährdende Flügelwindrädern verbaut werden. Da gibt es noch die Alternative der Segelgeneratoren – eher wohl ohne Lobby. Und für die dunkle Tageszeit ist doch „Power to Gas“ (P.t.G) nicht die schlechteste Lösung. Es wird CO2 mit verarbeitet und ist schnell abrufbar. Auch für Kfz-Antrieb halte ich Wasserstoff – das Zwischenprodukt von P.t.G für wesentlich interessanter – so die Sicherheitstechnik funktioniert. Umweltfreundlich und schnell nachzutanken.
Heizungen sind als Erdwärmepumpe die sinnvollste Alternative, leider für das bischen Technik viel zu überteuert. Der Wirkungsgrad liegt bei 300-400%. Hier wäre der Staat gefordert, der jedoch den „Drei Affen“ gibt.
Akku-Technik kann für die Speicherung eine Alternative sein. Leider ist hier der Wirkungsgrad auch nur zwischen 60 und 85%. Außerdem sind größere Leistungsanforderungen oft nicht darstellbar!

Letztlich wir die gesunde Mischung der unterschiedlichen Systeme Sinn machen um die Entwicklung zu forcieren. Letztlich ist doch jede Lösung sinnvoll, so sie denn endlich konsequent umgesetzt wird!

Außerdem müssten die Preisrelationen angepasst werden. Warum kostet eine kWh Gas ganze 7 Cent und eine kWh Strom beachtliche 27 Cent? Das System ist leider krank.

Gruß Maria1959
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Re: Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon JayM » 30.01.2017, 06:32

Maria1959 hat geschrieben:Und für die dunkle Tageszeit ist doch „Power to Gas“ (P.t.G) nicht die schlechteste Lösung. Es wird CO2 mit verarbeitet und ist schnell abrufbar. Auch für Kfz-Antrieb halte ich Wasserstoff – das Zwischenprodukt von P.t.G für wesentlich interessanter – so die Sicherheitstechnik funktioniert. Umweltfreundlich und schnell nachzutanken.

Gruß Maria1959

Hallo Maria,
Wenn man von der Dunkelflaute, also der Ausspeicherung her denkt, ist P2G natürlich sehr attraktiv.

Wenn man von der Einspeicherung her denkt, also fragt "wann haben wir echte EE Überschüsse mit denen wir nichts besseres machen können, als sie mit hohem Aufwand 1:0,5 in Gas umzusetzen", wird deutlich, dass P2G ziemlich weit unten in der Rangordnung steht.

Die Frage ist ja nicht, ob irgendwann P2G nützlich wäre, sondern wann. Da haben wir sicher noch 20 bis 30 Jahre Zeit. Heute also gerne Forschung und Entwicklung, aber keine subventionierte Markteinführung, bitte.

Gruß
Jochen
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Re: Frauenhofer Studie 100% Energiewende

Beitragvon Ralf Hofmann » 30.01.2017, 06:33

Hi,

pv_bg_dl hat geschrieben:folgende Studie wurde jetzt frei veroeffentlicht.


nee, die wurde nicht "jetzt" frei veröffentlicht, sondern schon vor Jahren.
Und wir haben diese Studie hier im Forum schon `rauf und `runter durchgekaut.

Die war mal ganz interessant, ist heute aber weitestgehend überholt und obsolet.

Auf Seite 28 wird beispielsweise angegeben, dass die E-Mobilität in der Studie noch nicht berücksichtigt wurde, sondern erst in die nächsten Version der Studie Einzug findet. Kein Wunder, gab es doch damals noch kein Dieselgate und Tesla war noch ein absoluter Exot OHNE Pläne für eine Gigawatt-Fabrik.

Folgerichtig wurde auch nicht von relativ geringen Speicherpreisen ausgegangen, wie sie nach heutigem Stand des Wissens zu erwarten sind.

Auch ist Sektorenkopplung damals noch kein Thema gewesen, was in die Berechnung eingeflossen ist, wie PV-Berlin schon richtig angesprochen hat.


Insgesamt können wir uns die erneute Diskussion über diese Studie schenken, wir sollten auf die nächste Version warten.
MfG
Ralf Hofmann
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