Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon alterego » 09.01.2017, 11:44

Das ist ja das dumme, was Frankreich angeht. Bezüglich CO2 haben die gar kein Interesse daran beim Strom im Wärmemarkt was zu machen, einzig Wärmepumpen hätten eine Chance, alles andere würde die Bilanz ja verschlechtern. Und ozu eine teure WP, wenn es auch so geht...
Z.B. in Österreich dürften die meisten aktiven Gas- und Kohlekraftwerke KWK sein (und machen Verluste), das zu reinzurechnen ist halt auch immer Ansichtssache.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon seppelpeter » 09.01.2017, 11:49

Mir ist ein stinkendes Kohlekraftwerk 1000 Mal, lieber, als der weiterbetrieb der AKWs.
Von daher ist der Weg genau richtig.

AKWs abschalten -> Zubau EE verdrängt nach und nach die Konventionellen -> Dunkelflauten werden auch in der Zukunft mit Kohle, Gas, Öl überbrückt

BTW: Die AKWs in Fessenheim oder auch Tihange und Doel in Belgien beschäftigen zumindest die landespolitische Ebene und dort stehen auch teilweise Wahlen an!
Es wäre ein Leichtes, das von der Landesebene auf die Bundesebene zu heben und dann gibt es eben keinen Strom mehr für Belgien und Frankreich.

Das eigentlich Problem an der Stelle sind die privatwirtschaftlichen Energieunternehmen, die selbst am Rande des Abgrunds stehen. Was nicht bedeuten soll, dass ich hier eine Verstaatlichung fordere.
Die müssen ihre KKWs aber einfach laufen lassen und exportieren, damit sie weniger Verluste machen.
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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon GWeberJ » 09.01.2017, 12:05

shot hat geschrieben:Dieses Darstellung finde ich schon spanned:
http://electricitymap.tmrow.co/


Das ist erschütternd. Selbst bei 75% EE-Erzeugung wäre deutscher Strom noch "schmutziger" als der aus Frankreich.
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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon TheRisingSun » 09.01.2017, 12:09

Fragt sich, welche CO2-Ausstöße bei der Uranförderung, dem Transport, Militäreinsätzen, dem Rückbau, der Mülleinlagerung etc entstehen und inwiefern diese in der Bilanz bereits berücksichtigt sind.
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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon seppelpeter » 09.01.2017, 12:11

GWeberJ hat geschrieben:
shot hat geschrieben:Dieses Darstellung finde ich schon spanned:
http://electricitymap.tmrow.co/


Das ist erschütternd. Selbst bei 75% EE-Erzeugung wäre deutscher Strom noch "schmutziger" als der aus Frankreich.


Samma, geht es noch :?:
Was bitte ist an AKW Strom sauber :?: :twisted:

Vor La Hague haben die Fische alle 2 Köpfe, die Asse ist undicht, die Millarden für den Rückbau werden nicht reichen, externe Effekte, Risikokosten mal ganz außen vor und Du redest von sauberem Strom in Frankreich?
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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon GWeberJ » 09.01.2017, 12:21

seppelpeter hat geschrieben:Vor La Hague haben die Fische alle 2 Köpfe, die Asse ist undicht, die Millarden für den Rückbau werden nicht reichen, externe Effekte, Risikokosten mal ganz außen vor und Du redest von sauberem Strom in Frankreich?


Atomkraft kann töten. Kohle tut es.

Ernsthaft: Natürlich ist man im Vergleich zu einer Katastrophe wie in Fukushima mit der Kohle besser dran. Diese führt nicht dazu, dass ganze Regionen unbewohnbar werden oder dass dort zumindest niemand mehr leben möchte, der eine Alternative hat. Wir kommen aber nicht darum herum, dass wir trotz Abgasfiltern mit der Kohlenutzung unsere Umwelt massiv verschmutzen.
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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon seppelpeter » 09.01.2017, 12:25

GWeberJ hat geschrieben:Ernsthaft: Natürlich ist man im Vergleich zu einer Katastrophe wie in Fukushima mit der Kohle besser dran. Diese führt nicht dazu, dass ganze Regionen unbewohnbar werden oder dass dort zumindest niemand mehr leben möchte, der eine Alternative hat. Wir kommen aber nicht darum herum, dass wir trotz Abgasfiltern mit der Kohlenutzung unsere Umwelt massiv verschmutzen.


Das ist mir bekannt, ich stand bereits in mehr als einem Tagebau drin!

Um es mal mit der merkeligen zu sagen, KKWs sind zur Zeit alternativlos. :mrgreen:
...und solange wir weiter munter Plastiktüten für umsonst bekommen, VW seine Dreckskarren zulassen darf, 3 Mal im Jahr Bali, Kuba oder Hongkong angesagt ist und der Liter Milch bitte unter 45 Cent kosten muss, mache ich mir um die KKWs eher weniger sorgen. Es ist das geringste Übel ... und alternativlos.
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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon Dringi » 09.01.2017, 12:35

shot hat geschrieben:Bei viel Motivation der EE in DE ist der CO2 Anteil recht hoch (>500 G/kWh heute).
KKW durch Kohle zur ersetzen ist nicht der besonders schlaue Weg.
KKW müssen durch EE substituiert werden und nicht durch Kohle/Gas/Öl.
Mal sehen wie stark eine "weg mit der Kohle" Bewegung in DE wird im Vergleich zur "Atom frei"
Ich befürchte der Weg wird schwerer wie der Abschied zu KKW.


Doch, dass ist exakt der richtige Weg. Schnellstens von der Atomkraft weg. Auch über den Umweg Kohle. Und dann schnell von der Kohle weg.

Begründung: Die Folgen des Klimawandels aus 10 bis 20 Jahren zusätzlich Braunkohle sind nicht so schlimm wie die Auswirkungen von einem Super-GAU irgendwo in EU-Europa.
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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon hfrik » 09.01.2017, 12:44

GWeberJ hat geschrieben:
seppelpeter hat geschrieben:Vor La Hague haben die Fische alle 2 Köpfe, die Asse ist undicht, die Millarden für den Rückbau werden nicht reichen, externe Effekte, Risikokosten mal ganz außen vor und Du redest von sauberem Strom in Frankreich?


Atomkraft kann töten. Kohle tut es.

Ernsthaft: Natürlich ist man im Vergleich zu einer Katastrophe wie in Fukushima mit der Kohle besser dran. Diese führt nicht dazu, dass ganze Regionen unbewohnbar werden oder dass dort zumindest niemand mehr leben möchte, der eine Alternative hat. Wir kommen aber nicht darum herum, dass wir trotz Abgasfiltern mit der Kohlenutzung unsere Umwelt massiv verschmutzen.

Wobei Du die Zahlen die Du sicher bei Euan Mearns städig aufetischt bekommst mit Vorsicht geniessen musst. In den USA laufen viele Kohlebläcke noch völlig Filterfrei, und auch in England waren die vom Netz gegangenen Kohleblöcke nicht auf dem Stand von D. "Dank" Waldsterben ist der Drchschnitt hier recht gut was den Schadstoffausstoss angeht. Mit relativ geringerer Auswirkung auf die Gesundheit als anderso - was nicht keine Auswirkung bedeutet.
Ein weiterer zügiger Ausbau der EE sowie der Stromnetze wird das zusammen mit den AKW beseitigen. Und die NAchbarländer eher vom Mitziehen überzeugen als wenn man ständig zögert und lamentiert. Sinkende EE-Strompreise sollten sich in steigenden Mengen im Ausbau niederschlagen.
Und der Wärmemarkt sollte bei der Erhebung der EEG-Umlage mit einbezogen werden (Gas, Öl) , dann käme massiv Bewegung in die Sache.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
Thomas Alva Edison
Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)
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Re: Französische AKW stehen still, Strompreis steigt

Beitragvon Buck Rogers » 09.01.2017, 12:59

hfrik hat geschrieben:In den USA laufen viele Kohlebläcke noch völlig Filterfrei, und auch in England waren die vom Netz gegangenen Kohleblöcke nicht auf dem Stand von D. "Dank" Waldsterben ist der Drchschnitt hier recht gut was den Schadstoffausstoss angeht. Mit relativ geringerer Auswirkung auf die Gesundheit als anderso - was nicht keine Auswirkung bedeutet.
.

Von dem "kleinen Quecksilberproblemchen" abgesehen, da sind die Deutschen Kraftwerke extrem Rückständig. Die USA viel weiter:

"Während in den USA seit April 2015 strenge Quecksilbergrenzwerte für Kohlekraftwerke
gelten, ist in Deutschland erst ab dem Jahr 2019 eine Grenzwertsenkung
vorgesehen. Im Vergleich mit den USA wird Deutschland dann eine
2,5- bis 6,7-fach höhere Quecksilberemission erlauben."


https://www.gruene-bundestag.de/fileadm ... werken.pdf
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