Ein ganz tolles Jahr für die Energiewende 2016

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Ein ganz tolles Jahr für die Energiewende 2016

Beitragvon PV-Berlin » 08.01.2017, 16:39

Gasverbrauch stieg 2016 um zehn Prozent – nur schwacher Zuwachs bei Erneuerbaren

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland erreichte 2016 eine Höhe von 13.427 Petajoule (PJ) oder 458,2 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE). Das entspricht einer Zunahme um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei kam es bei Kernenergie und Kohle zu deutlichen Rückgängen. Den größten Teil der Lücke, die dadurch entstand, füllte jedoch der fossile Energieträger Erdgas mit einem Verbrauchszuwachs um 10,2 Prozent. Auch Mineralöl konnte um 1,8 Prozent zulegen. Der Beitrag der Erneuerbaren vergrößerte sich dagegen nur um 2,9 Prozent. Bei der Stromerzeugung betrug das Plus der Erneuerbaren sogar nur 2,1 Prozent, während es 2015 noch gut 16 Prozent waren.

Kalte Witterung und Schalttag erhöhten Bedarf an Primärenergie

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, die am 20. Dezember diese vorläufigen Daten für das Jahr 2016 veröffentlichte, begründete den Zuwachs des Primärenergieverbrauchs mit der gegenüber dem Vorjahr kälteren Witterung sowie dem zusätzlichen Schalttag, der anhaltend positiven wirtschaftlichen Entwicklung und dem Bevölkerungszuwachs. Ohne den Einfluß der Witterung wäre der Energieverbrauch gegenüber dem Vorjahr nur um etwa ein Prozent gestiegen. Gedämpft wurde der Verbrauchsanstieg durch weitere Verbesserungen bei der Energieeffizienz.
Udo Leuschner

Aber nur, wenn man Importeur von Gas &/ Öl ist. Am Anstieg des Verbrauchs von Mineralöl erkennt man eindeutig, das alle Sparmaßnahmen aufgefressen werden, da Öl einfach zu preiswert ist und offensichtlich auch bleiben wird.

Angeblich ist ja KWK so überaus effektiv, nun wird in Summe mehr Primärenergie verbraucht und der Strommarkt verstopft. Das auch viele Mieter etc. unter den KWK leiden müssen (Einkauf der Wärme durch die Vermieter zu absurd hohen Preisen) kommt noch on topp.

Wie viel EEG Umlage, Energiesteuer und U-St. etc. zahlt man auf ein kWh Gas, Öl oder Treibstoff für Flugzeuge?
Da freut sich doch jeder Bürger über die Berechnung seines Eigenverbrauchs (Strom) auf den Blick auf seine 'Entnahme' und den daraus resultierenden Steuern und Abgaben. *

Es lohnt sich halt im Land des D&D und Physikerin volkswirtschaftlich vorbildlich und ökologisch korrekt zu handeln. :ironie:
Okay, Schröder muss auch von irgendwas leben.
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Re: Ein ganz tolles Jahr für die Energiewende 2016

Beitragvon GEST » 08.01.2017, 16:59

Und niemand redet über die 50 TWh Stromexport, sind ja nur 10% der Bruttoerzeugung und so viel wie noch nie.....
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Re: Ein ganz tolles Jahr für die Energiewende 2016

Beitragvon django65 » 08.01.2017, 20:06

GEST hat geschrieben:Und niemand redet über die 50 TWh Stromexport, sind ja nur 10% der Bruttoerzeugung und so viel wie noch nie.....


Wenn wir nicht so treudoofe Hanswurste]in Berlin hätten dann wäre dies ein Ansatz z.B. den Franzosen die Daumenschrauben bezüglich der Abschaltung der grenznahen AKWs anzulegen.


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Re: Ein ganz tolles Jahr für die Energiewende 2016

Beitragvon MrMrsMiller » 25.01.2017, 20:53

Hallo Freunde der Sonne, der Erde, der Menschen und der EE

Insbesondere an PV-Berlin geht die Bemerkung, dass es weder kWh-Steuern alleine, noch CO2-Steuern alleine,
das richtige Mittel sind. Sondern, das Produkt aus Quantität (kWh) und Emissions-Qualität (CO2, NOx, Gau-Emissionen).
Wird eine Steuer nach dieser Formel erhoben, sind die EE,
und damit die Menschheit, der sofortige und alleinige, Gewinner.

Oder?

Sonnige Grüße,

MMM
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Re: Ein ganz tolles Jahr für die Energiewende 2016

Beitragvon PV-Berlin » 26.01.2017, 10:28

Ich würde mir nicht anmaßen den alleinigen Weg 'gepachtet' zu haben. Aber ignoriert man selbst den einfachsten ökonomischen Ansatz, kommt sowas eben raus: fossile Energieträger sind 'günstiger' , was widerum volkswirtschaftlicher grober Unfug ist.

der Ansatz der CO² Besteuerung ist ja überaus nett! Aber dann müsste man sehr genau das Marktgeschehen treffen. Da man das nicht kann (Wirtschaftliche Entwicklung) kommt halt raus, dass auf dem Markt viel zu viele Zertifikate sind und damit sich kein wirksamer Preis rausbilden kann. Es gibt faktisch keinen Deckel beim CO² Ausstoß, jeder kann munter machen.

Sollten alle Länder so 'boomen' wie D. hätte man ganz sicher den Deckel aufgemacht und zusätzliche Zertifikate auf den Markt geworfen und/oder weitere Schlupflöcher installiert. Wer wirklich glaubt, die Zertifikatepreise steigen auf 30 € und darüber der springt zu kurz.

Ein EEG Umlage auf alle kWh, hätte "fatale" Folgen. Nun sagt ja niemand, dass man 7 Cent auf die kWh Öl, Gas oder Steinkohle raufhauen sollte. Fängt man mit nur einen (1 Cent) an, singt die EEG Umlage auf Strom dramatisch.

Sicherlich muss man eine Abstufung bei der Braunkohle vornehmen, als Nicht Import Bonus. In Summe soll ja nicht mehr Geld eingenommen werden (EEG Konto) sondern die Verteilung soll anders werden und damit die Wirksamkeit.

Im Moment lohnt selbst mit COP 6 kaum eine Wärmepumpe, wenn du gegen < 5 Cent bei Gas und < 6 Cent bei Öl anstinken musst. Da zahlt man ja schon mehr EEG Umlage! je kWh Strom.
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Re: Ein ganz tolles Jahr für die Energiewende 2016

Beitragvon MrMrsMiller » 26.01.2017, 20:19

Hallo Freunde der Zukunft (Freunde der EE)

Ich muss präzisieren: Steuer = Menge an emitt. kWh x Risiko (CO2, NOx, SuperGau, Endlagerung).
Emittierte kWh = alle kWh, die ein Kraftwerk produziert, ob als Strom, oder als Abwärme (Kühltürme).
Denn Abwärme bedeutet Erwärmung der hauchdünnen Lufthülle, die wir Atmosphäre nennen.

Dann müssten die EE "durch sein", selbst wenn die Verblendeten glauben, die Risiken seien vernachlässigbar.

Vielen Dank Euch, die Ihr die EE vorangetrieben habt.

MMM

PS. Die, die nach uns kommen, werden die Freunde der EE zu Helden erklären.
MMM
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