Darf man Kohle abschreiben?

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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon wschmeiser » 10.05.2018, 12:00

@Kallenpeter,
wie hoch wäre denn der Börsenstrompreis, wenn zu jederzeit 100% des Strombedarfs aus Wind und PV gedeckt werden könnte?


Und ich schiebe gleich noch eine weitere Frage nach. Wer würde dann noch in Wind und PV investieren?
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Kallenpeter » 10.05.2018, 12:05

wschmeiser hat geschrieben:@Kallenpeter,
wie hoch wäre denn der Börsenstrompreis, wenn zu jederzeit 100% des Strombedarfs aus Wind und PV gedeckt werden könnte?

Was für eine Argumentationsweise ist das? Wer redet hier gerade von 100%?

Du baust dir selbst einen Strohmann auf um ihn dann anzuzünden. Mach dich nicht lächerlich, du liegst einfach falsch und das beweist du gerade, indem du dir merkwürdige Argumente ausdenkst und sie mir in den Mund legst. Gratulation.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon wschmeiser » 10.05.2018, 12:16

@Kallenpeter
Die schnellste, billigste und einfachste Art das EEG zu beerdigen wäre ein zurückfahren der Kohlestromproduktion.

Weniger Kohlestrom führt zu Höheren Börsenstrompreise, das führt zu:
--> Weniger EEG Umlage
--> Erneuerbare rechnen sich ohne Subventionen
--> Außerdem wird der Strommarkt flexibler und die Integration von EE wird einfacher


Dann musst Du aber auch sagen, woher der Kohlestrom ersetzt werden soll?

Und da Du meine Fragen ja nicht beantworten möchtest, beantworte ich sie halt:

Wenn 100% der Stromproduktion aus Wind und PV kämen, dann wäre der Börsenstrompreis praktisch Null. Denn jeder der ein Windrad oder eine PV-Anlage hat, würde auch noch zum niedrigsten Preis nahe Null verkaufen um überhaupt etwas zu erlösen.

Und niemand würde mehr Wind oder PV zubauen, außer man vergütet die Investitionskosten wieder über das EEG.

Deshalb: EEG: dümmer geht nimmer. In der DDR hieß das Planwirtschaft. Je nach vergütetem Preis (=EEG) wurden halt Klopapierrollen produziert oder halt nicht!
Zuletzt geändert von wschmeiser am 10.05.2018, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Kallenpeter » 10.05.2018, 12:25

Hast du ein Rad ab? Du schreibst nichts als Müll und forderst von mir Erklärungen, die ich schon vor einer Seite geschrieben habe. Und von 100% irgendwas habe ich hier kein Wort geschrieben, hör auf dir irgendeinen Scheiß auszudenken. Wobei mir so auch klar ist wie man so viel geistigen Dünnschiss produzieren kann, man denkt sich einfach alles aus wie man will.

Ich fasse mal deine Positionen zusammen
  • Subventionen für Erneuerbare sind die Pest
  • Subventionen für Kohlekraftwerke darf man nicht zählen, weil wo fängt man da an
  • wir brauchen ein Marktumfeld in dem Kohle ohne Wenn und aber 24/7 produzieren darf und der Börsenstrompreis schön niedrig bleibt
Du willst also viel Subventionen für Kohle, keine Subventionen für Erneuerbare und ein Marktumfeld in dem subventionsfreie Erneuerbare keine Chance haben.

Gratulation für 2 Seiten geistigen Dünnschiss und Gratulation zum ersten Platz auf meiner ignore Liste. So viel Unfug kann ich mir nicht mehr geben.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 10.05.2018, 12:40

wie kann man die Tatsachen so verdrehen.
Wie und wo wird Braunkohlestrom subventioniert?
Ganz im Gegensatz zur Windkraft, die ja immer noch durch das EEG gefördert wird.


Welche Summen zahlt denn RWE & Co. an die Bundesländer (Lizenzen) je TWh Kohle (Thermisch) ?
Wie viel Geld zahlen denn RWE & Co. für den massiven Eingriff in den Wasserhaushalt ?

Würde RWE auch nur 20% von dem zahlen müssen, was z.B. in Berlin jeder zahlen muss (Tiefbau) dann gäbe es garantiert keine Braunkohle mehr. Das Bergerecht wurde den Bedürfnissen der Versorger angepasst. Das war damals richtig, um überhaupt eine Stromversorgung aufbauen zu können. Jetzt, wo RWE , e-on & Co. zum Großteil wem gehören, ist das ein klarer Fall von Subventionen. Die Abschläge bei den Grenzwerten (Abgase) fallen ebenso unter Subventionen.

Wer konstruiert, das man den 100% Wärmepumpen Strom (Heizung) zu 100% aus Strom aus Nicht EE nehmen muss, welcher wiederum zu 100% aus einfachen Gasturbinen kommt (WG 30% bis ?? % ) der ist wirklich ernst zu nehmen?

Es sind zur Zeit p.A. nur 75.000 Wärmepumpen dazu! Das reicht locker nicht, um den Zubau an WKA platt zu machen. Nicht mal 175.000 WP würden da reichen. Was LAZ ist, kann ich nicht sagen, aber die JAZ von 3 ist sozusagen gesetzlich verankert. Zudem machen die Vorgaben beim Primärerergieverbrauch deine Rechnung zur Farce . Aber da du ja permanent Antworten ignorierst und 2 min später den identischen Blödsinn behauptest, wird dich das auch weiterhin nicht stören.

Wer Kraftwerke abschalten möchte (Braunkohle) der hat es immer noch nicht kapiert! Man muss an die Tagebaue, dem Gaspreis und den Importpreisen von Steinkohle.

Der Wettbewerb soll doch bitte so stattfinden, dass der effizientesten Einsatz als Sieger vom Platze geht!

2 Cent auf jede kWh (Primärenergie) EEG Umlage/ Energiesteuer/ Staatsquote.
Dann sehen wir mal, wer anfängt zu heulen und wann! Ich ahne, dass die alte EEG Umlage dann implodierten wird. Die Altzusagen von 99 Cent bis runter auf 27 Cent je kWh gehen dann im Rauschen unter!

Zur Einschätzung des Risikos der Kernkraftwerke gibt es gar kein vertun, es gibt weltweit keinen Rückversicherer, der die Risiken freiwillig und vollständig in seine Bücher nimmt (Punk) . Schon seltsam, wo sich die Versicherer, um jeden Satellitenstart förmlich prügeln! :idea:
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Buck Rogers » 10.05.2018, 12:45

Zum Thema Wärmepumpen und direktelektrischer Heizungslösungen:

"Es gibt aktuell zahlreiche Bemühungen aus Branchenkreisen, ein „All Electric Szenario“ mit Wärmepumpen als dominierender Heiztechnik abzuschwächen. Die vorgezeichneten Entwicklungen ermöglichen jedoch sogar eine Renaissance für direktelektrische Heizungslösungen. (...) 2017 hat die Wärmepumpe erstmals Gas bei neu genehmigten Wohngebäuden als primären Energieträger bzw. primäres Energiesystem zur Raumheizung von der Führungsposition verdrängt "

https://www.tga-fachplaner.de/Archiv/He ... cher-.html
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Kallenpeter » 10.05.2018, 12:58

PV-Berlin hat geschrieben:Wer Kraftwerke abschalten möchte (Braunkohle) der hat es immer noch nicht kapiert! Man muss an die Tagebaue, dem Gaspreis und den Importpreisen von Steinkohle.


Ich habe es ja schon vor einer Seite gesagt. Sofort aus der Kohleverstromung aussteigen fordert niemand. Was passieren müsste:
- über 15 Jahre linear aus der Kohleverstromung aussteigen
- gleichzeitig in EE investieren
- in 15 Jahren dann 80% Erneuerbare und 20% Gas, letzteres stellt auch den Großteil der gesicherten Leistung
- dann hat man gleichzeitig auch eine gute Ausgangsbasis für 100% EE, denn die Gaskraftwerke könnte auch synthetisches Gas Verbrennen
- Parallel müsste man aufhören neue Gasheizungen zu verbauen und mehr auf Wärmepumpen setzen. Der Gesamtdeutsche Gasverbrauch könnte dann sinken und mit ihm auch unsere Abhängigkeit von Energieimporten

Wie man aus der Kohle aussteigt ist eine andere Frage, da gäbe es ja genug Möglichkeiten (Regulierung, Steuern, Reserve...).
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon CaptainPicard » 10.05.2018, 19:02

Die US-Regierung überlegt zusätzliche Subventionen für Atom- und Kohlekraftwerke und will dafür ein 68 Jahre altes Gesetz nutzen das im Kalten Krieg geschaffen wurde um im Ernstfall die Energieversorgung sicherstellen zu können. Im Namen der "nationalen Sicherheit" kann man in den USA fast alles tun.

Energy Secretary Rick Perry confirmed that the Trump administration is looking into using a Cold War-era law to prop up struggling U.S. coal and nuclear power plants.

Speaking to the House committee on Science, Space and Technology Wednesday, Perry named the Defense Production Act as something the Department of Energy (DOE) is "looking very closely at" as a way to secure the nation's energy grid.

"That’s approaching this from an economic standpoint and I think ... it’s about the national security of our country, of keeping our plants, all of them, online, being able to deliver energy" in an emergency, Perry told the committee.

"So, we’re looking at a number of ways to approach this. I know the Defense Production Act is one of those ways to address [it] that we’re looking at very closely as well."

It was reported in April that the Trump administration was considering utilizing the 68-year-old law, which was passed by Congress in the midst of the Korean War, as a way to nationalize the energy industry.

Bloomberg reported that White House aides were looking into how to best implement the policy, which gives the government broad latitude to nationalize private industry in the name of security.

The law could allow the administration to provide help to the industries in the form of loans and loan guarantees or purchase commitments. It could also be used to help specific regions or plants.


http://thehill.com/policy/energy-enviro ... boost-coal
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Kallenpeter » 10.05.2018, 19:10

Allein die Überlegungen so einen Schwachsinn zu tun sprechen Bände, aber um es positiv zu sehen: Wenn sie das durchziehen, wird es eine kurzfristige Sache sein. Man wird nicht mit so einem Notfallgesetz die Kohleindustrie für Jahrzehnte durchfüttern (können).
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 10.05.2018, 19:15

Jetzt mutiert eine Präsident der Republikaner zum Sozialsten. Wie man das der Stammwählerschaft verkauft, wird spannend zu beobachten sein. Das die US Bürger, ein ganz besonderes Augenmerk auf niedrige Energiepreise haben, ist ja nicht neu, ob sich Trump im klaren ist, dass die US Bürger in dem Falle nachhaken werden, wohl nicht. Zudem stößt das viele Türen auf, um das gerichtlich überprüfen zu lassen. Das es soweit kommt, ist ein Zeichen, dass diese Industrie in den USA am Ende ist.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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