Darf man Kohle abschreiben?

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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon hfrik » 12.10.2018, 15:47

Naja, so ein Netz kann durchaus Wärme und Kälte kombiniert bereitstellen bei ca. 15/18°. Damit kann man schon kühlen (Serverräume, Büroräume auf 26° begrenzen) und schon gut heizen. Sprich mit der Wärme des nächsten büroservers macht der Nachbar sein warmes Duschwasser. Aber dazu bedarf es klarer Umstellungsvorgaben.
Kann man auch prima in Aquifere einspeichern und wieder rausholen (Ich kenn da nen Altbau in Berlin der das so macht). Die Frage ist da schon lange nicht mehr die Technik, die Frage ist der politische Wille bezw. dessen fehlen.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 12.10.2018, 17:02

bei der zunehmenden Bedeutung der Rechentechnik etc. gar nicht so ein dämlicher Ansatz. Korrekt! Nur Wollen muss man es schon!

man stelle sich vor!
Aus Brandenburg und MacPom kommt nicht nur billiges Schweinefleisch, sondern die gesamte Wärme der Stadt! + aller Strom aus EE! Das sollte ja an industrieller Wertschöpfung locker reichen, um die Landflucht aufzuhalten und gescheite Strukturen aufzubauen.

Nur mal so in den Raum gestellt, als Alternative zur Wohnungsnot in Berlin, zum Zulauf zur AfD und der Verödung der Landstriche. Ich persönlich mag ja den Großteil der Brandenburger nicht so, aber so konservativ bin ich dann doch, das ich deinen lieber meine Gasrechnung bezahle, als Putin! Die Russen an sich, mag ich schon.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon GAST » 13.10.2018, 11:31

hfrik hat geschrieben:Naja, so ein Netz kann durchaus Wärme und Kälte kombiniert bereitstellen bei ca. 15/18°. Damit kann man schon kühlen (Serverräume, Büroräume auf 26° begrenzen) und schon gut heizen. Sprich mit der Wärme des nächsten büroservers macht der Nachbar sein warmes Duschwasser. Aber dazu bedarf es klarer Umstellungsvorgaben.
Kann man auch prima in Aquifere einspeichern und wieder rausholen (Ich kenn da nen Altbau in Berlin der das so macht). Die Frage ist da schon lange nicht mehr die Technik, die Frage ist der politische Wille bezw. dessen fehlen.


Da versucht man sich ja lieber die Serverfarmen im Meer zu versenken um die Klimatisierungskosten zu sparen, gepaart mit "ein paar" Windrädern nennt man das dann "Öko"

Das habe ich aber nie verstanden warum man die Abwärme der Kühlgeräte nicht gleichzeitig zur Deckung des Warmwasserbedarfs nutzen kann.
Ich kann mich daran erinnern das ein alter Schulkollege die der Abwärme seiner Milchkühlanlage gleichzeitig zum heizen seines Brauchwassers und Heizungsunterstützung nutzen konnte.
Da er mittlerweile die Milchviehhaltung aufgegeben und einen Neubau errichtet hat ist die Anlage nicht mehr in Betrieb.

In Essen gibt es die Kraftwerksschule, da wird nahezu das komplette Bedienpersonal für die Kraftwerkswirtschaft ausgebildet (zumindest der Teil der mehr als den TÜV-Heizerkurs machen darf/muss). die haben ein Wohnheim neu gebaut, das ist im Gegegensatz zum alten Wohnheim nicht mir Nachtspeicher und DLE ausgestattet sondern mit modernster Haustechnik.
So gibt es z.b. eine Eisheizung statt der Nachtspeicherheizung.

grüße
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon arbu » 14.10.2018, 18:15

^^ intressanter Ansatz. Nur reicht der "Schuhkarton" ? Wie groß muss der Wärmetauscher sein / Wie hoch die Durchflussmenge im Rohrsystem...
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon arbu » 14.10.2018, 18:16

Wenn kein Wunder geschehe, werde Deutschland weder seine Klimaziele für 2020 noch für 2030 erreichen, sagte Ottmar Edenhofer im Interview der Woche des Dlf
...
https://www.deutschlandfunk.de/klimafor ... _id=430455
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 15.10.2018, 10:04

arbu hat geschrieben:^^ intressanter Ansatz. Nur reicht der "Schuhkarton" ? Wie groß muss der Wärmetauscher sein / Wie hoch die Durchflussmenge im Rohrsystem...


Der reicht, es wäre ja nicht so, als ob es sowas nicht schon geben würde. Im Gegensatz zu vielen anderen, fehlt mir die Fantasie an technische Wunder zu glauben, deshalb halte ich mich an die schnöder bewehrter Technik.

Die Durchflussmenge kann man sich relativ leicht ausrechnen. Die Wärmekapazität von Wasser und das Delat in K.

Ein Rohr mit einem Innendurchmesser von 500 mm , einem Delta von 6 K und einer Fließgeschwindigkeit von 2 m je s schafft eine Leistung von 9.860,4 KW (bei Wasser). Die nötigen Pumpen haben gar nicht so viel Leistung, da sie mit einem geringen Druckunterschied von ca. 100 mb arbeiten (aber dafür viel Volumen) , -logisch nur dann, wenn die Anlage richtig ausgelegt ist. Und nicht irgendwelche Deppen z.B. die Hydraulische Weiche vergessen/ ausbauen etc.

*Dies ist selbstverständlich ein theoretischer Wert!
Dateianhänge
Rohrnetzberechnungen.xlsx
Rohrnetz
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon GEST » 16.10.2018, 10:20

Gut
Die globale Energiewende erreicht nun auch den Balkan und die Weltbank, die sich aus ihrem letzten Projekt zur Finanzierung von Kohle zurückziehen will – einem geplanten Kraftwerk im Kosovo. Damit steigt die multinationale Entwicklungsbank endgültig aus der direkten Finanzierung von Infrastruktur für Öl, Kohle und Gas aus.


Noch besser
„Wir sind gehalten, die billigste Option vorzuziehen, und die Erneuerbaren sind billiger als Kohle geworden“, sagte Weltbank-Chef Jim Yong Kim vergangene Woche auf der Herbsttagung, gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds.
http://taz.de/Energiewende-im-Balkan/!5540431/
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 16.10.2018, 10:32

Als Mediziner sollte er es schon wissen, das man seinen Patienten solche Nachrichten schonender beibringen sollte!
Zumal ein Heilmittel dagegen mehr als unwahrscheinlich ist, bzw. das einzige im Moment noch verfügbare Heilmittel (Subventionen, Lobbyismus etc.) massive Nebenwirkung hat. 8)

Wer dreht den fossilen noch mal den Hals um? Die Grünen oder die ach so bösen Räuber?
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon GEST » 16.10.2018, 10:59

PV-Berlin hat geschrieben:Wer dreht den fossilen noch mal den Hals um? Die Grünen oder die ach so bösen Räuber?


Die Grünen haben das Blut ins Wasser gekippt. Die Haie erledigen den Rest. :mrgreen:
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 16.10.2018, 11:03

GEST hat geschrieben:
PV-Berlin hat geschrieben:Wer dreht den fossilen noch mal den Hals um? Die Grünen oder die ach so bösen Räuber?


Die Grünen haben das Blut ins Wasser gekippt. Die Haie erledigen den Rest. :mrgreen:


Den Spruch werde ich klauen! :lol:
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