Darf man Kohle abschreiben?

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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Tobi » 07.10.2018, 05:26

Endlich mal ein sachlicher Beitrag ohne persönliche Angriffe und konstruktiv!
Das Problem schlägt sich jetzt grade auf RWE nieder. Die sind die Bösen. Natürlich geht es oft nur durch Extreme, aber so wie RWE aktuell niedergemacht wird, ist es nicht mehr schön. (Braun-)Kohleausstieg ja, aber bitte geordnet und nicht: Kohleausstieg jetzt sofort!
Ich vermute mal, dass RWE das Ding schon schaukeln wird, bis auch das letzte Loch versorgt ist - wenn man sie denn geordnet machen lässt. Schaut jemand hin, was in der Lausitz passiert? Da würde es bei der Übernahme durch EPH versäumt, den Rückbau ordentlich abzusichern. Ich vermute mal, dass der Investor sein Paket so geschnürt hat, dass er das einfach abschreibt und abstößt, wenn es ihm nicht mehr passt und dann darf es der Steuerzahler übernehmen.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon KKB68 » 07.10.2018, 07:27

Moin.

Und Du glaubst das wirklich? Genau so wie es die ganze Bagage auch beim Rückbauszenario der KKW "erledigt" hat?
:ironie:
Grüße,

Klaus

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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Matthias BZ » 07.10.2018, 10:16

Tobi hat geschrieben:Endlich mal ein sachlicher Beitrag ohne persönliche Angriffe und konstruktiv
Das Problem schlägt sich jetzt grade auf RWE nieder. Die sind die Bösen. Natürlich geht es oft nur durch Extreme, aber so wie RWE aktuell niedergemacht wird, ist es nicht mehr schön. (Braun-)Kohleausstieg ja, aber bitte geordnet und nicht: Kohleausstieg jetzt sofort!!
Wow da hat jemand aber gut im Retorikkurs aufgepasst. Mal ein bischen Lob verteilen (natürlich nur für die Form) ohne auch nur auf die Argumente einzugehen um dann ein Wehklagen über den Shitstorm den sich RWE (bzw. das Management) gefallen lassen muss nachzuschieben.
Tobi hat geschrieben:Ich vermute mal, dass RWE das Ding schon schaukeln wird, bis auch das letzte Loch versorgt ist - wenn man sie denn geordnet machen lässt.
Und genau jetzt kommt die Erpressung: "Wenn ihr uns nicht machen lasst wie wir wollen dann seht zu wie Ihr mit dem Rest klar kommt! Wenn so eine Erpressung heute ausgesprochen würde, wüsste ich was ich als Regierung morgen in die Wege leiten würde ... anschließend wäre der Börsenwert wohl irgendwo bei 0. Aber RWE ist ja nicht so dumm das zu drohen, das wird die CDU-FDP-Regierung demnächst aus dem Hut lassen.
Tobi hat geschrieben:Schaut jemand hin, was in der Lausitz passiert? Da würde es bei der Übernahme durch EPH versäumt, den Rückbau ordentlich abzusichern. Ich vermute mal, dass der Investor sein Paket so geschnürt hat, dass er das einfach abschreibt und abstößt, wenn es ihm nicht mehr passt und dann darf es der Steuerzahler übernehmen.
Was Du nur immer mit der Lausitz hast, das ist dort exakt das selbe wie im Rheinischen Revier. Die Rücklagen für die Renaturierung liegen wie immer nicht auf der Bank ... und die Politik hat das nie anders gewollt. Passiert da jemanden persönlich was? Nein! Dieses Handeln wird aber die Alt-Parteien weiter schrupfen und die "Heilsbringer" bald zur stärksten Fraktion machen - ist aber auch gewollt, dann muss man sich nicht mehr mit der blöden Demokratie und Gewaltenteilung rumärgern.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon django65 » 07.10.2018, 10:35

GAST hat geschrieben:Zudem gab es in den letzten 40 Jahren wohl kaum so eine günstige Gelegenheit für Personalabbau durch den Fachkräftemangel im Land wie es heute der Fall ist.


Na prima. Dann versuche mal 10 40Jährige Facharbeiter zu vermitteln und 3 die schon 50Jahre alt sind.

Der Facharbeitermangel ist die größte Lüge seit der Debatte des "Gürtel enger schnallen" bei Schröder wo hinterher die Arbeiter Die gearschten waren und die Löhne der "Führungsetage"und Firmenbesitzer das hundertfache der "idioten" erreichte.

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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon GAST » 07.10.2018, 11:28

django65 hat geschrieben:
GAST hat geschrieben:Zudem gab es in den letzten 40 Jahren wohl kaum so eine günstige Gelegenheit für Personalabbau durch den Fachkräftemangel im Land wie es heute der Fall ist.


Na prima. Dann versuche mal 10 40Jährige Facharbeiter zu vermitteln und 3 die schon 50Jahre alt sind.

Der Facharbeitermangel ist die größte Lüge seit der Debatte des "Gürtel enger schnallen" bei Schröder wo hinterher die Arbeiter Die gearschten waren und die Löhne der "Führungsetage"und Firmenbesitzer das hundertfache der "idioten" erreichte.

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Vierzigjährige vermitteln? Kein Thema in den Berufen, die Firmen nehmen auch bestimmt noch ältere, mein direkter Vorgesetzter hat mehr als ein Jobangebot und der wird bald 50!
Abgesehen davon, das RWE benötigt noch viele Jahre Mitarbeiter für Kaltreserve (die wird kommen um einen Grund zu finden denen Staatsgelder zukommen zu lassen) da kann man dann die älteren nehmen die angeblich nicht vermittelbar sind. Bei den „Handwerkern“ ist es nicht anders.
Die jungen die bock haben finden sofort eine neue Stelle, allerdings kann es natürlich sein das die dann nicht so einen komfortablen Job bekommen sondern richtig arbeiten müssen (den Aussagen nach spricht man dort von beamtentum im klassischen Sinn). Aber das Risiko besteht ja immer.

Für andere gibt es die Möglichkeit das man diese RWE-typisch mit 52-54 Jahren in Vorruhestand entlässt. Bei Betriebsbedingten Kündigungen geht das über Abfindungen in nicht unerheblicher Höhe und zusätzlich Arbeitslosengeld.
Die PenKa nicht zu vergessen, da gibt’s dann (zumindest in der Vergangenheit) ab dem 60sten eine gute Zusatzrente, sagte mir letzte Tage noch ein ehemaliger RWE Mitarbeiter der als Tagschichtmitarbeiter mit 54 gehen musste.

Gruß
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Tobi » 07.10.2018, 11:50

Matthias BZ hat geschrieben:Und genau jetzt kommt die Erpressung: "Wenn ihr uns nicht machen lasst wie wir wollen dann seht zu wie Ihr mit dem Rest klar kommt! Wenn so eine Erpressung heute ausgesprochen würde, wüsste ich was ich als Regierung morgen in die Wege leiten würde ... anschließend wäre der Börsenwert wohl irgendwo bei 0. Aber RWE ist ja nicht so dumm das zu drohen, das wird die CDU-FDP-Regierung demnächst aus dem Hut lassen.

Na ja, bis vor 20 Jahren war alles prima, was die Konzerne gemacht haben - war ja staatlich so gewollt bzw. geregelt. Vor 10 Jahren war auch noch alles in Ordnung. Mit dem Börsenwert von 0 ist niemandem geholfen. Meinst du, eine staatliche Verwaltungsbehörde bekommt das alles besser hin?
Wie läuft es denn bei der Automobilindustrie? Die führt doch die Regierung und Behörden auch schon seit Jahren an der Nase herum. Wieso sollen das andere bedeutende Wirtschaftszweige anders machen?

Matthias BZ hat geschrieben:Was Du nur immer mit der Lausitz hast, das ist dort exakt das selbe wie im Rheinischen Revier. Die Rücklagen für die Renaturierung liegen wie immer nicht auf der Bank ... und die Politik hat das nie anders gewollt. Passiert da jemanden persönlich was? Nein! Dieses Handeln wird aber die Alt-Parteien weiter schrupfen und die "Heilsbringer" bald zur stärksten Fraktion machen - ist aber auch gewollt, dann muss man sich nicht mehr mit der blöden Demokratie und Gewaltenteilung rumärgern.
Gruß Matthias


Unterschied ist, dass RWE ein deutsches Unternehmen ist und hier gewisse Verpflichtungen hat und auch die Anteilseigner (Städte) in gewisser Weise mitreden können.
EPH ist vollständig ein Privatunternehmen/Investor aus dem Ausland. Wenn es dem nicht passt, kann der sich ohne größere Probleme aus dem Markt zurückziehen. Kennt jemand in Deutschland EPH? Wie hier aufgerufen wird RWE und die Unternehmen zu boykottieren - geht nicht mal bei EPH.
Na ja, du hast es richtig erkannt, wenn die Kommunen in den Regionen nicht beteiligt werden und es keinen langsamen und definierten Ausstieg gibt, werden sich wohl noch mehr an den neuen Parteien orientieren.
Man mag von Trump halten was man will, aber gewählt wurde er und er bekommt noch immer Zustimmung von vielen. Mit welchem Motto und Programm tritt er an... Ich bin mir sicher, dass das bei denjenigen ohne große Perspektive hier auch wirkt.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon GAST » 07.10.2018, 12:47

Spekulatius hat geschrieben:RWE hat über 16 Millionen Kunden. Jetzt mal ein Bisschen Respekt bitte.
https://de.statista.com/statistik/daten ... er-rwe-ag/


Schade, nur als kostenpflichtiger Zugang....
Aber gut das das europäische Verbundnetz nicht um NRW herum läuft, sondern dieses Bundesland einschließt und sogar aus NRW von Amprion gefahren wird!

Also eine etwas naive Aussage vom möchtegern Manager, aber so ist das wenn man NULL Ahnung von der eigentlichen Materie hat und nur gut im Kassieren von Bezügen ist.
Obwohl man davon ausgehen können sollte das jemand der an der RWTH Aachen studiert hat zumindest ein wenig Ahnung von der Materie hat....Aber war wohl mit Wärmeübertragung und Klimatechnik doch der falsche Studiengang?
Naja, der gute ist ja schon 61, der wird dann mit fürstlichen Bezügen in den Ruhestand verabschiedet und der nächste darf den Konzern weiter in den Ruin treiben....

Evtl. sollte man den Herrn Rolf Martin Schmitz ja mal auf die Homepage seines Konzerns verweisen, die schreiben ja schon was das RWE möchte (warum er dann anders handelt??)
"Die RWE AG ist ein wichtiger Brückenbauer und das Rückgrat der sich wandelnden Energiemärkte in Europa."
steht zumindest auf https://www.group.rwe/der-konzern

@PV-Berlin
Wenn du ausser "mit schnödem Geld" niemals Einsatz zeigen würdest, ich denke mal das der BUND oder so Organisationen wie Campact und Avaaz sich über eine großzügige Unterstützung bei der Finanzierung ihrer Aktionen gegen die Rodung des Hambacher Forst sehr freuen würden.

Ich freue mich schon auf die nächsten Niederlagen....wenn das Management deRWE nicht vorher zur Vernuft kommt.

Obwohl, sowas wie eine Entnahmegebühr je tonne Braunkohle an die vorherigen Waldeigentümer, so wie es beim Kiesabbau gemacht wird, das hätte schon was für sich.
Für Kiesabbau in BaWü habe ich auf die Schnelle Gebühren iHv 0,4-3,2DM je m³ gefunden....
Das würde auf Braunkohle umgerechnet etwa je m³ (1,2-1,3Tonnen) zu 0,18-1,4€ je MWh kosten....(grob überschlagen)
So langsam wird es auch ohne den Ausstieg (Kohlekommission) aus der Kohle eng für die Braunkohle....

grüße
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 07.10.2018, 12:59

Die EPH hat wie jedes anständige Investmentkonglomerat selbstverständlich ein Vehikel konstruiert , das am Ende dazu führt, das sie nur gewinnen können und falls das nicht der Fall sein wird, andere das Verlieren auszubaden haben. Das kam Vattenfall zu pass, die ja es irgendwie geschafft haben (keiner blickt da durch, da keine Zahlen verfügbar sind, was u.a. gegen die Meldepflicht großer Kapitalgesellschaften verstößt) einen 'kleinen' Teil der Rücklagen aus der Bilanz vor dem Verkauf rauszunehmen.

Ganz Böse Zungen behaupten sogar, das man sehnsüchtig darauf hofft, das einem Tagebaue abgekauft werden &/ Kraftwerke, weil man die ohnehin aus wirtschaftlicher Sicht nicht weiter entwickeln kann oder möchte, bzw. der Betrieb unrentabel ist.

Aber das sind sicher irgendwelche Ökospinner, das Bundeswirtschaftsministerium und das Finanzministerium werden sicher vor jeder Entscheidung tief in die Bücher und Zahlen schauen, weil sie ja sehr sehr sorgfältig mit dem Steuergeld der Bürger umgehen.

Es gibt nur ganz wenige Personen, die eine Braunkohleausstieg jetzt fordern. Die allermeisten fordern den Einstieg und den Aussteig jetzt.

*Nicht hier im Forum, hier schreibt es sich zu leicht, maximale Forderungen zu stellen und keine Ideen zur Umsetzung zu haben.

Jede Tonne, die wir von den 700 Mill. Tonnen im Boden lassen, ist auch ein Sieg, aber nur, dann wenn wir dafür nicht mehr Erdgas &/ Steinkohle importieren müssen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon GAST » 07.10.2018, 13:07

Tobi hat geschrieben:Na ja, bis vor 20 Jahren war alles prima, was die Konzerne gemacht haben - war ja staatlich so gewollt bzw. geregelt. Vor 10 Jahren war auch noch alles in Ordnung. Mit dem Börsenwert von 0 ist niemandem geholfen. Meinst du, eine staatliche Verwaltungsbehörde bekommt das alles besser hin?
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RWE ist wohl genauso international wie die meisten anderen "deutschen" Konzerne die man im DAX findet, das ist in der Autobranche oder Chemiebranche bei den Anteilseignern nicht anders....Das viele Städte noch Aktien halten kommt ja aus der Zeit der Privatisierung des Unternehmen, wie ja bereits geschrieben wurde, die Dividente floss ja regelmäßig....bis halt aufgefallen ist das es unregelmäßig aufgrund einer falschen (Lobby) Politik wurde.


Matthias BZ hat geschrieben:Was Du nur immer mit der Lausitz hast, das ist dort exakt das selbe wie im Rheinischen Revier. Die Rücklagen für die Renaturierung liegen wie immer nicht auf der Bank ... und die Politik hat das nie anders gewollt. Passiert da jemanden persönlich was? Nein! Dieses Handeln wird aber die Alt-Parteien weiter schrupfen und die "Heilsbringer" bald zur stärksten Fraktion machen - ist aber auch gewollt, dann muss man sich nicht mehr mit der blöden Demokratie und Gewaltenteilung rumärgern.
Gruß Matthias

Tobi hat geschrieben:Unterschied ist, dass RWE ein deutsches Unternehmen ist und hier gewisse Verpflichtungen hat und auch die Anteilseigner (Städte) in gewisser Weise mitreden können.
EPH ist vollständig ein Privatunternehmen/Investor aus dem Ausland. Wenn es dem nicht passt, kann der sich ohne größere Probleme aus dem Markt zurückziehen. Kennt jemand in Deutschland EPH? Wie hier aufgerufen wird RWE und die Unternehmen zu boykottieren - geht nicht mal bei EPH.
Na ja, du hast es richtig erkannt, wenn die Kommunen in den Regionen nicht beteiligt werden und es keinen langsamen und definierten Ausstieg gibt, werden sich wohl noch mehr an den neuen Parteien orientieren.
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Die meisten halten sich vermutlich nicht an die neuen Parteien weil diese die Energiepolitik anders gestalten würden, sondern wegen der sonstigen nicht vorhandenen Politik, das "Problem" mit dem unkontrollierten Zuzug aus Ländern die eher nicht zur deutschen bzw. Westeuropäischen Lebensweise passt, dürfte für viele der ausschlaggebende Punkt sein.
So Dinge wie Rücknahme des Atomausstieg sind da einigen vermutlich ganz recht, die haben ja noch das ewig gestrige "Atomstrom ist der billigste, beste usw" im Kopf weil sie auf so "Vereine" wie die neue soziale Marktwirtschaft hören und meinen das alles was von da kommt auch richtig ist.
Dazu gibt es Leute die ganz viel Geld locker machen um andere zu finanzieren die dafür sorgen das viele glauben was in den Medien geschrieben und berichtet wird, diese Leute sorgen dafür das der eine Kandidat gut und der gegenkandidat schlecht da steht. Russland soll eine der Quellen für diese Meinungsmache sein, siehe dazu die ganzen Berichte in den Medien zu den Verbindungen von Trump, bzw dem Wahlkampfteam in diese Richtung.
Dann gibt es eine Organisation mit Sitz in der Schweiz die wohl den Wahlkampf der AFD finanziell unterstützt hat usw.

Jetzt ein geordneter Ausstieg in den nächsten Jahren, ein überführen einiger Kraftwerke in eine Kaltreserve mit finanzieller Unterstützung für das vorhalten der Kraftwerke mit der Auflage diese jederzeit mit max. 24 Stunden vorlaufzeit mit Volllast ans Netz zu bekommen. Wobei die finanzielle Unterstützung an eine Auflage gekoppelt werden muss, das Geld geht in einen Topf ausserhalb der Konzerne, dieser Topf ist als Rücklage für die Renaturierung der Region solange zweckgebunden bis die Renaturierung und der Kraftwerksrückbau abgeschlossen ist. Sollte danach noch was über sein, dann darf das Geld in den Konzern für sonstige Aufgaben fliessen....Ich vermute aber mal das auch ein mittlerer einstelliger Millarden€ Betrag nicht ausreichen wird.

gruß
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Broadcasttechniker » 07.10.2018, 13:13

PV-Berlin hat geschrieben:...Jede Tonne, die wir von den 700 Mill. Tonnen im Boden lassen, ist auch ein Sieg, aber nur, dann wenn wir dafür nicht mehr Erdgas &/ Steinkohle importieren müssen.

Erdgas ist ein sehr kohlenstoffarmer Brennstoff der gut zur Brückentechnologie GuD (Gas&Dampf Kraftwerke) passt die dazu auch noch hervorragend regelbar sind.
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