Darf man Kohle abschreiben?

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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Spekulatius » 05.09.2018, 07:06

bimon hat geschrieben:
Kallenpeter hat geschrieben:Das Problem ist, das momentan trotzdem nicht in subventionsfreie PV investiert wird, weil die Unsicherheit viel zu groß ist. Wird der CO2 Preis so hoch bleiben oder wieder auf 5€ fallen? Zu 100% weiß das niemand, zumal es immernoch einen riesigen Zertifikats-Überschuss gibt.

Ja, ich sehe auch noch nicht, dass wir hier einen lange anhaltenden Effekt haben. Die Spekulationseffekte wurden ja schon angesprochen. Der Überschuss ist da. Laut Enervis (https://www.ee-news.ch/de/erneuerbare/a ... strommarkt), die die Prognose von Carbon Tracker kommentieren, wird der Überschuss bis Ende der 20er anhalten. EE-Ausbau und ein politischer Kohleausstieg würden zu einer weiteren Schwämme führen. Ersteres erhöht natürlich den Druck auf die Kraftwerksbetreiber. Enervis sieht entsprechend keine Hinweise, dass sich Werte von 40€ bis 2030 ergeben. Ab 35 € sieht man aber GuD im Vorteil ggü. älteren Steinkohlekraftwerken. Gerade beim Gas sehe ich dann auch das Problem in größeren Industrieunternehmen. Diese werden sich noch mehr darauf fokussieren. Hohe Volllaststunden machen das umso rentabler. Entsprechend wird man sich bei EE-Anlagen zurückhalten.

Mit jedem abgeschalteten Kraftwerk erhöht sich aber der Druck auf den Preis. Haben wir überhaupt in Relation signifikante Handelsvolumen, die den Preis jetzt treiben? Das macht den Zertifikatsposten in den Bilanzen der Unternehmen aber auch sehr spekulativ. Nehmen wir an RWE geht davon aus einen großen Anteil an Zertifikaten nicht mehr zu benötigen. Da kann es bei einem Verkauf eines Teils auch ganz schnell zu einem rapiden Absturz kommen.

Der harte Brexit kündigt sich immer mehr an. Der Anreiz für britische Unternehmen ihre Zertifikate abzustoßen wird immer größer. Da Großbritannien ist wohl immer noch zweitgrößter CO2-Emmitent. EDF, E.ON, innogy/RWE, Iberdrola sind stark in den britischen Markt involviert und werden sicherlich auch abseits der Börse versuchen die Zertifiakte entsprechend zu verschieben. Mit Großbritannien verlässt auch einer der größten Beführworter einer Beschränkung der Zertifikate die EU. Hier muss in jedem Fall ausgeglichen werden. Die nationalen Auktionen für Großbritannien fallen dann natürlich weg. Die im Markt befindlichen Zertifikate wird man aber wohl nicht enteignen können, sodass man hier bei den anderen nationalen Auktionen nachsteuern müsste. Ob das dann wirklich kommt...


BoAML rechnet mit einem Preisanstieg bis mindestens €30 in 2019. Was den harten Brexit angeht sagen sie dass dieser sich wahrscheinlich positiv auf den Zertifikatepreis auswirken würde, da die britischen Zertifikate wegfallen würden und Großbrittanien z.Z. aufgrund guter Emissionsreduktionen einen lokalen Zertifikateüberschuss hat.
https://www.spglobal.com/platts/en/mark ... of-america
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 05.09.2018, 08:39

Der Altmeier sollte zumindest eines sofort machen: Alle Verfahren, Genehmigungen etc. die zum Inhalt haben, einen Tagebau zu erweitern (Hombacher Forst) oder einen neuen aufzuschließen, für zwei Jahre auszusetzen, bis die Rechtslage eindeutig ist.

Es kann ja nicht sein, das die Gerichte auf Grundlage vollkommen überholter Entscheidungen (Verfassungsgericht bis Wirtschaftsministerium) RWE & Co. die Projekte durchwinken und ab 01.07.2019 beschlossen wird, auf Kosten der Steuerzahler mal ganz schnell 5 GW vom Netz zu nehmen und in die Reserve einzustellen.

Die Abschöpfung, der unverschämten Pachten in Brandenburg ist eine gute Idee! Leider wohnen kaum Landbesitzer in der Region, so dass diese Pachteinnahmen einfach verschwinden. Wildwuchs bei WKA? Darüber kann man nicht wirklich lachen, denn der Aufwand im korruptesten Bundesland , mit dem sich am meisten selbstüberschätzenden Beamten etc. ever irgendwas genehmigen zu lassen und dabei keine Groß AG zu sein, ist absurd! In Mc Pom ist man nur Doof und Brandenburg ist man dazu auch noch Größenwahnsinnig . *Ämter, Politiker etc.

Ich bitte bei der ganzen 'Hysterie' um den nominalen Anstieg nicht unterschlagen, das real die Strompreise dramatisch gesunken sind. Selbst die 88,9 € je MWh aus 2008 wären in Kaufkraft gerechnet > 100 € (Heute) und umgekehrt sind die heutigen Strompreise von 50 bis 65 € je MWh in Kaufkraft gerechnet deutlich < 40 € (2008)

Bitte bitte nicht dem Lügenmärchen des BDI folgen! Die realen Energiepreise fallen dramatisch seit vielen Jahren. Zum einen steigern die Unternehmen die Produktivität und zum anderen greift die Inflation. Die alles umfassende Kennzahl: Die Energiestückkosten. Und nun raten wir mal, wer deutlich vorne liegt? Rot China oder Deutschland?

Um diesen Vorsprung zu halten und sogar auszubauen, müssen die Energiepreis zumindest stabil bleiben, damit die Wirtschaft genug Druck spürt, am Thema zu arbeiten. Und auch die Verbraucher, müssen den Druck spüren. Hier vor allem bei der Wohnwärme und der Mobilität. Aber das wird bei Altmeier & Merkel wohl eine Utopie bleiben.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon GEST » 05.09.2018, 09:28

PV-Berlin hat geschrieben:Ich bitte bei der ganzen 'Hysterie' um den nominalen Anstieg nicht unterschlagen, das real die Strompreise dramatisch gesunken sind. Selbst die 88,9 € je MWh aus 2008 wären in Kaufkraft gerechnet > 100 € (Heute) und umgekehrt sind die heutigen Strompreise von 50 bis 65 € je MWh in Kaufkraft gerechnet deutlich < 40 € (2008)


Immer wieder erheiternd, der Vergleich zwischen dem Industriestrompreis im "durch EE teuren" Deutschland und Frankreich mit seinem "billigen" Atomstrom.
https://ec.europa.eu/eurostat/tgm/refre ... anguage=de
(oben links auswählbar)
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Kallenpeter » 07.09.2018, 21:10

Ein Interview mit einer Vertreterin einer Bürgerinitiative im Rheinischen Braunkohlerevier. Sie ist auch Mitglied in der Kohlekomission.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-09/ ... lobbyismus

Es geht um Ihre Erfahrung mit RWE und den Gewerkschaften (uneinsichtig, unnachgiebig, unverständig) und ihren Unterstützen, Mitarbeitern und Mitgliedern (die sich auch nicht an Recht und Gesetz halten, wie ein paar militante Umweltschützer) und um Politik und Polizei (die defakto ein verlängerter Arm von RWE sind).

Der letzte Kampf von ein paar alten weißen Männern, die zu dumm sind um die zu verstehen was passiert.....
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Tobi » 07.09.2018, 22:14

Also die Verrückten im Wald sollten wirklich mal zur Besinnung kommen und sich andere Aufgaben in anderen Teilen der Welt suchen.
Kolumbien wäre so ein Betätigungsfeld, oder vielleicht auch China.
Aber doch nicht in Deutschland, wo alles schon zig tausend mal geprüft und für rechtmäßig befunden wurde in den letzten zwanzig Jahren.
Es ist ein Stück Wald, der seine Funktion in einem anderen Teil der Welt genau so erfüllen kann, nicht mehr und nicht weniger. Ich gehe mal davon aus, dass RWE entsprechende Ausgleichsmaßnahmen vornehmen muss und 10x mehr Bäume pflanzen wird als jetzt abgeholzt werden.
Da jetzt noch so ein Aufstand zu machen ist wirklich assozial!
Jeder darf friedlich protestieren, aber man muss auch seine Grenzen kennen. Ich kann doch auch nicht zum Nachbarn aufs Grundstück gehen und nen Aufstand machen, nur weil der einen fetten SUV fährt.
Etwas mehr Vernunft und Rationalität!
Der Kohleausstieg wird in den nächsten 50 Jahren kommen, da bestehen keine Zweifel. Bis dahin sollen die Verrückten dort bitte ihre Kräfte anderswo einsetzen, als Mitarbeiter und Polizisten zu terrorisieren, die nur ihren Job machen müssen.
Wie wäre es mit Brunnenbau in Afrika? Wiederaufforstung in Brasilien? Waldschützer in Kolumbien? Die Maßnahmen sind 1000x wirkungsvoller für das globale Klima und wenn sie Glück haben, können sie RWE noch dazu gegen, ihnen noch ein paar Euro für ihre Arbeit dazu zu geben.

Wenn RWE die Kohle nicht ausgräbt und verbrennt, dann machen es eben die Polen und Tschechen und liefern uns den Strom.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Kallenpeter » 07.09.2018, 22:21

Ich vermute Ironie, bin mir aber nicht ganz sicher
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 08.09.2018, 10:54

@ Tobi!

als letzter und einziger Fan der Braunkohle im Forum antworte ich dir!

Die Jungs im Wald sind die letzte Front, die den Rechtsstaat verteidigt! RWE hat offensichtlich (nachweislich) Urkunden und Gutachten insoweit 'bearbeitet' dass die Gerichte zu eindeutig fehlerhaften Urteilen gekommen sind.

In dem Falle geht es nicht um ein paar Bäume, egal wie alt! Es geht um die Grundsatzentscheidung, wie die Prioritäten im Grundgesetzt neu bewertet werden!

Stand 2018 muss sein: Das die Grundrechte heute eben nicht mehr zurückstehen müssen, wenn es im die nationale Energieversorgung geht!

Wir haben eine Ausstiegs-kommission und gleichzeitig werden unter enormen Zeitdruck Tatsachen geschaffen?

Die Frage kann (muss) gestellt werden; Sind wir us 100% sicher, das wir in ca. 3 Jahren die Braunkohle dazu benötigen (unter dem Wald) um eine Versorgungslücke schließen zu können? Steigen die Strompreise sonst zu stark an?

Leider ist auf beiden Seiten kaum ein Durchkommen! Es sind beides eher Sekten ! Dabei ist es relativ simpel zu entscheiden:
Was nützt der Nationalen Volkswirtschaft (in dem Falle schon national) am meisten und wie muss der Prozess weiter geführt werden, um die Volkswirtschaft (Energie) weiter zu entwickeln unter Berücksichtigung des Grundgesetztes.

= kein neuer Tagebau, keine Erweiterungen, die Wälder, Biotope, Flüsse , Dörfer u.ä. zerstören.
= Sicherung der Erzeugungskapaziäten bis auf Widerruf (technische Frage)
= Entwicklung der Regionen nach Beendigung des Bergbaus etc.

Da dies eine nationale Aufgabe ist, sollten alle Bundesländer und der Bund in einen Fond einzahlen ( auf 25 Jahre je XXX €)
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon ingo cgn » 08.09.2018, 11:57

Tobi hat geschrieben:Aber doch nicht in Deutschland, wo alles schon zig tausend mal geprüft und für rechtmäßig befunden wurde in den letzten zwanzig Jahren.
Es ist ein Stück Wald, der seine Funktion in einem anderen Teil der Welt genau so erfüllen kann, nicht mehr und nicht weniger. Ich gehe mal davon aus, dass RWE entsprechende Ausgleichsmaßnahmen vornehmen muss und 10x mehr Bäume pflanzen wird als jetzt abgeholzt werden.

Eben, in den letzten zwanzig Jahren, heute ist aber nicht vor 5 Jahren. Um enteignen zu können und sich über den Naturschutz stellen zu können muß die Versorgungssicherheit davon abhängen, tut sie aber nicht mehr.
Gehst du nie in den Wald? Irgendein Wald irgendwo auf der Welt ersetzt nicht den vor deiner Haustür. Mach doch mal ein Wochenende oder mehr Urlaub im Rheinischen Braunkohlerevier. Ich kann dir versichern daß selbst der Wald auf der https://de.wikipedia.org/wiki/Vollrather_H%C3%B6he bis heute keine "Seele" entwickelt hat, das Naturerlebniss ist Null, da macht jede Baumschule mehr Spaß. Bei der Sophienhöhe könnte man ja noch argumentieren, daß sie zu jung ist, bei der Vollrather Höhe zieht das nicht mehr. Die Rheinisch Westfälischen Extremisten haben noch nie ehrlich argumentiert, daher solltest du von nix ausgehen.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon SmartPanel » 08.09.2018, 15:01

Tobi hat geschrieben:... Ich kann doch auch nicht zum Nachbarn aufs Grundstück gehen und nen Aufstand machen, nur weil der einen fetten SUV fährt.
Etwas mehr Vernunft und Rationalität!
Der Kohleausstieg wird in den nächsten 50 Jahren kommen, da bestehen keine Zweifel. Bis dahin sollen die Verrückten dort bitte ihre Kräfte anderswo einsetzen, als Mitarbeiter und Polizisten zu terrorisieren, die nur ihren Job machen müssen.
.

Falsch Tobi, so ist's richtig:

Ich kann doch auch nicht zum Nachbarn aufs Grundstück gehen und ihn enteignen nur weil der Vorstand einen fetten SUV fahren will.
Etwas mehr Vernunft und Rationalität !
Der Kohleausstieg wird in den nächsten 50 Jahren kommen, da bestehen keine Zweifel. Bis dahin sollen die Verrückten der RWE dort bitte ihre Kräfte anderswo einsetzen, als Protestler und Polizisten zu terrorisieren, die nur ihren Job machen müssen.
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Re: Darf man Kohle abschreiben?

Beitragvon Tobi » 08.09.2018, 22:32

ingo cgn hat geschrieben:Eben, in den letzten zwanzig Jahren, heute ist aber nicht vor 5 Jahren. Um enteignen zu können und sich über den Naturschutz stellen zu können muß die Versorgungssicherheit davon abhängen, tut sie aber nicht mehr.
Gehst du nie in den Wald? Irgendein Wald irgendwo auf der Welt ersetzt nicht den vor deiner Haustür. Mach doch mal ein Wochenende oder mehr Urlaub im Rheinischen Braunkohlerevier. Ich kann dir versichern daß selbst der Wald auf der https://de.wikipedia.org/wiki/Vollrather_H%C3%B6he bis heute keine "Seele" entwickelt hat, das Naturerlebniss ist Null, da macht jede Baumschule mehr Spaß. Bei der Sophienhöhe könnte man ja noch argumentieren, daß sie zu jung ist, bei der Vollrather Höhe zieht das nicht mehr. Die Rheinisch Westfälischen Extremisten haben noch nie ehrlich argumentiert, daher solltest du von nix ausgehen.


Okay, ich bin davon ausgegangen, dass der RWE das alles schon gehört und der ganze Wald Eigentum von RWE ist.
Da hab ich natürlich auch was dagegen! Ich würde meine Wiese auch nicht für 5 Euro/qm verkaufen oder mich enteignen lassen, nur weil das so der Wiesenpreis ist. RWE zieht aber darunter im wahrsten Sinne des Wortes massig Kohle raus.
Da muss dann schon ordentlich was rausspringen, sozusagen ein unmoralisches Angebot, damit ich verkaufen würde. Dann kann sich der Konzern oder Staat immer noch überlegen, ob sich das Ganze lohnt.
Dafür die Leute für nen Spottpreis enteignen kann es nicht sein! So wichtig ist RWE nicht und der Braunkohlestrom wird auch nicht gebraucht! Dann sollen die eben die Kohle aus anderen Teilen der Welt kaufen und im Kraftwerk Westfalen verstromen. Dann ist es eben so.
Wir können nicht, vernünftig und volkswirtschaftlich gerechnet, in den nächsten 10-20 Jahren vollständig aus der (Stein-)Kohle aussteigen. Lieber verstrome ich die Kohle aus Kolumbien hier anstatt eine kWh in einem polnischen, rumänischen oder tschechischen Kohle oder Atomkraftwerk herzustellen oder wertvolles Gas dafür herzunehmen. Das Ganze aber auch nur dann, wenn die Sonne nicht ausreichend scheint.
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