Darf man Atom abschreiben?

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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon Dringi » 09.05.2018, 22:21

PV-Berlin hat geschrieben:
GEST hat geschrieben: Das Problem sind die Nächte dort. Die dauern zwei Wochen.


Das ist schon klar, und welche Leitungsverlute hast du, bei ca. Minus 200° C . Man muss ohnehin ein Stromnetz etablieren, bei ca. 10.000 km Umfang ohne Mehre , Berge etc. doch kein Thema.


Und ohne Sauerstoff. Und ohne Baumaschinen. Dann wird es doch zum Thema.
Zumal zeigt 10 kW ja, dass das Minireaktoren sind. Wenn man "Mit mehreren dieser Reaktoren" max. 5 bis 10 Stück rechnet, dann wird niemand mehr als 5km Leitung legen wollen.
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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon stromdachs » 09.05.2018, 22:25

:ironie: Interessant, ich will auch eine Gartenlaube auf dem Mond.....
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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon Kallenpeter » 10.05.2018, 10:15

Einer der großen privaten polnischen Energieversorger will seine Nuklearpläne aufgeben und stattdessen in offshore Wind investieren. Damit sind die polnischen AKW Pläne aber noch nicht endgültig tot, einer der staatlichen Energieversorger könnte stattdessen einspringen. Außerdem sind die polnischen Kohlegewerkschaften gegen offshore Wind und es ist unklar wie genau die offshore Parks sich finanzieren sollen. Die PiS hatte zum Regierungsantritt den Windausbau komplett gestoppt, äußert sich jetzt aber positiv zu offshore Wind, will aber scheinbar keine Subventionen gewähren.

https://mobile.reuters.com/article/amp/idUSKBN1IB0LE
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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon PV-Berlin » 10.05.2018, 12:55

Ich dachte es wäre bekannt, das man dran ist, für die Etablierung auf dem Mond Maschinen zu entwickeln, die das Material auf dem Mond nutzen können. Ich brauche auf dem Mond kein Kupfer hoch zu schießen. Auch kein Papier, kein Plastik etc. , kein Glas etc.

Wenn mir jemand verspricht, dass er 300 Tage in seiner Gartenlaube bleibt, dann spendiere ich diese auf dem Mond. Vielleicht sich mal damit beschäftigen, welcher Stahlungs-Belastung man auf der Mondoberfläche ausgesetzt ist. Da nützt auch kein Raumanzug etwas und schon drei mal nicht 2,5 cm Holzleisten.

Die Maschinen, die PV Zellen einfach auf dem Mondboden "Drucken" sind schon fertig.

Ich meine, es sind mehr als 3 m Mondstaub, die man über sich haben muss, damit man auf dem Mond dauerhaft gesund bleibt. Wobei gesund relativ ist, wer sich ins Weltall schießen lässt, hat grundsätzlich einen Dachschaden. *meine persönliche Meinung
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon ingo cgn » 10.05.2018, 18:16

Kallenpeter hat geschrieben:Einer der großen privaten polnischen Energieversorger will seine Nuklearpläne aufgeben

Sieht nicht sehr privat aus; der Artikel spricht von "State-controlled PGE", Onvista gibt keinen Streubesitz an und Yahoo Finance gibt den größten Anteilseigner mit 0,65% an. 57% gehören laut Wikipedia dem Staat.
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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon Alexander_Z » 11.05.2018, 12:18

PV-Berlin hat geschrieben:....Ich meine, es sind mehr als 3 m Mondstaub, die man über sich haben muss, damit man auf dem Mond dauerhaft gesund bleibt. Wobei gesund relativ ist, wer sich ins Weltall schießen lässt, hat grundsätzlich einen Dachschaden. *meine persönliche Meinung



Wenn jeder so denken würde, hätten wir immer noch nicht das Rad erfunden - welch höllische Gefahr durch die frei werdenden Energien entstehen....

Dann noch der freundliche Hinweis: nimm das Leben nicht so schwer!- du überlebst es eh nicht! :ironie:
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon Ulenspiegel » 11.05.2018, 13:07

Kallenpeter hat geschrieben:Einer der großen privaten polnischen Energieversorger will seine Nuklearpläne aufgeben und stattdessen in offshore Wind investieren. Damit sind die polnischen AKW Pläne aber noch nicht endgültig tot, einer der staatlichen Energieversorger könnte stattdessen einspringen. Außerdem sind die polnischen Kohlegewerkschaften gegen offshore Wind und es ist unklar wie genau die offshore Parks sich finanzieren sollen. Die PiS hatte zum Regierungsantritt den Windausbau komplett gestoppt, äußert sich jetzt aber positiv zu offshore Wind, will aber scheinbar keine Subventionen gewähren.

https://mobile.reuters.com/article/amp/idUSKBN1IB0LE


Wenn die KfW ein wenig "gemein" ist, dann findet die Finanzierung der Windturbinen zu einem Zinssatz statt, der 3% niedriger ist als der für Alternativen. :-)
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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon Henning_PV » 11.05.2018, 16:10

einen signifikant höheren Zinssatz für AKW Finanzierungzu verlangen als für EE Finanzierungen ist nicht gemein sondern normales wirtschaftliches Handeln. Für Investments mit höherem Verlustrisiko verlangt jeder vernünftige Investor höhere Zinsen. Bei unkalkulierbarem Risiko läßt ein Investor die Finger ganz raus. Darum versichern Versicherungskonzerne auch keine AKW weil sie ja nicht so irre sind unklakulierbare Risiken einzugehen.
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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon Henning_PV » 11.05.2018, 16:12

Oder mit anderen Worten - es wird in der Zukunft kein einziges privat finanziertes AKW geben
Es gibt nur staatlich oder teilstaatlich finanzierte oder über so tolle Konstruktionen wie EDF Areva (pseudoprivat).
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Re: Darf man Atom abschreiben?

Beitragvon Kallenpeter » 11.05.2018, 17:47

Henning_PV hat geschrieben:Oder mit anderen Worten - es wird in der Zukunft kein einziges privat finanziertes AKW geben
Es gibt nur staatlich oder teilstaatlich finanzierte oder über so tolle Konstruktionen wie EDF Areva (pseudoprivat).

Die Zukunft kannst du streichen, das ist doch heute schon so. Die letzten AKW die mehr oder weniger Privat finanziert wurden waren Olkiluoto und die Amerikansichen Reaktoren. Jedes einzelne ist ein riesiges Fiasko.

Olkiluoto hat Areva in den Bankrott getrieben und Siemens dazu gebracht komplett aus der Kerntechnik auszusteigen.
Während man bei den US Vorhaben schon von Anfang gesehen hat das eine private Finanzierung kaum möglich ist und man den Gesetzgeber dazu gebracht hat, durchzusetzen das die Stromverbraucher den Bau bezahlen. Und selbst das ist schief gegangen.

Ergo wurde vor 15-20 Jahren das letzte mal ein privat finanziertes AKW geplant.
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