Alles auf Erdgas?

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Re: Alles auf Erdgas?

Beitragvon bimon » 06.11.2018, 12:25

Berlin-Tegel soll zum nachhaltigen Technologie- und Wohnquartier werden: https://bizz-energy.com/berlin_tegel_wi ... hnquartier

Stadtwerke, E.ON, Niedrigtemperaturnetz (40°) -
Das LowEx-Netz soll zudem überschüssige oder selbsterzeugte Energie, wie etwa Produktionsabwärme aus den Gewerbe- und Industriebetrieben und Energie aus erneuerbaren Quellen gegen eine Vergütung aufnehmen.[...]
Die Berliner Stadtwerke wollen in das Konsortium mit Eon vor allem auch ihre Erfahrung bei der oberflächennahen Geothermie und bei der Wärmerückgewinnung aus Abwasser einbringen.

Erstmal liest man erfreulicherweise nichts von explizit dafür errichteten BHKW und KWK. Mal sehen.
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Re: Alles auf Erdgas?

Beitragvon PV-Berlin » 06.11.2018, 16:09

Das liegt schlicht daran, das Reuter (Steinkohle) und Tegel keine 2 km Luftlinie von einander entfernt sind und man für Reuter schon bis weit nach Spandau raus musste, um die Wärme überhaupt weg zu bekommen. Reuter kann locker jedes denkbare Gewerbegebiet auf dem Flughafen Gelände mitversorgen. Zumal, wenn man es 'genialer' weise auch "Umweltfreundlich" auf Putin Gas umgestellt haben wird! :evil:
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Alles auf Erdgas?

Beitragvon bimon » 09.11.2018, 10:42

Brancheninitiative „Zukunft Erdgas“ fordert Abschaltung der Braunkohlekraftwerke: https://bizz-energy.com/erdgasbranche_f ... leausstieg
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Re: Alles auf Erdgas?

Beitragvon bimon » 09.11.2018, 11:23

Die Strategieberatung nymoen hat vor diesem Hintergrund verschiedene gas- und strombasierte Technologielösungen für ein Neubauquartier mit 225 Einfamilienhäusern sowie ein Bestandsquartier mit 100 teilsanierten Einfamilienhäusern verglichen.
Die Modellrechnungen belegen in beiden Fällen die klare Überlegenheit der Gastechnologien, die in Form eines Blockheizkraftwerks (BHKW) und einer Brennstoffzelle berücksichtigt wurden. So liegen die Kosten der Wärmebereitstellung mit einer Gaslösung, die mit einer Biomethan-Beimischung von 30 Prozent kalkuliert wurde, mit 10,8 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) unter denen der Stromalternative mit 12,9 Cent/kWh. Zudem fallen – berücksichtigt man den heutigen Strommix – die CO2-Emissionen bei Quartierskonzepten auf der Grundlage von Gas etwa 35 Prozent geringer aus als bei einer strombasierten Wärmepumpe. Bei dezentralen Neubaulösungen können mit gasbasierten Brennstoffzellenheizungen gegenüber Stromwärmepumpen sogar bis zu 40 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Das zeigt: Gasbasierte KWK-Anlagen sind derzeit nicht nur die kostengünstigsten, sondern auch die saubersten Lösungen.

https://www.stadt-und-werk.de/meldung_29860_r
Beim Strom guckt man sich den normalen Mix von heute an, aber man rechnet mit 30 % Biomethan auf der anderen Seite. Ist das der Gasmix von heute? :roll:
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Re: Alles auf Erdgas?

Beitragvon PV-Berlin » 09.11.2018, 12:33

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Die deutschen Gaskraftwerke waren zwischen Anfang 2017 und August 2018 im Schnitt nur zu 35 Prozent ausgelastet. Anlagen, die nur Strom und keine Wärme produzieren, [b]sogar nur zu 23 Prozent[/b]. 


Das wird noch viel weniger! die paar Bh p.A., die Gaskraftwerke am laufen sein werden, ergeben nicht mal 2,5% Auslassung (bei 100% Abdeckung der EE) *Energiemenge

Aber am Import ist halt mehr zu 'verdienen' . Boni und andere kreative Lösungen können sie halt auch in Moskau , Riad & Co. cash auszahlen.
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Re: Alles auf Erdgas?

Beitragvon PV-Berlin » 09.11.2018, 12:48

So liegen die Kosten der Wärmebereitstellung mit einer Gaslösung, die mit einer Biomethan-Beimischung von 30 Prozent kalkuliert wurde, mit 10,8 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) unter denen der Stromalternative mit 12,9 Cent/kWh. Zudem fallen – berücksichtigt man den heutigen Strommix – die CO2-Emissionen bei Quartierskonzepten auf der Grundlage von Gas etwa 35 Prozent geringer aus als bei einer strombasierten Wärmepumpe.


Selbst wenn die 30% Bioethanol Beimischung hätten, kann eine Wärmepumpe in der Konstellation gar nicht so viel CO² raushauen. Bei einem JAZ von 4 liegen wir wo?

Strom: 950 g ( heute hoch angesetzt) / 4 = 237,50 g je kWh * inkl. allem

Bei solch einer Anlage kann man Sole und Luft kombinieren, da man ja ein Kaltwassernetz aufbauen könnte , was per se, zwei Anforderungen sofort erfüllt:

Effizient und die
Trinkwasserschutzverordnung neuster Fassung .

Denn ein dummes KWK erzeugt das warme Trinkwasser eher zentral oder man muss mit einer hohen Vorlauftemperatur (75 °C) auch die Anlage im Sommer fahren, um über einen Wärmeübertrager das Warmwasser je im Haushalt bereit zu stellen.

Ein Kaltwassernetz könnte auch die Abwärme nutzen.

Dass es grundsätzlich Mist ist, Gas zu nutzen, ergibt sich alleine aus der Tatsache, das der extrem subventionierte Gaspreis ( in dem Falle < 4 Cent brutto) zum teuren Strom ca. 20 bis 25 Cent (Brutto) selbst in dieser Lobby Rechnung nur zu ca. 20% geringen Kosten je kWh Wärme führt!

Die 2,01 Cent sind ganz schnell futsch, wenn die EEG Umlage sinkt &/ Gas auf CO² Steuer etc. umgestellt wird.
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Re: Alles auf Erdgas?

Beitragvon CaptainPicard » 15.11.2018, 09:55

Gas wird Kohle 2030 im weltweiten Ranking überholen

Die Energiebranche steht nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) vor dem dramatischsten Wandel ihrer Geschichte. Die globale Energienachfrage steigt weiter stark und ohne breitflächigen Einsatz energieeffizienter Technologien sogar noch deutlich mehr, vor allem in Asien. Und: Kohle verliert in absehbarer Zeit die über Jahrzehnte unverrückbar scheinende Position als weltweit zweitwichtigster Energieträger nach Öl. An ihre Stelle tritt zunehmend Erdgas.

Die in Paris ansässige IEA sieht den Höhepunkt des weltweiten Kohleverbrauchs bereits 2014 erreicht. Selbst in China, dem Kohleland Nummer eins, sinke die Nachfrage nach dem fossilen Energieträger bis 2040 um 15 Prozent. Aber auch Europa (minus 65 Prozent) und die USA (minus 30 Prozent) arbeiteten auf eine Zukunft ohne Kohle hin.

Erdgas hingegen wird dank der deutlich niedrigeren Emissionswerte immer öfter alternativ zur Kohle eingesetzt und wird diese laut IEA längstens 2030 global als zweitwichtigste Energiequelle ablösen. Dagegen werde der Ölbedarf durch Elektromobilität und effiziente Treibstofftechnologie in den kommenden 20 Jahren stärker sinken als bisher erwartet. Bis 2040 rechnet die IEA mit rund 300 Millionen Elektroautos auf den Straßen.



https://derstandard.at/2000091249453/Ga ... ueberholen
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Re: Alles auf Erdgas?

Beitragvon bimon » 15.11.2018, 18:45

Auch Norwegen weitet seine Förderung aus: https://www.iwr.de/ticker/kohleausstieg ... rtikel1061
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