Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon PVSZM » 02.04.2018, 15:51

Dringi hat geschrieben:Stimmt, wir stellen die Messstationen alle in Pusemuckel wo pro Tag max. ein Trecker herfährt. Nichts NO2-Grenzüberschreitung.
Zumindest müssen sie nicht 0,5m neben der Fahrbahn stehen - auch nicht in hochbelasteten Innenstädten.
Dringi hat geschrieben:Man, muss man verblendet sein, dass man tatsächlich so einen Mist fordert.
..oder geradezu blind, wenn man nicht mal die Überprüfung der bisherigen Standorte zulassen möchte...
Dringi hat geschrieben:Ja, ich fordere Fahrverbote für die 20 größten Containerschiffe der Welt am Neckator in Stuttgart und in der Corneliusstraße in D'dorf. Da bin ich ganz bei Dir.
Ja klar. Du weißt es ja immer besser:
Luftverschmutzung im gesamten Stadtgebiet
Betroffen sind laut dem für Luftreinhaltung in Nordrhein-Westfalen zuständigen Ingenieur Andreas Brandt alle Städte, die entlang viel befahrener Wasserstraßen liegen. In NRW sind das vor allem Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg. Dort addieren sich die Schadstoffe aus den großen Dieselmotoren der Schiffe zu der restlichen Luftbelastung - und das nicht nur in Ufernähe, sondern im ganzen Stadtgebiet. In diesen Städten haben Schiffe demnach einen Anteil von einem Siebtel an der Belastung mit Luftschadstoffen des gesamten Verkehrs. Die vierspurige Corneliusstraße in Düsseldorf ist ein bekannter Belastungsschwerpunkt mit einer hohen Stickstoffdioxidbelastung, eigentlich vom Straßenverkehr. Von hier sind es 1,5 Kilometer Luftlinie bis zum Landtag am Rhein. Brandt hat bei den Auswertungen der regelmäßigen Luftschadstoffmessungen überraschendes ermittelt: „Dort haben wir eine Belastung vom Rhein, der nicht gerade in der Nähe ist, von etwa 5 %.“ Erfasst wird das durch Klimamodelle und Messwerte. Der Straßenverkehr trägt hier sechsmal so viel zur Gesamtbelastung bei.
https://www.heise.de/autos/artikel/Ab-2019-Abgasnormen-fuer-Schiffe-3312714.html?artikelseite=2
Dringi hat geschrieben:Ohne scheiss: Was die Binnenschifffahrt auf dem Rhein angeht, da muss auch was getan werden. Aber da könntest Du Dich ja mal für einsetzen. Der DUH kämpft derweil für die Einhaltung der Grenzwerte durch Fahrverbote in den Städten wo die Binnenschiffahrt nicht der Grund sind, sondern die Dieselfahrzeuge.
Nö, die sog. Umwelthelfer werden das doch sicher erledigen. Die sind ja schließlich für reine Luft, oder? Oder sind deren Ziele vielleicht doch ganz andere?
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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon Dringi » 02.04.2018, 16:44

PVSZM hat geschrieben:
Dringi hat geschrieben:Stimmt, wir stellen die Messstationen alle in Pusemuckel wo pro Tag max. ein Trecker herfährt. Nichts NO2-Grenzüberschreitung.
Zumindest müssen sie nicht 0,5m neben der Fahrbahn stehen - auch nicht in hochbelasteten Innenstädten.

Doch, doch. Genau, dass ist Sinn und Zweck der ganzen Messung: Hochbelastete Innenstädte (schön, dass Du es auch mal endlich einsiehst) zu entlasten. Und deswegen wird auch direkt dort gemessen. Sicher ist Dir auch schon aufgefallen, dass z.B. Politessen vermehrt in Innenstädten kontrollieren und nicht auch auf dem Dorf. Warum? Weil es halt in den Innenstädten zu den Verstößen kommt und nicht auf dem Dorf. Klingt komisch, ist aber so.

PVSZM hat geschrieben:
Dringi hat geschrieben:Man, muss man verblendet sein, dass man tatsächlich so einen Mist fordert.
..oder geradezu blind, wenn man nicht mal die Überprüfung der bisherigen Standorte zulassen möchte...

Wer möchte die Überprüfung denn nicht zulassen? Ich habe Dich wiederholt aufgefordert die Standorte mit Messstellen, die nicht dem Gesetz entsprechen zu benennen und dagegen vorzugehen.
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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon GEST » 05.04.2018, 11:25

Das Thema "Stickoxide aus dem PKW-Verkehr" ist hier sehr schön zusammengefasst:
http://faktenfinder.tagesschau.de/inlan ... d-119.html
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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon eggis » 05.04.2018, 13:28

GEST hat geschrieben:Das Thema "Stickoxide aus dem PKW-Verkehr" ist hier sehr schön zusammengefasst:
http://faktenfinder.tagesschau.de/inlan ... d-119.html

Eine wirklich sehr gute Zusammenfassung. Wer sich tiefer mit den Aussagen befassen möchte, kann sicherlich einige Stunden die dort verlinkten Quellen durchforsten.

Für mich interessant war der Widerspruch zum Abschlussbericht der UBA zum Dieselskandal, in dem anhand einer Kurzfrist-Studie behauptet wurde, dass NOx langfristig nicht schädlich sei. Viele Wissenschaftler widersprechen dem. Es gibt "keinen Hinweis auf ‚nicht schädliche Schwellenwerte’."
Umweltepidemiologin Barbara Hoffmann hat geschrieben:"Man einigt sich auf europäischer Ebene auf einen Wert, der irgendwo zwischen dem liegt, was aus medizinischer Sicht sinnvoll wäre - und dem, was die Industrie angibt maximal erreichen zu können."

Deshalb ist für mich die Diskussion um den falschen Standort der Messstationen irreführend. Denn es wird versucht, damit darzustellen, wenn man 50 Meter von dern Messstation entfernt die Luft einatmet, ist die (geringere) NOx Konzentration unschädlich.
Mit sonnigen Grüßen
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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon PV-Berlin » 05.04.2018, 13:53

Ihr müsst euch den Fakten Scheck schon mal objektiv durchlesen:

Doch die Wissenschaftliche Gesellschaft für Kraftfahrzeug- und Motorentechnik sieht das Thema Stickoxide bei Diesel-PKW künftig nicht mehr als Problem. Nach jahrelanger Forschungsarbeit "kann das NOx-Emissionsproblem als technisch gelöst betrachtet werden"


So schaut es aus, wenn 'Wissenschaftler' rechnen: 2018 immer noch > 1.000.000 t p.A.
Die > 40.000.000 Altfahrzeuge (Anteil Diesel mir nicht bekannt) verschwinden bestimmt bis Ende des Jahres! Dazu passt auch, dass die selbsternannte Akademiker Partei AfD alles als Verschwörung wertet. Um Spitzenpersonal wie "Tichys Einblick" beneidet uns die gesamte bekannte Welt!

Mein Vorschlag: Verjährungsfrist aufheben.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon Alexander_Z » 05.04.2018, 14:09

Dringi hat geschrieben:Keine Farce ein Skandal.
Und zielführend sind Fahrverbote, damit lassen sich schnell und effektiv die Schadstoffmengen begrenzen.

Wir könnten auch alle die Luft anhalten, die Heizung ausschalten, die Energiewirtschaft blockieren, im Winter kein Salz und Split mehr streuen.....

Und es hilft auch !!!

Ich bin Froh in D zu leben- da werden manchmal auch Gesetze so lange ignoriert, bis endlich nix passiert!
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon Energiesparer51 » 05.04.2018, 15:08

PV-Berlin hat geschrieben:Ihr müsst euch den Fakten Scheck schon mal objektiv durchlesen:


Wo kann ich den Scheck einlösen? :wink:
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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon Alexander_Z » 07.04.2018, 08:22

Die Österreicher machen es mal wieder vor!
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/rauchverbot-oesterreich-verbietet-rauchen-im-auto-mit-kindern-an-bord-a-1201397.html
Da werden die Kinder geschützt - die die sich nämlich nicht wehren können - und nicht die Egoisten die in der Großstadt wohnen und Luftkurort Reinheit wollen!
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon GEST » 19.04.2018, 12:49

Zusammengefasst: Porsche und Behörden ziehen sich offenbar gemeinsam im Dieselskandal aus der Schlinge. Weil ein Macan-Besitzer vor dem Landgericht Heilbronn angesichts überhöhter Stickoxidwerte klagte, wollte der Richter den Verdacht illegaler Abschalteinrichtungen aufklären. Er lud den Chef des Kraftfahrt-Bundesamts, Ekhard Zinke, als Zeugen. Doch das Bundesverkehrsministerium blockierte dies. Porsche zahlte zudem den vollen Kaufpreis des Macan samt Zinsen und Anwaltskosten. Damit ging der Konzern wohl sicher: keine Zinke-Aussage und kein Sachverständigengutachten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 03476.html
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Re: Trotz Urteil kommt kein Fahrverbot?

Beitragvon GEST » 23.05.2018, 11:11

Die armen Anwohner mit ihren alten Dieseln, die wegen Fahrverboten nicht mehr am Straßenrand vor ihrer Mietskaserne parken können......

Laut dem Hamburger Luftreinhalteplan soll nun ein 580 Meter langer Teil der Max-Brauer-Allee für Dieselfahrzeuge gesperrt werden, die nicht die moderne Abgasnorm Euro 6 erfüllen.
[...]
Ebenfalls unter ein Fahrverbot fällt ein rund 1,6 Kilometer langer Abschnitt der Stresemannstraße. Dieser soll aber nur für ältere Diesel-Lkw gesperrt werden, nicht für Pkw. Ausgenommen sind zudem Rettungsfahrzeuge, Anwohner und deren Besucher, Müllwagen, Lieferfahrzeuge und Taxis, sofern sie Passagiere aufnehmen oder absetzen.
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ ... te114.html
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