Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

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Re: Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

Beitragvon Kallenpeter » 11.06.2018, 18:01

eba hat geschrieben:Was kostet so ein Schnelllader von der Technik her?
Ein 50kW Wechselrichter kostet ca. €3000, also sollte ein 350kW Ladesäule nicht mehr als €20.000 kosten.
Das spielen die Kosten für den Mittelspannungstrafo fast noch eine größere Rolle..


Joa, aber man darf auch nicht vergessen das so ein 350kW Schnelllader an einer Tankstelle oder Raststätte einen viel höheren Durchsatz hat als normale Ladesäulen. Wenn mal mal ganz Stumpf nach Leistung geht und eine normale Ladesäule (22kW) und eine Schnellladesäue (350kW) vergleicht, kann eine Schnellladesäule 16x so viele Autos aufladen.

Das ist natürlich noch ein paar Jahre hin, denn erstmal muss es ja eine gewisse Anzahl an eAutos geben die mit 350kW laden können, aber trotzdem.
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Re: Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

Beitragvon eba » 11.06.2018, 18:15

350kW? Da bin ich pessimistisch. Die jetzige Ladeleistung meines P85+ reicht mir völlig aus, neuere Modelle wie der 100D laden sogar noch länger mit hoher Leistung (> 100kW). Habe keine Lust wie an einer Tanke daneben stehen bleiben zu müssen und nach 15min umzuparken, weil ich noch aufs Klo muss und ich den heissen Kaffe nicht so schnell hinunterstürzen will.
Um die 30min Ladezeit ist völlig ok, mit was Essen dürfen es auch 45min sein.
Bei 200kWh Batterie wird die Ladeueit fast völlig irrelevant, das mutiert dann zum "convenient Laden" d.h.
ich mache Ladepause, weil ich aufs Töpfchen muss oder Hunger/Durst habe, nebenbei wird geladen, egal wie lange.
In 30min sind selbst bei nur 100kW 50kWh, genug für 250km geladen, nach einem üppigen Mittagsessen von > 1h sind zwar 100kWh geladen, aber der Akku muss nicht unbedingt voll sein, man hat ja nur noch 500km zum Ziel. :juggle:
Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.
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Re: Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

Beitragvon Kallenpeter » 11.06.2018, 18:20

Ich glaube bis die bis die Säulen an den 350kW Stationen mal so gefragt sind, das man wegfahren muss sobald man mit dem Laden fertig ist, vergeht noch etwas Zeit

Bild
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Re: Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

Beitragvon Henning_PV » 11.06.2018, 18:53

total off topic aber ich kanns mir nicht verkneifen:
Meine Frau macht immer Witze wenn ich den Hyundai Ioniq an einem Tesla Charger oder an einem 150KW Lader lade.
" Darf der kleine auch mal bei den großen laden? Fährt der jetzt auch schneller weil er die besseren Elektronen getankt hat so wie der Benziner mit dem Superplus?"
naja auf jeden Fall, das Thema laden ist zusehends ein no brainer wie man an dem schönen Bild von Kallenpeter sieht. Neulich in Fürholzen das gleiche. bei mir...
Das einzige was (noch) nervt ist die Abrechnung.
Ich will mein Auto einmal registrieren, danach reinstecken und laden und gut ist.
Technisch gelöst, nur gibt es noch keinen Anbieter der das bei CCS umsetzt.
Ich denke mal - Glaskugellesemodus an - Ionity wird das bald anbieten und andere werden folgen.
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Re: Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

Beitragvon django65 » 11.06.2018, 20:43

Ich denke mal - Glaskugellesemodus an - Ionity wird das bald anbieten und andere werden folgen.[/quote]

Bei Ionity bin ich skeptisch bei den Beteiligten Firmen.

Es gibt doch aber die Maingau Ladekerte die an vielen Stationen geht und ich glaube es sind schon ein paar Anbieter am testen, daß mit der EC Karte geladen werden kann.

Wenn das vernünftig funktioniert wird der Kartenwirrwarr dann ein Ende haben. Wer da möglichst schnell viele Kunden hat der wird dann auch bei den Ladesäulenbetreiben ein Wörtchen mitreden können.


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Re: Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

Beitragvon Heimer » 12.06.2018, 07:52

https://www.golem.de/news/plugin-hybrid-bmw-bietet-induktives-laden-fuer-den-530e-an-1806-134714.html falls der Link zum kabellosen Laden noch nicht da war.
So lange die Energie pro kg nicht deutlich besser wird bevorzuge ich aktuell die Hybrid Variante. Einfach um nicht zu viel Gewicht mit Rum zu schleppen. 95% der Fahrten aus dem Akku (möglichst beim Kauf skalierbar wie z.b. 10, 20, 40 kWh) und wenn es mal weiter geht mit einem kleinen max. 30kw range extender nachladen. Der braucht ja nur mit 20kW konstant im effizientesten Bereich in den Akku puffern. Beschleunigungsspitzen werden aus dem Akku bedient. Dabei würde ich noch Benziner bevorzugen weil es einfach einfacher ist.
Für wirkliche Vielfahrer dann vielleicht die Brennstoffzellen als range extender mit Pufferspeicher und Lademöglichkeiten entlang der Autobahn.
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Re: Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

Beitragvon Henning_PV » 13.06.2018, 08:18

@Heimer - ich glaube Du hättest gerne konzeptionell sowas wie einen Nissan Note E-Power aber als plugin mit 20KWh Akku? https://www.autozeitung.de/neuer-nissan ... 93982.html

Wenn sich ein Nissan Note E-Power so bauen läßt, daß er in Japan für 15.000€ verkauft werden kann, dann müßte er sich nach meinem Kenntnisstand als Plugin mit 20KWh Akku (100km elektrische Reichweite) für 19.000 Endkundenpreis bauen lassen.
Mal schauen welch Hersteller sowas als erstes anbietet. Wer immer das ist, ich denke das wird ein Renner ohne gleichen und die anderen können sich dan warm anziehen.
Die meisten real existierenden Plugins z.B. von Porsche, Kia, VW usw verkaufen sich ja auch schon viel viel besser als die internen Prognosen bei den Herstellern vorgesehen hatten.
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Re: Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

Beitragvon CaptainPicard » 13.06.2018, 09:10

Oder einfach der BMW i3 mit Rex. Selbes Konzept: Auto fährt ausschließlich elektrisch, aber der Akkustand kann mit einem kleinen Benzinmotor gehalten werden.

Ich halte solche seriellen Plugin-Hybride auch für das einzig sinnvolle Konzept für die Übergangszeit für Leute die eben wirklich viel fahren und wo heute Elektroautos mit 150 oder 200 kWh Akku erst gar nicht erhältlich sind bzw. viel zu teuer wären. Ich würde sogar soweit gehen und als Politik einfach parallele Hybride (wo man völlig unnötig zwei komplette Antriebssysteme spazieren fährt) und natürlich reine Verbrenner schon recht bald zu verbieten, aber eben die Option für serielle Plugin-Hybride offen lassen. Durch die dann notwendigen kleinen Akkus von 20-30 kWh sollte man die günstiger anbieten können als reine Elektroautos.

Und dann kann man Jahr für Jahr die elektrische Mindestreichweite per Gesetz erhöhen und die Leute langsam vom Verbrennungsmotor abgewöhnen. Denn wenn die merken dass der Range Extender eh fast nie mehr anspringt dann werden sie sich überlegen ob sie beim nächsten Autokauf (wenn dann größere Akkus viel billiger sind) diesen Aufpreis wirklich noch zahlen wollen.
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Re: Chinas Antwort auf das Ladeproblem bei E-Autos

Beitragvon PV-Berlin » 17.06.2018, 10:37

Wer heute mit einem Boot in Berlin, Brandenburg oder sogar im finsteren MocPom unterwegs ist, wird wissen, das Stromtanken wohl eine ganz leichte Übung sein muss, wenn selbst Experten (die meinen, ein Bleiakku, wäre mit 12,6 V Leerlaufspannung vollständig aufgeladen das in den Griff bekommen und selbst am Ende einer Wasserstraße 200 Ladestellen vorrätig sind (mehr als Anlegestellen)


Ladesäulen mit 350 KW und fette Trafos sind teuer?
Typisch plumpe BWL doof Denke!

Rechnen wir mal nach:

Tesla muss auf der Strecke 500 km nachladen und der fährt 'richtig' also haut er 30 kWh weg:
150 kWh Strom muss er also nachladen.

Da ich Wegelagerer bin haue ich 15 Cent je kWh on Topp rauf ( Zum Einkauf)

Wir reden aber schon von welchem Strompreis? < deutlich unter 20 Cent netto!
also nehme ich 35 Cent plus Umsatzsteuer 41,65 Cent

Ertrag je Tankvorgang (nur dass ist entscheidend, für die 'Kosten / Ertragsrelation)

150 kWh * 15 Cent = 22,50 € netto!

Die Shell Tanke zu ca. 4 Mill. € (Neubau) hat einen Deckungsbeitrag je Tankvorgang (ähnliches Auto) bei 70 Liter (wenn sie so einen Tank noch finden) a 3 Cent (Brutto) haben die wenigsten Pächter !

70 Liter * 3 Cent Brutto = 2,10 €

Pacht je Tag nicht vergessen, den Stromverbrauch etc.

Man darf davon ausgehen, das der SUC Shop wohl mehr Umsatz je Tankvorgang macht, als der Shellshop! *fg


Ich wiederhole mein Angebot gerne:

5 Mill. € auf ein Konto deiner Wahl , wenn du uns 1.000 Standorte in Europa an Autobahnen und Fernstraßen sicherst!

*Leider sind die anderen auch nicht dümmer als wir! :cry:
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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