WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon PV-Berlin » 11.05.2018, 09:46

remag hat geschrieben:
PV-Berlin hat geschrieben:LPG Gas wird auch viel im Bereich Wärme eingesetzt und in vielen Ländern ist LPG auch unabdingbar zum Kochen.
Propan ist sogar ein super Kältemittel. R290 : Umweltfreundlich, sehr preiswert ( ca, 3,- € je kg als 5.5) . Ein guter Ersatz für R 410 A & Co.

Aus technischer Sicht ein Super-Kältemittel noch dazu sehr billig.
Aber leider hochexplosiv und deshalb in der Praxis kaum verwendet. Hier wird mehr mit Co2 und Ammoniak gearbeitet.


Der Gasanschluss von 3 * 1.200 KW Weishaupt Brennern kann auch richtig bum machen. Bei größeren WP muss man ja kein Kältemittel im Haus haben. Ist zwar etwas blöd (Stichwort: Abtauen, Wasser, Pufferspeicher)

Wenn R 290 derart gefährlich ist, warum steht das Zeug in > 200.000.000 Haushalten, auf fast allen Booten, Wohnwagen etc.?
Theoretisch müsste man täglich von Explosionen lesen. Aber selbst in Spanien (dämlichsten Handwerker die ich kenne) explodiert selten eine Propan Flasche.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon remag » 11.05.2018, 10:41

PV-Berlin hat geschrieben:Der Gasanschluss von 3 * 1.200 KW Weishaupt Brennern kann auch richtig bum machen. Bei größeren WP muss man ja kein Kältemittel im Haus haben. Ist zwar etwas blöd (Stichwort: Abtauen, Wasser, Pufferspeicher)

Wenn R 290 derart gefährlich ist, warum steht das Zeug in > 200.000.000 Haushalten, auf fast allen Booten, Wohnwagen etc.?
Theoretisch müsste man täglich von Explosionen lesen. Aber selbst in Spanien (dämlichsten Handwerker die ich kenne) explodiert selten eine Propan Flasche.


Stimmt, das muss ich konkretisieren.
Es kommt natürlich auf die Füllmenge an.
Bei kleinen Maschinen (Haushalt) ist die Gasmenge vielleicht zu gering um nennenswerten Schaden anzurichten.
Ausserdem handelt sich bei den von dir genannten Maschinen um einen geschlossenen Kreislauf im Gerät.

Aber in der Industrie ist die Gasmenge viel höher und das Kältemittel zirkuliert im ganzen Gebäude (Direktverdampfung)
Erstens musst du dann in jedem Raum einen explosionsgeschützten Verdampfer nehmen und zweitens wenn so
400-500kg Propan im Maschinenraum hochgehen ist das kein Spass.
Ich habe so eine Container Anlage mal gesehen (40 Fuss Container Kühlanlage)
Von dem Container war nicht mehr viel übrig, kam sogar ein Kältetechniker ums Leben.
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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon Boelckmoeller3 » 11.05.2018, 20:49

Ich freue mich immer dass das Mistding im Auto ist. Sonst würde das Auto nicht fahren. So komme ich momentan durchschnittlich um die 230 km weit mit einer Ladung und im Service-Menü werden um die 30 nutzbare kWh angezeigt. In einer guten halben Stunde habe ich ihn beim Schnellladen auch wieder auf 90% SOC. Davon abgesehen, soviel Spaß wie der i3 mir beim Fahren und auch bei der Rechnung fürs Laden macht, hatte ich bisher noch mit keinem Verbrenner-PkW. :D
Aber schön dass es noch Leute gibt die nicht elektrisch fahren wollen, die Produktionsmenge reicht in nächster Zeit sowieso nicht aus um mit der Nachfrage auch nur einigermaßen Schritt halten zu können. Wartelisten / Vorbestellerlisten sind schon lange an der Tagesordnung . Leider. Versuche aktuell mal einen E-Golf oder einen Hyundai-Kona /-Ioniq, e.GO Life, ein Tesla M3, Smart EQ ... zu bestellen.
Ich habe gehört ein Schnäppchen könnte man aktuell mit Diesel-PkW Euro 5 - Norm beim Einkauf machen, da sollen ungefähr 300000 von zwischenzeitlich bei den Händlern dumm rumstehen.Verkaufen tun die sich allerdings schlecht.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon Schoenberg » 17.05.2018, 08:25

Nach dem neuesten Tesla-Unfall (Brand) wird man sich der Aufgabe stellen müssen, die Gefahr eines Akkus im Auto wirklich umfassend zu untersuchen. Man hat das seit vielen Jahren für Benzin, Diesel und Flüssiggas gemacht, und man hat auch die Autos entsprechend den Erkenntnissen konstruiert.
Ich meine, dass man diesbezüglich noch am Anfang steht, und jede Häme über den aktuellen Unfall und den gestorbenen Fahrer ist völlig unangemessen.
600 Wp ohne EEG; ROI <2Jahre, Start 20.3.18, 15.5.18: 100 kWh erzeugt
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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon PV-Berlin » 17.05.2018, 09:10

Die Statistik ist ein Zweig der Mathematik !

Es fackeln nicht nur real mehr Kolbenmotoren ab, es sind auch relativ deutlich mehr! Und die Totalschäden und Opferzahlen sind auch höher. Das liegt zum Großteil daran, das man keinen Platz im Auto mit Kolbenmotor hat und die thermischen Reserven auf ein Minimum runtersetzen muss.

Wie viele Porsche GT3 sind schon abgefackelt?
Wie viel Audi R8?

In der Regel brennen Autos mit Kolbenmotoren einfach so ab, beim fahren, beim Stehen !
Aber schön, das wir mal wieder drüber gesprochen haben!

Wenn du mit 60 km h gegen einen Baum fährst, wird derart viel kinetische Energie in Wärme umgewandelt (Verformung) das das Metal anfängt zu stinken (heiß)! Wenn man Pech hat, brennt die Karre sofort (nicht gleich am Tank /Akku) Das Hindernis muss ja kein Baum sein.
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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon Boelckmoeller3 » 17.05.2018, 09:26

@ Schoenberg
Man wird diesen Vorfall untersuchen, die Hersteller haben auch in ihrem eigenen Interesse ihre Akkus schon vor Serienanlauf getestet und Unfälle damit untersucht. Ich weiß nícht ob man die Crashtests mit vollgeladenem Akku macht, gleiches müsste aber auch dann für Autos mit Benzin- oder Gastank gelten.
Man hat schon Gastanks gesehen die sowohl beim Betanken in die Luft flogen als auch bei Unfällen in Flammen aufgingen. Auch Benzintanks gehen regelmäßig in Flammen auf. Ein Restrisiko wird immer bleiben.

https://www.bild.de/auto/auto-news/flue ... .bild.html
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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon kai » 17.05.2018, 10:23

Hi, die Fakten:

Pro 1300-1400 zugelassene Verbrenner fackelt einer ab.
Daher auch der Name. Da brennt es wesentlich mehr als bei E-Autos.
Faktor 5 war es vor Jahren mal, inzwischen ist das wohl sogar noch höher.
https://hbr.org/2013/12/teslas-catch-fi ... wered-cars

Hier noch ein schöner Artikel:
https://www.zeit.de/mobilitaet/2013-11/ ... rand-tesla

Natürlich wird darüber NICHTS geschrieben.

Gruß Kai
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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon relativ » 17.05.2018, 12:50

Fakt bleibt.Batterien unterliegen einer kalendarischen Alterung nach 10 - 20 Jahren ist entgültig Schluß.
Selbst wenn das Fahzeug nur 1000Km zurückgelegt hat.
Gebrauchtkauf ist ein Spiel mit dem Feuer den ein Neukauf einer Batterie ist verteuert die Reparatur
so das das Fahzeug unverkäuflich im Gebrauchtwagenmarkt wird.
Flüssigtreibstoff im Tank ist als Energiespeicher Zeitlos und unschlagbar in dieser Hinsicht....bis jetzt.
Und das wird auch noch sehr lange so bleiben...leider. Ist meine Ansicht.
Lithium gibt es schon recht lange und .und die Preise sinken kaum in dem Maße das es vielen schnell erschwinglich
wird.
Batttechnik wird schon sehr lange ausgiebig befördert.Die Rohstoffe sollten leicht günstig zu gewinnen und
oder gut zu recykeln und massenhaft vorhanden sein.Ansonsten wird das nur ein Alibiprojekt von einigen
in einer Blase lebenden Technikbegeisterten.
PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah
Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp
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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon PV-Berlin » 17.05.2018, 13:06

Fakt ist, das ein Tata mit > 500 PS mit nicht mal 160.000 km auf der Uhr aus 2006 ca. 15.000 € noch wert ist. Blöd, dass das Ding mal 235.000 € gekostet kat. Der Preisverfall eines R8/ S8 SL 600 AMG etc. ist noch krasser.

Einen Akku nach 10 Jahren tauschen? na und?
Einen 8 Zylinder tauschen müssen, übersteigt den Wert des Kolben Autos um ein vielfaches!

WER wenig oder sogar sehr wenig fährt, der soll sich einen gebrauchten Kolbenmotor holen und den tod reiten. Ein e-Mobil ist immer das First Automobile, soll heißen, es muss die überwiegende Last der Mobilität tragen. Ansonsten kann er gegen die Über Subventionen des Kolbenmotor und der Öl Lobby auch nicht anstinken.

Die Deutsche Autoindustrie ist in einem wirklich Spitze: Im Abfassen von Fördergeldern, da ist unter den 20 Topp kaum was anders als Kolbenmotor zu finden.

Die Herstellungskosten liegen zur Zeit bei 75 $ je kWh . Das die enormen Investitionen (Abschreibungen, Zinsen Gewinn) zu Einstandspreisen von ca. 150 bis 200 $ führen, ist ganz normal.
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Re: WARUM ein Akku im Auto Mist ist?

Beitragvon django65 » 17.05.2018, 13:56

relativ hat geschrieben:Fakt bleibt.Batterien unterliegen einer kalendarischen Alterung nach 10 - 20 Jahren ist entgültig Schluß


Woher hast Du diese Weisheiten? Belege?

Du schwadronierst hier mit Vermutungen und annahmen von Leuten die gegen die E-Mobilität sind.

Es ist noch gar nicht so lange her bzw. es gibt immernoch Ignoranten die Behaupten, daß ein Accu nur 100, 150, 200 tausend km halten würde. danach wäre der Accu unter 70% Kapazität.

Inzwischen gibt es Beweise daß wenn ein Accu und die Ladetechnik aufeinander abgestimmt ist wesentlich länger hält. Es gibt einige Tesla die über 300 000 km auf dem Accu haben und dieser hat noch über 90% Kapzität.

wo ist der Verbrenner der in den letzten 6 Jahren gebaut wurde der solche Laufleistungen ohne Reparatur an Motor und Anbauteilen schafft????

Bisher war der Hauptbedarf an Li-Accus bei Elektronik wo es egal war wenn sie nach 3 Jahren fertig war und bei immer mehr Handwerkergeräten wo einiges geforscht wurde aber mit dem Lithium von einem Autoaccu kann ich ein Paar Sattelschlepper voll Accuschrauber bauen. Aber auch die Accuwerkzughersteller haben inzwischen fast alle beim Schnelladen ein Thermomanagement im Gegensatz zu einigen ignoranten Autoherstellern.

relativ hat geschrieben:Flüssigtreibstoff im Tank ist als Energiespeicher Zeitlos und unschlagbar in dieser Hinsicht....bis jetzt.
Und das wird auch noch sehr lange so bleiben...leider. Ist meine Ansicht.


Stimmt nicht mehr.
Wenn du ein in letzter Zeit sinnlos gehyptes H2 Fahrzeug hast dann ist der Tank schneller leer als ein Accu eines E-Autos das du bei längerm Stillstand nicht komplet ausschaltest.

Bsp. ein Tesla M s verliert bei eingeschaltetem Netz so daß du von überall mit deinem Smartphone darauf zugreifen kannst ca. 3 km Reichweite. Im Winter etwas mehr.
Ich bin mir sicher, daß das H2 Fahrzeug da locker mithalten kann. und da hast du im Winter das Problem, daß wenn deine "Entlüftung" des Tankraumes durch das Tropfwasser zufriert du dann eine kleine "Bombe" erhältst wenn das diffundierende Gas aus dem Tank nicht mehr aus dem Fahrzeug heraus kann.

Übrigens hat sich ein Verbrenner mit so wenig Laufleistung auch Kaputtgestanden und die Verrosteten Lager und andere festsitzende Teile sind vermutlich genau so fertig.Da ist es günstiger einen neuen Accu zu kaufen als einen Verbrennermotor instand zu setzen.

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