Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Fahren mit Strom

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Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon Martin_BY » 12.03.2017, 13:34

Irgendwann wird der alte Benziner meiner Frau seinen Geist aufgeben. Und abgesehen von der zu hohen Fahrleistung / Jahr, die ein Elektroauto im Moment noch ein gutes Stück teurer als einen Benziner macht, wäre ihr Mobilitätsprofil wunderbar mit einem Elektroauto abzudecken.

Leider haben wir kein Einfamilienhaus mit Garage und/oder Stellplatz mit Stromanschluss sondern wohnen in einer Reihenhaussiedlung und der Stellplatz liegt separat und hat keinerlei Stromanschluss. :(

Nun habe ich mal mit meinem Netzbetreiber über eine Lösung nachgedacht:

- Von meinem Hausanschluss könnte ich nur dann einen Anschluss abzweigen, wenn ich entweder durch Nachbars Garten oder durch öffentlichen Grund ein Erdkabel legen könnte. Zusätzlich müsste ich den Hausanschluss aufrüsten und natürlich vom Sicherungskasten durchs Haus und die Aussenwand die Installation durchführen lassen.
Der Hausanschluss ist auf 3x 63A aufrüstbar bzw. durch Rückbau und Neuverlegung auf 3X100A, wobei dabei zu prüfen wäre, ob die Verkabelung im Haus zum Sicherungskasten das hergibt. Davon abgesehen ist zu bezweifeln, daß ich ein Durchleitungsrecht bekäme und die Kosten für das aufbaggern von 20m durch 2 Gärten wirklich eine attraktive Lösung ergeben.

- Ich hoffte daher auf Lösung 2: ein neuer Netzanschluss am Parkplatz. Dann kann ich eben meinen Solarstrom nicht für das Laden des Elektroautos verwenden. Die Kosten hierfür laut Netzbetreiber: 2680.-€ plus BKZ, wenn über 30kW. :evil:

Da kann ich nun leider nur feststellen, daß für jeden, der nicht mal einfach von einem bereits ausreichend dimensionierten Hausanschluss abzweigen kann und das noch auf dem eigenen Grundstück, die Elektromobilität wohl unattraktiv bis unmöglich bleibt.

Es gibt aus meiner Sicht genau ein einziges KO-Kriterium bei der Elektromobilität: die Lademöglichkeit zu Hause.
Und das ist bei einer Situation wie der unseren oder gar noch in großen Wohnanlagen / Tiefgaragen oder bei Laternenparkern dann entweder ganz unlösbar oder finanzieller Wahnsinn. Da hilft die 4000.-€ Subvention pro Fahrzeug nichts, wenn man nicht weiß, wie das Auto Abends zu Hause laden soll.

Schade.... :(
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Re: Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon SInister_Grynn » 12.03.2017, 13:46

naja du kannst ja die 4k Subvention dazu hernehmen an deinem Parkplatz den Anschluß zu erstellen.

Oder du ladest beim Arbeitgeber, oder aber unterwegs, bzw in der Nähe und pendelst zu deinem Wohnort.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Ich habe bei meiner neuen Wohnung gleich gesagt, dass ich in der Tiefgarage mindestens einen Starkstromanschluss will.

Jetzt bekommt jeder einen - ohne Aufpreis.

Denke mit zunehmender Verbreitung der eMobilität erledigt sich das Problem von ganz alleine, da muss man dann nicht zwangsläufig zu Hause laden
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Re: Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon Martin_BY » 12.03.2017, 14:06

SInister_Grynn hat geschrieben:naja du kannst ja die 4k Subvention dazu hernehmen an deinem Parkplatz den Anschluß zu erstellen.


Das würde bedeuten, daß mein (privater) Stellplatz jederzeit öffentlich zugänglich sein müsste. Wo parke ich dann? Und wo lade ich das Fahrzeug, wenn dieser öffentliche Ladepunkt belegt ist?

Oder du ladest beim Arbeitgeber, oder aber unterwegs, bzw in der Nähe und pendelst zu deinem Wohnort.

Beim AG gibt es keine Lademöglichkeit. Und wenn ich mit dem Auto nicht in die Arbeit fahren kann, dann brauche ich das Auto nicht. (Bzw. umgekehrt - das Auto ist zwingend nötig, um in die Arbeit zu kommen)

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Ich habe bei meiner neuen Wohnung gleich gesagt, dass ich in der Tiefgarage mindestens einen Starkstromanschluss will.

Jetzt bekommt jeder einen - ohne Aufpreis.


Wo ein Wille und unbegrenzte finanzielle Mittel sind, ist ein Weg. Sagt ja keiner, daß es gar nicht geht. Aber es ist wirtschaftlich einfach nicht darstellbar.

Denke mit zunehmender Verbreitung der eMobilität erledigt sich das Problem von ganz alleine, da muss man dann nicht zwangsläufig zu Hause laden

Das sehe ich eben anders. Was hilft es mir, wenn ich vielleicht eine freie Lademöglichkeit während des 20-Minuten-Einkaufs bei ALDI habe. Oder vielleicht eine freie Ladesäule in halbwegs vertretbarer Laufweite zum Arbeitsplatz habe?
Wir bräuchten im Alltag 100- 150km elektrische Reichweite morgens im Fahrzeug, dann kann ohne das große "Vielleicht" der Alltag in 99% der Fälle abgedeckt werden.

Aber ohne Lademöglichkeit zu Hause geht es schlichtweg nicht. Und ich will ja hier nicht jammern, ich persönlich kann meine Entscheidung - auch wenn mir diese nicht gefällt - dann eben nur für den nächsten Benziner treffen. Aber ich denke, daß das genau das KO-Kriterium für sehr viele mögliche Elektroautobesitzer sein wird.
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Re: Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon PV-Berlin » 12.03.2017, 14:18

Warum solltest du deinen HA aufrüsten? Das Auto steht sicher mehr als 8h in der Nacht rum, ergo reichen selbst für 200 km pro Tag a 20 kWh= 40 kWh/ 8 = 5 KW ergo gar nix für deinen oder jedem anderen Netzanschluss.

*kann zur Zeit nur Tesla.

Gehört der Stellplatz zum Sondervermögen der Reihenhausiedlung?
Gibt es da eine Laterne?
Hast du Zugang zum Verlegungsplan?

Ein Muffe setzen, eine Hauptzähler zu setzen zu errichten und sagen wir mal 10 Stellplätze je mit einem Unterzähler auszustatten ist als Angebotsanfrage mit Maßen und Bildern schnell erstellt.

*um einen Beschluss in der Eigentümergesellschaft herbei zu führen.

Der Tipp mit dem Arbeitgeber ist sehr gut! Dem würde ich auch nachgehen, weil dieser zur Zeit einen erheblichen Vorteil hat (Versteuerung von Zuwendungen)

*Würden sich mehrere Mieter bei mir melden, dass sie eine Lademöglichkeit haben wollten, würde ich mich freuen. Es gibt dazu klare Vorgehensweisen. 9% p.A. und aus die Maus! Für beide Seiten optimal.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon regeneraLeaf » 12.03.2017, 16:18

Wenn die Aldi Ladestation belegt ist und es beim AG gerade auch mal nicht ging, dann würde ich für die Situation mal die 30m Kabeltrommel rausholen und ggf 1cm hohe trapezförmige Kabelkanäle im Bereich der Gartentürchen der Nachbarn (das geht natürlich nur wenn man ein gutes Verhältnis hat ) zum Einsatz bringen.
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Re: Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon Martin_BY » 12.03.2017, 16:37

PV-Berlin hat geschrieben:Warum solltest du deinen HA aufrüsten? Das Auto steht sicher mehr als 8h in der Nacht rum, ergo reichen selbst für 200 km pro Tag a 20 kWh= 40 kWh/ 8 = 5 KW ergo gar nix für deinen oder jedem anderen Netzanschluss.
PV-Berlin hat geschrieben:Warum solltest du deinen HA aufrüsten? Das Auto steht sicher mehr als 8h in der Nacht rum, ergo reichen selbst für 200 km pro Tag a 20 kWh= 40 kWh/ 8 = 5 KW ergo gar nix für deinen oder jedem anderen Netzanschluss.

*kann zur Zeit nur Tesla.

Gehört der Stellplatz zum Sondervermögen der Reihenhausiedlung?
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*um einen Beschluss in der Eigentümergesellschaft herbei zu führen.

Der Tipp mit dem Arbeitgeber ist sehr gut! Dem würde ich auch nachgehen, weil dieser zur Zeit einen erheblichen Vorteil hat (Versteuerung von Zuwendungen)

*Würden sich mehrere Mieter bei mir melden, dass sie eine Lademöglichkeit haben wollten, würde ich mich freuen. Es gibt dazu klare Vorgehensweisen. 9% p.A. und aus die Maus! Für beide Seiten optimal.


*kann zur Zeit nur Tesla.

Gehört der Stellplatz zum Sondervermögen der Reihenhausiedlung?
Gibt es da eine Laterne?
Hast du Zugang zum Verlegungsplan?

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*um einen Beschluss in der Eigentümergesellschaft herbei zu führen.

Der Tipp mit dem Arbeitgeber ist sehr gut! Dem würde ich auch nachgehen, weil dieser zur Zeit einen erheblichen Vorteil hat (Versteuerung von Zuwendungen)

*Würden sich mehrere Mieter bei mir melden, dass sie eine Lademöglichkeit haben wollten, würde ich mich freuen. Es gibt dazu klare Vorgehensweisen. 9% p.A. und aus die Maus! Für beide Seiten optimal.


Interessanter Blickwinkel.
Mit dem HA hast Du Recht. Das ist keine Lösung für eine Schnelladung und damit ggf. nicht für zukünftigen Bedarf (mehr Fahrzeuge oder anderes Mobilitätsprofil) geeignet, aber für die Nachtladung reicht es.

Die Stellplätze sind Einzeleigentum, die Flurstücke geteilt. Also kein Gemeinschafts- oder Sondereigentum. Eine Eigentümergemeinschaft gibt es daher nicht.

Die Idee mit der Laterne ist spannend! Da gibt es eine. Zwar auch ca. 10m (6 Stellplätze entfernt) weit weg, aber da ist nur Gras und dieser Grasstreifen ist Gemeindeeigentum. Nein, den Verlegungsplan kenne ich nicht, aber da könnte ich den Netzbetreiber ja noch fragen. Ist es denn erfahrungsgemäß so, daß solche Laternen mit entsprechend groß dimensionierten Anschlüssen gebaut werden, daß man da abzweigen kann?

Der AG meiner Frau wäre auch noch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts - das würde ich freilich probieren, aber erst, wenn ich den Entschluss auch wirklich treffen kann, und das hängt eben von den Mehrkosten hier vor Ort ab.
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Re: Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon machtnix » 12.03.2017, 17:22

es soll ja nun endlich auch Autos mit eingebautem Notstromaggregat geben, da fährt man eben halt wieder an die normale Benzin tanke, wenn die Ladestation mal nicht erreichbar oder schon besetzt ist.

http://www.n-tv.de/auto/Elektroauto-fuer-lange-Strecken-article486279.html
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon smoker59 » 12.03.2017, 17:33

machtnix hat geschrieben:es soll ja nun endlich auch Autos mit eingebautem Notstromaggregat geben, da fährt man eben halt wieder an die normale Benzin tanke, wenn die Ladestation mal nicht erreichbar oder schon besetzt ist.

http://www.n-tv.de/auto/Elektroauto-fuer-lange-Strecken-article486279.html

Hast du gesehen von wann der Artikel ist :?:
ntv hat geschrieben:Mittwoch, 02. September 2009

:juggle:
mit freundlichem Gruß
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Re: Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon alterego » 14.03.2017, 17:55

Bei den Laternen sind durch die Umstellung auf LED die Querschnitte heute typisch zu groß.
ABER: bei uns ist da nur Strom drauf so lang die Laternen leuchten in den einzelnen Laterne ist nichts weiter als eine Muffe
Verlegt ist bei uns 3x50mm², also nix mit Drehstrom und vom Querschnitt auch nicht mehr als ein Hausanschluß, da kommt man nicht weit damit.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Elektroauto laden - das große Hemmnis für den Durchbruch

Beitragvon Sun1 » 14.03.2017, 19:00

Moin,
die Schukodose mit 16 Amp. reicht für meine Leaf vollkommen aus. Für die 100 km tägl. reicht es locker und seit 12000 km gibt keine Probleme.Verlängerungskabel bei dir am Gartenzaun lang und gut ist es.
Die Schnellader werden völlig überbewertet. und die Lademöglichkeiten schiessen ja überall aus dem Boden.
Nicht mehr drüber nachdenken, einfach machen!
Ich möchte nix anderes mehr..... :D Schaue mal bei "Charge map","Plug Finder" usw., da ist echt was los.

Gruß
Thomas
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