Der E-Auto und die 1000km Reise!

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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon egn » 06.06.2018, 10:04

stromsparer99 hat geschrieben:Ich stelle mir gerade vor wie man an der Raststätte 300-400 Trucks pro Tag mit 1200 KW/h laden möchte.


Die meisten müssen gar nicht so schnell geladen werden, da sie über die Nacht während der Ruhezeit an normalen CCS-Ladestationen geladen werden können. Selbst bei 1000 kWh wären das bei 100 kW nur etwa 10 h Ladezeit. Am Morgen starten sie dann voll geladen mit entweder 800 oder 500 km Reichweite. Nur die mit 500 km Reichweite müssten bei längeren Strecken in den Pausen Schnellladen.
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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon stromsparer99 » 06.06.2018, 10:35

egn hat geschrieben:
stromsparer99 hat geschrieben:Ich stelle mir gerade vor wie man an der Raststätte 300-400 Trucks pro Tag mit 1200 KW/h laden möchte.


Die meisten müssen gar nicht so schnell geladen werden, da sie über die Nacht während der Ruhezeit an normalen CCS-Ladestationen geladen werden können. Selbst bei 1000 kWh wären das bei 100 kW nur etwa 10 h Ladezeit. Am Morgen starten sie dann voll geladen mit entweder 800 oder 500 km Reichweite. Nur die mit 500 km Reichweite müssten bei längeren Strecken in den Pausen Schnellladen.


OK, dann stell dir vor dass alle LKW auf dem Rastplatz für 10 Stunden ans Netz wollen. Da brauchst du 100-500 Ladestationen je nach Größe vom Rastplatz.
Und Zuleitung zum Rastplatz mit über 50000 KW.

Gruß
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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon wschmeiser » 06.06.2018, 10:43

stromsparer99 hat geschrieben:
egn hat geschrieben:
stromsparer99 hat geschrieben:Ich stelle mir gerade vor wie man an der Raststätte 300-400 Trucks pro Tag mit 1200 KW/h laden möchte.


Die meisten müssen gar nicht so schnell geladen werden, da sie über die Nacht während der Ruhezeit an normalen CCS-Ladestationen geladen werden können. Selbst bei 1000 kWh wären das bei 100 kW nur etwa 10 h Ladezeit. Am Morgen starten sie dann voll geladen mit entweder 800 oder 500 km Reichweite. Nur die mit 500 km Reichweite müssten bei längeren Strecken in den Pausen Schnellladen.


OK, dann stell dir vor dass alle LKW auf dem Rastplatz für 10 Stunden ans Netz wollen. Da brauchst du 100-500 Ladestationen je nach Größe vom Rastplatz.
Und Zuleitung zum Rastplatz mit über 50000 KW.


Und das Land ist ja nicht einmal in der Lage auch nur annähernd genügend Abstell-/Parkplätze für die Einhaltung der Ruhezeiten zur Verfügung zu stellen .... trotz hoher Mineralölsteuer und Maut .... und da sollen auch noch Ladestationen gebaut werden?
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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon stromsparer99 » 06.06.2018, 10:50

CaptainPicard hat geschrieben:
Sind Elektromotoren viel effizienter als Verbrenner. (Auch wenn ein großer Diesel-Motor im LKW auch schon um einiges effizienter ist als der Diesel-Motor im PKW, aber dessen Wirkungsgrad ist ja auch unteridisch.)



Das Spielt doch gar keine Rolle. Ein aktueller Diesel macht über 5KWh Bewegungsenergie aus einem Liter Diesel. Bei Durschnittlich 35 Liter pro 100 km sind das 175 KWh.
Und wenn ein Elektromotor 100% Wirkungsgrad hätte, dann bräuchte man 175KWh auf 100km.
Aber da er ja keine 100% Wirkungsgrad hat fallen da eher 200KWh an.

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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon wschmeiser » 06.06.2018, 11:09

egn hat geschrieben:Du meinst die Model S Batterie. Die ist aber nicht mehr Stand der Technik.

Das Model 3 mit der aktuellen Batteriegeneration hat jedenfalls keine 600 kg schwere Batterie. :roll:

Laut EVTV wiegt die komplette Batterie inklusive Gehäuse und kompletter Elektronik wie Ladegerät, DC/DC Wandler, Ladegerät usw. rund 482 kg, die reine Batterie natürlich weniger.

Das Tesla Model 3 wiegt leer 1.610 - 1.730 kg, ein aktueller BMW 340i wiegt leer 1.615 kg. Die Fahrzeuge liegen also nicht so weit auseinander.


Einer der Gründe warum ich an diesen Diskussionen Teilnahme ist, dass man immer neue Informationen erhält, wie z.B. dass der Akku vom M3 leichter ist, als bei den S Modellen. Die 75 kWh-Version wiegt 120 kg mehr als die Standardversion, was dann auf ein reines Batteriegewicht von 360 kg hindeuten würde. Immer noch eine Menge.

Bezogen auf einen LKW wären das dann aber immer noch knapp 5t für 1.000 kWh.

Das Leergewicht (ohne Fahrer) wird im Tesla-Benutzerhandbuch übrigens mit 1741 kg angegeben.
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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon wschmeiser » 06.06.2018, 11:20

stromsparer99 hat geschrieben:
CaptainPicard hat geschrieben:
Sind Elektromotoren viel effizienter als Verbrenner. (Auch wenn ein großer Diesel-Motor im LKW auch schon um einiges effizienter ist als der Diesel-Motor im PKW, aber dessen Wirkungsgrad ist ja auch unteridisch.)



Das Spielt doch gar keine Rolle. Ein aktueller Diesel macht über 5KWh Bewegungsenergie aus einem Liter Diesel. Bei Durschnittlich 35 Liter pro 100 km sind das 175 KWh.
Und wenn ein Elektromotor 100% Wirkungsgrad hätte, dann bräuchte man 175KWh auf 100km.
Aber da er ja keine 100% Wirkungsgrad hat fallen da eher 200KWh an.


Die Werte sind etwas zu hoch gegriffen ... das sind Durchschnittsverbräuche mit bergauf und bergab. Ein E-Motor würde da rekuperieren .... aber unter 100 kWh/100km wird man auf keinen Fall kommen.
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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon nosch » 06.06.2018, 11:33

wschmeiser hat geschrieben:
Mit einem Diesel kannst Du dauerhaft 150 oder wegen mir auch 200 km/h fahren und das über mindestens 500 km. Beim Tesla kannst Du Dir aussuchen, ob zuerst der Akku leer oder der Motor zu heiß ist.


Nur mal so zur Info:
Die ersten Tesla hatten eine Dauerleitung von 69KW. Das reicht für etwa 180km/h. Darüber konnten ihnen tatsächlich zu heiß werden, wenn man tatsächlich mal mehr als ein paar km 200km/h fahren konnte.
Mein aktueller Tesla hat eine Dauerleitung von 158KW. Das reicht für ca. 250km/h. Die kriegt man also auch mit Dauervollgas nicht zu heiß (mal davon abgesehen, dass 250km/h Dauertempo sowieso nicht machbar ist und für mich auch nicht erstrebenswert ist).
Real betrachtet kann ich mit meinen Tesla Model S 100 D rechnerisch etwa 300km mit 180km/h fahren (morgens um 5 Uhr über 80km getestet, aber selbst da sind es nicht ohne Unterbrechung 180km/h gewesen).
Auf der selben Strecke mit dem selben Tempo hatte mein Verbrenner (3L-Benziner) eine rechnerische Reichweite von 550km.
Mein Diesel davor hatte übrigens den exakt gleichen Verbrauch bei 180km/h wie mein Benziner. Diesel sind nämlich nur im Teillastbereich merklich sparsamer (Ursache ist primär die nicht vorhandene Drosselklappe).

Viele Grüße
Norbert

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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon wschmeiser » 06.06.2018, 11:47

nosch hat geschrieben:
wschmeiser hat geschrieben:
Mit einem Diesel kannst Du dauerhaft 150 oder wegen mir auch 200 km/h fahren und das über mindestens 500 km. Beim Tesla kannst Du Dir aussuchen, ob zuerst der Akku leer oder der Motor zu heiß ist.


Nur mal so zur Info:
Die ersten Tesla hatten eine Dauerleitung von 69KW. Das reicht für etwa 180km/h. Darüber konnten ihnen tatsächlich zu heiß werden, wenn man tatsächlich mal mehr als ein paar km 200km/h fahren konnte.
Mein aktueller Tesla hat eine Dauerleitung von 158KW. Das reicht für ca. 250km/h. Die kriegt man also auch mit Dauervollgas nicht zu heiß (mal davon abgesehen, dass 250km/h Dauertempo sowieso nicht machbar ist und für mich auch nicht erstrebenswert ist).
Real betrachtet kann ich mit meinen Tesla Model S 100 D rechnerisch etwa 300km mit 180km/h fahren (morgens um 5 Uhr über 80km getestet, aber selbst da sind es nicht ohne Unterbrechung 180km/h gewesen).
Auf der selben Strecke mit dem selben Tempo hatte mein Verbrenner (3L-Benziner) eine rechnerische Reichweite von 550km.
Mein Diesel davor hatte übrigens den exakt gleichen Verbrauch bei 180km/h wie mein Benziner. Diesel sind nämlich nur im Teillastbereich merklich sparsamer (Ursache ist primär die nicht vorhandene Drosselklappe).


Du hast ja Recht. Selbst nachts gibt es kaum mehr Strecken, auf denen man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 130 km/h schafft. Es macht deshalb kaum Sinn, zwischen den Baustellen wesentlich schneller zu fahren. Und Deine Zahlenangaben sind ja auch sehr realistisch.
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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon CaptainPicard » 06.06.2018, 12:45

Und ich darf anmerken dass das ein rein deutsches Phänomen ist, in allen anderen Staaten der Welt gibt es auch auf Autobahnen Tempolimits. Und wie schon jemand hier in diesem Thread geschrieben hat, ob sich Elektroautos durchsetzen oder nicht wird nicht in Deutschland entschieden.
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Re: Der E-Auto und die 1000km Reise!

Beitragvon Reinheit » 06.06.2018, 12:54

joule hat geschrieben:…. 7 Stunden ! Das ist unzumutbar. Du bestätigst also nur, dass noch sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet werden muss, bis E-Mobile erstfahrzeugtauglich werden.
Ich bestätige überhaupt nichts von dem, was Du behauptest. Mein Beitrag bezog sich auf das Laden zu Hause. Da hat man über Nacht normalerweise mehr als diese 7 Stunden Zeit, um das Fahrzeug zu laden; z. B. wenn man schläft. Wenn man mit einem Tesla zum Laden an einen der vielen Supercharger fährt, ist ein leerer Akku in einer halben Stunde wieder zu 80% geladen. Das entspricht einer Strecke von 300-400 km, bis man wieder laden muß.
…. Wart mal ab, wie die Stimmung sich verändert, wenn es lange Schlangen an den Ladesäulen gibt.
Natürlich warte ich ab; was sonst soll ich tun? Ich bin aber zuversichtlich, daß das von Dir heraufbeschworene Horrorszenario nicht eintreten wird. Schließlich müssen die ICE-Hersteller dafür sorgen, daß es in Zukunft genügend Lademöglichkeiten gibt, damit sie ausreichend Elektroautos verkaufen können; das brauchen sie dringend, um ihren Flottenverbrauch zu senken.
Die Entwicklungsarbeit, von der Du sprichst, ist schon in vollem Gange. Leider haben die bisher auf so hohem Rosse sitzenden deutschen Hersteller da eine Menge aufzuholen, bis sie auf dem aktuellen Stand des Fortschritts sind.
Selbst schuld; mir tut es nur um die dort Beschäftigten leid, deren Arbeitsplätze ihre Chefs gefährdet haben.
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