Überlegungen zum E-Auto

Fahren mit Strom

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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon ndorphin » 01.07.2018, 19:48

Tomyy hat geschrieben:Kommende eAutos sind bidirektional und plugin-fähig.
Man schaltet se einfach parallel am Wechselspannungsnetz und macht die entsprechenden Vorgaben per App. die sich mit dem HausWR synchronisieren.


Vor knapp 20 Jahren (so um 2000) hat die Telekom so ein Haus gezeigt in den alles vernetzt war und miteinander kommunizieren sollte. Bis heute ist das nicht über den Bastelstatus hinaus gekommen und weit weg von einem Standard. Da bin ich skeptisch das man die von Dir geschilderte Vision landesweit hinkriegen sollte in den nächsten 20-30 Jahren.
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon PV-Berlin » 02.07.2018, 10:46

ndorphin hat geschrieben:Die Stromkosten wirst Du nicht halbieren wie berechnet, dir entgeht dann ja die Einspeisevergütung und den Eigenverbrauch musst du auch noch versteuern.
Jede seriöse Berechnung scheitert an den Kosten für den Wertverlust, über den kriegst Du jede Seite schön gerechnet. Der Sion könnte interessant werden, nur gibt es ihn noch nicht.

Die einzige handfeste Kalkulation kannst Du eigentlich nur mit Leasing machen. Und einen Golf o.ä. mit 15.000 km/a auf 3 Jahre kriegst du mit Gewerbe bei einschlägigen Leasingportalen für 100-150 Euro im Monat ohne Anzahlung. Nun hol dir ein Leasingangebot für ein eAuto und rechne selbst, aber krieg keinen Schreck.

Am Ende ist es wie mit dem Speicher für PV, lohnt finaziell nicht aber ist evtl. gut fürs Gewissen. Ich würde (wenn jetzt eine Abschaffung ansteht) lieber was für 3 Jahre leasen und dann mal schauen was sich tut. Mit dem gesparten Geld vllt lieber die PV größer machen wenn es geht. Oder einfach das derzeitige Auto weiterfahren.


Bitte bei den Fakten bleiben, Danke

beim Gewerblichen Leasing liegt das Restwertrisiko beim Leasingnehmer, was schlicht bedeutet, das VW am Ende fein raus ist. 150,- € Rate, bei 36 Monaten Laufzeit bedeutet 5.400 € Mittelzufluss. VW zahlt (3,771% Rendite) *Anleihen

Bei einem "Wert" von 20.000 € bei 36 Monaten liegen wir ohne Zinseszins bei 2.262,60 € , die man von den 5.400 € abziehen muss= 3.137,40 € ist also der reale Wertverzehr laut dieser Zahlen.

Nach 36 Monaten und 45.000 km ist eine Golf nur 3.137,40 € weniger wert? Wer sowas glaubt, der darf sich bestimmt Kaufmann nennen? :D


Als Arbeitnehmer kann ich Strom kostenfrei vom Arbeitgeber bekommen, vom Händler (ALDI) und ich kann eigenen Strom für < 10 Cent Herstellungskosten einsetzen. Im Regelfall muss ich keine Zeit für den Tankvorgang einplanen. Das Auto ist nie zu warm und nie vereist etc. Es stehen sofort 100 % der Leistung zur Verfügung!

Nun zu den ganz harten Argumenten :

Wie viel Dreck haut ein Benziner in den ersten 2 min Warmlaufphase raus?
UND wo fallen die Morgens an?

Wer bekommt am Ende mein Geld an der Tanke?
Zahlen die faire Löhne, Steuern etc.?

es mag sich nicht unmittelbar sofort in der eigenen Brieftasche bemerkbar machen. aber auf mittlere Sicht, wird das e-Auto zu einem deutlichen Anstieg des Wohlstandes führen. Alleine die wegfallenden Kosten der GKV gehen sicher in die X Mrd. € p.A. . Die Steuerquote der PV und WKA Besitzer ist um fast 100% höher, als die von Shell & Co.

Selbstverständlich kann man das Durchrechnen, nur mit realen Autos machen, deren Zahlen auch bekannt sind. Beim e-Auto wird im Moment noch brutal abgezockt, so das sich eine Finanzierung über den Hersteller nicht lohnt.

Man muss also kein Grüner sein und Lurchen retten wollen, der Umstieg auf die e-Mobilität ist ganz einfach pure Vernunft ! Ob die Welt &/ Martin jetzt mitmacht, ist egal, nach 2025 wird von uns mit hoher Wahrscheinlichkeit nur noch eine Minderheit einen Benziner bewegen (dürfen)
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon Jackson76 » 02.07.2018, 11:16

gima hat geschrieben:'Trotzdem würde mich interessieren ob meine Rechnung in der Realität aufgeht, dass man 50% von 2700kwh Strombedarf fürs Auto im Jahr aus der 10kwp PV holen kann, bei meinen Voraussetzungen ( das Auto steht tagsüber meist zuhause, Verteilung der Fahrten übers Jahr gleichmäßig)).
Vielleicht kann jemand aus eigener Erfahrung berichten.


Ich schreibe hier zwar eher selten, aber genau in dem Bereich habe ich mittlerweile 2,5 Jahre Erfahrung. Auf unserem Dach sind zwei PV-Anlagen, eine mit 7,7 kWp nach Südost und eine mit 8,8 kWp nach Nordwest. Als Elektroauto fahren wir seit Nov. 15 einen KIA Soul EV. Das Auto steht jeden Tag mind. 3 Sonnenstunden in der Garage und kann geladen werden. Fahrleistung sind etwa 12.000 km im Jahr, geladen wird meist mit 3,6 kW. Als im ersten Jahr nur die kleinere Anlage am Netz war, mussten wir an regnerischen Tagen und natürlich vor allem im Winter oft Strom dazu kaufen, wenn wir das Auto laden. Seit die zweite Anlage läuft haben wir von März bis voraussichtlich Oktober stets genug Leistung, um das Auto ohne Fremdbezug laden zu können. Die Gesamtautarkie liegt in den Monaten April, Mai und Juni bei 85 %. In den dunklen Monaten wird es aber wohl nur für etwa 30 bis 50% des E-Auto-Bedarfs reichen, vermute ich.

Zu den Kosten: Wir hatten die Wahl zwischen einem Benziner und einem E-Auto. In der Anschaffung lag der Soul weit über vergleichbaren Benzinern, rund 10 bis 12k. Alledings hätten wir im Benziner wohl auch keine Ledersitze, großes Navi, beheiztes Lenkrad, belüftete Sitze etc. Wir wollen den Wagen etwa 10 Jahre fahren und haben extrem viele sehr kurze Strecken. Und genau da spielt das E-Auto seine Stärken aus. Keine Kaltstarts, Vorheizen, Wartungskosten von 50 Euro im Jahr, keine Steuer. Versicherung liegt bei uns bei 500 Euro im Jahr. Ich gehe davon aus, dass der Akku nach 10 Jahren hinüber ist, vllt. hat er noch einen zweiten Frühling im Keller. Das Auto ist dann wohl wirtschaftlich ein Totalschaden. Der Benziner brächte wohl noch 1000 bis 2000 Euro. Nach den zehn Jahren wird abgerechnet: Ich denke, es geht fast unentschieden aus.

Gruß, Jackson.
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon gima » 02.07.2018, 11:25

Hallo Jackson76,
Danke, nach solchen durch eigene Erfahrung fundierte Aussagen war ich gespannt
Viele Grüße
gima
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon ndorphin » 02.07.2018, 11:30

PV-Berlin hat geschrieben:
Bitte bei den Fakten bleiben, Danke

beim Gewerblichen Leasing liegt das Restwertrisiko beim Leasingnehmer, was schlicht bedeutet, das VW am Ende fein raus ist. 150,- € Rate, bei 36 Monaten Laufzeit bedeutet 5.400 € Mittelzufluss. VW zahlt (3,771% Rendite) *Anleihen

Bei einem "Wert" von 20.000 € bei 36 Monaten liegen wir ohne Zinseszins bei 2.262,60 € , die man von den 5.400 € abziehen muss= 3.137,40 € ist also der reale Wertverzehr laut dieser Zahlen.

Nach 36 Monaten und 45.000 km ist eine Golf nur 3.137,40 € weniger wert? Wer sowas glaubt, der darf sich bestimmt Kaufmann nennen? :D


Wer macht noch Restwertleasing? Der von mir genannte Leasingpreis ist im Kilometer Leasing. Einfach mal den Markt checken bitte, z.b. bei Vehiculum. Ich bin übrigens Kaufmann, Du scheinbar aber nicht, sonst würdest Du wissen wo man die guten Deals macht. Und der Gewinn wird nun mal im Einkauf gemacht. Und wenn Du nicht begreifst wie das geht (so niedrige Leasingraten), vergiss einfach den Listenpreise mit denen immer eAutos gern schöngerechnet werden und wurden (diverse hier oft zitierte Kostenvergleiche).

Der TE hatte explizit eine Kalkulation aufgemacht mit eigenem PV Strom . Wenn einige hier ihren Strom irgendwie umsonst kriegen ist das schön aber nicht die Regel. Aber selbst damit wird es eng, zeig mir mal ein eAuto mit ner Leasingrate um 150 Euro bitte. Komnt eher aus doppelte (und mehr) und dann kann man schon einiges "gratis" tanken.

Ich bleib dabei, für die nächsten 3 Jahre tut es ein Verbrenner im Leasing, dann kann man nochmal schauen was sich auf dem eMarkt getan hat. Ausser vllt man will Weltverbesserer spielen.
Zuletzt geändert von ndorphin am 02.07.2018, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon eba » 02.07.2018, 11:31

mein Tesla ist nun fast 5 Jahre alt und hat 370.000km runter. Nach 10 Jahren wird er eines meiner preiswertesten Autos gewesen sein.


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Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon gima » 02.07.2018, 12:58


Der TE hatte explizit eine Kalkulation aufgemacht mit eigenem PV Strom . Wenn einige hier ihren Strom irgendwie umsonst kriegen ist das schön aber nicht die Regel.


Hallo, das ist richtig. Ich denke auch, dass der Umsonststrom bis auf ganz wenige Ausnahmen in der Zukunft nicht bleibt, außer man zahlt ihn schon beim Autokauf mit oder so. Verschenkt wird nix.
Zum Leasing: ich persönlich lease nicht und kaufe auch niemals ein neues Auto. Günstiger ist immer nach Gebrauchten, Kurzzulassungen, Reimporten, Hagelschäden oder sowas zu schauen, das würde ich auch bei einem Stromer so machen. Vorausetzung ist natürlich, wenn man so denkt, dass das Auto nur ein Mittel zum Fortbewegungszweck ist. Alle denen ein Auto mehr bedeuted (und das ist ja auch legitim) zahlen halt mehr
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon ndorphin » 02.07.2018, 19:02

gima hat geschrieben:Zum Leasing: ich persönlich lease nicht und kaufe auch niemals ein neues Auto. Günstiger ist immer nach Gebrauchten, Kurzzulassungen, Reimporten, Hagelschäden oder sowas zu schauen, das würde ich auch bei einem Stromer so machen. Vorausetzung ist natürlich, wenn man so denkt, dass das Auto nur ein Mittel zum Fortbewegungszweck ist. Alle denen ein Auto mehr bedeuted (und das ist ja auch legitim) zahlen halt mehr


Ich kauf normalerweise auch EU Wagen aber zur Zeit ist Leasing einfach besser kalkulierbar, es gibt zu viele Unsicherheiten im Markt (Diesel, Otto Partikelfilter usw). Von Autos außerhalb der Werksgarantie nehme ich lieber Abstand, man trägt das volle Reparaturrisiko. Und nach 4-5 Jahren geht es meist los mit den Wehwehchen und typischen Verschleißreparaturen. Da zahl ich lieber 150€ im Monat und hab spätestens alle 3 Jahre ein neues, verbrauchsgünstiges Fahrzeug ohne das unerwartete Kosten auf mich zu kommen.
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon Klaus44 » 06.07.2018, 18:25

Hallo gima,
meine Pv Anlage hat zwar nur 3KWp und mein Speicher 2KWh, kann aber trotzdem meinen eGolf vorwiegend mit Sonnenenergie laden (leider nur im Sommer). Die Ladeleistung muss ich natürlich auf 1,4 KW reduzieren um möglichst lange mit PV Überschuß zu laden. Idealerweise kommen dann 2,7KW von der PV, sodass der Speicher noch mit 1,3 KW geladen wird. Die meiste Zeit ist die Erzeugung natürlich geringer, aber die 1,4 KW für's Auto habe ich viele Std. lang. Bricht die Erzeugung auf unter 1,4 KW ein weil sich Wolken vor die Sonne schieben, springt vorübergehend mein Speicher ein. Im letzten Monat war ich damit zu 90% autark.
Bei Deiner 9,9 KWp Anlage kannst Du das eAuto locker mit 3,7 KW laden und kannst auch auf einen Speicher verzichten.
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon eba » 06.07.2018, 23:33

Meine PV hat 28kWp und mein Speicher hat 13,8kWh.
Natürlich funktioniert das Laden derzeitig mit bis zu 16kW hervorragend.
Aber ziehen Wolken auf, bricht die Erzeugung auf < 3kW ein und die Mindest-Ladeleistung von 3,3kW + Haushaltsstrom kann nur mühsam vom Speicher mit 3kW Entladeleistung aufrecht gehalten werden.
Die 6kW vom aktuellen Modell täte not.
Nun fährt meine Frau Hybrid, können sie Abend nach Hause, wird der Speicher gnadenlos leergedaugt. Mehr Speicher wäre. auch hier schön.


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