Überlegungen zum E-Auto

Fahren mit Strom

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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon gima » 30.06.2018, 23:26

ndorphin hat geschrieben:Jede seriöse Berechnung scheitert an den Kosten für den Wertverlust, über den kriegst Du jede Seite schön gerechnet..


Da kommts halt sehr drauf an, was ich kaufe und wie ich kaufe. Früher oder später entsteht da sicher ein Markt für Gebrauchte, Reimporte etc, und da kann man dann auch wie jetzt bei den Verbrennern mit etwas List und Tücke und Geduld was Günstiges finden. Es gibt schon jetzt einen für mich erstaunlich guten Gebrauchtmarkt
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon gima » 30.06.2018, 23:36

einstein0 hat geschrieben:Die Kombination mit PV finde ich quatsch, weil meistens die Erzeugungs- und Ladeprofile nicht zusammenpassen.
Leistungsmässig nicht und vor allem saisonbedingt nicht. Das Elektro ist kein Winterauto, PV im Winter vernachlässigbar.
Die Bi-direktionale Ladeeinrichtung wird sich schätzungsweise noch über Jahrzehnte hinziehen.
Einerseits ist die verfügbare Kapazität noch zu klein, anderseits gibt es noch kein einheitliches Anschlussystem,
kein taugliches Abrechnungssystem zum Laden und für die Aufspeisung wird die Infrastruktur sündhaft teuer.
Kurz: Ein Elektroauto hat nichts mit PV zu tun. :oops:
einstein0

'Trotzdem würde mich interessieren ob meine Rechnung in der Realität aufgeht, dass man 50% von 2700kwh Strombedarf fürs Auto im Jahr aus der 10kwp PV holen kann, bei meinen Voraussetzungen ( das Auto steht tagsüber meist zuhause, Verteilung der Fahrten übers Jahr gleichmäßig)).
Vielleicht kann jemand aus eigener Erfahrung berichten.
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon gima » 30.06.2018, 23:53

Schneemann88 hat geschrieben:
Ich teile deine Überlegungen bis auf Kleinigkeiten wie die Berechnung der Mobilitätskosten unter Außerachtlassung der Einspeisevergütung oder der Ladeverluste.

Zum Thema Klimaschutz, der eh jede Wirtschaftlichkeitsberechnung in den Schatten stellt, möchte ich einfach nur Prof. Mojib Latif zitieren: "Für den Großteil des heutigen Klimazustands sind die alten Industrienationen Amerikas und Europas verantwortlich. Also müssen diese nun auch als Vorbild vorangehen."


Verlust der Einspeisevergütung , Ladeverluste, EK-Steuer spielen sicher auch noch eine Rolle und mindern das Ergebnis, spielen aber doch nur eine Nebenrolle. Aber dennoch ist es erstaunlich wie günstig E- Fahren ist, vor allem wenn die Kisten erstmal billiger werden. Aber das wirklich geniale ist doch der viel bessere Wirkungsgrad des Stromers und die dadurch bedingte C02 Einsparung
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon PV tut Not » 01.07.2018, 00:01

@gima:
Könnte schon funktionieren.
Dein anvisiertes Ziel sind 3,7kWh pro Tag.
Im Sommer ist das kein Problem, im Winter kann es klappen, wenn die Akkureserve groß genug ist, um das Laden auf gute Tage schieben zu können.

Im Sommer fahre ich mit meiner 19,53kWp-Anlage beide E-Fahrzeuge zu 100% mit Sonne (zusammen im Schnitt 70km täglich).
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon einstein0 » 01.07.2018, 07:40

Aus Erfahrung kann ich dem zustimmen. Von deinen rund 10 MWh/a Ertrag wirst du die angedachten 1,5 MWh/a
Solarstrom im Elektroauto versenken können. M.E. kommt es auch noch auf die Ladetechnik an.
Doch für 9,.. kWp brauchst du sowieso einen 3 phasigen WR, also könntest du auch 3 phasig laden.
Willst du die Wallbox regeln, geht es bereits ins Geld... :wink:
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon MBIKER_SURFER » 01.07.2018, 09:55

Schneemann88 hat geschrieben:Zum Thema Klimaschutz, der eh jede Wirtschaftlichkeitsberechnung in den Schatten stellt, möchte ich einfach nur Prof. Mojib Latif zitieren: "Für den Großteil des heutigen Klimazustands sind die alten Industrienationen Amerikas und Europas verantwortlich. Also müssen diese nun auch als Vorbild vorangehen."


Das mag stimmen. Nur was hilft dies, wenn die Politik nicht mitzieht?
Vorne hinstehen und sagen, wir machen mit und hintenrum die EE boykottieren!
Solange Braunkohle/Steinkohlekraftwerke weiterhin mit billiger Importkohle oder hochsubventionierter Kohle aus D STrom produzieren, wird das nichts.
Klar, nichtsdestotrotz versuche ich mein Verhalten anzupassen an möglichst wenig Schadstoffausstoß. Aber eben nicht um jeden (e-Auto) Preis!
Gruß
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon Schneemann88 » 01.07.2018, 10:38

MBIKER_SURFER hat geschrieben:
Das mag stimmen. Nur was hilft dies, wenn die Politik nicht mitzieht?
Vorne hinstehen und sagen, wir machen mit und hintenrum die EE boykottieren!
Solange Braunkohle/Steinkohlekraftwerke weiterhin mit billiger Importkohle oder hochsubventionierter Kohle aus D STrom produzieren, wird das nichts.
Klar, nichtsdestotrotz versuche ich mein Verhalten anzupassen an möglichst wenig Schadstoffausstoß. Aber eben nicht um jeden (e-Auto) Preis!


Gerade beim Klimaschutz brauchen wir die Politik am wenigsten. Denn jeder einzelne ist mit seinem Verhalten dafür verantwortlich. Jede Autofahrt, jeder (Billig)Flug, jeder Stromverbraucher zieht das Klima runter. Franz Alt hat das neulich sehr schön verdeutlicht. Wenn jedes Jahr nur einer seinen CO2-Ausstoß deutlich verringert und einen davon überzeugt, das auch zu tun, dann sind das in 30 Jahren 1 Mrd Konsumenten, die das machen. Wir haben sehr viele Eigenheimbesitzer in unserem Bekanntenkreis und ich nutze jede Möglichkeit, um sie von den Vorzügen der regenerativen Energieerzeugung zu überzeugen. Ich behaupte mal, durch mich denken sie erst darüber nach. Ich habe auch schon die ersten Anfragen bzgl. E-Auto. Das Umdenken beginnt, weil ich es vormache.

Wer sich hinstellt und sagt, dass die Politik nichts tut, der bringt die Politik auch nicht in Zugzwang. Das Ergebnis sieht man aktuell. Wieder GroKo und wieder wird nicht regiert, sondern sich nur mit sich selbst beschäftigt. Und wenn jeder nur auf seinen Euro und seinen persönlichen Vorteil schaut, dann wird sich daran auch nichts ändern.

Jede vierte Neuzulassung ist ein maßlos überdimensioniertes SUV. Die Kisten sind auch nicht billig, weder in der Anschaffung, noch im Unterhalt. Aber um den Nachbarn zu beeindrucken, reicht die Kohle. Über meinen Kopf fliegt alle 10 Minuten ein Flugzeug. Urlaub mehrfach im Jahr rund um die Welt, auch dafür reicht die Kohle.

Der Thread hier ist ein schönes Gegenbeispiel. Da macht sich einer Gedanken, wie er es besser machen kann. Ich kann die Ideen nur unterstützen, denn schlechter wird es dadurch auf keinen Fall.
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon MBIKER_SURFER » 01.07.2018, 10:56

Schneemann88 hat geschrieben:Gerade beim Klimaschutz brauchen wir die Politik am wenigsten. Denn jeder einzelne ist mit seinem Verhalten dafür verantwortlich. Jede Autofahrt, jeder (Billig)Flug, jeder Stromverbraucher zieht das Klima runter. Franz Alt hat das neulich sehr schön verdeutlicht. Wenn jedes Jahr nur einer seinen CO2-Ausstoß deutlich verringert und einen davon überzeugt, das auch zu tun, dann sind das in 30 Jahren 1 Mrd Konsumenten, die das machen. Wir haben sehr viele Eigenheimbesitzer in unserem Bekanntenkreis und ich nutze jede Möglichkeit, um sie von den Vorzügen der regenerativen Energieerzeugung zu überzeugen. Ich behaupte mal, durch mich denken sie erst darüber nach. Ich habe auch schon die ersten Anfragen bzgl. E-Auto. Das Umdenken beginnt, weil ich es vormache.


Nun - der Mensch (die meisten jedenfalls) sind leider so, dass je billiger umso......
Will sagen: Ohne z.B. diese drecks subventionierten Billigflüge wäre dieses Thema sofort vom Tisch. Da kann eben nur die Politik helfen, indem Subventionen für jeden Mini Flughafen morgen wegfallen. Was glaubst Du, passiert mit Flughafen Hahn, Paderborn, Baden-Baden usw.?
Die jammern sofort von wegen Strukturhilfen bla bla.
Da nützt es mir gar nichts, wenn ich strikt Flüge ablehne und nicht fliege. Um mich herum fliegt jeder mal kurz (14 Tage) nach Malediven, Australien usw.
Jetzt komme ich, und versuche mit einem E-Auto die Welt zu retten?

Ohne Politik mit harten Bandagen wird das definitiv nichts. Natürlich wird das auch für mich in anderen Bereichen teurer. Da hab ich aber kein Problem mit.
Gruß
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon Tomyy » 01.07.2018, 10:59

Wir wissen doch CO2 hat in Zukunft eine immer kleinere Bedeutung am natürlichen Klimawandel.

Kommende eAutos sind bidirektional und plugin-fähig.
Man schaltet se einfach parallel am Wechselspannungsnetz und macht die entsprechenden Vorgaben per App. die sich mit dem HausWR synchronisieren.

Anstoßen können diese Themen nur die Kleinen und die Großen müssen nachziehen,
sofern se noch Privatautos verkaufen wollen...wegen der geringen Rendite. :mrgreen:

Jeder gekaufte SUV aus Deutschland sichert jetzt Arbeitsplätze und ist in wenigen Jahren ein riesiger Altmetalllieferant für die kleinen Autonomen.
Tomyy
!!! Nie wieder Abhängig von Öl, Diesel, Benzin, Gas, Kohle, einem Schornsteinfeger oder Dachdecker !!! ->
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Re: Überlegungen zum E-Auto

Beitragvon RolandD » 01.07.2018, 11:28

Wenn ihr Politik wollt, dann macht sie doch auch. Hier im Forum gibt es das Unterforum Energiepolitik.

Sammelt da doch mal eure Forderungen und formuliert sie aus. Tragt sie in die Diskussion.
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