zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon bauerkiel » 08.12.2016, 13:08

Moin moin aus Kiel,

aktueller Fall aus SH; der Netzbetreiber nimmt die Generatorleistung um zu beurteilen, ob NA Schutz notwendig oder nicht. Deswegen haben wir nur 117 Module á 255Wp beantragt (29,8 kWp) , nicht 120 wie tatsächlich auf dem Dach vorhanden.

Der WR hat gemäss Datenblatt genau 30.000VA, ein PowerOne / ABB Trio 27.6, gebraucht natürlich ;-)

-> Kein NA Schutz nötig.

Gruß, Andreas
Zuletzt geändert von bauerkiel am 08.12.2016, 13:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon MBIKER_SURFER » 08.12.2016, 13:17

Moin,

ich habe - aus Versehen - das auf Wandlermessung geschrieben. Muß am Alter liegen :oops: bzw. dem 30 KVA Statement. Denn dieses ist relevant für die Wandlermessung
Bei NA Anlagenschutz ist es schon die Größe des Generators!

Gruß
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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon bauerkiel » 08.12.2016, 13:18

Zum Ursprungsproblem:

ich kann keine Schieflast entdecken, wenn man wie folgt auf die Phasen verteilt:

1: 3,8+ 3KW = 6,8 KW WR+WR
2: 3,8+3KW =6,8 KW WR+WR
3: 2+2+3KW = 7 KW WR+WR+BHKW

-> Viel symmetrischer geht ja garnicht?! Dabei spielt es keine Rolle ob Bestandsanlage und oder Neu, am Einspeisepunkt wird gezählt. Ich seh hier keinen NA Schutz nicht nötig. Selbst wenn das BHKW aus ist, ist keine Schieflast zu sehen. Da man bei den WR davon ausgehen kann, dass sie alle gleichmässig weniger einspeisen bei Dämmerung entsteht auch hier kein Problem. Selbst wenn ein WR ausfällt, ist immer noch nicht genug Schieflast vorhanden.

Wenn der Netzbetreiber die IBN verweigert hat und nun Folgekosten für Folgetermin entstanden sind, würd ich mal jemandem in Arsch treten, bissl nachzudenken.

Der NA Schutz, wenn er denn vorhanden wäre, bemerkt auch keine stromseitige Phasenschieflast, der NA Schutz schaut sich nur die Spannungen an. Klar kannst du jetzt nen dreiphasigen 12-15KVA WR anschaffen (Wirkungsgradplus, neue Garantiezeit), dann biste auch wieder fein raus. Macht unter Umständen auch mehr Sinn in ein neues Gerät zu investieren, als in Technik, die du zu 99,99999999% der Betriebszeit nicht brauchst.

Gruß, Andreas
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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon MBIKER_SURFER » 08.12.2016, 13:29

Moin,

ich denke, das liegt an der IBN des BHKW.
Wir mussten für unsere alte Anlage aus 2006 auch einen NA Schutz einbauen, da wir in 2016 'ne weitere Anlage am Netzverknüpfungspunkt installierten.

Gruß
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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon harjes » 28.12.2016, 22:07

MBIKER_SURFER hat geschrieben:Moin,

ich habe - aus Versehen - das auf Wandlermessung geschrieben. Muß am Alter liegen :oops: bzw. dem 30 KVA Statement. Denn dieses ist relevant für die Wandlermessung
Bei NA Anlagenschutz ist es schon die Größe des Generators!

Gruß
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Moin

Das ist nicht richtig. Beim NA Schutz ist die Wechselrichter leistung entscheidend. Sprich größer 30 kVA ist ein NA Schutz Pflicht. Anders bei der Abregelung der Anlage dort muss größer 30 kWp eine Fernbschaltung zwingend installiert werden.

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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon Ralf Hofmann » 28.12.2016, 22:18

Hi Andreas,

bauerkiel hat geschrieben:Zum Ursprungsproblem:

ich kann keine Schieflast entdecken, wenn man wie folgt auf die Phasen verteilt:

1: 3,8+ 3KW = 6,8 KW WR+WR
2: 3,8+3KW =6,8 KW WR+WR
3: 2+2+3KW = 7 KW WR+WR+BHKW

-> Viel symmetrischer geht ja garnicht?!


die korrekte Verteilung der WR, damit im Normalbetrieb keine Schieflast auftritt ist ja selbstverständlich.
Darum geht`s bei der Forderung nach einem NA-Schutz oder der Kopplung aller WR aber nicht.

Es geht darum, das keine Schieflast auftreten kann, wenn plötzlich mal ein WR ausfällt, die anderen aber lustig weiter einspeisen. Dann wäre die Schieflast nämlich doch da . . .
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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon bauerkiel » 28.12.2016, 22:30

Moinsen,

nein, wenn ein WR ausfällt ist eben immernoch nicht genug Schieflast da.

Gruß, Andreas
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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon Ralf Hofmann » 28.12.2016, 22:49

Hi,

bauerkiel hat geschrieben:nein, wenn ein WR ausfällt ist eben immernoch nicht genug Schieflast da.


stimmt, einer allein reicht nicht, da muss es schon auf einer Phase knallen und die ganze Phase muss weg sein.
Imho macht der NA-Schutz auch nur dann Sinn, denn wenn nur ein WR ausfällt merkt der ja nix.
Erst wenn die ganze Phase weg ist schaltet der alles ab.
MfG
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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon bauerkiel » 28.12.2016, 22:54

Dem NA Schutz ist die Schieflast sowas von egal, der schaut nur ist das Netz noch da ist und symetrisch im Bereich der Vorgaben Frequenz, Spannungshöhe und Vektorsprünge, das ist alles. Wenn nein, dann allpolige Abschaltung, sonst nicht.

Gruß, Andreas
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Re: zentraler Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) gefordert

Beitragvon Heiko » 29.01.2017, 10:54

Hallo

Habe Anlage genau bis 30kwp. Reicht es für jetzt für eine Erweiterung bzw. Neubau einer weiteren Anlage auf dem Grundstück alle WR 3phasig umzurüsten. Von den Kosten mal abgesehen. Aber WR sind eben auch schon 9-12 Jahre alt.
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