Vermarktung außerhalb des EEG

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Re: Zubau Zahlen Bundesnetzagentur

Beitragvon Tobi » 14.10.2018, 06:21

klingt so ähnlich wie die hier: https://www.enyway.com/de/strom
Tobi
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Re: Zubau Zahlen Bundesnetzagentur

Beitragvon Bastel » 14.10.2018, 07:58

Bento hat geschrieben:
Broadcasttechniker hat geschrieben:Dann schreibe doch mal konkret wie das geht und mit wem ich was abrechne.

Finde ich auch! Immer diese Andeutungen...
Um welches StartUp-Unternehmen geht es denn? Oder ist das geheim?

Ist doch eine tolle Sache (wenn auch nicht für den Otto-Normalbetreiber).
Ich frage mich natürlich, warum Freiflächenanlagen-Errichter/Investoren sich noch mit Ausschreibungen rumplagen.....und dann keinen Zuschlag bekommen.......und dann erneut in der nächsten Runde ein Angebot abgeben....und wieder Pech gehabt......und nochmal runter mit dem Preis.........um dann ein Jahr später evtl. einen Zuschlag für 4,5 Cent/kWh bekommen..............wenn sie doch ohne Probleme 6 Cent/kWh ohne EEG bekommen können.


Vermutlich machen sie einfach die gewöhnliche Direktvermarktung: https://de.wikipedia.org/wiki/Direktver ... r_Energien

Das ist dann nicht wirklich außerhalb des EEG und immer noch durch Umlage finanziert, nur mit dem Unterschied, dass nicht der Übertragungsnetzbetreiber den Strom an die Börse bringt, sondern ein anderer (Bilanzkreis-Inhaber). Somit hat der dann zusätzlich die Möglichkeit, im Rahmen seines Portfolios weiter zu optimieren statt alles über die Börse zu verscherbeln. Er könnte etwa bei ausreichend negativen Preisen die Anlagen abschalten.
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Re: Vermarktung außerhalb des EEG

Beitragvon Bastel » 14.10.2018, 08:04

Aber schauen wir uns Länder ohne EEG an, auch dort werden PV-Anlagen ans Netz angeschlossen. Meist bietet der örtliche VNB einen Einspeisetarif an, bei dem es ein paar Cent pro kWh gibt. So wird es in D auch kommen, wenn erst mal die ersten größeren Mengen aus dem EEG fallen. Ich meine, dass es das teilweise heute schon gibt. Die Anlagen sind nach 20 Jahren noch lange nicht Schrott, und der Strom ist viel wert. Der Markt wird das regeln, genauer gesagt schlaue Akteure mit den richtigen Ideen. Jetzt ist vielleicht der richtige Zeitpunkt, um mit einer solchen Idee ein Geschäftsmodell zu starten ;-)
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Re: Zubau Zahlen Bundesnetzagentur

Beitragvon Bento » 14.10.2018, 09:40

Tobi hat geschrieben:klingt so ähnlich wie die hier: https://www.enyway.com/de/strom

Yepp....nur bei enyway macht man da kein Geheimnis draus, sondern wirbt offen um Kunden mit seinem Konzept.
(Ich kann nicht einschätzen, ob das Konzept von enyway gut oder schlecht ist,)

@bastel:
Gewöhnliche Direktvermarktung, also mit Kopplung an das EEG, kann es nicht sein, denn ohne Zuschlag aus einem Ausschreibungsverfahren gibt es bei den Anlagengrößen nichts aus dem EEG. Oder habe ich da irgendeinen Ausnahmeparagraphen nicht auf dem Schirm?

Mich würde ja brennend interessieren, welche finanziellen (Un-)Sicherheiten mit der Methode verbunden sind. Immerhin hat man als Betreiber dann offenbar einen Vertragspartner, der in diesem Fall noch nicht einmal über längere Erfahrung am Markt verfügt. Abgesehen davon, dass hier überhaupt noch nicht klar ist, ob die 6 Cent irgendein garantierter Preis ist oder ob der Betrag an etwas anderes gekoppelt ist, könnte das StartUp übermorgen die Grätsche machen und dann?
Damit möchte ich das Konzept - wie immer es auch im Detail aussieht - im Vorfeld garnicht schlecht reden, aber momentan wirken die Aussagen von @JschulzeP auf mich so, als wenn jemand die Lösung für den Dieselmotor gefunden hat, aber aus bestimmten Gründen noch nicht darüber reden darf. Dann sollte man das Thema besser erst ansprechen, wenn es spruchreif ist. :wink:
Zuletzt geändert von Bento am 14.10.2018, 09:48, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Bento

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Re: Vermarktung außerhalb des EEG

Beitragvon Bastel » 14.10.2018, 09:46

Möglichkeiten gibt es viele, wenn die alten Herren in der Energiewirtschaft nur mal anfangen sich zu bewegen. Ubitricity machte es vor mit dem E-Auto-Laden an der Laterne und einem virtuellen Netz, wobei man den Zählpunkt praktisch immer im Auto mitnimmt. Ich glaube zumindest, dass das mittlerweile Realität ist?

Genauso könnte es mit der Direktvermarktung kleinerer Anlagen funktionieren, indem ein Messgerät zur kontinuierlichen Leistungsmessung per Internet zwischengeschaltet wird und die Masse der kleinen Analgen zu einer großen gebündelt wird. Bei der Sekundärregelleistung funktioniert das auch schon, u.a. macht Sonnen es so. Aber wer weiß, wenn sich der Poster in Schweigen hüllen möchte, werden wir es nie erfahren :D
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Re: Vermarktung außerhalb des EEG

Beitragvon GAST » 14.10.2018, 22:18

Das einzige Problem ist doch nur das es laut Info erst bei 2MW losgeht.
Also muss man sich zusammenschließen um am Modell verdienen zu können.
Ich hatte schon Angebote zum Einstieg in nach EEG geförderte Anlagen, die haben die Filetiert und an Kunden verkauft.
Dabei hatte jeder Kunde eine eigene Anlage innerhalb der über Ausschreibung gebauten Anlage die er jederzeit per Internet beobachten konnte inkl Ertrag usw.
Also das vermarkten ist nicht das Problem wenn man die Anlagen irgendwo gebaut und den Strom über feste Verträge vermarktet und bezahlt bekommt.
Die Vermarktung lief innerhalb weniger Wochen für in Summe >10MW. Wobei die meisten Interessenten um 100KWp gekauft haben.
Die passende Finanzierung hab’s direkt dazu. So das nahezu jeder die Anlage ohne Eigenkapital kaufen konnte.

Es geht ne Menge, man muss nur die zündende Idee und die passenden Verkäufer haben.
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Re: Vermarktung außerhalb des EEG

Beitragvon Wade » 15.10.2018, 12:37

was brauch ich denn um ne Freiflächen PV gnehmigt zu bekommen? Was ich so gesehen hab ist das gar nicht soo ein großer Akt, geht ja auf jedem Acker im Prinzip. Brauch ja keine Konversionsfläche oder sonst was sein, ist ja außerhalb des EEG.

GAST hat geschrieben:Das einzige Problem ist doch nur das es laut Info erst bei 2MW losgeht.


er hatte 2ha geschrieben, also ca 1MW oder?
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Re: Vermarktung außerhalb des EEG

Beitragvon GAST » 15.10.2018, 17:05

Wade hat geschrieben:was brauch ich denn um ne Freiflächen PV gnehmigt zu bekommen? Was ich so gesehen hab ist das gar nicht soo ein großer Akt, geht ja auf jedem Acker im Prinzip. Brauch ja keine Konversionsfläche oder sonst was sein, ist ja außerhalb des EEG.

GAST hat geschrieben:Das einzige Problem ist doch nur das es laut Info erst bei 2MW losgeht.


er hatte 2ha geschrieben, also ca 1MW oder?


Sorry, hast recht, 2ha!
Aber das macht jetzt den besten auch nicht mehr fett.
Wäre für mehrere Investoren trotzdem gut zu stemmen wenn die genannten Tarife für die gewohnte Laufzeit gelten!
Gruß
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Re: Zubau Zahlen Bundesnetzagentur

Beitragvon alterego » 15.10.2018, 18:27

Schon 2MW:
JschulzeP hat geschrieben:Die Grösse beginnt ab 2MW.

Freifläche ist nicht so meins, auf 2ha sollte man die doch wohl unterbringen können, wenn das Grundstück nicht völlig unmöglich geformt ist.

Der Preis des Stroms für den Betreiber wird berechnet aus den Anlagenkosten.

Das ist logisch, aber hier wohl auch die Vergütung, sonst hätten abgeschriebene Anlagen ja einen enormen Vorteil.

Wie schon oft geschrieben, geht das mit vielen Kleinanlagen halt nicht, weil die nach aktuellem Stand zwingende Lastgangmessung da mehr kostet als die Anlage auch nur Umsatz machen kann.

Wade hat geschrieben:was brauch ich denn um ne Freiflächen PV gnehmigt zu bekommen?

EIne Baugenehmigung halt, die ist im Außenbereich alles andere als trivial zu bekommen. Gerade wurde hier in der Gegend wieder ein Projekt (an der Bahnlinie also sogar "EEG-fähig" und nicht "alzu störend") endgültig abgelehnt. Ich habe es nicht im Detail verfolgt, aber neben "Flächenfraß" gab es auch Einwände des Naturschutzes.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Vermarktung außerhalb des EEG

Beitragvon Sonnenstevie » 15.10.2018, 19:13

Und außer der Baugenehmigung einen Verknüpfungspunkt, denke ich mal. EEG hin oder her, ohne eine Verknüpfung zum Netz wird es nicht gehen, oder?
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