Vergütung bei Anlagenerweiterung

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon SolarSpike » 05.04.2018, 22:28

Danke fürs "Kanonenfutter". Mal schauen was da rauskommt. Wird schon werden.... :juggle:
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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon Stenis » 05.04.2018, 22:55

Ich mache das auch gerade, ich baue allerdings nicht nochmal eine extra Anlage auf, sondern löte noch zusätzliche Module dahin, wo noch Platz ist. Eine Anlage defniert sich nämlich nicht durch ein separates Modulfeld, einen extra Wechselrichter etc. sondern im Prinzip nur durch den zeitlichen Abstand von 12 Monaten. Folgerichtig erfolgt die Abrechnung dann über das Verhältnis der installierten Leistungen - und es ist auch völlig egal, ob da mal ein WR ausfällt oder wie die Ausrichtung ist, einfach auch deswegen, weil das Gesetz da ausnahmsweise ziemlich klar ist.

§24 EEG 2017:
(3) ... bei allen anderen Anlagen erfolgt die Zuordnung der Strommengen im Verhältnis zu der installierten Leistung der Anlagen.

"installierte Leistung" ist eben ganz klar die installierte Leistung und nicht notwendigerweise die eingespeiste Leistung.

Auch da hilft das EEG weiter (§3 Begriffbestimmungen)
(31) „installierte Leistung“ die elektrische Wirkleistung, die eine Anlage bei bestimmungsgemäßem Betrieb ohne zeitliche Einschränkungen unbeschadet kurzfristiger geringfügiger Abweichungen technisch erbringen kann

"unbeschadet kurzfristiger geringfügiger Abweichungen" => ganz klar, kann mal ausfallen, kein Problem

Man beachte auch den Anlagenbegriff aus §3
(1) „Anlage“ jede Einrichtung zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Grubengas, wobei im Fall von Solaranlagen jedes Modul eine eigenständige Anlage ist;

Hier gehts also klar um das Modul und dessen Leistung, nicht etwa um die Leistung am Anschlusspunkt nach dem WR,
d.h. also weder die Zahl der WR oder die Ausrichtung der Module spielen auch nur irgendeine Rolle...

Zur Ergänzung noch §9:
(3) Mehrere Solaranlagen gelten unabhängig von den Eigentumsverhältnissen und ausschließlich zum Zweck der Ermittlung der installierten Leistung im Sinne der Absätze 1 und 2 als eine Anlage, wenn
1. sie sich auf demselben Grundstück oder Gebäude befinden und
2. sie innerhalb von zwölf aufeinanderfolgenden Kalendermonaten in Betrieb genommen worden sind.

§24(1) schärft das nochmal nach um "zum Zweck der Ermittlung des Anspruchs"

Es schadet aber nicht, wenn man vorher nochmal beim VNB nachfragt, die sind ja manchmal schräg vor, dann muss man die eben auf Spur bringen...
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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon SolarSpike » 05.04.2018, 23:35

Danke für die Auslegung. Ich denke das reicht erst einmal um den NB an die Wand zu spielen. Und wenn die nicht wollen gibt ja noch andere Wege um denen klar zu machen wie was abzurechnen ist. Nur den Weg möchte ich gerne vermeiden. Werde mich morgen mal durch die Instanzen klingeln...
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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon SolarSpike » 06.04.2018, 15:03

So, mal ein kleines Update: Nachdem ich mich dann heute durch die Instanzen telefoniert habe (3 verschiedene Sachbearbeiter, wobei einer dann wirklich Ahnung hatte) meldete sich heute Mittag dann der eigentliche Ansprechpartner bei mir. Und siehe da: Alles kein Problem, keine extra Zähler, Berechnung nach % Leistung aufgeteilt. Also, auf geht's... :D
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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon Stenis » 06.04.2018, 15:06

:D
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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon frankenbub09 » 06.04.2018, 19:11

Siehst hier wird dir immer geholfen :lol:
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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon SolarSpike » 06.04.2018, 19:46

:danke: :mrgreen:
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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon Stenis » 11.04.2018, 15:39

Und eben war auch der Mensch von den Stadtwerken da und hat die IBN gemacht :)
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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon PV Ndh » 11.04.2018, 16:05

SolarSpike hat geschrieben:Hallo,

ich möchte meine Anlage erweitern und habe eine kurze Frage, ob ich nach langem lesen hier alles Verstanden habe.
Ausgangslage:

3.29 kWp aus 2011 mit Eigenverbrauchsvergütung und Überschusseinspeisung. Erzeugerzähler und 2- Richtunsgzähler installiert. Soweit so gut.

Planung:

Ca 1.5 kWp zusätzlich auf Dach mit neuen WR etc, für Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung.

Meine Frage:

Wenn ich es richtig verstanden habe ist das ganz eine neue Anlage und muss auch als neu gemeldet werden, Erzeugerzähler nicht notwendig, da Eigenverbrauch nicht vergütet wird. Überschuss und Eigenverbrauch werden kaskadiert (heißt das so ?) abgerechnet, also Prozentual über der Leistung der alten und der neuen Anlage.

Habe ich das so richtig? :?

LG
Hermann


Hallo, ich denke ganz so einfach ist das nicht. Du bekommst ja schließlich noch die Vergütung für deinen Eigenverbrauch oder nicht? Wenn du zb. mit der Altanlage einen Eigenverbrauch von sagen wir mal 1000KWh hattest, hast du dafür dann ja 0,xx€/KWh Vergütung erhalten. Wenn du jetzt mit beiden Anlagen insgesamt 1100KWh Eigenverbrauch hast und das dann Aufgeteilt wird, bekommst du nur noch für 755KWh die Eigenverbrauchsvergütung!
Wenn deine Altanlage allein sagen wir mal 3,29 * 900 = 2961KWh/Jahr gebracht hat und du hast 1000KWh selbst verbraucht, hast du für die ersten 888KWh 0,1237€/KWh erhalten und für die restlichen 112KWh 0,1674€/KWh.
Für dich fallen jetzt somit die 112KWh zu 0,1674€/KWh komplett und zusätzlich 888 - 755 KWh zu 0,1237€/KWh an Eigenverbrauchsvergütung weg! Macht ca. 35€ pro Jahr weniger Eigenverbrauchsvergütung.
PS. wenn du einen höheren Eigenverbrauch hattest/hast wird das natürlich noch mehr (bzw. weniger an EV Vergütung).
PV Ndh
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Re: Vergütung bei Anlagenerweiterung

Beitragvon Energiesparer51 » 11.04.2018, 16:40

Die "Eigenverbrauchsvergütung" funktioniert ja so, dass man erstmal die volle Einspeisevergütung für die Gesamterzeugung der 2011er Altanlage bekommt und dann den selbst verbrauchten Strom zu 16,38 ct/kWh fiktiv zurückkauft. (falls über 30% EV 12 ct/kWh für den darüber liegenden Anteil).
Der neue Eigenverbrauch wird wie vermutet, etwas höher ausfallen und leistungsanteilig auf beide Anlagen aufgeteilt. D.h es gibt einen Teil aus der neuen Anlage, der im Wert der neuen Einpeisevergütung entpricht (taucht nur steuerlich auf) und einen kleineren nach der Altregelung.

Ich sehe da keine Verschechterung. Steuerlich ist beides unterschiedlich zu behandeln.
Zuletzt geändert von Energiesparer51 am 11.04.2018, 16:54, insgesamt 1-mal geändert.
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