PV-Anlage umziehen

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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PV-Anlage umziehen

Beitragvon Marc-1980 » 16.07.2017, 11:00

Hallo,

ich habe 2013 eine PV-Anlage mit Eigenverbrauch errichtet ca. 8.5KWp . Die PV-Anlage ist auf einem Gebäude errichtet, das auf zwei Grundstücken steht. Die PV-Anlage bedeckt das komplette Dach.

Der Komplette Strom wird in den Stromanschluß von Grundstück A. eingespeißt.
Jetzt baue ich ein Haus auf Grundstück B. und würde die PV-Anlage dann gerne in den Stromanschluß von Grundstück B. einspeisen lassen.

Generell sollte das ja gehen. Die PV-Anlage bleibt wo sie ist nur der Wechselrichter speist in den Stromanschluss des anderen Grundstückes ein.

Könnte es irgendwelche Nachteile für mich geben? Hat die Anlagentechnik Bestandsschutz oder muss etwas nach oder umgerüstet werden? Ich habe einen SMA STP 7000 TL-20 Wechselrichter.

Danke für die Hilfe.

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Re: PV-Anlage umziehen

Beitragvon pflanze » 16.07.2017, 13:50

Nun, um langfristig vorzubeugen würde ich überlegen je Grundstück einen gut dimensionierten Anschluss ans Netz legen.
Wenn aber alles deins ist lass einen Anschluss im HAK enden* und schalte alles zusammen über einen Anschluss.
*Eventuelle Verbindung zur Elektroverteilung/Zählerkasten gleich bauen oder vorsehen.

Was versprichst du dir von der Umverteilung / zwei Anschlüssen?


An gute Verbindung zwischen den Gebäuden denken, Stichwort gemeinsame Heizung, höhere Autarkie, Datenleitungen für Internet und co.
Meine langjährigen Lieferanten: naturstrom (Energie mit Zukunft) * und * EW Schönau.
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Re: PV-Anlage umziehen

Beitragvon alterego » 16.07.2017, 16:15

Du meinst vermutlich zwei Flurstücke, praktisch ist das im Sinne des EEG ein Grundstück.
Grundsätzlich geht das, aber warum baust du nicht einfach eine neue Anlage auf das neue Gebäude (und stellst die Bestandsanlage evtl. auf Volleinspeisung um, wenn du den Strom nicht dort an die zukünftigen Mieter :?: verkaufen willst)?

Nachteile könnten mal deine Erben haben, weil der Bestandsschutz bezüglich EEG-Umlage dann nur am ursprünglichen Standort gilt. Für 20 Jahre greift dann aber die 10kWp-Regel.
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Re: PV-Anlage umziehen

Beitragvon gruennetz » 16.07.2017, 17:57

Grundsätzlich gilt, dass der günstigste Netzverknüpfungspunkt der Hausanachluss des Gebäudes ist, auf dem sich Anlagen bis 30 kW befinden. Wenn nun die Einspeisung auf den neuen HA umgebaut wird, und dort später 30 kW gebaut werden sollen, dann könnte der NB Probleme bekommen. Ebenso, wenn die Immobilien mal unterschiedliche Eigentümer bekommen. Als Netzbetreiber würde ich das ablehnen.

Gruß

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Re: PV-Anlage umziehen

Beitragvon alterego » 17.07.2017, 11:33

gruennetz hat geschrieben: der Hausanachluss des Gebäudes

Nicht ganz im EEG steht:
der Verknüpfungspunkt des Grundstücks mit dem Netz


Da das Grundstück wohl mehrere Verknüpfungspunkte hat/bekommt und die Anlage über mehrere Flurstücke geht, ist das nicht eindeutig und außerdem darf der Betreiber (auf eigene Kosten) einen anderen Verknpfüngspunkt wählen, so lang der geeignet ist.
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