Meldepflicht zum 28.02.

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon redhut » 27.02.2018, 16:54

Hallo,

was genau muss denn bis 28.02. i.S.d. § 71 Nr. 1 EEG gemeldet werden? Gibt es hierfür Musterbriefe?

Ich finde seltsamerweise ziemlich wenig zu diesem Thema über Google. Ist das überflüssig? Oder kennt es nur einfach fast keiner?

Siehe auch https://www.paluka.de/allgemeines/artik ... bruar-2018
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Re: Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon Energiesparer51 » 27.02.2018, 17:10

§ 71 Anlagenbetreiber
Anlagenbetreiber müssen dem Netzbetreiber
1. bis zum 28. Februar eines Jahres alle für die Endabrechnung des jeweils vorangegangenen
Kalenderjahres erforderlichen Daten anlagenscharf zur Verfügung stellen,2. mitteilen, wenn und in welchem Umfang im vorangegangenen Kalenderjahr für
den in der Anlage erzeugten und durch ein Netz durchgeleiteten Strom
a) eine Stromsteuerbefreiung vorgelegen hat, und den Netzbetreiber über entsprechende
Änderungen informieren,
b) Regionalnachweise ausgestellt worden sind, wenn der anzulegende Wert der
Anlage gesetzlich bestimmt ist, und
3. bei Biomasseanlagen die Art und Menge der Einsatzstoffe sowie Angaben zu
Wärmenutzungen und eingesetzten Technologien nach § 39h, § 43 Absatz 2 oder
§ 44b Absatz 2 Satz 1 oder zu dem Anteil eingesetzter Gülle nach § 44Nummer 3
in der für die Nachweisführung nach § 39h Absatz 4, § 44b und § 44c vorgeschriebenen
Weise übermitteln.

§ 74a Letztverbraucher und Eigenversorger
(1) 1Letztverbraucher und Eigenversorger, die Strom verbrauchen, der ihnen nicht
von einem Elektrizitätsversorgungsunternehmen geliefert worden ist, müssen dem
Netzbetreiber, der nach § 61i zur Erhebung der EEG-Umlage berechtigt ist, unverzüglich
folgende Angaben übermitteln:
1. die Angabe, ob und ab wann ein Fall im Sinn des § 61 Absatz 1 Nummer 1 oder
Nummer 2 vorliegt,
2. die installierte Leistung der selbst betriebenen Stromerzeugungsanlagen,
3. die Angabe, ob und auf welcher Grundlage die EEG-Umlage sich verringert oder
entfällt, und
4. Änderungen, die für die Beurteilung, ob die Voraussetzungen eines Entfallens
oder einer Verringerung der EEG-Umlage weiterhin vorliegen, relevant sind oder
sein können, sowie den Zeitpunkt, zu dem die Änderungen eingetreten sind.
2Satz 1 Nummer 1 bis 3 ist nicht anzuwenden, wenn die Angaben bereits übermittelt
worden oder die Tatsachen, die mit den Angaben übermittelt werden sollen, dem
Netzbetreiber bereits offenkundig bekannt sind. 3Satz 1 Nummer 1 bis 3 ist ferner
nicht anzuwenden für die Eigenversorgung mit Strom aus Stromerzeugungsanlagen
mit einer installierten Leistung von höchstens 1 Kilowatt und aus Solaranlagen mit
einer installierten Leistung von höchstens 7 Kilowatt; § 24 Absatz 1 Satz 1 ist entsprechend
anzuwenden.
(2) 1Letztverbraucher und Eigenversorger, die Strom verbrauchen, der ihnen nicht
von einem Elektrizitätsversorgungsunternehmen geliefert worden ist, und die der
Pflicht zur Zahlung der vollen oder anteiligen EEG-Umlage nach § 61 unterliegen,
müssen demNetzbetreiber, der zur Erhebung der EEG-Umlage nach § 61i berechtigt
ist, alle Angaben zur Verfügung stellen, die für die Endabrechnung der EEG-Umlage
nach § 61 für das vorangegangene Kalenderjahr erforderlich sind. 2Dies umfasst
insbesondere die Angabe der umlagepflichtigen Strommengen, wobei, soweit eine
Bilanzierung der Strommengen erfolgt, die Strommengen bilanzkreisscharf mitgeteilt
werden müssen. 3Die Meldung muss bis zum 28. Februar eines Jahres erfolgen.
4Die Frist nach Satz 3 verschiebt sich auf den 31. Mai, wenn der Netzbetreiber
Übertragungsnetzbetreiber ist.
5Ist die selbst betriebene Stromerzeugungsanlage ein Stromspeicher im Sinn des § 61k, sind zusätzlich sämtliche Strommengen im Sinn
des § 61k Absatz 1b Nummer 1 anzugeben.
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Re: Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon redhut » 27.02.2018, 17:12

Die Paragraphen kenne ich durchaus, ich hatte ich oben ja bereits genannt und daher kenne ich auch den Inhalt. Dennoch trotzdem vielen Dank für das Einstellen der Texte, wenngleich sie so natürlich nur schwer lesbar sind.

Die Frage ist aber, ob es Musterbriefe hierfür gibt und wie relevant das überhaupt ist. :?:
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Re: Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon Energiesparer51 » 27.02.2018, 17:15

redhut hat geschrieben:Die Paragraphen kenne ich durchaus, hatte ich oben ja bereits genannt. Die Frage ist aber, ob es Musterbriefe hierfür gibt und wie relevant das überhaupt ist.

Die Sanktionen kannst du auch im EEG nachlesen. Musterbriefe sind mir nicht bekannt. § 74 a hattest du selbst nicht genannt.
Du fängst ziemlich spät an, dir Gedanken zu machen. :?

Wenn der VNB bereits alle n den §§ genannten Informationen hat, z.B. selbst gemessen und bereits abgerechent hat und über Eigenverbrauch (seit wann und wie) informiert ist, ist keine Meldung erforderlich.
Zuletzt geändert von Energiesparer51 am 27.02.2018, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon redhut » 27.02.2018, 17:18

Energiesparer51 hat geschrieben:Die Sanktionen kannst du auch im EEG nachlesen.
Danke, kenne ich natürlich ebenfalls.

Musterbriefe sind mir nicht bekannt.
Das ist schade.

Für ein Problem, das aber Millionen an Betreibern betrifft, ist das aber etwas merkwürdig.

§ 74 a hattest du selbst nicht genannt.
Der betrifft mich zum 28.02. ja auch gar nicht. Sondern zum 31.05. Hier hatte ich letztes Jahr an VNB und ÜNB mehrere Briefe geschrieben als Betreiber und auch als Letztverbraucher und jeweils um Stellungnahme gebeten, es kam aber nie etwas zurück. Daher auch die Überlegung, ob das überhaupt irgendjemanden interessiert, was ich da so schreibe.

Du fängst ziemlich spät an, dir Gedanken zu machen. :?
s.o. und ich wüsste nicht, dass mich bereits jemand im Vorfeld daran erinnert hätte. :?:

Wenn der VNB bereits alle n den §§ genannten Informationen hat, z.B. selbst gemessen und bereits abgerechent hat und über Eigenverbrauch (seit wann und wie) informiert ist, ist keine Meldung erforderlich.
Selbst gemessen heißt 1/4stündige Messung? Und woraus ergibt sich dies, aus dem reinen Gesetzestext jedenfalls nicht.
Zuletzt geändert von redhut am 27.02.2018, 17:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon Energiesparer51 » 27.02.2018, 17:20

Es braucht dich niemand zu erinnern. Du als Anlagenbetreiber bist in der Pflicht.
Tennet als ÜNB hat z.B. ein Meldeportal für EEG-umlagepflichtige Mengen.
Zuletzt geändert von Energiesparer51 am 27.02.2018, 17:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon redhut » 27.02.2018, 17:21

Energiesparer51 hat geschrieben:Es braucht dich niemand zu erinnern. Du als Anlagenbetreiber bist in der Pflicht.
Die versuche ich exakt gerade auch zu erfüllen. Und frage mich dennoch, ob alle Anlagenbetreiber diese Pflicht erfüllen und wie relevant diese Pflicht ist. Und wo es Informationen hierzu gibt außerhalb des Gesetzestextes, denn VNB und ÜNB hat es letztes Jahr null interessiert, was ich denen so schreibe.

Tennet als ÜNB hat z.B. ein Meldeportal für EEG-umlagepflichtige Mengen.
Richtig. Privatnutzer Maierschulze hat aber wohl kaum EEG-umlagepflichtige Mengen zu melden, sondern nur § 71 Nr. 1 EEG zu befolgen. Und er weiß sicherlich zu 99% bis heute nicht wie.

Insofern wären Musterbriefe durchaus sinnvoll.
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Re: Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon Energiesparer51 » 27.02.2018, 17:31

Wenn du im einfachsten Fall formal alles richtig machen willst, teile dem VNB die Mengen aus der von ihm erstellten Abrechnung noch einmal mit. Das ist zwar albern, aber korrekt.
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Re: Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon Red5FS » 27.02.2018, 17:39

Hallo zusammen,

ich habe letztes Jahr mal eine doppelte Meldung zu meinem Abnehmer und dem Übertragungsnetzbetreiber geschickt. Auf mein Schreiben habe ich allerdings von beiden keine Rückantwort erhalten.
Dieses Schreiben als Anhang
MusterMitteilungspflicht2017.docx
(21.82 KiB) 72-mal heruntergeladen


Jährliche schicke ich jetzt einfach folgendes an meinen Abnehmer
MusterAbrechung und EV 2017.docx
(17.14 KiB) 72-mal heruntergeladen


Nach meinem Empfinden kann ich nicht viel mehr machen....
Gruß Red5FS
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Re: Meldepflicht zum 28.02.

Beitragvon Energiesparer51 » 27.02.2018, 17:50

Das mit den Bestandsanlagen hatte ich nach Einführung EEG 2014 einmalig gemeldet. Ansonsten habe ich eine E-Mail geschickt in der ich feststellte, dass alle Informationen offenbar vorliegen, da eine korrekte Abrechnung vom VNB erstellt wurde.
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