Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon JanR » 19.08.2018, 16:45

Hi,

Hast du die Meldung bei der BNA gemacht?


Am Tag der IBN.

IBN wurde vom Anbieter inkl. Übermittlung aller notwendigen Dokumente durchgeführt?


Ja. Sie haben nur vergessen, die von mir geschickte Bestätigung der BNA an den VNB weiterzugeben. Das habe ich dann nach mehrfachem Nachfragen beim VNB erfahren und im Mai (!) nachgeholt.

Zweirichtungszähler wurde beantragt oder ist bereits gesetzt?


Den gab es schon vor der Anlage. Es ist ein Neubau, mein Elektriker hat von Beginn an einen Zweirichtungszähler setzen lassen. Der zeigt auch schon einen Export von über 5 MWh an.

Hierzu hatte sich der VNB im April gemeldet, weil sie den Zähler tauschen wollten. Nachdem ich ihnen obiges gesagt habe und sie das geprüft hatten, war das okay.

VNB hat Kontonummer und Steuernummer vorliegen bzw. bekommt letzteres nachgereicht?


Selbstredend. Beides habe ich ihm in dem Schreiben zur Ablehnung des Einspeisevertrags unter Benutzung seines Formulars mitgeteilt.

Was davon trifft bei dir zu?


Alles :-)

Geld oder wenigstens eine Reaktion gab es trotzdem nicht. Die zuständige Mitarbeiterin ging weder im Juli noch jetzt ans Telefon.

Viele Grüße,

Jan
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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon seppelpeter » 19.08.2018, 16:58

Spieß umdrehen.
Rechnung dem VNB schicken.
Nach 2 Wochen ohne Zahlung (in Verzug ist der VNB aber bereits jetzt) Mahnbescheid hinterher schicken.

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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon cybersoft » 19.08.2018, 17:00

Einschreiben Rückschein mit Fristsetzung an den Geschäftsführer
oder
Rechnung per Einschreiben an den Geschäftsführer senden, der wird sich wundern warum die bei ihm ankommt.
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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon JanR » 19.08.2018, 17:08

Hallo,

ist er denn wirklich in Verzug?

Paragraph 26 EEG sagt:

(1) Auf die zu erwartenden Zahlungen nach § 19 Absatz 1 sind monatlich jeweils zum 15. Kalendertag für den Vormonat Abschläge in angemessenem Umfang zu leisten.
(2) Der Anspruch nach § 19 Absatz 1 wird fällig, sobald und soweit der Anlagenbetreiber seine Pflichten zur Übermittlung von Daten nach § 71 erfüllt hat. Satz 1 ist für den Anspruch auf monatliche Abschläge nach Absatz 1 erst ab März des auf die Inbetriebnahme der Anlage folgenden Jahres anzuwenden.


Ich verstehe das so, dass der Verzug erst eintritt, wenn ich die fraglichen Daten an die BNA übermittelt habe. Diese Daten nach Paragraph 71 kann ich aber erst zum 28.2. 2019 übermitteln, denn meine Anlage ist am 16.3.2018 in Betrieb gegangen. Eine Übermittlung bis Ende Februar 2018 war damit ja nicht möglich.

Wie versteht ihr das? Oder hat das nichts mit dem Anspruch auf die Vergütung an sich zu tun?

Viele Grüße,

Jan
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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon seppelpeter » 19.08.2018, 17:14

Nach EEG sehe ich Ihn im Verzug.
Ich kann aber gerade nicht ausführlich im EEG stöbern.

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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon Energiesparer51 » 19.08.2018, 18:44

JanR hat geschrieben:...

Ich verstehe das so, dass der Verzug erst eintritt, wenn ich die fraglichen Daten an die BNA übermittelt habe. Diese Daten nach Paragraph 71 kann ich aber erst zum 28.2. 2019 übermitteln, denn meine Anlage ist am 16.3.2018 in Betrieb gegangen. Eine Übermittlung bis Ende Februar 2018 war damit ja nicht möglich.

Wie versteht ihr das? Oder hat das nichts mit dem Anspruch auf die Vergütung an sich zu tun?

Viele Grüße,

Jan


Die Meldepflicht nach § 71 betrifft die Daten, die der VNB zur Berechnung der Vergütung benötigt. In der Praxis lieferst du die meist mit Meldung der Zählerstände. Bei der Bundesnetzagentur musst du die Inbetriebnahme und Anlagendaten (künftig Marktstammdatenregister) melden, und zwar unverzüglich. Dies ist Voraussetzung für den Vergütungsanspruch.
Dazu ist auch dies interessant:
https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/votv/2018/14

Auf Abschläge hat man lt. Gesetzestext erst im Folgejahr der Inbetriebnahme Anspruch. Die erste Vergütungszahlung wirst du damit wohl Anfang 2019 nach Meldung der Zäherlstände zum Jahresende erwarten dürfen.
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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon Bento » 19.08.2018, 18:48

JanR hat geschrieben:Paragraph 26 EEG sagt:

(1) Auf die zu erwartenden Zahlungen nach § 19 Absatz 1 sind monatlich jeweils zum 15. Kalendertag für den Vormonat Abschläge in angemessenem Umfang zu leisten.
(2) Der Anspruch nach § 19 Absatz 1 wird fällig, sobald und soweit der Anlagenbetreiber seine Pflichten zur Übermittlung von Daten nach § 71 erfüllt hat. Satz 1 ist für den Anspruch auf monatliche Abschläge nach Absatz 1 erst ab März des auf die Inbetriebnahme der Anlage folgenden Jahres anzuwenden.


Ich verstehe das so, dass der Verzug erst eintritt, wenn ich die fraglichen Daten an die BNA übermittelt habe. Diese Daten nach Paragraph 71 kann ich aber erst zum 28.2. 2019 übermitteln, denn meine Anlage ist am 16.3.2018 in Betrieb gegangen. Eine Übermittlung bis Ende Februar 2018 war damit ja nicht möglich.

Wie versteht ihr das?


Hallo Jan,

ich lese das anders.

Es bedeutet aus meiner Sicht, dass die Fälligkeit der EEG-Zahlung zunächst einmal der 15. des Folgemonats ist. Erstmals im Jahr nach der Inbetriebnahme muss jeder Betreiber Meldungen nach § 71 EEG bis zum 28.Februar durchführen. Sozusagen als Sanktionsmittel für nicht durchgeführte Meldungen muss der VNB dann ab 01.03. nicht mehr automatisch bis zum 15. des Folgemonats zahlen, sondern erst dann wieder, wenn die Meldungen vorgenommen wurden.
Nur das erscheint mir logisch.

Ich an deiner Stelle hätte schon längst aktiv Rechnungen erstellt. Du hast alle Daten, die du dafür benötigst. Warum wartest du auf die Gutschriften des VNB?

Ich hatte das auch schon zweimal machen "müssen", weil Gutschriften ausblieben und jedesmal kam kurz danach die Gutschrift. Die VNBs wollen verständlicherweise mit aller Kraft vermeiden, dass Zahlungsflüsse abweichend von ihrem System erfolgen müssen. Das bedeutet Aufwand. Letztendlich kannst du sie aber nur mit aktiven Rechnungen unter Druck setzen, denn dann entsteht sehr schnell eine Zinsforderung mit den möglichen Konsequenzen.

Und eine Rechnung darf man auch durchaus- wie bereits gesagt - an den Geschäftsführer adressieren. :wink:
Viele Grüße
Bento

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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon Bento » 19.08.2018, 18:53

Energiesparer51 hat geschrieben:Auf Abschläge hat man lt. Gesetzestext erst im Folgejahr der Inbetriebnahme Anspruch.

Wo steht das?
Das sehe ich komplett anders und es würde mich auch wundern, dass der Gesetzgeber den VNBs erlaubt u.U. erst mehr als ein Jahr nach Leistungserbringung zu zahlen.
Viele Grüße
Bento

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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon alterego » 19.08.2018, 19:34

Im ersten Jahr kann man ja noch gar nichts fürs Vorjahr gemeldet haben, bzw. es ist logisch, daß das Null war.
Die Regelung, daß spätestens zum 15. des Folgemonats auf jeden Fall Abschläge zu zahlen sind, wurde ja extra aufgenommen, weil manch VNB sich mit irgendwelchen vorgeschobenen Begründungen da viel Zeit genehmigt hat.
Falls der VNB Zwischenablesungen online ermöglicht, könnte man das mal probieren ob die dann merken, daß da was nicht paßt. Rein praktisch sehe ich auch Verzug als gegeben und man könnte sofort einen Mahnbescheid beantragen.

Ich befürchte, daß der Zähler gar nicht als Zweirichtung ins System eingetragen ist, was man bei der Onlinemeldung erkennen könnte, weil das Register 2.8.x (vermutlich x=0) nicht "meldbar" ist. Aber das wurde nach Angabe des TS ja schon geklärt.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Kopplung Einspeisevertrag mit Messstellenbetrieb

Beitragvon JanR » 19.08.2018, 19:48

Hi,

Es bedeutet aus meiner Sicht, dass die Fälligkeit der EEG-Zahlung zunächst einmal der 15. des Folgemonats ist. Erstmals im Jahr nach der Inbetriebnahme muss jeder Betreiber Meldungen nach § 71 EEG bis zum 28.Februar durchführen. Sozusagen als Sanktionsmittel für nicht durchgeführte Meldungen muss der VNB dann ab 01.03. nicht mehr automatisch bis zum 15. des Folgemonats zahlen, sondern erst dann wieder, wenn die Meldungen vorgenommen wurden.
Nur das erscheint mir logisch.


Stimmt, so kann man das auch lesen. Na dann...

Falls der VNB Zwischenablesungen online ermöglicht,


Tut er nicht bzw. ich habe (noch?) keinen Zugang zu einem entsprechenden Interface. Ich kann nur über den Stromversorger (gehört zum gleichen Konzern wie der VNB) Zählerstände von 1.8.0, also Bezug, eintragen.

Ich befürchte, daß der Zähler gar nicht als Zweirichtung ins System eingetragen ist, was man bei der Onlinemeldung erkennen könnte, weil das Register 2.8.x (vermutlich x=0) nicht "meldbar" ist. Aber das wurde nach Angabe des TS ja schon geklärt.


x=0 :-)

Geklärt wurde, dass kein Zähler nachgerüstet werden muss, weil schon vorhanden. Wie der jetzt in der Datenbank steht, weiss ich nicht.

Ich werde der zuständigen Person mal ein nettes Schreiben schicken und darauf hinweisen, dass bei Nichtreaktion eine Mahnung an den Geschäftsführer folgt. Ich wollte nur vorher klären, wie der Paragraph zu verstehen ist :-)

Zu den Verzugszinsen steht ja auch was im EEG - damit kann man ja auch mal drohen.

Viele Grüße,

Jan
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