Fragen zu Formularen der Stadtwerken und FA

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Fragen zu Formularen der Stadtwerken und FA

Beitragvon BiTurbo195 » 12.07.2018, 14:04

Hallo,

seit dem 5.7.2018 ist meine Anlage nun am Netz.
An besagtem Tage wurde die Anlage mit 6,6kWp Final fertiggestellt und die Stadtwerke haben mir einen Zweirichtungszähler eingebaut.
Ich habe mich extra gegen eine Anlage über 7kWp Entschieden um keinen teuren Smart Meter zu bekommen.

Nun habe ich heute Post von den Stadtwerken bekommen wegen der Einspeisung und verstehe das alles nicht. Ich dachte ich bekomme ein Formular in dem ich meine Kontodaten hinterlege auf welches mir dann die Stadtwerke das Geld überweisen nachdem ich (jeden Monat) gemeldet habe wieviel Strom ich eingespeist habe, solch eines ist auch dabei.
So wie ich das Dokument verstehe will nun die Stadtwerke mir das Geld überweisen anhand vorher berechneten Werten und im Einmal im Jahr dann eine Abschlussrechnung erstellen - Soll mir auch recht sein.
Alles schön und gut aber auf Seite 2 Stehen Kosten wie Lastgangszählung Mittelspannung (980€ pro Jahr) und Lastgangszählung Niederspannung (540€ pro Jahr) plus Erneuerungszähler für Anlagen >40kWp (14,00€).
Diese Seite habe ich am Bild mal anhängt.

Wie darf ich das denn verstehen? Wenn ich den Stadtwerken schlappe 1520€ pro Jahr überweise dann erstellen die alles für mich (wozu man laut Forum hier pro Monat nur 5 Minuten benötigt) oder wofür sollen die 1520€ sein? die 14€ Zähler verstehe ich ja noch, aber den Rest? Unterm Strich würde ich ja ein fettes Minus machen. Unsere Stromkosten vor der Solaranlage waren 1000€. Nun sollen wir 1500€ pro Jahr plus die Kosten der Solaranlage tragen? Kann doch irgendwie nicht sein.
Diese immens hohen Kosten machen doch jede Solaranlage zu einem Groschengrab anstatt zu etwas tollen Wirschaftlichen woran man sich erfreuen kann.

Sehe ich hier irgendwas falsch?
Was soll ich tun? Beim überfliegen hier im Forum lese ich immer davon diese Verträge nicht unterschrieben soll. Ist das genau solch ein Vertrag?
Ich will doch nur in ruhe gelassen werden, meine 12,2 Cent pro kW in Rechnug stellen/bekommen und das dem Finanzamt melden.
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Re: Vertrag lässt Anlage zum Minusgeschäft werden?

Beitragvon TT1958 » 12.07.2018, 14:11

Hallo BiTurbo195

Dich betrifft doch nur die Erzeugungszählung für Anlagen > 40 KWP.

Hast Du den Vertrag genau durchgelesen ?
mir wollte man damals bei dieser Gelegenheit fast einen neuen Hausanschluß andrehen !


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Re: Vertrag lässt Anlage zum Minusgeschäft werden?

Beitragvon Bastel » 12.07.2018, 14:33

Die drei Zählervarianten betreffen dich alle nicht, da weder Lastgangmessung noch Erzeugungsanlage > 40 kWp. Und einen separaten Einspeisevertrag mit den Stadtwerken brauchst du auch nicht, weil alles Notwendige schon per EEG geregelt ist. Es muss lediglich ein Zweirichtungszähler verbaut worden sein (da ich mal stark annehme, dass es sich um Überschusseinspeisung handelt). Das müsste mit der Anmeldung durch den inbetriebnehmenden Elektriker schon erledigt worden sein...
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Re: Vertrag lässt Anlage zum Minusgeschäft werden?

Beitragvon BiTurbo195 » 12.07.2018, 14:37

Hallo TT1950,

in Ruhe habe ich den Vertrag noch nicht komplett gelesen, wir sind eben erst Einkaufen gefahren und heute Abend lese ich alles nochmal auf der Couch in Ruhe, sind insgesamt 16 Seiten. Ich war nur erstmal total verdutzt und wollte hier erstmal nachfragen was es damit auf sich hat.
Ich hoffe du hast Recht mit deiner Vermutung, :danke: aber warum sollten die das dann hier Auflisten?

Ein neuen Hausanschluss? :shock: :lol: Dinger gibt´s.
Aber genau deshalb wollte ich hier lieber erstmal Nachfragen. :)

mfG
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Re: Vertrag lässt Anlage zum Minusgeschäft werden?

Beitragvon TT1958 » 12.07.2018, 14:47

Hallo,

bei mir war es so gewesen, da ich einen Freileitungsanschluß habe, wollte man mich dazu verdonnern anstatt der 4 einzelnen Leiter ein ummantelte Kabel für ca. 900 € verlegen zu lassen.


m.f.G.

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Re: Vertrag lässt Anlage zum Minusgeschäft werden?

Beitragvon BiTurbo195 » 12.07.2018, 16:03

So ich habe eben noch jemand bei den Stadtwerken erreicht. Das Formular / Anschreiben ist ein Standardformular gewesen. Für mich trifft das alles zum Glück nicht zu würde mir telefonisch bestätigt. Sprich es entstehen für mich keine der 3 aufgelisteten Kosten.
Puh was ein Glück, denn im Moment habe ich echt das Pech gepachtet. Wenn die Anlage dann noch so ein Finanzielles Desaster geworden wäre wäre ich glaub tot umgefallen :)

Danke für die Rückmeldungen.
:danke:
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Re: Vertrag lässt Anlage zum Minusgeschäft werden?

Beitragvon Mattn » 13.07.2018, 07:31

nur mal so...einen Vertrag mit den Stadtwerken musst du eh nicht abschließen und solltes es auch am besten nicht.
Anlage1 von 2006
83 x Sanyo HIP-215 NHE 5 / 3x SMA SB 5000, 1x SMA SB 2100
Leistung: 17,845 KWp mit Volleinspeisung

Anlage2 von 2011
36 x Aleo S19 245W / 1x SMA Tripower 8000TL-10
Leistung: 8,82KWp seit Aug 2014 Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung
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Re: Vertrag lässt Anlage zum Minusgeschäft werden?

Beitragvon cybersoft » 13.07.2018, 09:39

uns immer erst mal ganz lesen, VERSTEHEN und dann solche threads eröffnen. Der Titel ist ja nun mehr als irreführend.
22.05.2012: CyberSoft1 im Sunny Portal; 100 % Eigenverbrauch (Jahresbetrachtung) [Belgien]
25.02.2016: CyberSoft2 im Sunny Portal; 100 % Eigenverbrauch (Jahresbetrachtung) [Niederlande]
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Re: Vertrag lässt Anlage zum Minusgeschäft werden?

Beitragvon BiTurbo195 » 16.07.2018, 20:05

Mattn hat geschrieben:nur mal so...einen Vertrag mit den Stadtwerken musst du eh nicht abschließen und solltes es auch am besten nicht.

Ja das lese ich hier des öfteren. Kannst du mir sagen warum man es nicht sollte?

Von den Stadtwerken habe ich Dokumente / Formulare bekommen mit dem Titel:
"Vergütung für Strom aus solarer Strahlungsenergie, Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017"

Am Ende steht auch, dass laut EEG keine gesetzliche Notwendigkeit besteht einen Einspeisevertrag abzuschließen. Die Stadtwerke werden den eingespeisten Strom nach EEG vergüten.
Ich lese in dem Vertrag nur heraus das die mir die 12,2 Cent überweisen wollen (Abschläge anhand der prognostizierten Einspeisemenge) und gut ist. Keine weiteren Klauseln. Ich muss lediglich zum 31.12 den Zählerstand mitteilen damit die Stadtwerke eine Abschlussrechnung erstellen können.
Lediglich möchten die Stadtwerke bei mir noch die Verfahrensweise hinsichtlich der Auszahlung der Umsatzsteuer wissen. Hier habe ich 5 Möglichkeiten zur Auswahl.

1.) Hiermit erkläre ich das ich Unternehmer gem §2 Abs 1 UstG bin. Die Besteuerung der Umsätze erfolgt nach der Regelbesteuerung gem § 12 UstG.
2.) Hiermit erkläre ich das ich kein Unternehmer gem §2 Abs 1 UstG bin, bzw. das ich Kleinunternehmer gemäß § 19 Abs.1 UStG bin. D.h. keine Umsatzsteuer-Auszahlung.
3.) Hiermit erkläre ich das ich Kleinunternehmer gem §19 Abs 1 UstG bin, ich jedoch freiwillig für die Umsatzsteuer optimieren (Bindungsfrist 5 Jahre). D.H. die Besteuerung der Umsätze erfolgt nach der Regelbesteuerung gemäß § 12 UStG.
4.) Wir sind Körperschaft öffentlichesn Rests (z.b. Gemeinden)........
5.) Ich bestätige Ihnene, dass ich Wiederverkäufer von Strom im Sinne des § 3g UStG bin......

Hier bin ich mir noch nicht sicher was ich hier ankreuzen muss und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Ich vermute ich muss Variante 1 ankreuzen, oder? Irgendwo habe ich mal gehört man solle auf die Kleinunternehmerregelung verzichten und die Regelbesteuerung wählen. Das ist das doch oder?
Letztendlich will ich doch nur die MwSt. aus dem Anlagenkauf zurück bekommen und jeden Monat die Vorsteuermeldung beim Finanzamt abgeben (für die ersten 2 Jahre ist das ja nur nötig und dann wird es weniger).

Zusätzlich soll ich noch angeben ob Betreiber und Letztverbraucher identisch ist und ob ich mehr als 10000 kWh pro Jahr Einspeise.
Mehr steht in dem Vertrag nicht drin.

Ich size grade vor den Formularen für das Finanzamt. Die wollen logischerweise die Rechnung der Anlage haben UND einen Netzanschlussvertrag / Einspeisezusage / Mitteilung über Einspeisevergütung mitgeschickt haben.
Wenn ich keinen Unterschreibe kann ich ja auch keinen Mitschicken. Irgendwo habe ich mal gelesen das man dies auch gar nicht dem Finanzamt vorlegen müsste, ist das so?

Sorry jetzt ist es doch etwas mehr geworden was ich hier geschrieben habe.
Es wäre ich super wenn jemand mich hier unterstützten könnte indem die offenen Punkte hier geklärt werden können, damit ich nichts falsch ausfülle.
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Re: Vertrag lässt Anlage zum Minusgeschäft werden?

Beitragvon BiTurbo195 » 16.07.2018, 20:46

cybersoft hat geschrieben:uns immer erst mal ganz lesen, VERSTEHEN und dann solche threads eröffnen. Der Titel ist ja nun mehr als irreführend.


Titel habe ich anpassen lassen ;-)
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