Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Beitragvon Chris1977 » 13.08.2018, 20:37

Hallo

In zwei Wochen lassen wir unsere PV-Anlage mit 9,92 kwp installieren. Jetzt sind wir vorab schon mal Infos am einholen ob wir einen Einspeisevertrag mit dem Netzbetreiber machen sollen oder eher nicht.
Hab mal gelesen, dass man bei diesen Verträgen i.d.R. immer schlechter gestellt ist als mit dem EEG-Gesetz, das anscheinend vollkommen ausreichend sein soll. Auf der anderen Seite sperren sich dann aber anscheinend oft die Netzbetreiber mit der Inbetriebnahme und zwingen einen dann anscheinend fast dazu solche individuellen Verträge abzuschließen.
Vielleicht kann man aber auch den vorgelegten Einspeisevertrag von einem Anwalt prüfen lassen, der einem dann sagen kann, ob der Einspeisevertrag von Nachteil wäre.
Bei uns wäre das die bn-Netze ( Baden Netze ) in Freiburg. Hat jemand mit denen schon Erfahrungen gemacht ?

Was meint ihr, wie sollte man vorgehen ?

Gruss
Chris
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Re: Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Beitragvon Mastermind1 » 13.08.2018, 20:57

Ein zusätzlicher Vertrag bringt keinerlei Vorteile.

Jegliche Überlegungen den Vertrag anzuschauen, prüfen zu lassen usw... sind Zeitverschwendung und beim Rechtsanwalt sogar noch Geldverschwendung.

Spar dir die Zeit, und lass den Vertrag bleiben...

Unsere Netze Bw (EnBW) hat mir auch einen Vertrag zukommen lassen
Ich hab diesen dankend abgelehnt und auf das EEG verwiesen... War überhaupt kein Problem. Wurde anstandslos akzeptiert da der.VNB keinerlei Handhabe hat sich über geltendes gesetz hinwegzusetzen.
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Re: Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Beitragvon Mattn » 13.08.2018, 21:01

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Nein danke sagen und glücklich sein.
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Re: Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Beitragvon LumpiStefan » 13.08.2018, 21:06

Chris1977 hat geschrieben:Auf der anderen Seite sperren sich dann aber anscheinend oft die Netzbetreiber mit der Inbetriebnahme und zwingen einen dann anscheinend fast dazu solche individuellen Verträge abzuschließen.

Das ist so auch nicht korrekt.
Wie schon geschrieben ist es nicht notwendig irgendwelche Verträge zu unterschreiben, da alles im EEG geregelt ist. Natürlich muss man erforderliche Unterlagen bereitstellen.

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Re: Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Beitragvon jodl » 13.08.2018, 21:14

Chris1977 hat geschrieben:Vielleicht kann man aber auch den vorgelegten Einspeisevertrag von einem Anwalt prüfen lassen, der einem dann sagen kann, ob der Einspeisevertrag von Nachteil wäre.

ja sicher kann man das.
Man kann sich auch ein Loch ins Knie bohren und heiße Milch reingießen.
Hat zudem noch den Vorteil daß es nix kostet.

zur Inbetriebnahme brauchst du den Netzbetreiber nicht. Den Schalter kannst du auch selbst umlegen.
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Re: Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Beitragvon wschmeiser » 13.08.2018, 21:43

jodl hat geschrieben:
Chris1977 hat geschrieben:Vielleicht kann man aber auch den vorgelegten Einspeisevertrag von einem Anwalt prüfen lassen, der einem dann sagen kann, ob der Einspeisevertrag von Nachteil wäre.

ja sicher kann man das.
Man kann sich auch ein Loch ins Knie bohren und heiße Milch reingießen.
Hat zudem noch den Vorteil daß es nix kostet.

zur Inbetriebnahme brauchst du den Netzbetreiber nicht. Den Schalter kannst du auch selbst umlegen.


Die Inbetriebnahme macht der Solateur ..... abgesehen zur Festschreibung der Einspeisevergütung, ist sie ziemlich bedeutungslos.

Entscheidend ist das Setzen des Zählers und dazu braucht er den Elektriker und Netzbetreiber. Erst ab Setzen des Zählers erhält die Einspeisevergütung.

Und zum Einspeisevertrag würde ich mich gegenüber dem Netzbetreiber gar nicht äußern oder ggfs. in der From, dass man nach Setzen des Zählers den Vertrag prüfen wird ....... und das war es dann auch. Aber erst einmal muss der Zähler gesetzt sein, d.h. der Netzbetreiber seine gesetzlichen Pflichten erfüllt haben.
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Re: Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Beitragvon Chris1977 » 13.08.2018, 21:54

Okay, gut zu wissen. Also das Setzen des Zweirichtungszählers ist er gesetzlich verpflchtet. Nur halt nicht, wann ?
Der neue Zählerschrank der bei uns notwendig ist, macht ja der Solateur.
Ich hab nur gehört, dass manche Details wie Zahlungsmodalitäten genauer bei einem seperaten Einspeisevertrag geregelt ist.
Aber ich denke auch, dass die EEG dafür vollkommen ausreichend ist.
Vielen Dank für die Infos.

Gruss
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Re: Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Beitragvon PV tut Not » 13.08.2018, 22:00

Ich habe einen "Vertrag" in dem Sinne, daß ich einen monatlichen Abschlag bekomme.
Am Jahresende wird auf den Zählerstand geguckt und entsprechend abgerechnet.

Im Prinzip genauso wie bei meinem monatlichen Abschlag für Strombezug und Wasser in umgekehrter Richtung.
Ist absolut transparent und nachvollziehbar.
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Re: Einspeisevertrag unter Umständen empfehlenswert ?

Beitragvon Energiesparer51 » 13.08.2018, 22:06

Es gibt auch keinen Grund Zahlungsmodalitäten vertraglich zu regeln. Außer der Angabe einer Kontonummer.
§ 26 Abschläge und Fälligkeit
(1) Auf die zu erwartenden Zahlungen nach § 19 Absatz 1 sind monatlich jeweils
zum 15. Kalendertag für den Vormonat Abschläge in angemessenem Umfang zu
leisten.
(2) 1Der Anspruch nach § 19 Absatz 1 wird fällig, sobald und soweit der Anlagenbetreiber
seine Pflichten zur Übermittlung von Daten nach § 71 erfüllt hat. 2Satz 1
ist für den Anspruch auf monatliche Abschläge nach Absatz 1 erst ab März des auf
die Inbetriebnahme der Anlage folgenden Jahres anzuwenden.
§ 27 Aufrechnung
(1) Die Aufrechnung von Ansprüchen des Anlagenbetreibers nach § 19 Absatz 1
mit einer Forderung des Netzbetreibers ist nur zulässig, soweit die Forderung unbestritten
oder rechtskräftig festgestellt ist.
(2) Das Aufrechnungsverbot des § 23 Absatz 3 der Niederspannungsanschlussverordnung
ist nicht anzuwenden, wenn mit Ansprüchen aus diesem Gesetz aufgerechnet
wird.


Achte lieber darauf, dass du alle Vorgaben (Meldepflichten) einhältst, die den Vergütungsanspruch gefährden könnten.
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