EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon gruennisch » 13.11.2017, 10:11

Hallo

Ich betreibe seit 8.9.2011 eine 16,32 kwp Solaranlage OST/WEST von Solarworld
und bekomme seitdem den Eigenverbrauch Vergütet.
Als 2016 mein großer 8000 SMA Wechselrichter 2016 defekt war und die Garantie abgelaufen
haben ich ihn durch ein E3DC S10 AIO 13,8kwh ersetzt.
Nun habe ich einen Brief von VNB wegen der Änderung der Meldepflicht ab 1.1.2018 erhalten indem ich nochmal bestätigen muss das ich mich nur selber Versorge und darauf hingewiesen werde das ab 2018 alle Änderungen an der Anlage zum
Verlust der EEG-Vergütung führen.
Weiterhin werde ich drauf Hingewiesen das ich Speichersysteme die ab dem 1.8.2014 zugebaut wurden zu melden habe.
Als das S10 im Juni 2016 errichtet wurde gab es diese Formulare für eine Speichersystem garnicht.
Bei einem Telfonat mit der Einspeise/EEG Abteilung des VNB wegen der veringerten Vergütung wusste der
Mitarbeiter garnicht was ein E3DC HAuskraftwerk ist. Auch mein Solarteur meinte es muss nichts gemeldet werden.
Wenn ich das jetzt mache droht mir da ein Verlust der Vergütung oder muss ich EE-Umlage zahlen.
Da die Anlage vor 2014 schon mit Eigenverbrauch betrieben wurde ist sie ja eigentlich von der EE-Umlage befreit.

DAnke
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Re: EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon RegstrFL » 13.11.2017, 11:05

Den Hinweis, dass Sie die Änderung der Meldepflicht wahrgenommen haben - da hätte ich jetzt kein Problem damit.

Eine Unterschrift geben, würde ich aber nur, wenn vorher der Pasus mit dem Verlust der Einspeisevergütung bei Änderungen an der Anlage, von mir durchgestrichen (also nicht akzeptiert), wäre...

Ob es zulässig ist, nachträglich die anteilige EEG-Umlage auf den EV zu erheben, kann ich nicht beurteilen.

EDIT: wenn du es durchgestrichen und Unterschrieben zurückschicken solltest, würde ich noch mal eine Sicherheitskopie behalten.
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Re: EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon alterego » 13.11.2017, 11:51

Welche Leistung (nicht Kapazität) hat der Speicher?
Der Solarteur hat den ja vermutlich beim VNB angemeldet, sonst wäre das Schreiben nicht gekomen.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon gruennisch » 13.11.2017, 12:31

Hallo

Also der E3DC Speicher hat ein 12kw Wechselrichter für die Westseite.
Es sind 9,12Kwp angeschlossen. Vorher war dort der 8000 Sma Wechselrichter dran.
Der Batteriewechselrichter lädt/entlädt maximal mit 2920Watt.

Die Information mit dem Wegfall der EEG-Umlage bei Änderung der Anlage steht auf einem gesonderten Infoblatt.
Das Blatt was ich Unterschreiben muss enthält 2 Fragen die ich ankreuzen muss.
Einmal ob meine Anlage vor oder nach dem 01.09.2011 inbetriegestzt wurde und die zweite
ob ich mich selber oder auch dritte Versorge und ob das in einem Rahmen von 4,5km vom Produktionstandort geschieht oder direkt am Standort.

Ich habe nätürlich angekreutz das die Anlage nach dem 01.09.2011 inbetrieb ging und ich mich am Standort selber versorge und keine dritten.Unterschrieben habe ich noch nichts.

Was mache ich jetzt am besten?
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Re: EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon alterego » 13.11.2017, 13:03

Aua, das hätte der Solateur wissen und dich darauf hinweisen können :roll:

Meine Sicht der Dinge.
Du hast eine umlagebefreite Bestandsanlage aus 2011, so weit so gut.
Du hast eine weitere Anlage mit 12kW (den Speicher), die nach dem 1.8.2014 errichtet wurde und dafür fällt 40% EEG-Umlage an. Für die gibt es im EEG2017 umfangreiche Regelungen, mit denen ich mich noch nicht beschäftigt habe, weil man Speicher tunlichst unter 10kW macht, damit sie unter die de-minimis-Regelung fallen. Am Speicher wirst du wahrscheinlich noch einen (geeichten und in Zukunft einen dem MsbG entsprechenden) Zähler bruachen, as bei DC-Kopplung aber wohl rein technisch nicht geht. Schau dich mal bei der Clearingstelle um und/oder frag da nach, das bekommst du alleine mit dem VNB eher nciht geregelt, das ist kompliziert. Auch hier im Forum habe ich noch nichts konkretes dazu gelesen, aber ich lese auch nicht alles.

Zu den aktuellen (keine Ahnung wie das letztes Jahr war) Registrierungspflichten https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/DatenaustauschundMonitoring/MaStR/RegistrEEGAnlagen/RegistrEEGAnlagen_node.html
Was da am 1.1.2018 in Kraft tritt, weiß ich gerade nicht, das gilt schon seit 1.7.2017. Das Merkblatt ist Teil der Umstellung vom Anlagenregister aufs Marktstammdatenregister, das werden alle Betreiber spätestens mit der Jahresabrechung bekommen.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon gruennisch » 13.11.2017, 13:58

Noch genaueres zur Anlage:
Es wurde 2011 zuerst die Westseite 9,12kwp 2011 installiert und dann habe ich mich direkt entschlossen auch noch die Ostseite zu Erweitern mit 7,2kwp.Da die Anlagen innerhalb von 1 Monat gebaut wurden sind sie als 1 Anlage zusammengefasst.
Für Ostseite wurde ein SMA 4kw 3Phasiger WR und ein 2,5kw 1 Phasiger Wechselrichter gebaut.
Für die Westseite der besagt 8000 SMA der letztes Jahr defekt war.
Beide WR wurden damals überbelegt ~20% da sie ja nur bei Vollast am effektivsten arbeiten.
Jetzt ist es für die Westseite der 12KW des Speicher da gibt es auch keinen anderen und laut E3DC arbeitet der auch
bei unterbelegung Effektiv wenn man die nötige Stringspannung von etwa 600V beachtet.

So die alten Wechselrichter der Ostanlage sind immernoch in Betrieb und AC Seitig an den Speicher mitangebunden als sogenannte externe Quelle.
Es kann doch nicht sein das jedes Wechseln des WR als neu installierte Anlage gewertet wird.
Die Westseite an dem der WR des Speichers hängt hat unter 10kwp und bis dato heute 7880Kw in diesem Jahr produziert.
Die de minimus Regelung kann doch da garnicht greifen.

Ich werde diesbezüglich nochmal mit dem Solateur telefonieren den der hat das letztes Jahr extra so installiert das der Gesamte produzierte Strom über einen Produktionzähler läuft um den Eigenverbrauch zu messen wegen der Vergütung.

Als letztes Jahr wegen dem höheren Eigenverbrauch dann am Jahresende Geld von mir zurückbezahlt werden musste hat der VNB den höheren Eigenverauch dann natürlich bemerkt und ich wurden von der Abteilung EGG angerufen.
Ich habe nätürlich gesagt das der Grund mein neues Hauskraftwerk ist . Er kannte sowas nicht und für ihn war es OK.

Das wäre jawohl der Hammer wenn ich deshalb mein Vergütung gestrichen bekomme.
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Re: EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon MBIKER_SURFER » 13.11.2017, 14:14

gruennisch hat geschrieben:Weiterhin werde ich drauf Hingewiesen das ich Speichersysteme die ab dem 1.8.2014 zugebaut wurden zu melden habe.
Gruennisch


Natürlich - auch wenn manche Speicherbetreiber hier im Forum das nicht wahrhaben wollen.

Außerdem wirst Du die EEG Umlagebefreiung ziemlich sicher verlieren :oops:

Gruß
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Re: EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon gruennisch » 13.11.2017, 14:59

@MBiker_Surfer

Nur die Umlagebefreiung oder auch die Vergütung?
gruennisch
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Re: EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon gruennisch » 13.11.2017, 15:19

Folgendes habe ich bei der EEG Clearingstelle gefunden:

Muss bei Speichern, die ab dem 1. August 2014 zu Bestandsanlagen hinzugebaut werden, der eingespeicherte und der ausgespeicherte Strom messtechnisch erfasst werden ?
Häufige Frage – Schlagworte: EEG-Umlage/Ausgleichsmechanismus · Bundesweiter Ausgleich · EEG-Umlage für Eigenversorger · Messung/Messeinrichtung · Netzanbindung · Speicher · Stromspeicher · Batteriespeicher
erstellt am:
08.09.2015
Textfassung vom:
10.10.2017
zuletzt geprüft am:
10.10.2017
Gesetzesbezug:

EEG 2014 § 61
AusglMechV
EEG 2017 § 61
EEG 2017 § 61a
EEG 2017 §§ 61c bis f
EEG 2017 § 61k
EEG 2017 §§ 60, 60a

Unter bestimmten Umständen ja.

Seit dem Inkrafttreten des EEG 2014 unterliegt jede Lieferung von Strom an Dritte gemäß § 60 EEG 2014/EEG 2017 der EEG-Umlage. Ausnahmen davon werden lediglich im Rahmen der Eigenversorgung, u.a. für bestimmte Bestandsanlagen und für bestimmte Kleinanlagen gewährt (§ 61 EEG 2014/ § 61a-e EEG 2017).

Die EEG-Umlagepflicht betrifft dabei grundsätzlich auch Speicher in ihrer Eigenschaft als Stromerzeugungsanlagen.

Da sowohl das Einspeichern von Strom als auch das Ausspeichern und anschließende Verbrauchen beispielsweise im Haushalt einen Letzverbrauch i.S.d. EEG darstellen, konnte es unter dem EEG 2014 unter bestimmten Umständen dazu kommen, dass eine »doppelte EEG-Umlage« anfiel, also für das Einspeichern und für das Ausspeichern mit anschließendem Verbrauch. In diesen Fällen war schon unter dem EEG 2014 die messtechnische Erfassung des ein- und ausgespeicherten Stroms erforderlich (zu PV-Konzepten mit Speichersystemen auch Abschnitt 5.4 der Empfehlung 2014/31 der Clearingstelle EEG).

Eine Ausnahme davon galt jedenfalls dann, wenn sowohl für die Primärerzeugungsanlage als auch für den Speicher die EEG-Umlagepflicht nicht bestand.

Mit Inkrafttreten des EEG 2017 wurde in § 61k EEG 2017 eine Regelung zur EEG-Umlagepflicht unter Einsatz von Speichern eingeführt. Ziel ist es, eine Doppelbelastung mit der EEG-Umlage von Stromspeichern gänzlich zu vermeiden, die in bestimmten Fällen dadurch entsteht, dass die Einspeicherung als Letztverbrauch des Speichers und die Ausspeicherung als Stromerzeugung des Speichers bewertet wird. Mit der Neuregelung soll grundsätzlich die EEG-Umlagepflicht für die Einspeicherung in dem Umfang entfallen, in dem nach dem Ausspeichern EEG-Umlage entrichtet wird. Wird daher für den ausgespeicherten Strom EEG-Umlage gezahlt, so reduziert sich im Grundsatz die für den eingespeicherten Strom zu zahlenden EEG-Umlage um diesen Betrag. Voraussetzung ist jedoch dabei auch, dass die in § 61k Absatz 1b EEG 2017 formulierten messtechnischen Anforderungen eingehalten werden. Des Weiteren müssen die Meldepflichten eingehalten werden (vgl. § 61k Absatz 1b Satz 1 Nummer 2 in Verbindung mit Absatz 4 EEG 2017).

Zur Umsetzung des §61k EEG 2017 hat die Clearingstelle EEG das Empfehlungsverfahren 2017/29 eingeleitet
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Re: EEG-Umlage Speichernachrüstung PV von 2011

Beitragvon gruennisch » 13.11.2017, 15:20

Wichtig ist dabei

Ausnahmen davon werden lediglich im Rahmen der Eigenversorgung, u.a. für bestimmte Bestandsanlagen


Eine Ausnahme davon galt jedenfalls dann, wenn sowohl für die Primärerzeugungsanlage als auch für den Speicher die EEG-Umlagepflicht nicht bestand.
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