EEG Umlage bei Zweitanlage

Diskussion über das EEG sowie Verträge mit Energieversorger

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Re: EEG Umlage bei Zweitanlage

Beitragvon alterego » 07.09.2018, 16:58

Weil das halt mal im EEG steht, beachte dazu auch die Übergangsvorschriften, nach denen das EEG2012 (noch genauer nach EEG2017 das EEG2014 aber dort steht das selbe bezüglich EEG2012, auch in den Übergangsvorschriften) in dem Fall weiter gilt.

OT: @buergersolar: du warst wirklich lange nicht im Thema, wenn du die ganze "MIM-Zeit" nicht mitbekommen hast. Ex post muß man das auch nciht wissen, wenn man keine Anlage hat, die drunter fällt, weil das eine Sackgasse im EEG war und mehr oder weniger im EEG2014 durch die verpflichtende Direktvermarktung für größere Anlagen abgelöst wurde.
OT2: ettliche VNB fordern ja gerne mal getrennte Messung sobald sie IBN 4/12 bis 7/14 lesen, übersehen dann aber, daß bis 10kWp MIM eben nicht gilt
Zuletzt geändert von alterego am 07.09.2018, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: EEG Umlage bei Zweitanlage

Beitragvon jodl » 07.09.2018, 17:01

so bitte, extra für @bürgersolar, dessen Google anscheinend kaputt ist:

https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/beitrag/2411
hat geschrieben:Eine Ausnahme von der Anwendungsmöglichkeit der gemeinsamen Messeinrichtung gilt lediglich für mehrere PV-Anlagen, die nur zum Teil dem Marktintegrationsmodell unterfallen. In diesen Fällen verstößt die Aufteilung eines Messwertes entsprechend der jeweiligen Anlagenleistung gemäß § 19 Abs. 2 EEG 2009/2012 gegen § 33 Abs. 4 EEG 2012. In der Folge verringert sich der Vergütungsanspruch bis zum Ablauf des ersten Kalendermonats, der auf die Beendigung des Verstoßes folgt, für den gesamten Strom, der über die gemeinsame Messeinrichtung abgerechnet wird, auf den Marktwert „MWSolar(a) “ .




https://dejure.org/gesetze/EEG/33.html
EEG 2012 § 33 Abs. 4 hat geschrieben:(4) 1Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber dürfen Strom aus einer Anlage zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie nur mit Strom aus anderen Anlagen über eine gemeinsame Messeinrichtung abrechnen, soweit alle Anlagen jeweils derselben Begrenzung der vergütungsfähigen Strommenge nach Absatz 1 Satz 1 unterliegen. 2Bei Verstößen gegen Satz 1 verringert sich der Vergütungsanspruch für den gesamten Strom, der über die gemeinsame Messeinrichtung abgerechnet wird, auf den Wert "MWSolar(a)"; dies gilt bis zum Ablauf des ersten Kalendermonats, der auf die Beendigung des Verstoßes folgt.
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Re: EEG Umlage bei Zweitanlage

Beitragvon buergersolar » 07.09.2018, 19:24

Danke jodl, das wusste ich nicht! Hatte ich glücklicherweise keinen Bedarf, das zu wissen. Dann hoffe ich mal, dass der TS das noch liest.

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Re: EEG Umlage bei Zweitanlage

Beitragvon Ilchi » 07.09.2018, 20:33

Oh vielen Dank. Ja, ich lese gerade alles nach, nachdem wir aus dem Urlaub wieder zurück sind.
Ich hatte einen kleinen Fehler in der Chronologie: Unsere Anlage wurde zwar im Herbst 2013 installiert, ging aber erst im Herbst 2014 (also nach Juli 2014) in Betrieb. Grund war unser Bauträger, der keinen richtigen Stromanschluss geschaffen hatte, sondern die Häuser erst einmal nur über den Baustrom versorgt hat. Darüber war natürlich keine Einspeisung möglich.

Insofern wäre ich ja dann wieder im gleichen MIM, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, oder? Dann darf ich wieder einen Zähler verwenden und die Vergütungssätze entsprechend aufteilen? Gilt ansonsten auch der Zähler der Wechselrichter, oder muss es ein offizieller sein?
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