Unterschiede Portale SMA Kostal

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon duncan02 » 18.05.2018, 08:58

Hier mal zwei Lastprofile als Beispiel:

Woche_M_F.JPG
Mo. - Fr.

Woche_WE.JPG
Wochenende

also wofür benötigt man mit 4 Personen (4700kWh/a) einen großen B-WR ohne Elektro- Auto? Wir verbraten schon recht viel Strom zu viert, aber mehr als 2,5kWh ziehen wir selten für längere Zeit aus dem Netz, d.h. ich würde einen B-WR benötigen der genau in diesem Umfeld den besten Wirkungsgrad besitzt um den kostbaren Strom nicht zu verplempern.

Also würde ich mir einen B - WR suchen der genau in diesem Umfeld seine stärken hat und da habe ich bis jetzt noch keine beste Lösung gefunden. :arrow: die Leistung / der Funktionsumfang zu dem aktuellen Preis ist Top in Verhältnis zu den anderen Anbietern. Leider ist das aber immer noch keine Lösung die bei ca. 300 €/kWh liegt, aber das wäre der Wunsch vieler / in dieser Preiszone würden sich Speicherlösungen richtig gut rechnen.
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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon duncan02 » 18.05.2018, 09:02

Laden für 13 Cent / kWh
Entladen für 30 Cent / kWh
Eta: 43%
toller Speicher ;-) :ironie: :D
Ist schon klar, aber warum viel Geld ausgeben wenn die letzten 3% Bedarf aus dem Netz billiger gestillt werden können :wink: am Ende muss das eh jeder für sich ausrechnen / hinterfragen und diese Diskussion hier soll genau das auslösen.
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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon Ralf Hofmann » 18.05.2018, 09:26

Hi,

Arthur-Dent hat geschrieben:Zumal die Kostal-Lösung sowieso günstiger ist und man hat nur ein Gerät. Wie sähe denn das Pendant bei SMA aus? Da gibts doch sicher auch 3-phasige Gleichstrom-Systeme. Also ich meine sowas wie den Kostal Piko 8.0BA.
Ich habe zwar schon bei SMA rumgesucht, aber so richtig verstanden hab ichs nicht.

wenn Kostal, dann nur den neuen Plenticore.

Einphasig oder dreiphasig ist egal, der Stromzähler saldiert über alle drei Phasen und nur das zählt (im wahrsten Sinn des Wortes). Die physikalischen (also die realen) Stromflüsse interessieren keinen Menschen.
Die SMA-Systeme können auch die prognosebasierte Ladung, also dem zu erwartenden Wetter angepasst.
SMA ist damit imho am Weitesten.
Ausserdem sind die neuen SMA SBS 3.7 und 5.0 aufrüstfähig, d.h. Du kannst später den Speicher jederzeit erweitern.


Arthur-Dent hat geschrieben:Zum Anbieterwechsel muss ich sagen, dass ich konsequent nur Ökostromanbieter unterstütze.

Gut so, genau das tue ich auch.
Du weisst aber schon, dass es preiswerter und ökologischer ist, den Strom in der Nacht vom Ökostromanbieter zu kaufen wie aus dem eigenen Speicher zu ziehen, oder haben die Anbieter Dir das Blaue vom Himmel heruntergerechnet beim Speicher, was die Wirtschaftlichkeit betrifft?

Du solltest im entsprechenden Forenbereich vielleicht erstmal die Berichte der Speicheranwender lesen, bevor Du Dich entscheidest. speichersysteme-ongrid-netzparallel--f137/
Ausserdem ist die Intersolar vom 20. bis zum 22. Juni in München, da kannst Du alle Speichersysteme live sehen.
MfG
Ralf Hofmann
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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon Arthur-Dent » 18.05.2018, 13:13

Ralf Hofmann hat geschrieben:...Einphasig oder dreiphasig ist egal, der Stromzähler saldiert über alle drei Phasen und nur das zählt (im wahrsten Sinn des Wortes). Die physikalischen (also die realen) Stromflüsse interessieren keinen Menschen.
Die SMA-Systeme können auch die prognosebasierte Ladung, also dem zu erwartenden Wetter angepasst.
SMA ist damit imho am Weitesten.
Ausserdem sind die neuen SMA SBS 3.7 und 5.0 aufrüstfähig, d.h. Du kannst später den Speicher jederzeit erweitern.

Hallo Ralf,
danke das ist mir auch egal wie der Strom fließt ;-)
Ich glaube ich hatte da einen Denkfehler. Hilf mir mal weiter: Ist es also so, dass bei der SMA-Lösung ich auch Tagsüber, wenn die Sonne brennt, direkt aus dem WR soviel ziehen kann wie ich will (naja natürlich nur bis zu seiner Grenze)? Lediglich wenn ich (ausschließlich) aus der Batterie ziehe bin ich auf 2,5Kw beschränkt? Ist das richtig?

Ralf Hofmann hat geschrieben:...
Du weisst aber schon, dass es preiswerter und ökologischer ist, den Strom in der Nacht vom Ökostromanbieter zu kaufen wie aus dem eigenen Speicher zu ziehen, oder haben die Anbieter Dir das Blaue vom Himmel heruntergerechnet beim Speicher, was die Wirtschaftlichkeit betrifft? ...

Echt - nee wußte ich nicht. Also der Strom von EWS kostet 28ct/Kwh - denke auch Nachts. Wie rechnet man das beim Verbrauch aus dem Speicher? Wie geschrieben wäre der Speicher ein BYD B-Box 6.4.
Dass es billiger sein soll erschließt sich mir nicht. Ich habe den Strom doch selbst günstiger produziert oder?

Danke,
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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon duncan02 » 18.05.2018, 13:25

... direkt aus dem WR soviel ziehen kann wie ich will (naja natürlich nur bis zu seiner Grenze)? Lediglich wenn ich (ausschließlich) aus der Batterie ziehe bin ich auf 2,5Kw beschränkt? Ist das richtig?
Ja, ist bei allen Lösungen so :wink:

Echt - nee wußte ich nicht. Also der Strom von EWS kostet 28ct/Kwh - denke auch Nachts. Wie rechnet man das beim Verbrauch aus dem Speicher? Wie geschrieben wäre der Speicher ein BYD B-Box 6.4.
Dass es billiger sein soll erschließt sich mir nicht. Ich habe den Strom doch selbst günstiger produziert oder?

Was zum durchrechnen:
speichersysteme-ongrid-netzparallel--f137/speicherhebel-t120614-s70.html#p1565930
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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon Arthur-Dent » 18.05.2018, 13:38

Naja hinter dem prognosebasiertem Laden steht für mich auch ein ökologischer Aspekt. Ich habe hier viel gelesen und ehrlich - ich bin zwar Anfänger - aber habe manchmal den Kopf geschüttelt. Da gibt es viele die denken, wenn man eine PV aufs Dach macht, könne man so viel Strom verbrauchen wie man will - also mehr als vorher. Das halte ich für falsch. Es ist wie mit dem SUV zum Bioladen zu fahren. Heißt: Es gibt per se kein ökologisches Gerät - Es gibt nur ökologische Lebensstile. Ich sehe das daher etwas anders. Mein Ziel ist, meinen Stromverbrauch sogar so gut es geht zu reduzieren. Mal wieder mehr Lesen, statt Fernsehen - vielleicht je nach Speicherstand ;-) (Spass oder Ernst). Jede Menge Schaltersteckdosen kaufen und die Standby-Fresser ausschalten. Gut finde ich auch die Möglichkeiten der Funksteckdosen. - Bei Sonne Waschen und vieles mehr...
Viele denken ausschließlich ökonomisch. Die Anlage soll sich so schnell wie möglich rechnen und dann Geld verdienen.
Wenn ich Geld machen wollte, dann hätte ich gleich den Speicher verworfen. Der Speicher ist für mich ein Zugeständnis an die Ökologie was Netzentlastung (dann mit schlauem LadeManagement und Stromverbrauch mit Hirn - s.o.). Klar ich habe auch gelesen, dass es darüber geteilte Meinungen gibt. Meine dazu, tat ich gerade kund ;-)
Die ökologisch sinnvollste wäre natürlich Speicher in Wohnblöcken zusammenzuschalten und dort eine lokale, nahezu autarke Stromversorgung mit PV zu realisieren. So weit sind wir noch nicht überall, aber ich hoffe es ist ein erster Schritt.
So und jetzt ist der freche Anfänger mal still :P
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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon Arthur-Dent » 18.05.2018, 13:42



oki, das muss ich erst mal alles raussuchen - danke - gutes Teil. Bin mal gespannt was rauskommt.
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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon duncan02 » 18.05.2018, 13:51

Arthur-Dent hat geschrieben:Mein Ziel ist, meinen Stromverbrauch sogar so gut es geht zu reduzieren. Mal wieder mehr Lesen, statt Fernsehen - vielleicht je nach Speicherstand ;-) (Spass oder Ernst). Jede Menge Schaltersteckdosen kaufen und die Standby-Fresser ausschalten. Gut finde ich auch die Möglichkeiten der Funksteckdosen. - Bei Sonne Waschen und vieles mehr...
So ist es und das schöne ist Du siehst nun deinen Verbrauch über den Tag (siehe Lastprofil) und kannst große Verbraucher relativ schnell eliminieren oder deren Laufzeit in den Tag verlegen.
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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon Ralf Hofmann » 18.05.2018, 20:43

Hi,

Arthur-Dent hat geschrieben:Dass es billiger sein soll erschließt sich mir nicht. Ich habe den Strom doch selbst günstiger produziert oder?

nur mal ganz kurz und grob, um Deiner eigenen Rechnung nicht zu weit vorzugreifen:

Dich "kostet" der eingespeicherte Strom erstmal die entgangene Einspeisevergütung.
Nehmen wir dafür der Einfachheit halber glatte 12 Cent/kWh, die Du sonst bekommen hättest.

Dann geht der Speicherwirkungsgrad noch ab.
Vergiss dabei gleich die Angaben der Hersteller, der reale Wirkungsgrad ALLER Speicher liegt irgendwo zwischen 70 und 85%.
Nehmen wir dafür der Einfachheit halber glatte 80%, die Du vom eingespeicherten Strom wieder herausbekommst.

Dann wird der eingespeicherte und selbst verbrauchte Strom natürlich versteuert - 2x.
Einmal kommt die USt. von 19% noch drauf, wenn Du beim Kauf der Anlage auch die 19% MwSt. wieder vom Finanzamt zurückerhalten hast.
Dann wird noch der entnommene Strom als "Einkommen" versteuert mit Deinem persönlichen Steuersatz, dabei wird der Preis Deines normalen Stromeinkaufs (z.B. 22 Cent/kWh netto) als Berechnungsgrundlage hergenommen.

So kostet Dich die selbst verbrauchte kWh aus Deinem eigenen Speicher:
12 Cent / 80% = 15 Cent + 19% = 17,85 Cent + 3,15 (frei geschätzte Steuer für die Entnahme) = 21 Cent/kWh.
Zu diesen 21 Cent kommt noch die Investition in das Speichersystem, hier musst Du ausrechnen, wie viele kWh man in der Lebenszeit des Speichers ein- und wieder ausspeichern kann.
Auch hier gilt: NIEMALS den Angaben der Hersteller vertrauen!

Max. 250 Vollzyklen kann man im Jahr mit einem Speicher machen, meistens aber weniger.
Das wären bei der von Dir genannten BYD B-Box 6.4: 6,4 x 250 = 1.600 kWh im Jahr.
Preisunterschied eigener, eingespeicherter PV-Strom (21 Cent/kWh) und zugekaufter Ökostrom (28 Cent/kWh):
magere 7 Cent/kWh.
1.600 x 0,07 EUR = 112,- EUR. So "viel" kannst Du im Jahr also sparen, wenn Du Deinen PV-Strom einspeicherst.

Von diesen 112 EUR im Jahr musst Du dann die Investition in den Speicher amortisieren.
Was kostet der BYD B-Box 6.4 nochmal? Wie viele Jahre muss das Ding dann halten, um sich zu amortisieren?

Noch ein Wort zum Ökogedanken:
Mit einem Speicher verbesserst Du Deinen CO2-Fußabdruck, das stimmt.
Allerdings verbesserst Du ihn zu Lasten der Energiewende und aller anderen Bürger, denn Dein Speicher vernichtet 20% des schönen PV-Stroms (Speicherverluste). Würdest Du nicht einspeichern, sondern statt dessen bei EWS echten Ökostrom für die Nacht kaufen, dann würde der nicht eingespeicherte PV-Strom von Dir tagsüber Atom- und Kohlestrom aus dem Netz drücken - und zwar ohne die 20% Speicherverluste.
MfG
Ralf Hofmann
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Re: Unterschiede Portale SMA Kostal

Beitragvon Arthur-Dent » 22.05.2018, 11:11

Ralf Hofmann hat geschrieben:...
Von diesen 112 EUR im Jahr musst Du dann die Investition in den Speicher amortisieren.
Was kostet der BYD B-Box 6.4 nochmal? Wie viele Jahre muss das Ding dann halten, um sich zu amortisieren?

Noch ein Wort zum Ökogedanken:
Mit einem Speicher verbesserst Du Deinen CO2-Fußabdruck, das stimmt.
Allerdings verbesserst Du ihn zu Lasten der Energiewende und aller anderen Bürger, denn Dein Speicher vernichtet 20% des schönen PV-Stroms (Speicherverluste). Würdest Du nicht einspeichern, sondern statt dessen bei EWS echten Ökostrom für die Nacht kaufen, dann würde der nicht eingespeicherte PV-Strom von Dir tagsüber Atom- und Kohlestrom aus dem Netz drücken - und zwar ohne die 20% Speicherverluste.


Hallo Ralf,
danke für diese Argumente. Ich traue jetzt einfach mal Deiner Berechnung des Strompreises. Ja ein Speicher "rentiert" sich vielleicht momentan noch nicht - weil zu teuer. Naja vielleicht ist ein bisschen Spass dabei, wenn man seinen eigenen Stromverbrauch optimiert und lieber seinen "Eigenen" Strom verbraucht.. Es ist vielleicht ein bisschen wie eigenen Schnaps brennen ;-)

Dein Argument mit dem Ökostrom leuchtet mir zwar ein, aber ich teile Deine Meinung nicht ;-)
Der Anteil an PV-erzeugtem Strom in D liegt bei 6%. Und das trotz der tausenden PV-Anlagen. Trotzdem hört man die Netzbetreiber klagen, dass bei Sonnenschein alle voll ins Netz drücken und so den Ablauf empfindlich stören. So dass sogar - ich glaube im März2015?- der Strompreis an der Börse in Leipzig auf 0 Euro gefallen ist. Wir haben Strom an andere Länder "verschleudert". Nun macht das nichts, wenn man global denkt - jedoch bleibt das Problem der Netzspitzen durch PV. Aus diesen Gründen haben wir auch die 70% Abregelung, die übrigens in Zukunft durchaus noch sinken könnte. Wie auch immer ist es dann noch fraglich dass man tagsüber schmutzige Kraftwerke mti PV "aus dem Netz" drücken kann. Ganz zu schweigen von der Problematik, dass wir immer größere Netztrassen bauen müssen, um den Strom zu verteilen, die übrigens ja auch sehr viel Verluste mit sich bringen. Man denke an die neue Trasse von der Nordsee nach Bayern um Windkraft-Strom dorthin zu bringen. Blödsinnig teuer, uneffizient, und nur mit der Prämisse eines Bürgerkriegs zu bewerkstelligen.
Jede Studie, die ich also bis jetzt gelesen habe sieht Speichersysteme (netzdienliche) als sinnvoll an. Nichts anders tun wir ja übrigens seit Anbeginn der Stromerzeugung durch Pumpspeicherkraftwerke oder neuerdings durch weitere Systeme wie "Power to Gas" usw...
Wir verhindern mit Speichern auf der einen Seite die Einspeisespitzen und verringern auf der anderen Seite die Unterversorgung. Übrigens auch beim Kornspeicher ;-) Speicher heißt genau das - Überfluss aufheben für magere Zeiten.
Daher sehe ich einen Speicher als sinnvoll an.
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