Solaredge - welcher Speicher

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Re: Solaredge - welcher Speicher

Beitragvon seppelpeter » 12.07.2018, 21:04

Skyrocket hat geschrieben:Mir geht es nicht um maximalen Ertrag sondern darum, unabhängig vom Stromanbieter meinen eigenen Strom auf Dauer günstiger zu produzieren.
Ich hab keine Ahnung vom Thema, das weiß ich, mich als dankbares Opfer hinzustellen, ist aber äußerst daneben.


Sorry, aber alle Klischees waren erfüllt und Du setzt ja noch einen drauf.
"meinen eigenen Strom auf Dauer günstiger zu produzieren"

Was meinst Du wohl, warum ich Dir geraten habe, lass den Speicher weg und bau Dir PV auf das Dach so viel wie geht und vielleicht auch auf Nord, oder Garage, oder Carport, oder Gartenhütte, oder alles zusammen.

Speicher und günstig passt nicht zusammen.
Die Anbieter lügen, ja lügen Dir da gerne was anderes vor.
Aber egal ob Sonnen, E3DC, normale Lösung über LG/BYD Speicher usw. das Grundproblem haben alle ... die KWh aus dem Speicher kostet dich 30-50 Cent, oder anders ausgedrück, die Amortisation des Speichers liegt irgendwo bei 30-50 Jahren und so lange wird der Akku ganz einfach nicht halten.

Bei PVGIS wird für Süd mit 1.330 kWh/m2 gerechnet, für Nord mit 750.
Nordseite plane ich nicht mehr mit ein, vielleicht später mal, wenn die Module vielleicht noch mal günstiger werden.


Hast Du das ausgerechnet oder ein Anbieter?
So oder so ... es wird nicht stimmen bzw. ist die falsche Zahl.
Du gibst da vielleicht die Einstrahlung pro Quadratmeter an, das ist aber nicht dein Ertrag.

PVGis Standard im Forum ist mit Climate Werten rechnen, 10% Verlust und dann spezifisch für 1 KWp rechnen.
Da kommen für gute Süddächer dann um 950KWh/KWp raus und Dein Nord wird vermutlich um 650KWh/KWp liegen.

BTW: Wenn Nord in Frage kommt, dann in einem Rutsch! Später mal ist ungünstig, weil dann doppelte Kosten für Gerüst, IBN, WR, usw entstehen, genau die Kosten will und kann man ja sparen, wenn man 2 Dächer zeitgleich baut.

Die Sicherheitsüberlegung ist u.a. für den Fall wenn es brennt oder?
Dachneigung ist 35°, Ausrichtung Süd (etwas Ost), Maße abzüglich Schornstein etc. 21m2


Die Feuerwehr löscht jedes Haus.
Das Dach ist leider klein. Wie sieht es auf der Dachgaube aus?
Weitere Flächen im Angebot s.o.?

Also die verschiedenen Ansätze:
E: E3DC S10 MINI, 10 Luxor Module 300W, also 3 KWP, mit Montage und Anschluss für € 15.428


Bitte nur Nettopreise angeben, oder war das schon netto?
ist eigentlich auch egal, ob das nun 4000,- pro KWp sind oder 5000,- pro KWp ... schau dich bitte mal im Angebotsbereich um, für was normale PV gebaut wird. Mit Speicher darf es auch nicht über 2000,- bei kleinen Anlagen vielleicht 2500,- pro KWp liegen. Rendite oder auch nur annähernd eine schwarze Null ist damit dann aber wieder ausgeschlossen :!:

Die Sonnenbatterie ist ... ja ... zu teuer.
Flatkosten kommen dann ja noch oben drauf.

Schmeiße bitte Deinen Taschenrechner an ... wie soll das von mir aus nach 20 Jahren, wenn der Speicher so lange hält, funktioniere mit dem Geld zurück holen :?:

"E3DC käme gar nicht in Frage, da der nicht mit den Leistungsoptimierern funktioniert bzw noch ein Gerät dazu benötigt und dann insgesamt zu teuer ist." "Hier die Aussage, nur der E3DC kommuniziert mit den SE Leistungsoptimierern."

Ja, siehe oben :!:
18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5
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Re: Solaredge - welcher Speicher

Beitragvon Serin » 13.07.2018, 10:00

Hallo noch einmal


erstmal danke für die Erklärung deiner Motivation :-)

also ich halte fest, dass es dir nicht wichtig ist, dass deine Anlage dir möglichst schnell das Geld zurückgibt, es reicht eine kleinere (hoffentlich positive) Rendite, allerdings mit Speicher, weil du einfach gerne selbst Strom verbrauchst. Alles klar.
Ich muss dich natürlich auf folgende Punkte hinweisen, damit hinterher keiner sagt, ich hätte das nicht getan ;-)

- Der Speicher wird dir vermutlich mehr Geld kosten als er an Kosten spart, es ist also ein reines Hobby
- Ein Speicher benötigt ein bisschen Pflege und Überwachung. Erwarte nicht, dass das á la "ich häng mir einen Speicher in den Keller und muss 10 Jahre lang da nicht hinschauen" wird (kommt natürlich sehr auf den Speicehr an, ich will das nur im Vorhinein in den Raum werfen).
- Durchschnittlich kannst du etwa 250 x kWh des Speichers im Jahr durch den Speicher ersetzen. Also z.B. bei deinem 6 kWh Speicher kannst du „nur“ 1.500 kWh durch den Speicher schleusen. Lass dir also nicht vorrechnen, dass du 5.000 kWh EV Steigerung hast durch einen kleinen Speicher.
- Nicht jeder Speicher/Wechselrichter kann auch eine Notstromfunktion übernehmen. Falls das also gewünscht ist, dann muss das direkt angesehen werden (sonst wird’s in deinem Haus bei Stromausfall trotz voller Batterie dunkel).
- Pass auch auf die passende Lade-/Entladeleistung deines Speichers auf. Wenn du z.B. 18 kW Durchlauferhitzer hast und einen 2.5 kW Speicher, dann kannst du selbst unter optimalen Bedingungen beim Duschen fast 90% Stromzukauf.


So, und jetzt kümmern wir uns mal um eine Anlage.
Bei 35° Dachneigung halte ich die Norddachbelegung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für sinnvoll wenn es um Rendite geht. Wenn du auf der andren Seite gerne eigenen Strom verbrauchst, dann kannst du dir eine Norddachbelegung überlegen (rentiert sich zumindest mehr als der Speicher ;-) ).

Kannst du mal deine PLZ nennen? Dann gebe ich das auch mal in PVGIS ein und wir sehen wo wir landen.

Außerdem wäre es super, wenn du einmal die Dachmaße angibst, da ich das leider aus deinen Fotos nicht gut erkennen kann. (Auch die Neigung der Gaube wäre interessant)
Solaredge sehe ich da jetzt nicht als gottgegeben drauf, kommt aber auf den Einzelfall an (und natürlich auf den Aufpreis). Mit dem Schatten der Gaube sollte bei guter Auslegung auch ein „normaler“ WR klarkommen.
Nice to have ist SE allerdings schon, die Einzelmodulüberwachung ist schon schön 
Dein Hausverbrauch (also jährlich, täglich, inklusive Lastgang wenn möglich) wäre auch gut um festzustellen, welche Speichergröße für dich interessant ist (wenns denn dann wirklich ein Speicher werden soll).
Ob es dann noch die Sonnenflat oder so werden soll musst du selbst wissen. Bei Sonn en zahlst du halt ziemlich viel für die Anlage, dafür ist das dein „ticket“ für die Flatrate. Ist halt sowas wie „den Strom im Voraus bezahlen“. Wenn du da Vertrauen in die Firma hast, alles klar :-)
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Re: Solaredge - welcher Speicher

Beitragvon Weidemann » 13.07.2018, 15:18

Skyrocket hat geschrieben:Mir geht es nicht um maximalen Ertrag sondern darum, unabhängig vom Stromanbieter meinen eigenen Strom auf Dauer günstiger zu produzieren.

Und genau deshalb solltest du als ersten Schritt überlegen, wie du auf die maximal mögliche Leistung kommst!
Der erste Schritt ist tatsächlich, das Dach genau (!) auszumessen und eine Skizze anzufertigen, damit man sieht wo was hinpasst. (Der Schuppen an der Strape gehört nicht zufällig dir?)
Erst dann kann man sagen, ob Optimierer hier sinnvoll sind, und welche Module sinnvoll sind...

Von Modulen rutscht Schnee leichter ab -> Schneefang nötig?
(Ich kenne eine ähnliche Situation in Bayern mit Glasdach: Das wummert halt ziemlich laut, wenn nasser Schnee aufs Glasdach prallt, aber ich hab da bislang keine Notwendigkeit gesehen, einen Schneefang nachzurüsten.)

zum überschlägigen Berechnen einer Anlage mit und ohne Speicher siehe auch den Reiter "Speicher-Rechner" oben.
sonnige Grüße,
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Re: Solaredge - welcher Speicher

Beitragvon Skyrocket » 13.07.2018, 22:06

Hallo Serin,
hallo Ihr Anderen :)

die PLZ ist 85659, Forstern. Das Dach hat 5,68m x 11,49m (Gesamtbreite, Südseite also die Hälfte). Die Gaube hat eine Neigung von 15° und eine Größe von 1,26mx 4,19m. Bei 4,19m ist oben links auch in etwa der Schornstein.

Unser Hausstromverbrauch liegt zu viert bei circa 4.000 kWh/Jahr. Im neuen Haus kommt noch eine Wasser/Wasser Wärmepumpe dazu. Wir sind tagsüber meist nicht zu Hause, frühestens nachmittags und dann natürlich abends - morgens.

Aber um noch mal auf die Kernfrage zurückzukommen: wenn Solaredge, geht dann zwingend nur E3DC oder geht das eben nicht so gut, weil noch ein zusätzliches Produkt notwendig ist.
Ich verstehe dich jetzt aber so, dass die Solaredge gar nicht unbedingt notwendig sind, aber nice to have.

Vielen Dank auf für die vielen sehr konstruktiven Hinweise, Serin. Vieles davon habe ich noch nicht bedacht (Wartung etc).


Serin hat geschrieben:er Schuppen an der Strape gehört nicht zufällig dir?)

Leider nicht, nur die DHH mit dem Glasdach auf der Terrasse.
Serin hat geschrieben:Von Modulen rutscht Schnee leichter ab -> Schneefang nötig?
es ist tatsächlich in Bayern :) bislang wurde wohl keiner benötigt.
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Re: Solaredge - welcher Speicher

Beitragvon Weidemann » 13.07.2018, 22:55

Nochmal ob ich das richtig verstanden habe: Breite des Süddachs (also Länge der Traufe) ist 11,49/2= 5,75m, darin sitzt mittig die Gaube?
Und die Höhe/Länge des Dachs (also der zu belegende Bereich gemessen von der Traufe bis zum First) ist 5,68m? Müssten laut Satbild mehr sein.

Die Breite der Gaube wäre mit 1,26m extrem schmal. Laut Satellitenbild sind es eher 2,10m?

Im Zweifelsfall mach eine bemaßte Skizze... und ein Foto genau von vorne, an dem man die Ziegel abzählen kann.

Andere Frage: Kann man den Lüfter rechts oben auf die Nordseite verlegen (also kommt man da im Dachboden dran)? Sonst kann man ihn vielleicht flach enden lassen, um da Module drüberzubauen..
sonnige Grüße,
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Re: Solaredge - welcher Speicher

Beitragvon eba » 14.07.2018, 08:53

Die E3DC kann nur an den P350i von Solaredge betrieben wird, wobei es reicht, nur die schattengefährdeten Module damit auszustatten, grundsätzlich sind diese aber nicht unbedingt notwendig.


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Re: Solaredge - welcher Speicher

Beitragvon paulole » 14.07.2018, 09:42

Ich habe ein ähnlich kleines Gaubendach und hätte auch über einen Speicher nachgedacht. Aber es ist (Wie schon oft geschrieben) so, dass ein Speicher nur ca. 100 Euro pro Jahr einspart. Ich werde mir in 3 bis 5 Jahren mal einen kaufen, wenn die Teile größer, billiger und besser geworden sind.

Ich persönlich ärgere mich darüber, dass ich das Norddach nicht mitgebaut habe. Ich würde dir (wenn du das Norddach jetzt nicht mit nimmst) empfehlen, einen größeren Wechselrichter zu nehmen, um später nachrüsten zu können. Bei mir wäre es statt einem 5KW ein 7KW Wechselrichter gewesen, der vielleicht 200 Euro Aufpreis gekostet hätte.
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Re: Solaredge - welcher Speicher

Beitragvon Mechatroniker » 16.07.2018, 17:01

Die Sicherheit habe ich eher darauf bezogen, wenn mal jemand ein Kabel absteckt oder beschädigt. Bei meinen Eltern hat der Solateur die Strangkabel nach Modulmontage eine Woche lang als Bündel auf der Terasse liegen lassen, nur mit Isoband um die Enden gewickelt. Ich bin daher davon ausgegangen, dass die Stecker an den letzten Modulen nicht angesteckt waren und hab nicht nachgefragt; als sich meine kleine Tochter für die Kabel interessiert hat hab ich dann doch mal Spannung gemessen - der Schreck saß tief. (Ich arbeite mit Hochvoltbatterien und bin da entsprechend sensibel)

Wenn du die Gaube mit belegst (was ich schwer empfehle - mach so viel Leistung wie geht!) machen die Leistungsoptimierer zumindest technisch Sinn, wirtschaftlich kann ich das nicht beurteilen. Bei mir sieht das als Beispiel so aus, das ist der Gesamtertrag meiner Module seit Installation am 15.5.18 und man sieht die unterschiede der einzelnen Ausrichtungen:
Das Modul ganz rechts hat direkt bei Sonnenaufgang etwas Schatten.

180716_SMI_2.PNG


Ich hatte es so verstanden, dass bei einem Fremd-Wechselrichter immer das SMI nötig ist, da konnte ich keine Einschränkung der Leistungsoptimierer finden. Die Installationsanleitung findest du, wenn du auf der Solaredge-Seite "SMI" in die Suche eingibst, erstes Ergebnis.
Vielleicht ein Allgemein nützlicher Tipp: ich habe immer versucht Installationsanleitungen von allen Interessanten Komponenten zu bekommen, da finden sich weit mehr Informationen als in Broschüren.
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Re: Solaredge - welcher Speicher

Beitragvon Weidemann » 16.07.2018, 17:21

Mechatroniker hat geschrieben:Ich hatte es so verstanden, dass bei einem Fremd-Wechselrichter immer das SMI nötig ist, da konnte ich keine Einschränkung der Leistungsoptimierer finden.

Von SolarEdge mit Fremd-WR rate ich ab, die machen oft Probleme, und wurden wohl deshalb aus dem Programm genommen.
Ob hier generell Optimierer Sinn machen, dazu muss man erstmal definieren wie jetzt die Maße sind und wo wieviel Module hinpassen.

Zur Ertragsprognose:
Südseite -16°, DN35°: 1070 kWh/kWp
Nordseite 164°, DN35°: 602 kWh/kWp
--> die Nordseite ist eher was für "Freaks", aber würde sich bei Kosten von 900€/kWp (und wenn man alle Kosten wie Versicherung und WR-Tausch der Südseite zuordnet) mit 5% rentieren (zumindest sofern nicht deutlich verschattet).
sonnige Grüße,
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