Satteldach: Statik berechnen?

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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon Weidemann » 10.08.2018, 17:53

pvx hat geschrieben:Vielleicht ist es auch möglich, die Last der PV nur über den Auflagern einzuleiten. Kommt auf die Befestigung der Montageschienen an.

Das ist eine gute Idee!
Sofern die Schneelast nicht zu hoch ist, sollte das mit Hochlast-Dachhaken und einem stärkeren Profil (z.B. 80mm Höhe) gut gehen, mit Quermontage.
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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon pvx » 10.08.2018, 17:56

Hi jodl,

warum denn gleich so heftig? :)

"Die Lastannahmen sind ja nicht verhandelbar wie in einem Basar." Sie werden auch nicht verhandelt.
Andere Bedingungen - hier andere maximale Schneelast wegen anderer Haftung - ergeben andere Lastannahmen. Siehe unterschiedliche Lastannahmen bei verschiedenen Dachschrägen.

Freundliche Grüße
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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon fahim » 10.08.2018, 18:17

pvx hat geschrieben:Hi fahim,

die Verstärkung der Sparren im Bereich der höchsten Zugspannung, also zwischen den Auflagern ist ausreichend. Es geht ja nur um wenige Prozent.
Vielleicht ist es auch möglich, die Last der PV nur über den Auflagern einzuleiten. Kommt auf die Befestigung der Montageschienen an.

Freundliche Grüße
pvx
Hi pvx,

zunächst einmal danke für deine ganze Beratung... Mit Auflager meinst du die Pfetten, richtig?

Kann mir hier jemand evtl. Montagesysteme für Pfetten nennen?

Viele Grüße und schönes Wochenende

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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon jodl » 10.08.2018, 18:31

pvx hat geschrieben:Hi jodl,

warum denn gleich so heftig? :)

weil es mir auf den Sack geht wenn einer hier fortgesetzt Quatsch schreibt.

pvx hat geschrieben:"Die Lastannahmen sind ja nicht verhandelbar wie in einem Basar." Sie werden auch nicht verhandelt.
Andere Bedingungen - hier andere maximale Schneelast wegen anderer Haftung - ergeben andere Lastannahmen. Siehe unterschiedliche Lastannahmen bei verschiedenen Dachschrägen.


doch genau das hast du geschrieben, nämlich daß wegen irgendwas die Schneelast geringer angesezt werden könnte.
Und das ist falsch.
Die anzusetzende Schneelast ist nicht von irgendeiner "anderen Haftung" abhängig.

Der Einfluß der Dachneigung (über den Formbeiwert) auf die anzusetzende Schneelast ist in der Norm geregelt und hat überhaupt nichts mit einer "anderen Haftung" zu tun. Der Formbeiwert wird ausschließlich über die Neigung bestimmt.

Und jetzt hör endlich auf, hier ständig falsche Behauptungen aufzustellen.
jodl
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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon Weidemann » 10.08.2018, 18:34

fahim hat geschrieben:Kann mir hier jemand evtl. Montagesysteme für Pfetten nennen?


Da werden genau die gleichen Haken auf Sparren montiert... aber halt nur dort, wo der Sparren auf der Pfette aufliegt. Daher wird der Sparren nur direkt auf Druck belastet (da kann er praktisch unendlich viel Belastung ab).
Beim oberen Anschlagpunkt würde die Montage über der zweit-obersten Ziegelreihe erfolgen, was aber auch so gut wie über dem Firstbalken liegt, sollte passen.

Damit würden die Sparren sogar weniger belastet als vorher (weil auch ein Teil der Schneelast über die PV direkt auf die Spetten kommt).
sonnige Grüße,
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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon fahim » 10.08.2018, 18:38

Weidemann hat geschrieben:
fahim hat geschrieben:Kann mir hier jemand evtl. Montagesysteme für Pfetten nennen?


Da werden genau die gleichen Haken auf Sparren montiert... aber halt nur dort, wo der Sparren auf der Pfette aufliegt. Daher wird der Sparren nur direkt auf Druck belastet (da kann er praktisch unendlich viel Belastung ab).
Beim oberen Anschlagpunkt würde die Montage über der zweit-obersten Ziegelreihe erfolgen, was aber auch so gut wie über dem Firstbalken liegt, sollte passen.

Damit würden die Sparren sogar weniger belastet als vorher (weil auch ein Teil der Schneelast über die PV direkt auf die Spetten kommt).
Danke, aber soweit ich mich eingelesen habe gibt es bei den Montagesystemen Vorschriften über die Abstände der Dachhaken. Die dürfen meine ich 1,50-1,70m je nach System nicht überschreiten... Bei mir würde es dann aber nicht aufgehen: das Dach ist 7,5m hoch bei 3 Pfetten.

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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon Weidemann » 10.08.2018, 18:47

Das sind keine fixen Vorschriften, sondern das hängt von Schneelast, Haken und Profilen ab.
Drum sag ich ja: Schwerlasthaken und stabilere Profile nehmen (mit denen sind auch viele Meter Spannweite möglich).
sonnige Grüße,
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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon fahim » 11.08.2018, 10:20

Noch eine Frage in diese Runde: mit wieviel kg/qm Belastung plant man bei einer PV?
Ich dachte bisher 20-25kg, sehe aber das mein Q Cells Modul insgesamt 18,7kg wiegt (ca. 12kg/qm/.

Wieviel plant man für das Montagesystem ein?

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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon pvx » 11.08.2018, 10:31

Ja, jodl,

"Der Einfluß der Dachneigung (über den Formbeiwert) auf die anzusetzende Schneelast ist in der Norm geregelt.."
... und die Norm entbindet natürlich sofort vom Nachdenken. :mrgreen:
Es ist doch wohl klar, dass auf einem Ziegeldach sich eine höhere Schneelast ansammeln kann, bevor sie abrutscht, als auf einer PV-Fläche.

Freundliche Grüße
pvx
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Re: Satteldach: Statik berechnen?

Beitragvon jodl » 11.08.2018, 11:10

pvx hat geschrieben:Ja, jodl,

"Der Einfluß der Dachneigung (über den Formbeiwert) auf die anzusetzende Schneelast ist in der Norm geregelt.."
... und die Norm entbindet natürlich sofort vom Nachdenken. :mrgreen:


wenn es eine Norm gibt nach der die Lastannahmen zu ermitteln sind, dann hilft dir das ganze "Nachdenken" nichts, die Norm ist trotzdem anzuwenden.

pvx hat geschrieben:Es ist doch wohl klar, dass auf einem Ziegeldach sich eine höhere Schneelast ansammeln kann, bevor sie abrutscht, als auf einer PV-Fläche.


das mag klar sein oder auch nicht, wie oben schon geschrieben gibt es in der Norm keinen Ansatz das zu berücksichtigen. Und nachdem die Lastannahmen nach der Norm anzusetzen sind, ... siehe oben. :juggle:
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