PV Anlage erweitern, Fragen dazu

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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PV Anlage erweitern, Fragen dazu

Beitragvon MisterXausGU » 13.08.2017, 14:24

Ahoi,

Feb 2014 habe ich auf das Hausdach eine PV Anlage installieren lassen, mitlerweile wurde die angrenzende Scheune saniert und ich möchte auch diese gerne mit PV zu pflastern. Dazu 2. Fragen.

1.
Ich zahle momentan monatlich meine USt auf die Einspeisung/Eigenverbrauch. Ab Februar 2019 könnte ich mich davon ja wieder befreien lassen sofern ich das richtig in Erinnerung habe? Mein Plan wäre jetzt 2018 die Anlage zu erweitern, mir die MwSt erstatten zu lassen und dann 2019 in die Kleingewerbe Regelung und USt Befreiung zu schlüpfen, geht so ein Plan auf?

2.
Wenn die Anlage erweitert wird, welche Einspeiße Vergütung zählt dann eigentlich? Die der alten Anlage, die der neuen oder muss gar getrennt abgerechnet werden?

Danke schonmal :-)
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Re: PV Anlage erweitern, Fragen dazu

Beitragvon LumpiStefan » 13.08.2017, 14:42

1. dürfte mit der neu angeschafften Anlage so nicht funktionieren (Meinung)
2. wird im Verhältnis abgerechnet. alte Anlage behält alte Vergütung und neue bekommt neuen aktuellen Vergütungssatz. (Wissen)

Stefan
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Re: PV Anlage erweitern, Fragen dazu

Beitragvon donnermeister1 » 13.08.2017, 14:49

1. Du kannst das so machen, zahlst dann jedoch einen Teil der Vorsteuer zurück.
2. alte Anlage alte Vergütung, neue Anlage neue Vergütung. Entweder messtechnisch ermitteln oder nach EEG § 24 Abs. 3 "Anlagenbetreiber können Strom aus mehreren Anlagen, die gleichartige erneuerbare Energien ... einsetzen, über eine gemeinsame Messeinrichtung abrechnen. ... erfolgt die Zuordnung der Strommengen im Verhältnis zu der installierten Leistung der Anlagen."
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Re: PV Anlage erweitern, Fragen dazu

Beitragvon alterego » 13.08.2017, 16:15

1. wechseln kann man nur je Kalenderjahr nciht monatlich. Wenn du 2020 wechselst, zahlst du halt anteilig (nach Monaten gerechnet) die Vorsteuer der neuen Anlage zurück, 2019 auch noch 1/60 (oder doch 2/60? ) aus der alten Anlage. Dürfte schwierig werden auszurechnen, wann es ür dich am geschicktesten ist, wahrscheinlich eher 2022, wenn du keinen sehr hohen Eigenverbrauch hast.

2. wenn die alte Anlage unters MIM fällt (also über 10kWp wenn es ein normales Haus ist), ist eine getrennte Messung Pflicht, sonst hast du die Wahl Mischvergütung nach Anlagengröße oder getrennt zu messen. Bei dem recht geringen Unterschied in der Vergütung dürfte Mischvergütung die sinnvollere Wahl sein wenn nicht auch noch die Erträge pro kWp deutlich unterschiedlich sind. Die zusätzlichen Zähler gibt es auch nicht geschenkt.

edit: zu überlegen wäre die neue Anlage auf Volleinspeisung zu machen und die Unternehmeridentität zu brechen. Die neue Anlage wird also z.B. nicht von dir sondern deiner Frau betrieben. Volleinspeisung um Probleme mit der EEG-Umlage auf den Eigenverbruach zu umgehen und anderer Unternehmer um mit deiner Bestandsanlage 2019 zur KUR wechseln zu können mit der Neuanlage aber Regelbesteuerung zu machen. Dann braucht es aber einen freinen Zäherplatz... Nach weiteren 5 Jahren könnte man das dann wieder ändern. Dazu muß der Elektriker aber auch wieder ran, der das auch nicht kostenlos macht.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: PV Anlage erweitern, Fragen dazu

Beitragvon SebastianPB84 » 13.08.2017, 18:53

Wichtig ist auch :

Wieviel KWp hast du schon und wieviel willst du dazu bauen. Bleibst du unter 30 KWp insgesamt ??

Bei mir gab es Probleme wegen dem zweirichtungszähler. Dies habe ich jetzt aber gelöst.

Gruss
29.6 KW SolarFabrik( Mono SF150 185W) / 3X Kostal (06/2010)
8,4 KW Heckert (NeMo 60 Mono 280W) / Fronius Symo 7.0-3-M (02/2017)
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