Problemdach , was ist möglich und sinnvoll ?

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Problemdach , was ist möglich und sinnvoll ?

Beitragvon petzlux » 13.07.2018, 17:16

Hallo,

Erster Post hier, aber wollte mal allgemein hier eure Meinung fragen. Bin Tesla Fahrer, und will jetzt auch unser renoviertes Stadthaus aus den 50'er hier in Luxemburg um eine PV erweitern. Situation ist nicht sehr ideal, verwinkeltes Dach mit Süd-Ost und Süd-West Dachflächen.

https://www.google.lu/maps/@49.6017478, ... a=!3m1!1e3

Screen Shot 2018-07-13 at 17.03.28.png



2 Solar Installateure hier in Lux haben abgewunken, als sie das Dach gesehen haben. Das würde sich nicht rechnen, und sowieso zu kompliziert und teuer für die erzielbare Leistung. Ein Dritter war viel optimistischer, und ist dabei mir ein Angebot zu machen. Er glaubt das er so 18 Sunpower Module mit SolarEdge Optimizers unterbringen kann. Nach meinen Messungen (sehe unten) scheint mir das wiederum unrealistisch!

Screen Shot 2018-07-13 at 16.45.13.jpg


Bin Geomatiker von Beruf, und mit Hilfe der Drohne eines Kollegen haben wir eine photogrammetrische Restitution des Daches in 3D mal gemacht mit Massen. Hier mal ein Screenshot der relevantesten Masse. Meinen Berechnungen nach sollten so 12 Module passen?

Danke für eure Tips und Ratschläge.
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Re: Problemdach , was ist möglich und sinnvoll ?

Beitragvon Weidemann » 13.07.2018, 18:00

Willkommen im Forum!

Ja, dieses Dach ist eine Herausforderung. Anhang der eingetragenen Abstände lässt sich das schwer einschätzen, aber mit deinen Fähigkeiten solltest du ja virtuelle Module drauflegen können? Das dürfte hier der gangbarste Planungs-Weg sein.

Fragen vorher:
-ist Schneefang nötig?
-muss jemand an die Kamine kommen?
-ästhetische Ansprüche? Ist wahrscheinlich von unten einsehbar?

Sind das Bitumen-Schindeln? Mit denen sollte der Solarteur schonmal gearbeitet haben... das ist nicht so alltäglich wie normale Dachziegel.

Solange du nur zwei Ausrichtungen hast, ist SolarEdge nicht zwingend gesetzt. Also erstmal schauen wie viele Module draufgehen, und dann schauen wir nach dem passenden Wechselrichter.
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Re: Problemdach , was ist möglich und sinnvoll ?

Beitragvon tks » 13.07.2018, 18:32

Was gibt's denn in Luxemburg an Einspeisevergütung oder sonstiger Förderung? Unter deutschen Randbedingungen würde sich das schwerlich rechnen.
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Re: Problemdach , was ist möglich und sinnvoll ?

Beitragvon petzlux » 13.07.2018, 19:44

Sind Schieferziegel .

Einspeisungspreis hier sind 14 Cent pro kwh.

Dann gibst noch 20% Förderung vom Nettopreis der Anlage.
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Re: Problemdach , was ist möglich und sinnvoll ?

Beitragvon petzlux » 13.07.2018, 19:49

Nein brauchen keinen Kaminzugang oder Schneefang.

Optisch bin ich eher flexibel, und von der Gemeinde aus ists erlaubt solang man nix weiter aufbockt oder überhängen lässt.
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Re: Problemdach , was ist möglich und sinnvoll ?

Beitragvon petzlux » 18.07.2018, 11:41

Hier mal mit was fuer einer Belegung ich gerechnet habe, komme auf 13 1m x 1,70m Module.

Screen Shot 2018-07-18 at 11.39.50.png
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Re: Problemdach , was ist möglich und sinnvoll ?

Beitragvon Weidemann » 18.07.2018, 12:07

Da fehlt noch rechts und links unten eins ;-)
Das obere Spitzeck will auch noch belegt werden, und die beiden Flächen unter bzw. neben dem Kamin hätten auch noch Platz.

Dann gehts ja durchaus in Richtung der 18 Module des optimistischen Anbieters.
SolarEdge ist noch nicht gesetzt, bei nur zwei Ausrichtungen würd ich eher in Richtung eines WR mit zwei Trackern und Schattenmanagement gehen. (Weißt du, was ihr für Schieflast-Vorschriften habt? In Deutschland darf man 4,6kVA einphasig einspeisen, in Österreich weniger... denn ideal wäre bei kurzen Strings ein einphasiger WR, weil der mit der Spannung sehr weit runter kommt.)

Schiefer-Eindeckung ist wohl nicht ohne... da wüsst ich aus dem Stand nicht, wie man da arbeitet. Das sollte der Solarteur schonmal gemacht haben, oder sonst einen Dachdecker machen lassen der sich damit auskennt und auch die Gewährleistung trägt.
sonnige Grüße,
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