Ost/West oder nur West

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon sirrocool » 14.06.2018, 09:02

Version 2: 46 + 32 Module x 0,295kWp =23,01kWp
23,01kWp x 0,7/0,95 =16,95kVA (0,7 für 70% Einspeiseregelung, 0,95 für 5% Blindleistungsbereitstellung!)
Also blieben bei 70% weich noch 50W übrig für zusätzlichen, zeitgleichen Verbrauch, wenn die Anlage in der Sonne brummt :wink:
Daher evtl. 17,5kVA WR nehmen, dann bleiben 550W. Das muss dann aber erstmal vom Dach kommen und das ist bei 2 Seiten Ost und West eher selten der Fall, gibt ja keine 2 Sonnen :wink: (in unserem System jedenfalls)
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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon seppelpeter » 14.06.2018, 09:18

GAMMA83 hat geschrieben:
seppelpeter hat geschrieben:In Version 2 brauchst Du einen 17KVA oder 17,5KVA WR, der 15er wäre mir da zu knapp.


Woran erkenne ich das?
28 Module wären optisch auch eine Lösung, würde das noch passen?


Bei DN48 kann das vielleicht noch ganz knapp passen.
Frei nach 78*295*0,7/0,9=17897 brauchst Du ein 17,5KVA Gerät, das dann aufgrund der Dachneigung von 48 Grad passen würde. Daher wäre mir das im ersten Schritt zu knapp, SunnyDesign weißt ja auch darauf hin.

Ob der 15er bei den 78 Modulen noch passt müsste man mal genau ausrechnen, ich glaubs allerdings nicht, da das schon eine 58% Regel wäre.

In 70-weich ist nix zu erwarten.
Trotzdem würde ich mit S0-Zähler für die Verbrauchsvisualisierung bauen.
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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon sirrocool » 14.06.2018, 10:06

upps, ..kommt die Verschiebungsregel 0,9 aus der VDE-AR-N 4105?
Müsste dan für alle Anlagen größer 13,8 kVA gelten, oder?
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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon seppelpeter » 14.06.2018, 10:45

sirrocool hat geschrieben:upps, ..kommt die Verschiebungsregel 0,9 aus der VDE-AR-N 4105?
Müsste dan für alle Anlagen größer 13,8 kVA gelten, oder?


Steht so im EEG 2012.
Ab 13,8KVA WR Leistung KANN der VNB 10% Blindleistung fordern und die meisten machen das dann auch.
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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon GAMMA83 » 14.06.2018, 10:52

Welchen Wechselrichter würdet ihr denn für Variante 2 empfehlen? SMA hat ja nur direkt den 20er im Angebot. Ist nur unwesentlich teurer, aber hat eine Überdimensionierung weitere Nachteile?

Gruß Christian
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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon seppelpeter » 14.06.2018, 11:28

GAMMA83 hat geschrieben:Welchen Wechselrichter würdet ihr denn für Variante 2 empfehlen? SMA hat ja nur direkt den 20er im Angebot. Ist nur unwesentlich teurer, aber hat eine Überdimensionierung weitere Nachteile?


Bei annähernd gleichem Preis würde ich dann den STP20000 nehmen.
Nachteile hast Du nicht zu erwarten.

Es dürfen dann aber auch 46 Stück und 38 Stück werden. :wink:

Alternativ ein Fronius Symo mit 17,5KVA.
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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon Weidemann » 14.06.2018, 11:42

Ich hab mal kurz die Dimensionierung durchgespielt:
bei 66%/33% würd ich den WR mit ca. 55% dimensionieren (da hast du deutlich weniger Verluste, als die üblichen 2-5% bei einer 70%-Südanlage), also 20kWp*0,55/0,95=11,6 kVa.

Bei Variante zwei ist der STP 15000 schon etwas zu groß, auf keinen Fall den 20.000er nehmen.

Das kannst du auch grob in Sunny Design durchspielen: Bei identischer Modulbelegung verschiedene WR-Größen durchprobieren, und jeweils den Energieertrag in kWh vergleichen -> wenn der WR zu klein wird, wird der Energieertrag irgendwann deutlich kleiner.
Rechne dir den jährlichen Minderertrag bei kleinerem WR in Euro um, und vergleiche das mit dem Aufpreis für einen größeren WR (und dessen Garantieverlängerung).
sonnige Grüße,
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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon seppelpeter » 14.06.2018, 11:48

So kann man sich also irren.
Ich hätte nicht gedacht, dass man aufgrund von DN48 so deutlich unter 60% WR Leistung gehen kann.

Bei Preisgleichheit würde der STP20000 aber nicht schaden und man könnte 6 Module mehr legen für 24,78KWp, wobei Deiner Rechnung nach dann immer noch der STP15000 reichen würde.

84*295=24,78KWp und 24780*0,55/0,9=15143VA
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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon timohome » 14.06.2018, 13:10

Schon irre was man bei OST WEST auf nen Dach kriegen kann. Klar, kriegt man nicht maximalen Ertrag wie Süd, aber mich würden die Kurven durchaus interessieren gerade auch das, was Mittags rum kommt.

Aber definitiv könnte ich mir schlimmeres vorstellen als so ein Dach zu belegen, ja :)

Bei 330 Watt Modulen wären es sogar 27 KWp ... Wenn das liebe Geld doch nicht wäre :)
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Re: Ost/West oder nur West

Beitragvon Meik1975 » 14.06.2018, 15:00

Guck mal an, fast ein Nachbar, schönen Gruß aus Rhede :D

https://www.portal.benning-solar.com/si ... erId=14681

Mein Dach ist etwas kleiner, exakt Ost-West mit 30° Dachneigung. Hab auch ähnliche Überlegungen angestellt, wie groß, wie aufgeteilt, ... Bin letztlich bei möglichst nah 10kWp gelandet, deutlich größer ist leider kein Platz. Grob hab ich 2/3 1/3 (22 zu 12 Module) aufgeteilt, den größeren Teil West. Gibt den höheren Eigenverbrauch, der größere Teil West schlicht auch deshalb weil wir beide berufstätig sind und Kinder aus dem Haus -> größter Verbrauch ist nachmittags/abends. Also Westdach möglichst voll. Vom Platz her wären 23 drin, 22 aber nur in einem Strang, also wurden es da 22. Rest bist möglichst nah an 10kWp kam dann auf das Ostdach.

Wechselrichter hab ich nach obigem Link einen von Benning. Hatte ich bis mein Solateur damit ankam gar nicht auf dem Schirm, dabei werden die hier umme Ecke in Bocholt gebaut. Plus Solarlog und 70 "weich". Fazit nach 1 Jahr: Vom Ertrag her lohnt der Aufwand für 70 weich bei Ost-West nicht, aber schöne Spielerei mit Verbrauchsmessung und Eigenbedarfsoptimierung. Wenn du auf 20kWp und mehr gehen solltest würde ich ggf. nachdenken für das sommerliche Warmwasser einen steuerbaren Heizstab zu installieren der dir alles über 70% ins Warmwasser schiebt.

Module hab ich BenQ 290W FullBlack. Wollte aus optischen Gründen auch die ganz schwarzen, aus allen konkreten Angeboten waren die vom Preis/Leistung die Interessantesten.

Kostenmäßig war ich bei 1250 netto/kwP, aber da musste die Hauselektrik noch umgestrickt werden, neuer Stromkasten installiert und bei der Gelegenheit gleich eine E-Auto Ladestation in der Garage vorverkabelt werden. Da steckten ein paar hundert € Aufpreis. Anlage wurde Mai 2017 installiert.

Aus heutiger Sicht: Wenn ich deinen Platz hätte würde ich nicht lange überlegen und das Dach voll machen. Angenehmer Nebeneffekt: Im Sommer kühler im Haus, die Anlage verschattet das Dach! :)
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