Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon Knoby » 14.09.2018, 12:42

Hallo zusammen,

da ich neu hier im Forum bin, möchte ich den ersten Thread direkt nutzen um mich mal kurz vorzustellen.
Mein Name ist Stephan, ich bin 39 und wohne mit meiner Familie im beschaulichen Werne in NRW.
Als Elektrotechniker habe ich ein Grundwissen in der Materie, habe aber bereits begonnen mich in das Thema Photovoltaik einzulesen.

Jetzt mal zum Projekt. Ich habe ein Bild mit angehängt, auf dem Ihr meine professionellen Paint Skills sehen könnt :lol: Aber so lässt sich wahrscheinlich vieles einfacher erklären.
Mein Plan sieht momentan folgendermaßen aus:
- 30 Module a 300W -> 9KWp (bei den Modulen bin ich noch komplett offen für Vorschläge)
- 10 Module im String nach Süden (grün eingezeichnet)
- 20 Module im String nach Westen (blau eingezeichnet)
- Abregelung 70% hart -> 6,3KWp Leistung
- Wechselrichter 7KW z.B. SYMO 7.0-3-M

- Lehrrohr vom Dachboden in den Keller vorhanden
- im Verteilerkasten ist noch Platz für einen Zähler

Verschattung ist nicht vorhanden. Wenn die Sonne morgens noch nicht auf das Westdach und abends nicht auf das Süddach scheint, zählt das nicht als Verschattung, richtig?

Ich bin gespannt auf Eure Anregungen und Meinungen, die mir bestimmt noch weiterhelfen werden.

Viele Grüße
Stephan
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Re: Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon seppelpeter » 14.09.2018, 13:31

Sind das Flachdächer oder Satteldächer?
Wenn letzteres ... welche Dachneigung haben die?

Ich würde da näher an die 10KWp ran planen.
33*300 legen oder 32*310 oder 31*315 und als WR dann einen Fronius Symo mit 8,2KVA und zusätzlichen S0-Zähler für 70-weich setzen lassen.
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Re: Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon Knoby » 14.09.2018, 14:00

Stimmt, die Auflösung des Bildes ist ziemlich übel. Das sind Satteldächer, die Neigung werde ich gleich mal messen, wenn ich zuhause bin und dann heute Abend hier posten.
Mehr Module bekomme ich vom Platz nicht aufs Dach, um näher an die 10KWp zu kommen, müsste ich dann -wie Du bereits geschrieben hast- mit der Wattzahl der Module hochgehen. Vom Gefühl her hätte ich gesagt, dass es momentan über 300W pro Modul sehr steil nach oben geht, was die Preise betrifft, deshalb hatte ich meine Grenze erst mal auf 300W gelegt. Da werde ich aber nochmal nachrechnen.
Warum würdest Du denn hier eine 70-weich bevorzugen? Mit diesem Thema habe ich mich noch nicht so sehr beschäftigt. Unser Stromverbrauch liegt derzeit bei ca. 3800KWh, wenn die Kinder älter werden, wird es wohl eher Richtung 5000KWh gehen.
Und hättest Du mal einen Link oder ein Beispiel zu einem S0-Zähler? Die Arbeitsweise dessen ist mir auch noch nicht so richtig bewusst.
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Re: Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon seppelpeter » 14.09.2018, 14:06

Liefere mal Dachneigung und die Dachmaße.
Bisher ging noch auf jedes Dach mehr drauf, auch wenn man das zunächst ausgeschlossen hat.

Bis 320Wp ist das durchaus noch bezahlbar.

Knoby hat geschrieben:Warum würdest Du denn hier eine 70-weich bevorzugen? Mit diesem Thema habe ich mich noch nicht so sehr beschäftigt. Unser Stromverbrauch liegt derzeit bei ca. 3800KWh, wenn die Kinder älter werden, wird es wohl eher Richtung 5000KWh gehen.
Und hättest Du mal einen Link oder ein Beispiel zu einem S0-Zähler? Die Arbeitsweise dessen ist mir auch noch nicht so richtig bewusst.


Die 70-weich kostet bei Fronius fast nix ... der 8,2KVA WR wär bei 10KWp auf dem Dach eh da und die beiden Süddächer werden sicher was oberhalb der 70% Marke liefern, sofern das nicht DN50 oder noch mehr ist.

B+G Tech kann man als S0-Zähler nehmen.
Link habe ich nicht.
Der Zähler sitzt im Verbrauchszweig und misst den aktuellen Verbrauch.
Das ist dann auch der Wert, den der WR mehr produzieren kann, um nicht mehr als 70% Einspeisung zu haben.

70-weich oder -hart wird hier erklärt:
https://www.photovoltaik-web.de/photovo ... management
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Re: Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon MrF » 14.09.2018, 14:18

Wenn Du eine 9,9 kWp Anlage baust, die Sonne an einem kühlen sonnigen Tag im Südwesten steht, dann kann Deine Anlage ggf. schon mal 8 kW leisten.
Bei einer harten Abregelung auf 6,93kW würdest Du ein kW verschenken. Da werden die Module oder der WR aus dem optimalen Arbeitsbereich gefahren und die Restenergie irgendwie verheizt.
Bei der weichen Abregelung würde zumindest der Grundverbrauch vom Haus abgedeckt und der Rest eingespeist. Dein Wechselrichter darf bei der weichen Abregelung 6,93kW + Eigenverbrauch wechselrichten (bis zu seiner max. Leistungsfähigkeit - hier wurde 8,2 kVA vorgeschlagen)

Der extra S0-Zähler / Modbuszähler ... misst also die eingespeiste bzw. die bezogene Leistung und übermittelt diese an den Wechselrichter, der dann weiß, wie weit er arbeiten darf.

Modbus-Zähler (wenn schon, denn schon ;-) )
http://www.fronius.com/de/solarenergie/ ... eter-63a-3

je mehr maximale Leistung, desto mehr hast Du auch bei weniger schönem Wetter

Viel Erfolg!
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Re: Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon Knoby » 15.09.2018, 21:27

Danke für die Erklärung @MrF

Ich habe jetzt mal ein paar weitere Daten für Euch:

Dachneigung West:32,7°
Dachneigung Süd: 44,5°

Dachfläche, die zu belegen wäre:
West: Breite x Höhe = 11,1m x 4m = 44,4qm
Süd: Breite x Höhe = 8,1m x 2,3m = 18,7qm, hier wäre noch Platz für 2 zusätzliche PV-Module neben den Solarthermie Modulen

Ich habe noch an manchen Dachpfannen so aufgesetzte Belüftungsteile, die ca. 6-7cm hoch sind, würden die stören oder wäre der Abstand von PV-Modul zur Dachpfanne größer?
Und ich habe mir das heute mal genauer angesehen und festgestellt, dass die ersten Minuten, die die Sonne auf das Westdach scheint, eine Verschattung vom Kamin da ist, für ca. 30min. Hätte aber nicht so wahnsinnig großen Einfluss, oder?
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Re: Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon Knoby » 20.09.2018, 10:21

So, hier mal ein kleiner Zwischenstand nachdem ich die ersten Solarteure vor Ort hatte.
Einige versuchen einfach nur das Beste und Teuerste (inkl. Speicher, den ich momentan nicht möchte) zu verkaufen und vermitteln mir ein mieses Gefühl.
Ein Solarteur macht aber einen sehr guten Eindruck, ist auf meine Wünsche eingegangen und das Angebot wird wahrscheinlich in mein angestrebtes Ziel von 1200€/KWp passen.
Geplant wird jetzt folgendermaßen:
- das Süddach bekommt 13x300W Astronergy PENTA Premium ASM6610M - 300 Wp mono(Empfehlung des Solarteurs), ist somit String1
- das Westdach bekommt 20x300 Astronergy PENTA Premium ASM6610M - 300 Wp mono und ist String2
- als Wechselrichter empfiehlt er den Kostal Plenticore (Größe muss noch errechnet werden), da dieser die Möglichkeit bietet ohne großen Aufpreis später eine Batterie nachzurüsten und auch sonst Alles erdenkliche mitbringt
- einzig mit der von ihm vorgeschlagenen harten 70% Regelung bin ich noch nicht ganz konform, er ist sich allerdings sehr sicher, dass die Anlage -wenn überhaupt- nur äußerst selten auf Anschlag produziert

Was ich jetzt noch an Fragen an Euch hätte:
- der Plenticore hat einen integrierten Datenlogger, könnte ich mir mit diesem DL den S0-Zähler / Modbuszähler sparen oder bräuchte ich den trotzdem zusätzlich um den Eigenverbrauch zu messen?
- Wenn nein, kann man grob sagen, dass die Kosten für 70%-weich etwa bei 1000€ mehr ggü. 70%-hart liegen? (Gößerer WR, zusätzlicher Datenlogger)
- gibt es irgendeine Möglichkeit zu berechnen ob und unter welchen Voraussetzungen die Anlage mehr als die 70% produziert (Sonnenstand, Temperatur usw muss ja Alles mit berücksichtigt werden)

Danke und viele Grüße
Stephan
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Re: Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon seppelpeter » 20.09.2018, 12:42

Knoby hat geschrieben:Geplant wird jetzt folgendermaßen:
- das Süddach bekommt 13x300W Astronergy PENTA Premium ASM6610M - 300 Wp mono(Empfehlung des Solarteurs), ist somit String1
- das Westdach bekommt 20x300 Astronergy PENTA Premium ASM6610M - 300 Wp mono und ist String2
- als Wechselrichter empfiehlt er den Kostal Plenticore (Größe muss noch errechnet werden), da dieser die Möglichkeit bietet ohne großen Aufpreis später eine Batterie nachzurüsten und auch sonst Alles erdenkliche mitbringt
- einzig mit der von ihm vorgeschlagenen harten 70% Regelung bin ich noch nicht ganz konform, er ist sich allerdings sehr sicher, dass die Anlage -wenn überhaupt- nur äußerst selten auf Anschlag produziert


Na siehst Du, wie angedroht werden da 33 Module drauf passen und 13 auf Süd sind natürlich besser als nur 10.
Sowohl was Ertrag angeht, aber auch bezüglich Stringspannung.

Der KostalPlenticorePlus ist vom Datenblatt ein guter WR und die Option an den 3. Mpp Eingang mal einen BYD Hochvolt als Speicher dran zu hängen ist auch nett. Der Aufpreis sind allerdings schon rund 400,- für die Freischaltung der Speicherfunktion und man schränkt sich damit eben auch ein Stück weit ein, weil es eine Herstellerabhängige Lösung ist.

Als WR würde ich bei 9,9KWp definitiv zum PlenticorePlus8,5 raten.
Drunter gibt es nur den 7er und der ist 70-hart definitiv zu klein.

Wenn der 8,5er dann da ist, natürlich auch den passenden Verbrauchszähler nehmen, um 70-weich zu realisieren.
Ich gehe schon davon aus, dass da was in 70-weich zu erwarten ist, bei 2 südlichen Dächern.
Ich habe ein Norddach dabei und bin im Sommer stundenlang in 70-weich unterwegs ... "leider" mit sehr niedrigem Hausverbrauch.

Lies dich mal hier ein:
kostal-wechselrichterkommunikation-monitoring-f175/kostal-plenticore-unterschied-energiezaehler-sdm63-t124725.html

Verbrauch kannst Du nur messen, wenn der WR den auch kennt.
Also EM300 nehmen.
Kostet um 400,- laut dem Thema oben.
Wer sagt was von 1000,- ... doch nicht der Anbieter? Nana :!:

Bei einer Investition von 12.000,- würde ich wissen wollen, was gerade auf dem Dach passiert.
Sieh es mal so.
Rein wirtschaftlich betrachtet, lohnt sich 70-weich nicht unbedingt, wobei die Voraussetzungen bei Dir nicht die schlechtesten sind. Und wenn es sich nicht lohnt ist es auf jeden Fall ein schönes Spielzeut. Wie sieht eigentlich die App von Kostal aus? Du bist herzlich eingeladen, diese hier mal vorzustellen.
Zuletzt geändert von seppelpeter am 20.09.2018, 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon Knoby » 20.09.2018, 13:22

Danke, ich denke auch, dass Alles in die richtige Richtung geht mit dieser Konstellation.
Und danke nochmal an Euch, das waren gute Denkanstöße und mit diesen habe ich mich dann hingesetzt, nochmal das Dach vermessen, Stringspannungen berechnet usw.

Die 1000€ Aufpreis waren eine Schätzung von mir, da man mit 70%-weich ja i.d.R. einen größeren WR und den Datenlogger benötigt (plus vielleicht noch etwas, das ich nicht auf dem Schirm habe ;) )
Wenn aber sowieso schon der 8.5er verbaut wird, wären es ja nur noch die 400€ für den Datenlogger (EM300) und die wären mir die Spielerei, die er mitbringt, schon Wert :D

Mit der App fange ich aber erst an mich zu beschäftigen, wenn die Anlage aufs Dach geschraubt wird :lol:
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Re: Neuling benötigt Unterstützung bei 9KWp Anlage

Beitragvon seppelpeter » 20.09.2018, 13:29

Der Datenlogger ist bei Kostal bereits im WR drin.
Ohne EM300 loggt der nur die Erzeugung.

Mit EM300 kann der WR auch den Verbrauch loggen/visualisieren und gleichzeitig die 70-weich Regelung machen.

Der EM300 misst den Hausverbrauch und leitet die Daten an den WR weiter.
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