Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänger

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänger

Beitragvon matze1985 » 16.05.2018, 21:22

Guten Abend zusammen,

bei der Recherche zum Für und Wider einer PV Anlage auf dem Dach, bin ich auf das Forum aufmerksam geworden. Hier ist ja gut was los!
Wir planen aktuell den Bau unseres ersten kleinen Häuschens, und ich bin unschlüssig ob PV sinnvoll ist, oder nicht.
Ich hoffe man kann meine höchst professionell eingezeichneten groben Dachabmessungen auf dem Bild erkennen, es handelt sich um ein Satteldach mit 45 Grad Dachneigung.
Das ganze wird im Umland von Hannover (PLZ: 31303) realisiert.

Irgendwo auf der Südseite (sehr wahrscheinlich oben rechts) kommt eine Solarthermieanlage unbekannter Größe ("nicht groß" laut Bauträger) hin.

Frage: kann man trotz dieser das Dach sinnvoll mit einer PV Anlage belegen? Parallel lese ich mich zum Thema EEG Umlage ein, mein Bauchgefühl sagt, mir dass das aufgrund der Dachfläche aber wohl eh unter den 10kwp bleiben wird.
Ich habe hier auch von diversen "verrückten" gelesen, die sich die Nordseite vollgeplastert haben, bisher aber keine Gelegenheit gehabt mich über Sinn und Unsinn eines solchen Unterfangens zu informieren.

Würde mich freuen wenn ihr einfach mal eure Einschätzung abgebt.

Vielen Dank

Gruß
Matze
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Re: Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänge

Beitragvon seppelpeter » 17.05.2018, 00:01

Aha, Du zweifelst am Sinn von PV, aber die Thermie ist gesetzt und sinnvoll?
Da sieht man mal wieder, Lobbyarbeit funktioniert.
Mach die Thermie wirklich klein, oder lass sie weg.
Bloß keine Heizungsunterstützung mit planen lassen!

BTW: Auch weg lassen ist erlaubt bei KfW55 ... dann muss eben die PV drauf, aber das willst Du ja eh. :juggle:

Irgendwo auf der Südseite (sehr wahrscheinlich oben rechts) kommt eine Solarthermieanlage unbekannter Größe ("nicht groß" laut Bauträger) hin.


Setz die Thermie auf die Gaube, damit das eh schon kleine Süddach frei für PV bleibt.
PV muss Sonne haben, Thermie reicht auch ein teilverschattetes Plätzchen mit nur Sonne den halben Tag lang ... auf der Gaube.

Logo kann man da PV drauf bauen.
Schaut das Dach genau nach Süden ... dann sowieso.
Welche Dachneigung baut ihr und wie nördlich schaut das Dach ... Dach sieht steil aus, da macht Nord keinen Sinn.
JA, ich habe eine Anlage auf -150 Grad NNO mit DN13 liegen, funktioniert wunderbar!

PS.: Und nicht den Bauträger nach PV fragen, das ist absolute Zeitverschwendung.
Zuletzt geändert von seppelpeter am 17.05.2018, 00:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänge

Beitragvon duncan02 » 17.05.2018, 00:13

45 DN macht Nord wenig Sinn
Nord.JPG

oder Du leg die ST dort hin :mrgreen: ST kostet viel Geld und bringt im Vergleich zu PV wenig. Ich war ein Fan der ST Idee und wollte das unbedingt haben, dann kamen die Angebote + Zweitgespräch -> ST kostet viel und bringt wenig. Für WW sollte man im Sommer einen BWWP (mit Heizungsanschluss) mit PV nutzen, das kostet übers Jahr ca. 600kWh für einen 4 Personen Haushalt und das bekommst Du im Sommer durch die PV - Anlage fast geschenkt. :wink:
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Re: Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänge

Beitragvon seppelpeter » 17.05.2018, 00:27

Ach ja, bei WP im Haus die Thermie natürlich weg lassen und Dach plus Gaube mit PV füllen.

Dachüberstand/Dachneigung so bauen, dass 5,1 bis 5,2m von Traufe bis First entstehen! Module haben 1,67*1,01m.

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Re: Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänge

Beitragvon KKB68 » 17.05.2018, 08:33

Moin.

Bauträger als Generalunternehmer für ein frei geplantes Haus oder eine "Hausbaufirma" die Euch ein nur leicht in der Ausstattung abwandelbares "Fertighaus" baut?

Falls letzeres prüf ganz genau was an Heizungskonzept angeboten ist... odtmals genau das womit der Träger am wenigsten Arbeit hat und am meisten Verdient... und unterirdisch 08/15 ausführt.

Und lass die Alibithermie weg, es sei denn Du hast Heizkörper und Gastherme geplant.
Grüße,

Klaus

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Re: Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänge

Beitragvon matze1985 » 17.05.2018, 22:09

Guten Abend in die Runde,

herzlichen Dank für eure Antworten.

@Seppelpeter: hat nix mit Lobbyarbeit zu tun, die ST ist halt einfach gemäß Bau und Leistungsbeschreibung bei unserem Haus dabei :-) Ich werde schauen in wieweit ich Einfluss auf die Positionierung von dem Ding habe, würde gern erstmal wissen wie groß sie überhaupt wird...
Dachneigung beträgt 45 Grad und ist exakt nach Süden ausgerichtet.

@duncan02:
Ok, dann nix mit Norddach, schade da wäre halt mehr Platz. Und nein, ich werde jetzt nicht mehr die Gaube umplanen ;-)
Nachdem ich die Abkürzung BWWP entschlüsselt habe, werde ich mich wohl auch in der RIchtigun einmal informieren. Heizung im Haus wird eine stinknormale Gasbrennwertheizung.

@seppelpeter:
wir bauen in einem Neubaugebiet mit seehr restriktiven Bauvorschriften (Traufhöhe, Firsthöhe in Kombination mit Hüllkurve und was weiß ich noch allem was das Dach betrifft), ich werde trotzdem mal schauen ob man da noch 10cm rausqetschen kann. Muss gestehen, dass ich meine Maße von einem 1:100 Maßstab mit nem uralten Zollstock abgelesen habe, weil ich mein Geodreieck verbaselt habe...

@KKB68:
Variante abgewandeltes "Fertighaus" trifft es schon ganz gut :-)
Tja, mir wurde eine Wolf CSZ-2 verkauft + der entsprechenden ST auf dem Dach.Im Haus wird überall eine Fußbodenheizung verlegt werden, keine Heizkörper. Ob sich der Bauträger mit dieser Kombination dumm und dusselig verdient kann ich nicht beurteilen. Da noch nicht einmal der Bauantrag gestellt ist, kann ich auch zur Ausführungsqualität noch nichts sagen. Was ich aber sagen kann, dass wir uns aufgrund von positiven Erfahrungen von Freunden und Bekannten (und nicht wegen des Preises) für eben jenen entschieden haben. Ob das dann alles so richtig war, werden wir noch feststellen.
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Re: Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänge

Beitragvon duncan02 » 17.05.2018, 22:17

Als Tipp die Abluft der BWWP kannst Du im Sommer zum kühlen nutzen, also leg schon mal einen Luftschacht ins OG :-) plus Umschalter (Sommer -> OG / sonst -> Abluft nach draußen)
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Re: Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänge

Beitragvon seppelpeter » 17.05.2018, 22:45

matze1985 hat geschrieben:Tja, mir wurde eine Wolf CSZ-2 verkauft + der entsprechenden ST auf dem Dach.Im Haus wird überall eine Fußbodenheizung verlegt werden, keine Heizkörper. Ob sich der Bauträger mit dieser Kombination dumm und dusselig verdient kann ich nicht beurteilen. Da noch nicht einmal der Bauantrag gestellt ist, kann ich auch zur Ausführungsqualität noch nichts sagen. Was ich aber sagen kann, dass wir uns aufgrund von positiven Erfahrungen von Freunden und Bekannten (und nicht wegen des Preises) für eben jenen entschieden haben. Ob das dann alles so richtig war, werden wir noch feststellen.


Versuche die Gasheizung und die Thermie aus dem Angebot raus zu nehmen.
Die Wolf CSZ-2 hat als kleinstes Gerät 14KW, das ist bei Fußbodenheizung, Neubau, irgendwas um 150m² und weit weg der Alpen nicht unbedingt zeitgemäß.

Fußbodenheizung nutzen, also WP für Heizung und WW rein.
Eigentlich kann das gesamte Gewerk "Heizungsbauer" raus, Du brauchst einen Kälteanlagenbauer.
Eine WP mit 5-7KW sollte locker reichen, die stellt man zweckmäßigerweise ebenerdig vor das Haus und ist fertig.
Günstiger, wartungsarm, kein Gasanschluß, kein Abgaskamin, keine Schorsteinfegerkosten, keine Abgasprüfung, usw.

Mit PV auf dem Dach deckst Du bei rund 10.000KWh und einem Anteil von rund 2000KWh für WW Bedarf einen guten Teil mit PV Strom ab. Das macht dann auch die Thermie, als "regenerativen Anteil im Haus" überflüssig.

Dein Plan ist Standard.
Das machen Bauträger gerne.

Ich habe was ähnliches hier stehen, zwar ohne Fußbodenheizung, aber auch nur 10.000KWh Wärmebedarf im Jahr inkl. WW und würde den "Zustand" mit der Gastherme sehr gerne ändern. Ist aber nicht so einfach, wenn die Gasbüchse erstmal drin ist.
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Re: Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänge

Beitragvon mdonau » 18.05.2018, 00:41

gut, es ist noch kein Bauantrag gestellt...
zum thema Heizung kann man nur das Forum
auf Haustechnikdialog.de ans herz legen.

Gas und Solarthermie ist der Standard von gestern.
WP+PV die Zukunft, im Idealfall mit Erdkollektor.

bei eurem Dach ist schon ohne die Thermie
der Platz knapp, unbedingt drauf verzichten,
im Sommer zu viel und im winter nichts.
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Re: Neubauvorhaben mit Bauträger, Süddach, absoluter Anfänge

Beitragvon passra » 18.05.2018, 07:23

Und wenn schon ST, dann links oder rechts UNTEN im Eck neben der Gaube, den Rest dann mit PV belegen.
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