Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon Tommmek » 15.09.2018, 22:29

seppelpeter hat geschrieben::danke: für die Einladung....

Bevor hier ein NO Dach belegt wird, sollte mal die Ausrichtung definiert werden.
Ein NO Dach mit DN35 würde ich zum Beispiel nicht mehr belegen.

Süden ist Null.
Westen positive Abweichung und Osten negative Abweichung.
Wo schaut das geplante NO Dach hin bei welcher Dachneigung :?: :juggle:

Auf Süd passen auf jeden Fall mit entsprechend geplantem Dachüberstand 2*22 Module.

Mit 2*22*320Wp kann man das auch definitiv bauen.
Ist deutlich über 10KWp, da kann man auf die EEG Umlage pfeifen.
Wer da von einer Anlage größer 10KWp "wegen der EEG Umlage" abrät, sollte mal Mathe 5. Klasse besuchen.

Die 14KWp würde ich bei SW Ausrichtung mit irgendwas um DN35 in 70-weich an einen SMA STP12000 mit SHM2.0 oder an einen Fronius Symo mit 12,5KVA und zusätzlichem S0-Zähler für 70-weich hängen.



Jetzt hab ich es mit dem 70-Weich kapiert.

Du würdest also nur einen Wechselrichter empfehlen?
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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon eba » 15.09.2018, 22:36

Wenn dein Dach perfekt nach Süd ausgerichtet wäre, könntest du 1000kWh/kWp ernten. Ein reines Norddach nur 550kWh/kWp
in der Summe 1550kWh/kWp
Bei SW 45° wären nur noch 946kWh bei NO -135° sind es nur noch 632kWh/kWp, in der Summe 1578kWh/kWp
Bei Ost/West 90° je 807kWh/kWp also 1614kWp/kWp.
Wenn man auf ein perfektes Süddach ein 10kWp Anlage bauen möchte, kostet das etwa €12.000. Bei 10.000kWh Ertrag im Jahr folgt daraus ein Aufwand €1,2 je kWh Jahresertrag
Baut man eine 20kWp Anlage, auf S/N so kostet diese €20.000 oder €20.000 / 15500kWh also €1,29 je kWh Jahresertrag.
Die selbe Anlage auf O/W kosten dann €20.000 / 16140kWh = €1,24 je kWh Jahresertrag.
Für deine Anlage wären dies 1,27 je kWh Jahresertrag. Passen sogar 30kWp aufs Dach, so kostet die Anlage sogar nur €900/kWp oder €27.000 / ((1000+614)/2*30) = €27.000 / 24210kWh = €1,12 je kWh.

Damit schlägt auch hier der Skalierungseffekt gnadenlos zu. Damit wird sogar ein Norddach rentabel.
Damit wird auch ersichtlich, dass, um die EEG-Umlage zu sparen, 2x eine 10kWp Anlage mit einem Jahr Abstand zu bauen wirtschaftlich völlig sinnlos ist
Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.
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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon Tommmek » 15.09.2018, 22:46

seppelpeter hat geschrieben::danke: für die Einladung....

Bevor hier ein NO Dach belegt wird, sollte mal die Ausrichtung definiert werden.
Ein NO Dach mit DN35 würde ich zum Beispiel nicht mehr belegen.

Süden ist Null.
Westen positive Abweichung und Osten negative Abweichung.
Wo schaut das geplante NO Dach hin bei welcher Dachneigung :?: :juggle:

Auf Süd passen auf jeden Fall mit entsprechend geplantem Dachüberstand 2*22 Module.

Mit 2*22*320Wp kann man das auch definitiv bauen.
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Wer da von einer Anlage größer 10KWp "wegen der EEG Umlage" abrät, sollte mal Mathe 5. Klasse besuchen.

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Sorry doppelpost
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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon smoker59 » 15.09.2018, 23:18

eba hat geschrieben:Wenn dein Dach perfekt nach Süd ausgerichtet wäre, könntest du 1000kWh/kWp ernten. Ein reines Norddach nur 550kWh/kWp
in der Summe 1550kWh/kWp


Diese Rechnung muss man sich einfach mal "auf der Zunge zergehen lassen" :wink:
Wenn man jetzt noch ein paar Module in den Keller legt und deren 0 kWh /kWp dazu zählt kommt man bei dir bestimmt auf 15500 kWh /kWp :ironie:
mit freundlichem Gruß
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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon eba » 15.09.2018, 23:25

ok die 1550kWh verteilen sich auf 2kWp, eine auf dem Süddach, eine vom Norddach. Ergibt im Mittel 775kWh/kWp.
Was ja oft übersehen wird, ein Haus hat meist 2 Dächer, warum nicht beide nutzen. Verdoppelt einfach die nutzbare Fläche.
:danke:
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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon Tommmek » 16.09.2018, 08:46

Wenn das alles ja so logisch ist...
Wieso bauen dann die meisten ihre Anlage nur auf die Süd Seite? Da muss es doch ein Haken geben?
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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon Tommmek » 16.09.2018, 14:59

Reicht ein SMA STP12000 aus für 44 Module?
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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon Velas » 16.09.2018, 17:05

Tommmek hat geschrieben:Wenn das alles ja so logisch ist...
Wieso bauen dann die meisten ihre Anlage nur auf die Süd Seite? Da muss es doch ein Haken geben?


Nicht unbedingt. Vor 15 oder 10 Jahren war die Einspeisevergütung hoch (die Anlagenpreise aber auch), viele haben die PV-Anlage da als Geldanlage genutzt (Volleinspeisung). Da war die Südseite ideal. Mit der gesunkenen Vergütung (und den niedrigeren Anlagenpreisen), bei steigenden Strompreisen, wurde - und wird - der Eigenverbrauch über die Zeit interessanter - zumindest für EF-Haus Eigner.
Viele im Forum haben Ost-West-Anlagen, einige Walmdächer sind auf 3 oder 4 Seiten belegt. Die Sonne liefert da gleichmäßiger über den Tag verteilt, was dem direkten Eigenverbrauch entgegenkommen kann, je nach Verbrauchsprofil.
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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon eba » 16.09.2018, 17:48

Tommmek hat geschrieben:Wenn das alles ja so logisch ist...
Wieso bauen dann die meisten ihre Anlage nur auf die Süd Seite? Da muss es doch ein Haken geben?


Weil die meisten aus Unwissen lieber 100% EEG-Umlage auf Netzbezug zahlen als 40% EEG-Umlage auf Eigenverbrauch.
Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.
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Re: Neubau Einfamilienhaus bei Freiburg

Beitragvon Velas » 16.09.2018, 18:04

eba hat geschrieben:
Tommmek hat geschrieben:Wenn das alles ja so logisch ist...
Wieso bauen dann die meisten ihre Anlage nur auf die Süd Seite? Da muss es doch ein Haken geben?


Weil die meisten aus Unwissen lieber 100% EEG-Umlage auf Netzbezug zahlen als 40% EEG-Umlage auf Eigenverbrauch.


Alle lernen dazu. Guck Dir mal die Beratungsfäden hier im Forum bis Ende 2016 an. "Dachvollmachen", als Trend, ist erst seit 2017 als "die Empfehlung" auszumachen.
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