Konzept für KfW40 Plus Neubau

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon PeterHawaii » 16.11.2017, 00:59

Servus,

ich stecke in den Anfangsplanungen für ein "3 Liter"-Haus gemäß KfW40 Plus Standard und beginne mich gerade in das Thema PV einzulesen - manch Unwissenheit sei mir daher an dieser Stelle bitte verziehen.

Meine Grundidee:

- PV-Anlage mit Speicher bauen und möglichst viele Förderungen mitnehmen: KfW 153 + 275 (geht laut KfW Typ am Telefon) & progress.nrw
- Speicher wirtschaftlich dimensionieren. KfW 275 (Kredit + Zuschuss) und progress.nrw (Zuschuss) geben jeweils 10% Zuschuss auf den Speicher - und zwar nur auf den Speicher wenn ich es richtig verstanden habe (KfW 275 Kreditsumme aber auf gesamte PV Anlage)
- Auflage der Förderungen: max. 50% Einspeisung erlaubt, daher: 50% Einspeisung/50% Eigenverbrauch im Idealfall, oder Eigenverbrauch entsprechend höher falls machbar
- Zielsetzung: wirtschaftlicher Mix aus Eigenverbrauch und Einspeisung, möglichst wenig zugekaufter Strom

Rahmendaten:

-154m² Fertighaus, sehr gut gedämmt, nah am Passivhaus
- 3 Personen (eventuell +1) Haushalt, Stromverbrauch ca. 3500kWh aktuell in der Mietwohnung (BJ 2014), im Haus sicherlich ein bisschen mehr
- Dachfläche Südseite ca. 65m², ca. 40 Grad Neigung, Ausrichtung fast "optimal" nach Süden, keine Verschattung
- Wärmeversorgung über Fernwärme, Kosten pro kWh noch unbekannt zum jetzigen Zeitpunkt

Fragen zur PV-Anlage:

-Wie würdet Ihr dimensionieren? Speziell: Ergibt es unter der Auflage "max. 50% Einspeisung" Sinn, sein Dach "vollzumachen"?
-Gemäß Auflagen muss der Speicher bei ein 150m² Haus wohl mindestens 2 kWh haben - ich finde leider den Thread nicht mehr hier im Forum auf Anhieb. Wie groß würdet Ihr diesen dimensionieren, die Förderungen im Hinterkopf. Ein größerer Speicher heißt ja nicht direkt zwingend steigenden Eigenverbrauch im gleichen Maße - hatte ich zumindest mal gelesen.

Noch eine allgemeine Frage zum "Heizen mit Strom". In unser jetzigen Wohnung (laut Energieausweis 58 kWh) heizen wir so gut wie gar nicht, da sehr gut isoliert. Die Kosten für Warmwasser zu Heizung verhalten sich ca. 3:1. Idee daher: da wir theoretisch noch weniger heizen (<= 35 kWh/m²), entstehen fast nur externe Kosten für Warmwasser (über Fernwärme) - wieso daher nicht die PV-Anlage in Kombination mit Heizstab/Boiler oder ähnlichem nutzen und somit den Eigenverbrauch ein Stück weit erhöhen (bevor durch max. 50% Einspeisung Strom "weggeworfen" wird). Ist das generell Quatsch oder valide? Klar, sollte die Einspeisung noch nicht ausgeschöpft sein, ist das Quatsch, zumal die kWh über Fernwärme wohl =<13 Cent kosten wird.

Besten Dank für Euren Rat!
PeterHawaii
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Re: Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon eba » 16.11.2017, 08:41

PeterHawaii hat geschrieben:Servus,

ich stecke in den Anfangsplanungen für ein "3 Liter"-Haus gemäß KfW40 Plus Standard und beginne mich gerade in das Thema PV einzulesen - manch Unwissenheit sei mir daher an dieser Stelle bitte verziehen.

Meine Grundidee:

- PV-Anlage mit Speicher bauen und möglichst viele Förderungen mitnehmen: KfW 153 + 275 (geht laut KfW Typ am Telefon) & progress.nrw
- Speicher wirtschaftlich dimensionieren. KfW 275 (Kredit + Zuschuss) und progress.nrw (Zuschuss) geben jeweils 10% Zuschuss auf den Speicher - und zwar nur auf den Speicher wenn ich es richtig verstanden habe (KfW 275 Kreditsumme aber auf gesamte PV Anlage)
- Auflage der Förderungen: max. 50% Einspeisung erlaubt, daher: 50% Einspeisung/50% Eigenverbrauch im Idealfall, oder Eigenverbrauch entsprechend höher falls machbar
- Zielsetzung: wirtschaftlicher Mix aus Eigenverbrauch und Einspeisung, möglichst wenig zugekaufter Strom

Rahmendaten:

-154m² Fertighaus, sehr gut gedämmt, nah am Passivhaus
- 3 Personen (eventuell +1) Haushalt, Stromverbrauch ca. 3500kWh aktuell in der Mietwohnung (BJ 2014), im Haus sicherlich ein bisschen mehr
- Dachfläche Südseite ca. 65m², ca. 40 Grad Neigung, Ausrichtung fast "optimal" nach Süden, keine Verschattung
- Wärmeversorgung über Fernwärme, Kosten pro kWh noch unbekannt zum jetzigen Zeitpunkt

Fragen zur PV-Anlage:

-Wie würdet Ihr dimensionieren? Speziell: Ergibt es unter der Auflage "max. 50% Einspeisung" Sinn, sein Dach "vollzumachen"?
-Gemäß Auflagen muss der Speicher bei ein 150m² Haus wohl mindestens 2 kWh haben - ich finde leider den Thread nicht mehr hier im Forum auf Anhieb. Wie groß würdet Ihr diesen dimensionieren, die Förderungen im Hinterkopf. Ein größerer Speicher heißt ja nicht direkt zwingend steigenden Eigenverbrauch im gleichen Maße - hatte ich zumindest mal gelesen.

Noch eine allgemeine Frage zum "Heizen mit Strom". In unser jetzigen Wohnung (laut Energieausweis 58 kWh) heizen wir so gut wie gar nicht, da sehr gut isoliert. Die Kosten für Warmwasser zu Heizung verhalten sich ca. 3:1. Idee daher: da wir theoretisch noch weniger heizen (<= 35 kWh/m²), entstehen fast nur externe Kosten für Warmwasser (über Fernwärme) - wieso daher nicht die PV-Anlage in Kombination mit Heizstab/Boiler oder ähnlichem nutzen und somit den Eigenverbrauch ein Stück weit erhöhen (bevor durch max. 50% Einspeisung Strom "weggeworfen" wird). Ist das generell Quatsch oder valide? Klar, sollte die Einspeisung noch nicht ausgeschöpft sein, ist das Quatsch, zumal die kWh über Fernwärme wohl =<13 Cent kosten wird.

Besten Dank für Euren Rat!

Erst einmal zur Klarstellung, du darfst mit 50% der Generatorleistung einspeisen, das sollten immerhin 80% der erzeugten Strommenge sein.
Bei einer 10kWp sind also nur 2000kWh per Speicher in den EV zu überführen. Bei deinem Stromverbrauch kein Problem.
Als Speicher bitte auf die Ladeleistung achten. Sollte mind. bei 4,6kW liegen damit bei hoher PV-Leistung der Überschussleistung im Speicher landet. Ein Speicher mit SMA SB kann nur 2,5kW das ist viel zu wenig.
Du brauchst zudem einen großen Speicher der je nach Nachtverbrauch im Sommer nur aus der Überschussleistung gespeist wird.
Also eine Tesla Powerwall oder als highend eine E3DC mit Wallbox für das künftige eAuto.


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Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.
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Re: Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon alterego » 16.11.2017, 09:16

Bist du sicher, daß NRW und KFW275 kombinierbar sind? 153 und 275 gemeinsam sind kein Problem, weil sie was anderes fördern, das wurde dir ja schon gesagt.
Speicher wirtschaftlich dimensionieren

Das bedeutet weglassen, derzeit ist speichern (selbst, wenn du den Strom kostenlos bekommst) teurer als Netzbezug, daran ändert auch die Förderung nur wenig. Geht aber nicht, wenn du 40+ haben willst. Im Gegensatz zum Vorredner würde ich den Speicher nur etwas größer als zwingend nötig machen, wenn man nicht zu viel Geld da verbrennen will. Leider führt das dann dazu, daß man Strom teilweise nicht nutzen kann.

Das Haus kannst du nicht drehen? Das Dach Ost-West wäre geschickter, wenn man mit 50% leben will. Es gibt unzählich Threads zu "70%", gerade aktuell 70-verguetung-wie-muss-ich-das-verstehen--t120804.html bei dir halt entsprechend 50% setzen.

Die Frage zur Fernwärme ist nciht so sehr der Nutzungspreis sondern, was der Anschluß kostet. Mit dem Geld kannst du dann schauen, ob eine WP nicht sinnvoller ist. Beim Fertighaus wohl blöd, weil du die Gewerke nicht selbst einzeln vergeben kannst und Komplettanbieter sich jede Änderung/Extra vergolden lassen (gilt auch für die PV).
Vergiß den Heizstab, der ist in der Anschaffung billig, wird aber nur wneige Wochen im Jahr mit Strom, den du nicht einspeisen darfst nutzbar sein. Mit einer WP solltest du etwa ein halbes Jahr damit schaffen. Abhängig von der Größe der Anlage natürlich.

wirtschaftlicher Mix aus Eigenverbrauch und Einspeisung, möglichst wenig zugekaufter Strom

Das paßt nicht zusammen. Das erste würde auf 4-5kWp oder Dach voll machen (weil einspeisen durchaus wirtschaftlich ist, auch wenn dei Speicherverkäufer gerne was anderes sagen - siehe aktuell finanztest 11/2017) ohne Speicher rauslaufen, das zweite auf 10kWp (viel mehr dürfte nicht aufs Dach gehen) und etwa 10kWh Speicher.

Nebenbemerkung: manchmal ist es sinnvoll auch mal auf eine Förderung zu verzichten.

Außerdem solltest du dich mit der steuerlichen Behandlung beschäftigen, der selbst genutze Strom ist eben nicht ganz kostenlos.
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Re: Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon Ralf Hofmann » 16.11.2017, 09:33

Hi,

PeterHawaii hat geschrieben:-Wie würdet Ihr dimensionieren? Speziell: Ergibt es unter der Auflage "max. 50% Einspeisung" Sinn, sein Dach "vollzumachen"?

ich bin ja ein bekennender "Dachvollmacher". :wink:
Aber unter diesen Umständen (max. 50% Einspeisung) verlierst Du massiv Strom, wenn Du nicht regelmäßig über Mittag einen enorm hohen Verbrauch generieren kannst.

Hast Du nicht dauerhaft irgendeine stromintensive Anwendung im Haus laufen (Bitcoinmining, E-Fahrzeug täglich volladen, kleiner Gewerbebetrieb usw.), lohnt das leider oft nicht.
In dem Fall ist`s angesagt, genau auszurechnen was mehr lohnt: Das Dach vollmachen und auf die Förderungen, die eine 50% Abregelung erfordern zu verzichten oder den Stromanteil über 50% zu verwerfen.
MfG
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Re: Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon PeterHawaii » 16.11.2017, 10:35

Super, Danke schon mal für Eure Antworten.

@eba: Das Thema Generatorleistung vs. Strommenge kannte ich noch gar nicht, gut zu wissen.

@alterego: Zumindest hat mir progress.nrw bestätigt, dass eine Förderung mit Bundesmitteln wie KfW kumulierbar ist. Wird seitens KfW auch nicht explizit ausgeschlossen.

Speicher ist ein Muss bei 40+, sonst würde ich direkt anders planen - aber 5000€ Tilgungszuschuss sind einfach zu reizvoll. Das Haus kann ich nicht drehen. In die 70% Thematik muss ich mich einlesen - auch mit dem Steuerthema muss ich mich auseinandersetzen, Danke für den Hinweis.

Fernwärme ist ein Muss, da die Abnahme an den städtischen Grundstücksverkauf gekoppelt ist - daher kommt ein WP nicht in Frage. Brauchwassererwärmung via Heizstab ist in der Tat wohl sinnfrei.

@Ralf: Wirklich stromintensive Anwendungen habe ich nicht, aber wer weiss, ob in 10 Jahren das E-Auto schon ansteht. Hatte heute morgen auch die Eingebung, einfach mal durchzurechnen, auf die KfW 275 und progress.nrw Förderung zu verzichten, den kleinstmöglichen Speicher für KfW 153 zu nehmen,und das Dach vollzumachen, alles via Eigenkapital. Wäre zumindest eine zusätzliche Alternative.

Besten Gruß
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Re: Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon alterego » 16.11.2017, 10:40

Führt KfW153 nicht auch zu 50%? Das steht leider nicht auf den ersten Seiten sondern ist in irgendeinem Zusatzdokument "gut versteckt". Ich bin da aber nicht auf dem laufenden, wobei die Auflagen selten weniger werden eher mehr.
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Re: Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon Willy54 » 16.11.2017, 10:58

Hallo zusammen,
ich bau grad KFW 40+, deshalb weiß ich etwas dazu.
Über das Programm 153 wird gefördert, 5000€ Tilgungszuschus je Wohneinheit ab 55 aufwärts, d.h. bei KFW 40+ gibt es weitere 5000€ für das Haus und 5000€ für den Speicher. Da ich 2 Wohnungen baue verdoppelt sich diese Summe. Einspeisen darf man mit diesem Programm 60%,nach meinem Kenntnisstand geht nur 153, Kombination mit 275 ist nicht möglich.
Gruß
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Re: Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon PeterHawaii » 16.11.2017, 11:31

Laut KfW gilt:

Nicht aus Mitteln dieses Programms (teil-)finanziert werden Anlagen zur Stromerzeugung (zum Beispiel Photovoltaik, Windkraftanlagen, Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Anlagen) oder Stromspeicherung, die nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (Einspeisevergütung) sowie in den KfW-Programmen "Erneuerbare Energien - Premium (271) und - Speicher (275)" gefördert werden. Diese Anlagen sind separat von der Förderung eines Vorhabens zum KfW-Effizienzhaus zu finanzieren.

und:

Im Zuge der Errichtung oder des Ersterwerbs werden Anlagen zur Stromerzeugung (zum Beispiel Photovoltaik, Windkraftanlagen, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)- Anlagen) und Stromspeicherung für die Eigenstromversorgung mitgefördert. Das heißt für diese Anlagen darf keine Förderung beziehungsweise Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz in Anspruch genommen werden.

Quelle: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Service/ ... -(Inlandsf.)-(D-EN)/Barrierefreie-Dokumente/Energieeffizient-Bauen-(153)-Merkblatt-ab-04-2016/

Ich verstehe das so:

1) Wenn ich mit KfW 153 meine PV-Anlage finanziere, darf ich nicht einspeisen bzw. bekomme keine Vergütung.

3) Wenn ich mit KfW 153 nur das Haus an sich (ohne PV-Anlage/Speicher) finanziere kann ich die PV-Anlage mit Speicher über KfW 275 finanzieren oder eben separat mit Eigenkapital, wenn ich auf KfW 275 verzichten will zu Gunsten der höheren Einspeisung.
Zuletzt geändert von PeterHawaii am 16.11.2017, 11:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon alterego » 16.11.2017, 11:40

Stimmt so war das. Zahl die PV und den Speicher NICHT mit dem Geld aus 153 sondern z.B. mit deinem EK und du kannst einspeisen und eben KfW275 in Anspruch nehmen. Ist also nur eine Frage, wie du die Bezahlung managst.
Eine Eigene Rechung für die PV ist sowieso sinnvoll, weil die ja Betriebsvermögen wird und du da die Vorsteuer ziehen wirst.
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Re: Konzept für KfW40 Plus Neubau

Beitragvon Willy54 » 16.11.2017, 12:00

Auszug aus KFW 153 :
Welche Kombination mit anderen Förderprogrammen ist möglich?
Die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln z. B. Krediten, Zulagen oder Zuschüssen ist grundsätzlich möglich. Dabei darf die Summe der öffentlichen Förderzusagen die förderfähigen Kosten nicht übersteigen. Innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien werden im Rahmen des Programms des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA, www.bafa.de) "Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" und größere Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt im KfW-Programm "Erneuerbare Energien - Premium" (www.kfw.de/271) gefördert. Eine Kombination mit diesen Programmen ist grundsätzlich möglich. Nicht aus Mitteln dieses Programms (teil)finanziert werden Anlagen zur Stromerzeugung (z. B. Photovoltaik, Windkraftanlagen, Biomasse-KWK-Anlagen), die nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (Einspeisevergütung) sowie in den KfW-Programmen "Erneuerbare Energien - Premium (271)" gefördert werden. Diese Anlagen sind separat von der Förderung eines Vorhabens zum KfW-Effizienzhaus zu finanzieren. Nicht möglich ist eine Kombination dieses Programms mit einem von der KfW aus diesen Mitteln refinanzierten Programm eines Landesförderinstituts für dasselbe Vorhaben (KfW-Effizienzhaus).

Zusätzliche Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus :
Ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus erfüllt die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 40 und verfügt über folgendes Plus Paket: • Eine stromerzeugende Anlage auf Basis erneuerbarer Energien • Ein stationäres Batteriespeichersystem (Stromspeicher) • Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung • Eine Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über ein entsprechendes Benutzerinterface Der in der Bilanz anrechenbare Strom aus erneuerbaren Energien muss auf dem Grundstück im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit dem Gebäude oder dessen Nebenbauwerken (Garage, Carport, Schuppen etc.) erzeugt werden. Das sind z.B. Strom aus Photovoltaikanlagen oder kleinen Windkraftanlagen oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die zu 100% mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Der am Gebäude oder dessen Nebengebäuden erzeugte Strom sollte überwiegend im Gebäude selbst genutzt werden. Die Eigennutzung von Strom muss durch eine Vorrangschaltung gewährleistet sein. Zwischen Erzeugern, Speichern und Verbrauchern (Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Haushaltsprozesse und Haushaltsgeräte) muss eine physische Verbindung bestehen. Bei netzeinspeisenden Photovoltaikanlagen ist die maximale Leistungsabgabe am Netzanschlusspunkt auf 60% der installierten Leistung zu begrenzen. Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung muss einen Wärmebereitstellungsgrad von mindestens 80% aufweisen. Die Lüftungsanlage muss in der Lage sein, die in der DIN 1946-6 genannten planmäßigen Außenluftvolumenströme (Nennlüftung) für die gesamte bilanzierte Gebäudenutzfläche sicher zu stellen. Die Lüftungsanlage muss einreguliert werden. Die Luftdichtheit der Gebäudehülle ist mit n50 ≤ 1,5 h-1 messtechnisch nachzuweisen (Empfehlung: n50 ≤ 0,6 h-1). Der jährliche zu erzeugende Stromertrag ist in Abhängigkeit von der Anzahl der Wohneinheiten und der Gebäudenutzfläche zu bestimmen und beträgt mindestens die Summe aus 500 kWh/a je Wohneinheit und 10 kWh/(m²·a) bezogen auf die Gebäudenutzfläche. Der Stromertrag der stromerzeugenden Anlage muss nach DIN V 18599:2011-12 und den weiteren Maßgaben des § 5 EnEV bilanziert werden.
Gruß
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