Idee einer PV-Anlage

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Idee einer PV-Anlage

Beitragvon DerBrandenburger » 05.02.2018, 23:17

Guten Abend!
Was PV-Technick betrifft bin ich absoluter Novize.
Nun hab ich mich mal etwas in das Thema eingelesen und bin zum entschluss gekommen,dass PV doch etwas für uns wäre.
Unser Dach hat ne OST/West Ausrichtung. Wirtschaftsgebäude daneben ein Flachdach wo auch eine Aufstellung nach Süden möglich wäre.
Denke es wäre problemlos möglich eine Anlage zwischen 10-15kwp zu installieren
Unser Jahresverbrauch liegt bei ca3500KW.
Nun bin ich aber mit meiner Meinung etwas ins Wanken gekommen,da mein ganzes umfeld meint das wäre Quatsch und lohne nicht, der Aufwand riesig,Gewerbe,Finanzamt am Hals... und so weiter und so weiter.
Nur die Bank will mir ja für meine paar Kröten auch nichts an Zinsen zahlen. Von daher glaub ich das ich mit Solar dich um einiges sparen kann.
Von daher meine Frage ab private Anlagenbesitzer, wie gross der Aufwand denn tatsächlich mit dem schreibkram ist ? Und was lohnt wirklich, also an Grösse einer Anlage? Hab im grossem Internet gelesen das es im Moment noch sehr schwierig sein soll die Kosten für einen Speicher wieder reinzubekommen?
Gruß und einen schönen Abend aus Brandenburg
DerBrandenburger
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Re: Idee einer PV-Anlage

Beitragvon Eisbaer » 05.02.2018, 23:21

Hallo Brandenburger,

kurz und bündig: Mach ne Anlage drauf! :)

Speicher hab ich keine Erfahrung, nach allgemeiner Meinung (noch) nicht wirtschaftlich!
Servus
Toni

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Re: Idee einer PV-Anlage

Beitragvon sirrocool » 06.02.2018, 00:19

Hallo Brandenburger,

willkommen im Forum! :D

Generell lohnt sich PV, da du alleine durch die Einspeisevergütung die Anlage -je nach Kaufpreis- in 10 - 13 Jahren amortisierst.
Speicher sind derzeit meist nicht wirtschaftlich zu rechnen, kann man aber auch später machen, falls/wenn Speicherpreise sinken.
Für ein Beratung durch erfahrene PV'ler wäre es sinnvoll zu wissen, wie groß genau dein Dach ist, welche Dachneigung und Ausrichtung (0°=Süd, -90°=Ost, 90°=West), gibt es Schattenspender...Bild vom Dach wäre toll (sagt mehr als 1000 Worte). Außerdem vielleicht die PLZ für eine Ertragsprognose mit PVGIS....
Finanzamt hört sich immer schwierig/aufwändig an, ist es nach ein wenig Recherche und Hilfe hier im Forum aber nicht.
Außerdem lohnt es sich, da du so die MWst auf den Anlagenkauf erstattet bekommst.

Dann mal los :D
Gruß
sirrocool
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Re: Idee einer PV-Anlage

Beitragvon DerBrandenburger » 06.02.2018, 13:45

20180206_113607.jpg
Westseite mit Gaube Ca 10mx5m
Schnon mal besten Dank für die Mitteilungen!

Dann vesuche ich es mal genauer.

20180206_113752.jpg
Ostseite Ca 10mx5m

20180206_113638.jpg
Wirtschaftsgebäude mit Flachdach,Südseite Ca 10mx6.5m

20180206_113607.jpg
Westseite mit Gaube Ca 10mx5m


Die Biler sind hoffentlich zu verwenden?Musste die stutzen das ich die Hochladen kann.
Meine PLZ ist die 16792.
Einen Rechner ob sich Solar lohnt habe ich bisher nicht wirklich gefunden.Nur so Sachen wie Evergreen oder Solaranlage,
wo mich nun einige Firmen täglich anrufen und mir das aller beste versprechen.Weis ich nun nicht ob das zu 100% glaubwürdig ist.
Sirrocool,gibt es solch Programme für eine Prognosse im Netz frei zugänglich?
Unser Dach hat eine OST/West Aurichtung.Ich schätze mal das es aber bi 10 Grad Richtung West gedreht ist,also -80°.Die Neigung wird wohl um die 60° betragen.
Sonne kann im Verlauf des Tages gut drauf scheinen.Verschattungen sind nicht gegeben,so wie ich es einschätzen kann.
Wäre es Sinnvoll die ganzen Flächen zu nutzen?Oder vielleicht nur das Flachdach,oder Das Satteldach vom Haus?
Dazu muss man wissen,es sind 2 Gebäude,die auf einem Grundstück stehen,direkt neben einander.Nicht das es da auch irgendwelche Getzte dafür oder dagegen gibt.
Beide Gebäude gehören meinen Eltern,die wir bewohnen,gzw benutzen.Muss man da dann evt einen Mietvertrag für die Anlage abschließen?
Nun wurde mir heute noch gesagt,bloß nicht größer wie 7,5 KWp bauen,da man sonst eine GBR am Hals hat?
Ist das so dramatisch?Weil hab ja hier gelesen,bis 10 KWp oder eben deutlich drüber bauen.
Hat das rechtlich Gründe?

MfG
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Re: Idee einer PV-Anlage

Beitragvon MHL99974 » 06.02.2018, 14:29

DerBrandenburger hat geschrieben:Von daher meine Frage ab private Anlagenbesitzer, wie gross der Aufwand denn tatsächlich mit dem schreibkram ist ?
Gruß und einen schönen Abend aus Brandenburg


Ich hatte mich Anfang 2011 entschieden eine Solaranlage bauen zu lassen. Aus Mangel an Solarteuren bzw. Angeboten habe ich die "Sache" selbst in die Hand genommen. :wink:
Mein Flachdach mit vielen "Schattenspendern" wollte man nicht so richtig belegen, so habe ich das Forum rauf und runter gelesen. Einen Elektriker und den VNB habe ich vorher vor Ort bestellt.

Alle Dokumentationen habe ich selbst erarbeitet bzw. zusammengestellt. Flachdach erneuert, PV-Material bestellt, und selbst gebaut. (ich war PV-Laie) Der Schreibkram in dieser Zeit bzw. der Planungsablauf war schon nicht ohne. Aber wer 2 gesunde Hände hat :D Es war leicht stressig aber eine schöne Zeit und möchte die nicht missen.

Gespäche mit "klugscheißenden" Nachbarn habe ich meist ignoriert. Heute läuft meine Anlage im 7. Jahr und mit meinen Erträgen bin ich vollkommen zufrieden .
Nach den üblichen Formalitäten ist der aktuelle Aufwand kaum Messbar und bewegt sich im Minutenbereich
Am Anfang des Jahres befülle ich "Paulchens" ExelTool und wenn die Zeit der EkST+USt ran ist nochmal ein paar Minuten
Wenn es viel ist sind es max 1h/Jahr.

Ansonsten verarbeite ich meine geloggten Daten das braucht natürlich wesentlich mehr Zeit aber das ist mehr Hobby :wink:
Dein Flachdach würde ich als erstes "Vollmachen"
PS: GbR ??? Du bist Einzelunternehmer und nix anderes, Rechnungen nur auf deinen Namen.
geht auch wenn man Verh. ist und zusammen steuerlich veranlagt wird.
Sonnige Grüße
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Re: Idee einer PV-Anlage

Beitragvon Serin » 06.02.2018, 14:34

Ich hoffe du nimmst mir die Wort nicht übel, aber man erkennt sofort, dass du absoluter Neuling bist ;-)

Gut dass du den Weg ins Forum gefunden hast, hier kann dir auf jeden Fall geholfen werden.

Als erstes unterhalten wir uns über deine Motivation für die anlage. Ich höre aus deiner Argumentation raus, dass du rendite erwartest. Also "the most bang for the buck" wie man so schön sagt.
Falls das so stimmt, dann klingt erstmal eine "normale EEG überschusseinspeiseanlage OHNE Speicher" als die erste Empfehlung.
Die Größe der anlage sollte "so groß wie möglich" sein, also ist normalerweise nur vom Geld oder Platz begrenzt.
Die von dir genannten Ausnahmen existieren zwar, aber das hat nichts mit GbR oder so zu tun, sondern mit Abgaben auf Eigenverbrauch und möglichem Smartmeter. Bei einem Platz für 15 kWp würde ich (ohne genauer nachgerechnet zu haben) erstmal auf "voll machen" tippen.

Bezüglich einer Prognose kannst du dir im Netz im übrigen nach "PVGIS" googlen, da kannst du dann mal sehen, was so an Energie vom Dach kommt bei dir (ohne Verschattung wohlgemerkt).

Im weiteren solltest du dich über die "70% Regel" informieren, da dies bei vielen Neulingen erstmal zur Verwirrung führt (also du darfst maximal 70% der AnlagenLEISTUNG einspeisen)

Zu guter letzt nocht bezüglich Finanzamt:
Wenn du sowieso schon eine jährliche Einkommenssteuererklärung machst, dann ist der zusatz wirklich gering, vielleicht im Schnitt 5 - 10 min pro monat. Ein bewährtes Tool hier im Forum ist "PV-Steuer" von unserem User Paulchen

Am besten stellst du mal ein google Luftbild noch vom dach ein und gibst die genauen Dachmaße mit an, dann können wir anfangen zu puzzeln :-D
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Re: Idee einer PV-Anlage

Beitragvon sirrocool » 06.02.2018, 15:39

Sirrocool,gibt es solch Programme für eine Prognosse im Netz frei zugänglich?
Unser Dach hat eine OST/West Aurichtung.Ich schätze mal das es aber bi 10 Grad Richtung West gedreht ist,also -80°.Die Neigung wird wohl um die 60° betragen.


PVGIS liefert Ertragsprognosen basierend auf Einstrahlungsdaten vergangener Jahre.
An deinem Standort für -80° und DN60°: 752kWh/kWp (50° -> 799kWh/kWp)
Für 110° und DN60°: 596kWh/kWp (50° ->650kWh/kWp)

Ich halte nach den Bildern den 60°- Winkel aber für zu steil angegeben, daher hab ich auch die Werte bei 50° DN angegeben.
Vielleicht nochmal die DN überprüfen.
Kannst du auch unter http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/ ... map=europe nachvollziehen.
Oben links PLZ eingeben, Systemverluste 10%, Neigung (60° oder eher weniger) und Azimuth (-80°, danach 110°) angeben und berechnen klicken.
Damit kannst du dann je nach auf den Flächen installierter Peak Leistung rechnen, wieviel kWh durchschnittlich im Jahr erwartet werden können (Spalte Em, Total für Jahr), bzw. was an Vergütung erwartbar ist. Das kannst du so auch für die einzelnen Flächen selber bewerten. Ist letztendlich natürlich ein Schätzwert, der auch mal jährlich abweichen kann, aber im Mittel passt das. Schön ist auch die monatliche Übersicht, an der man deutlich sieht, das die Erträge im Winter recht mau sind. Das ist auch ein Grund groß zu bauen, denn dann kommt auch in der dunklen Jahreszeit noch etwas Strom vom Dach.

Das Flachdach dachparallel zu belegen wäre vermutlich keine gute Idee, da Schmutz und Schnee liegen bleiben. Und du willst ja nicht ständig aufs Dach und sauber machen :wink: Daher Aufständern, Richtung Süden bringt die höchsten Erträge und der Regen macht die Module wieder schön sauber. Gradzahl und Ausrichtung kannst du mit obigem Tool ausprobieren und optimieren.
Mit den Systemen zur Aufständerung kenne ich mich aber nicht aus! Da müssen die Experten ran.

Auch wie das mit den Besitzverhältnissen genau ist, wenn einem das Hausdach nicht gehört, kann ich dir leider nicht sagen. Aber da es bei dir in der Familie liegt, sollte ein einfacher Weg machbar sein. Unternehmer bist du dann vor allem steuerlich. Ich hab bei meiner Stadt angerufen und nachgefragt, ob ich ein Gewerbe deswegen anmelden muss. War nicht der Fall. Im Zweifel eben nachfragen.
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Re: Idee einer PV-Anlage

Beitragvon sirrocool » 06.02.2018, 15:47

...sehr schön finde ich auch den hier :)

https://www.rechnerphotovoltaik.de/
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Re: Idee einer PV-Anlage

Beitragvon MHL99974 » 06.02.2018, 16:31

sirrocool hat geschrieben:Das Flachdach dachparallel zu belegen wäre vermutlich keine gute Idee, da Schmutz und Schnee liegen bleiben. Und du willst ja nicht ständig aufs Dach und sauber machen :wink: Daher Aufständern, Richtung Süden bringt die höchsten Erträge und der Regen macht die Module wieder schön sauber. Gradzahl und Ausrichtung kannst du mit obigem Tool ausprobieren und optimieren.Mit den Systemen zur Aufständerung kenne ich mich aber nicht aus! Da müssen die Experten ran.


Wo haste das denn gelesen :mrgreen:
Ich spreche aus Erfahrung und kann es mit exakten Daten belegen. 2,6° Dachparallel gerundet 3° :wink:
Wenn ich nicht so viele Schattenspender hätte würde ich locker die 900er Grenze knacken und wozu dann noch Aufständern Kostet doch nur Geld und eff. Dachfläche geht auch noch verloren.
Der Vorteil: Sobald es hell wird liefern die Module....... :)

PS: ständig aufs Dach gehe ich auch nicht, die Erfahrung 1x Frühjahrsputz würde vollkommen reichen.
Manchmal machts auch ein starker Regen bei einem Flachdach :wink:
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Re: Idee einer PV-Anlage

Beitragvon sirrocool » 06.02.2018, 18:07

Hallo MHL99974,

Erfahrung macht klug :wink:
Die habe ich bezüglich Aufständerung tatsächlich nicht.
Es erschien mir aber durchaus logisch, da PVGIS für den Standort des TS bei 20° Neigung nach Süd z.B. 973kWh/kWp raus wirft, bei 0° aber "nur" 860kWh/kWp. Bei 35° sind es schon 1000kWh/kWp. Und das eher was drauf liegen bleibt kam mir auch nicht unlogisch vor.
Aber sicher wird daurch auch weniger Fläche belegbar. Das ist dann ein Optmierungsproblem sowohl hinsichtlich Fläche, bzw. installierbarer kWp einerseits, und den Kosten andererseits.

Aber ich lerne immer gerne was dazu :mrgreen: !!

Gruß
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