Hilfe bei Studentenprojekt PV

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Hilfe bei Studentenprojekt PV

Beitragvon seti1200 » 09.06.2018, 13:38

Hallo zusammen,

ich studiere momentan im Master-Studiengang International Business and Engineering in Heidelberg und im Zuge dessen haben wir uns mit dem Thema PV beschäftigt. Wir wollen gerne ein Dach unserer Uni auslegen und haben bereits sämtliche Berechnungen (weitestgehend) hinbekommen, sodass wir mit einer Leistung von ca 49 MW pro Jahr sehr zufrieden sind.
Da wir nur sehr wenig Zeit zur Bearbeitung des Projekts haben (Abgabe nächsten Freitag), würden wir uns unheimlich um Unterstützung freuen.

Folgende Daten haben wir:
- Anzahl Module: 130
- Leistung pro Modul 290 W (IBC PolySol 290 RS)
- Anzahl Wechselrichter: 2
- Bemessungsleistung DC: 15330 W (Sunny TrIpower 15000 TL)
- Flachdach mit 9° Auslegung

Folgende Fragen haben wir:
1) Mit einer Bemessungseingangsspannung von 600 V und einem Umpp von 32,5 sind wir darauf gekommen, dass 18 Panels pro String optimal wären. Unser WR besitzt jeweils 2 unabhängige MPP Eingänge mit A:3 und B:3 Strings pro MPP-Eingang. Wir fragen uns nun wie die bestmögliche String-Konfiguration wäre.

Hierzu folgender Ansatz:
Inv1 A: 18 + 18 (2 Strings); Inv1 B: 18 + 20 (2 Strings)
Inv 2 A: 18 + 18 (2 Strings); Inv 2 B: 20 (1 String)

Geht das überhaupt? Werden die einzelnen Spannungen addiert und man würde über die Spannungsgrenze von 800V schießen und ist eine ungerade Belegung (Inv 2 hat nur einen String in Eingang B) irgendwie suboptimal?


2) Benötigt man einen separaten MPP-Tracker oder ist der bereits in den WR implementiert?

Tausend Dank im Voraus :wink: und viele liebe Grüße aus Heidelberg

:danke:
seti1200
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Re: Hilfe bei Studentenprojekt PV

Beitragvon Tobi » 09.06.2018, 14:01

Da du eh SMA geplant hast, guckst du hier:
http://www.sunnydesignweb.com
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Re: Hilfe bei Studentenprojekt PV

Beitragvon eggis » 09.06.2018, 14:50

Moin seti1200 und Willkommen im Forum! :D

seti1200 hat geschrieben:mit einer Leistung von ca 49 MW pro Jahr

Was ist Leistung pro Jahr?
Oder ist der Ertrag pro Jahr gemeint. Dann sollte der Wert in kWh angegeben werden. ...also 49.000 kWh.

seti1200 hat geschrieben:Folgende Daten haben wir:
- Anzahl Module: 130
- Leistung pro Modul 290 W (IBC PolySol 290 RS)

Bei 130 Modulen komme ich auf eine Anlagenleistung von 37,7 kWp.
Der Ertrag je kWp beträgt also ca. 1.300 kWh/kWp. Heidelberg liegt zwar im Süden (habe mal Boxberg gewohnt ;) ), aber die Prognose scheint mit über einen Durchschnitt von 20 Jahren sehr optimistisch.

(PVGIS Climate SAF) gibt mir bei 10 % Systemverlusten nur einen Ertrag von 1.020 kWh/kWp. Bei 35° Modulneigung nach Süden.
seti1200 hat geschrieben:- Flachdach mit 9° Auslegung

Bei den geplanten 9° Neigung sind es nur noch 952 kWh/kWp.
seti1200 hat geschrieben:Folgende Fragen haben wir:
1) Mit einer Bemessungseingangsspannung von 600 V und einem Umpp von 32,5 sind wir darauf gekommen, dass 18 Panels pro String optimal wären. Unser WR besitzt jeweils 2 unabhängige MPP Eingänge mit A:3 und B:3 Strings pro MPP-Eingang. Wir fragen uns nun wie die bestmögliche String-Konfiguration wäre.

Ja, die einzelnen Modulspannung addieren sich im String. Jedoch sollte die optimale Eingangspannung des Wechselrichters WR für den besten Wirkungsgrad bei ca. 50°C Modultemparatur liegen. So heiß und sogar noch heißer werden die Module bei optimaler Einstrahlung im Sommer. Deshalb muss auch der Temperaturkoeffizient der Spannung bei der Auslegung berücksichtigt werden, so dass auch bei 50°C immer noch die optimale Eingangsspannung am WR anliegt.

Als weiteres gilt zu beachten, dass die Leerlaufspannung auch bei -10°C (besser -20°C) nicht die zulässige Eingangsspannung des WR überschreitet.

seti1200 hat geschrieben:Hierzu folgender Ansatz:
Inv1 A: 18 + 18 (2 Strings); Inv1 B: 18 + 20 (2 Strings)
Inv 2 A: 18 + 18 (2 Strings); Inv 2 B: 20 (1 String)

Das Tool SunnyDesign wurde ja schon verlinkt. Bedenkt aber, dass es ein Verkaufsprogramm ist und alle Auslegungen die den WR nicht zerstören als machbar eingestuft werden. Ich hoffe, ihr könnte euch mit dem Thema soweit befassen, dass ihr die Auslegung auch mit eigenen Berechnungen hin bekommt.
Mit sonnigen Grüßen
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Re: Hilfe bei Studentenprojekt PV

Beitragvon alterego » 09.06.2018, 16:12

Unser WR besitzt jeweils 2 unabhängige MPP Eingänge
...
Benötigt man einen separaten MPP-Tracker

Räusper, einfach mal lesen, was man da gerade eben reinkopiert hat bzw. mal nachlesen, was die Abk bedeuten ;)

seti1200 hat geschrieben:Hierzu folgender Ansatz:
Inv1 A: 18 + 18 (2 Strings); Inv1 B: 18 + 20 (2 Strings)
Inv 2 A: 18 + 18 (2 Strings); Inv 2 B: 20 (1 String)

Wenn dann 19+19 statt 18+20 oder 18+18 und an 2B 11+11 (sollte ohne Schatten auch gehen), einfach mal mit dem Tool durchspielen.

Da über 30kWp habt ihr den RSE natürlich mit eingeplant. Oder geht es nicht darum sich an geltendes Recht zu halten und es reicht, wenn es technisch gehen würde.
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Re: Hilfe bei Studentenprojekt PV

Beitragvon django65 » 09.06.2018, 21:19

eggis hat geschrieben:Bei 130 Modulen komme ich auf eine Anlagenleistung von 37,7 kWp.
Der Ertrag je kWp beträgt also ca. 1.300 kWh/kWp. Heidelberg liegt zwar im Süden (habe mal Boxberg gewohnt ), aber die Prognose scheint mit über einen Durchschnitt von 20 Jahren sehr optimistisch.

(PVGIS Climate SAF) gibt mir bei 10 % Systemverlusten nur einen Ertrag von 1.020 kWh/kWp. Bei 35° Modulneigung nach Süden.
seti1200 hat geschrieben:
- Flachdach mit 9° Auslegung


Na ja dasmist unsere Zukunft, :cry: :cry:

Mal eben ein paar Werte aus der Vorderseite eines Hochglanzprospektes abschreiben und dann noch schnell das Wissen von ein par "Praktikern abgreifen um dann hinterher denen die Theorie abzuverlangen die sie selber nie überprüft haben.. :? :ironie:

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Re: Hilfe bei Studentenprojekt PV

Beitragvon seppelpeter » 09.06.2018, 21:46

Die 37,7KWp sollte man versuchen noch an einen WR zu bekommen.
Das ist günstiger, oder gilt Geld egal, Hauptsache es funktioniert?

Nein, dann schaut euch mal den Huawei SUN2000-33KTL-A Wechselrichter an.

Wenn man das praxisnah plant, dann müsst ihr auch an so Themen wie RSE, NA Schutz, Einspeisepunkt usw. denken.
Das kann und wird alles zusätzliches Geld kosten, wobei eine Uni einen eigenen Trafo in ausreichender Dimension vor Ort haben sollte.

Verstringung sollte 4*22 und 2*21 das Ziel sein.
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Re: Hilfe bei Studentenprojekt PV

Beitragvon alterego » 22.06.2018, 14:41

Immer wieder schön zu lesen, daß die Damen und Herren Studenten so fleißig Feedback geben :ironie:
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Re: Hilfe bei Studentenprojekt PV

Beitragvon django65 » 22.06.2018, 15:46

alterego hat geschrieben:Immer wieder schön zu lesen, daß die Damen und Herren Studenten so fleißig Feedback geben



Ja Du bist nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

Bei uns in BW bekommen die Abiturienten beigebracht, daß sie die Elite sindund alle ohne Abitur sind ab dem Abschluss ihre Handlanger die der "Elite" zu diensten zu sein hat. Auch wenn sie keine drei Zahlen im Kopf zusammenrechnen können geschweige denn ohne technischen Hilfsmittel einen Prozentwert im Kopf überschlagen können.


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Re: Hilfe bei Studentenprojekt PV

Beitragvon eggis » 07.08.2018, 14:48

Schön, dass ich mit meiner Enttäuschung nicht alleine war. :x
Mit sonnigen Grüßen
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