Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon Paul468DX » 24.11.2017, 19:11

Hallo zusammen,
wir überlegen eine PV-Anlage auf der von uns vermieteten Gewerbehalle neben unserem EFH zu installieren. Der Eigenverbrauch sollte durch einen BMW i3 und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (mit großem Pufferspeicher) recht hoch sein.

Hier die Eckdaten:
Bild
Dachfläche des Süd-Ost Daches ist etwa 350m². Ca. 8° Neigung

Als Neuling stellen sich eine ganze Reihe von Fragen:
-Welche Größe?
-Einspeisen oder nur Eigennutzung?
-Gewerbeanmeldung, USt-pflichtig?
-beeilen wegen Kalenderjahr, Einspeisevergütung?
-Welcher Modultyp?
-Aufständern?
-Welche Art der Befestigung an Sandwichpanelen, Gefahr der Dachpenetration / Undichtigkeiten?
-1 oder 3-phasig (der i3 lädt 3ph 11kW)?
-Kommunikation mit Wallbox?
-Fremdfinanzieren?
-Amortisation?
-Vorgehensweise?

Das Dach kann problemlos begangen werden und es ist keine Rüstung etc. nötig. Ich würde gerne den Großteil der Arbeiten selbst vornehmen, nach Anweisung durch Profi.
Sorry für die vielen Unklarheiten und Danke für eure Tipps!
Paul468DX
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Re: Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon Ralf Hofmann » 24.11.2017, 21:09

Hi,

Paul468DX hat geschrieben:-Welche Größe?

maximal mögliche Größe unter Berücksichtigung der kritischen Grenzen (30 kWp, 100 kWp)


Paul468DX hat geschrieben:-Einspeisen oder nur Eigennutzung?

Überschusseinspeisung.


Paul468DX hat geschrieben:-Gewerbeanmeldung, USt-pflichtig?

Gewerbeanmeldung beim Ordnungsamt nicht notwendig, beim Finanzamt bei der Anlagengröße auf die Kleinunternehmerregelung verzichten, MwSt. zurückholen und das Gewerbe ganz normal betreiben.


Paul468DX hat geschrieben:-beeilen wegen Kalenderjahr, Einspeisevergütung?

Vergütung ändert sich gar nicht oder nur marginal, Inbetriebnahme ab Januar.


Paul468DX hat geschrieben:-Welcher Modultyp?

Egal, einer mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis, keine völligen Exoten.


Paul468DX hat geschrieben:-Aufständern?

Nein. Bestenfalls eine Reihe an der Nordseite steil (50°) aufständern, wenn`s für einen vollen String reicht.
Ich würde die Module aber bei der geringen Neigung als X-Modul montieren, damit das Wasser besser abläuft.
photovoltaik-news-f25/neue-pv-technologie-x-modul--t115665.html


Paul468DX hat geschrieben:-Welche Art der Befestigung an Sandwichpanelen, Gefahr der Dachpenetration / Undichtigkeiten?

Da musst Du erstmal klären, ob diese Panelen überhaupt für die Aufnahme einer PV-Anlage geeignet sind.
Stichwort Mindestblechstärke und Abreißfestigkeit der obersten Lage.


Paul468DX hat geschrieben:-1 oder 3-phasig (der i3 lädt 3ph 11kW)?

Bei der Anlagengröße gibt`s nur die Möglichkeit, 3-phasige WR einzusetzen.
Wo die Verbraucher sitzen ist aber auch völlig egal, die Zähler saldieren über alle Phasen.


Paul468DX hat geschrieben:-Amortisation?

Unter 12 Jahre.


Paul468DX hat geschrieben:-Vorgehensweise?

Dachplanung hier im Forum, dann Angebote einholen, dann überlegen, ob sich`s überhaupt lohnt, was selbst zu machen.
MfG
Ralf Hofmann
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Re: Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon Paul468DX » 25.11.2017, 11:46

Danke!

Ralf Hofmann hat geschrieben:maximal mögliche Größe unter Berücksichtigung der kritischen Grenzen (30 kWp, 100 kWp)
Ist 10 kWp nicht so eine Grenze?

Die Fläche Süd-Ost reicht für 50 kWp aus, aber wer soll das bezahlen? Finanziert das eine Bank? Dachfläche vermieten? Gibt es die Einspeisevergütung auch für nicht Wohngebäude? Ab 10kWp zahlt man doch EE-Umlage, oder? Was passiert ab 30kWp?

Wir dachten an Reduktion der Strombezugskosten und eine kleine Redite bei Invest ~10.000€. 30 kWp können und wollen wir nicht inverstieren, es sei denn, man kann das finanzieren. Kann man von <1000€ / kWp (komplett) ausgehen?

Paul468DX hat geschrieben:-Amortisation?

Unter 12 Jahre.

D.h., nach 12 Jahren ist erst das investierte Kapital zurück, dann wird noch 8 Jahre ca. 120€ / kWp/a eingenommen? Das entspricht doch einer Verzinsung von <3% auf 20 Jahre, oder irre ich mich hier?

Was ist mit einer kleinen PV-Anlage ohne EE-Vergütung? Wenn ich MyPV 3,7 kW 2x installiere habe ich bei selbst genutzen 2000kWh/a und 0,28 €/kWh nach 10Jahren den Invest raus, oder? Spare mir dann doch die vielen Formulare und USt.Erklärung.

Paul468DX hat geschrieben:-Welcher Modultyp?


Mono- / Polykristallin, CdTe? Egal?


Ralf Hofmann hat geschrieben:Ich würde die Module aber bei der geringen Neigung als X-Modul montieren, damit das Wasser besser abläuft.
photovoltaik-news-f25/neue-pv-technologie-x-modul--t115665.html

Gefällt mir gut!

Ralf Hofmann hat geschrieben:Da musst Du erstmal klären, ob diese Panelen überhaupt für die Aufnahme einer PV-Anlage geeignet sind.
Stichwort Mindestblechstärke und Abreißfestigkeit der obersten Lage.
Wie kann ich das klären?

Die Befestigungsschienen werden mit Schrauben an der obersten Blechschicht montiert? Nicht mit längeren Stockschrauben an der Holz-Unterkonstruktion? Wenn es endlich aufhört zu regnen mach ich Fotos.


Dachplanung hier im Forum
In diesem Unterforum? Im selben Thread?

Vielen Dank für die Geduld!
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Re: Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon Ralf Hofmann » 25.11.2017, 14:42

Hi,

Paul468DX hat geschrieben:Ist 10 kWp nicht so eine Grenze?

ja, das ist auch so eine Grenze. Die ist aber für die Größenordnung PV, die auf Dein Dach passt völlig irrelevant.


Paul468DX hat geschrieben:Die Fläche Süd-Ost reicht für 50 kWp aus, aber wer soll das bezahlen? Finanziert das eine Bank?

Sicher, wenn Du die Kohle nicht selber hast, musst Du`s Dir eben irgendwo ausleihen.
Deine Hausbank ist für diese Frage die erste Adresse.
Die machen das aber nur, wenn die Anlage groß genug ist, irgendeinen Popelkram finanziert keine Bank.


Paul468DX hat geschrieben:Gibt es die Einspeisevergütung auch für nicht Wohngebäude?

Sicher. Das Haus steht doch im Ort und nicht im Außenbereich, oder?


Paul468DX hat geschrieben:Ab 10kWp zahlt man doch EE-Umlage, oder?

Ja, derzeit einen Anteil von 40% der EEG-Umlage.


Paul468DX hat geschrieben:Was passiert ab 30kWp?

Dann brauchst Du einen NA-Schutz (um die EUR 500,-) und musst zwingend einen RSE verwenden, 70% geht dann nicht mehr für`s Einspeisemanagement.
Über 43 kVA Wechselrichterleistung brauchst Du auch eine Wandlermessung


Paul468DX hat geschrieben:30 kWp können und wollen wir nicht inverstieren, es sei denn, man kann das finanzieren. Kann man von <1000€ / kWp (komplett) ausgehen?

Um die EUR 1.000/kWp solltet Ihr bei 30 kWp einplanen. Das ist dann auch eine Summe, die die Bank evtl. schon finanzieren will. Ich würde aber größer bauen, wenn bedeutend mehr auf`s Dach passt. Dann würde ich in jedem Fall vollmachen und finanzieren. Zahlt sich ja von alleine ab, belastet also Eure Finanzplanung in keiner Weise.


Paul468DX hat geschrieben:D.h., nach 12 Jahren ist erst das investierte Kapital zurück, dann wird noch 8 Jahre ca. 120€ / kWp/a eingenommen?

Korrekt. Evtl. ist die Investitionssumme auch schon nach 10 - 11 Jahren wieder drin.


Paul468DX hat geschrieben:Was ist mit einer kleinen PV-Anlage ohne EE-Vergütung? Wenn ich MyPV 3,7 kW 2x installiere habe ich bei selbst genutzen 2000kWh/a und 0,28 €/kWh nach 10Jahren den Invest raus, oder? Spare mir dann doch die vielen Formulare und USt.Erklärung.

Formulare und Steuererklärung sind Kleinkram im Verhältnis zu den Vorteilen die Du hast.
Wenn Du schon so ein tolles Dach hast, würde ich mich nicht mit einer Spielzeuganlage beschäftigen. :roll:


Paul468DX hat geschrieben:Mono- / Polykristallin, CdTe? Egal?

Mono oder Poly ist egal, keine Dünnschicht.


Paul468DX hat geschrieben:Wie kann ich das klären?

Indem Du jemanden fragst, der genau weiss was auf Deinem Dach verbaut ist.
Z.B. den Dachdecker, der`s gebaut hat.


Paul468DX hat geschrieben:Die Befestigungsschienen werden mit Schrauben an der obersten Blechschicht montiert? Nicht mit längeren Stockschrauben an der Holz-Unterkonstruktion? Wenn es endlich aufhört zu regnen mach ich Fotos.

Die preiswerte und schlanke Montageversion ist die, wo in die Flanken der Hochsicken geschraubt wird.
Wenn die Sandwichprofile dafür nicht geeignet sind, muss mit Stockschrauben gearbeitet werden.


Paul468DX hat geschrieben:In diesem Unterforum? Im selben Thread?

Klar, direkt hier. Sobald Du uns die genauen Dachmaße zur Verfügung stellst, kann`s losgehen.
MfG
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Re: Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon citystromer » 25.11.2017, 15:23

Die Halle ist gemietet... was sagt denn dein Vermieter dazu, dass du dort eine PV-Anlage draufschrauben willst...
Wie sieht es dabei mit der Dienstbarkeit aus...

lg
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Re: Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon Paul468DX » 25.11.2017, 15:30

Ich bin der Vermieter, brauche ich eine Genehmigung von meinem Mieter? Solange es nicht wegen der PV reinregnet, kann es dem Mieter doch egal sein was auf dem Dach stattfindet. Ist in einem Gewerbemischgebiet.
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Re: Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon mdmd » 25.11.2017, 15:30

Knapp verspäteter Doppelpost. -> gelöscht
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Re: Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon Paul468DX » 25.11.2017, 15:37

So, Bilder und Maße:

Blick ungefähr nach Süden:
Bild

Dachneigung:
Bild
Bischen flach,oder?

Bild
https://www2.pic-upload.de/img/34360042/IMG_1980.jpg

Der obere Teil stellt das Süd-Ost Dach dar, also mit der "Ausklinkung".
Zuletzt geändert von Paul468DX am 25.11.2017, 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon eba » 25.11.2017, 15:40

bei 8 Grad Dachneigung kann man beide Dachhälften belegen und 99,9kWp installieren. Invest ca. €80.000 + Elektrinstallation


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Re: Gewerbehalle neben EFH, i3 eAuto, Wärmepumpe was tun?

Beitragvon Paul468DX » 25.11.2017, 15:58

Warum kostet das kWp hier nur 743€ inklusive MwSt. und Wechselrichter, während sonst ~1000 angesetzt wird? Wo ist der Haken?
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