Einspeisevergütung PV und BHKW

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Einspeisevergütung PV und BHKW

Beitragvon Christian123 » 27.06.2018, 15:04

Guten Tag,

ich spiele momentan mit den Gedanken der kombinierten Nutzung mit meinem BHKW, einer PV- Anlage (kleiner 10 kWp) und einen kleinen Batteriespeicher.

Nun zu meiner Frage:
Lohnt es sich eher den PV- Strom oder den BHKW- Strom selbst zu verbrauchen bei paralleler Erzeugung.
BHKW- Strom: - KWK- Zuschlag auf Eigenverbrauch 4 cent - 2,716 EEG- Umlage
- Einspeisung BHKW- Strom: KWK- Zuschlag 8 cent + Einspeisevergütung nach EEX 3,3 cent

Einspeisung PV- Strom: 12,20 cent

So wie ich das sehe lohnt sich deutlich die vorrangige Einspeisung des PV- Stromes, allerdings deckt die Einspeisung ( 80 % der Gesamt PV- Stromerzeugung bei priorisierten BHKW-Strom Eigenverbrauch) wahrscheinlich wohl kaum die Kosten der Anlage.
Lohnt sich eine PV- Anlage bei nahezu Volleinspeisung überhaupt noch?
Steuern fallen ja auch noch an...

Mit sonnigen Grüßen
Christian
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Re: Einspeisevergütung PV und BHKW

Beitragvon jodl » 27.06.2018, 16:21

Christian123 hat geschrieben:So wie ich das sehe lohnt sich deutlich die vorrangige Einspeisung des PV- Stromes, allerdings deckt die Einspeisung ( 80 % der Gesamt PV- Stromerzeugung bei priorisierten BHKW-Strom Eigenverbrauch) wahrscheinlich wohl kaum die Kosten der Anlage.
Lohnt sich eine PV- Anlage bei nahezu Volleinspeisung überhaupt noch?
Steuern fallen ja auch noch an...


ob die Einspeisung von PV Strom die Anlagenkosten deckt, hängt hauptsächlich von der Höhe der Anlagenkosten ab.
Wenn die Anlage nicht völlig überteuert ist, sondern die Kosten im Rahmen dessen was auch die Angebotsbewertungen hier im Forum zeigen, reicht die Einspeisevergütung bei Volleinspeisung sicher zur Amortisation innerhalb ca. 12 Jahren (oder weniger) aus.
Direktverbrauch (ohne zusätzliche Kosten) verbessert dieses Ergebnis.

Beim BHKW würde ich eher vermuten daß es sich besser lohnt wenn es nicht läuft, und ein Speicher lohnt sich nur unter ziemlich ungewöhnlichen Umständen, im Normalfall nicht.
Ob solche ungewöhnlichen Umstände in Zusammenhang mit deinem BHKW vorliegen, musst du selbst wissen.

Mich würde eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für das System BHKW-PV-Speicher interessieren, vielleicht kannst du die hier einstellen. Welche außergewöhnlichen Bedingungen liegen bei dir denn vor damit so eine Kombination wirtschaftlich vorteilhaft sein kann ???
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Re: Einspeisevergütung PV und BHKW

Beitragvon Ryven » 27.06.2018, 17:24

Betreibst du dein BHKW Wärmegeführt?
Weil dann ist es ne prima Ergängzung für den Winter vor allem mit Akku.
Ich würde aber versuchen die parallele Erzeugung zu vermeiden.
Entwerder PV reicht oder BHKW muss zufüttern/nachladen.
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Re: Einspeisevergütung PV und BHKW

Beitragvon Christian123 » 27.06.2018, 18:48

Ryven hat geschrieben:Betreibst du dein BHKW Wärmegeführt?
Weil dann ist es ne prima Ergängzung für den Winter vor allem mit Akku.
Ich würde aber versuchen die parallele Erzeugung zu vermeiden.
Entwerder PV reicht oder BHKW muss zufüttern/nachladen.


Ja es wird wärmegeführt betrieben. Die parallele Erzeugung wird insofern vermindert, dass das BHKW während den kalten Außentemperaturen seine Hauptbetriebszeit hat, während die PV- Anlage in den wärmeren Monaten den Großteil des Stromes erzeugen wird. Allerdings lässt es sich nicht komplett vermeiden, dass die parallel laufen.
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Re: Einspeisevergütung PV und BHKW

Beitragvon i-moove » 28.06.2018, 08:06

Welche elektrische Leistung hat das BHKW und ist es noch in der Förderung?

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Re: Einspeisevergütung PV und BHKW

Beitragvon Serin » 28.06.2018, 08:25

Christian123 hat geschrieben:Lohnt sich eine PV- Anlage bei nahezu Volleinspeisung überhaupt noch?
Steuern fallen ja auch noch an...


Wie @Jodl schon gesagt hat, eine PV Anlage sollte sich auch heutzutage noch mit 100% Volleinspeisung rechnen und deutlichen Gewinn abwerfen (zumindest relativ gesehen. Da die Anlage selbst deutlich günstiger geworden sind und die Vergütung gesunken ist, sind die Absoluten Zahlen natürlich kleiner als früher).

Die Frage ist halt nach deiner Motivation.
WARUM baust du dir die PV Anlage aufs Dach?
Anhand deiner Information gehe ich aktuell davon aus, dass du Geld sparen/einnehmen willst.

Wenn das deine vorrangige Motivation ist, dann solltest du dir überlegen die PV Anlage ohne Speicher zu holen. Dieser kostet (meistens) mehr als er über die Lebensdauer der Anlage an zusätzlichem Einkommen generiert und dementsprechend lohne er sich wirtschaftlich gesehen nur dann, wenn er extrem günstig eingekauft wurde.

Außerdem wird er vermutlich das halbe Jahr fast ungenutzt rumstehen. Normalerweise benutzt man Ihn ja um in der Nacht eigenen PV Strom zu verbrauchen, aber sobald du in der Heizzeit dein BHKW einschaltest, solltest du zumindest die nächtliche Grundlast größtenteils über diesen Strom abgefrühstückt haben und den Batteriestrom kaum brauchen.

Hast du denn schon ein Angebot für deine PV Anlage vorliegen? Und wenn ja, wie teuer ist das?
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Re: Einspeisevergütung PV und BHKW

Beitragvon Ryven » 28.06.2018, 09:17

Er wird den Speicher auch sehr gut im Winter brauchen. Vorallem weil der das BHKW ja wärmegeführt fährt.
Deswegen hat es ja doch ganz andere Verhältnise als die sonstigen Speicher.
Ich würde schauen das ich den Strom vom BHKW in die Akkus bringe da die Vergütung zu gering ist. Dazu sind die Treibstoffkosten zu hoch.
Zudem du nicht die üblichen 4000 - 5000 Betriebsdauer pro Jahr hast.
Du hast deinen Stromanschluss eh nur zum Einspeisen und als Backup.
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Re: Einspeisevergütung PV und BHKW

Beitragvon jodl » 28.06.2018, 09:53

das kann sein, muß aber nicht.
deshalb habe ich den TS ja gebeten eine Wirtschaftlichkeitsberechnung von seinem System hier einzustellen.
dann kann man ansatzweise Verbrauch, Laufzeiten, usw. sehen.
Ohne diese Daten ist das alles nur Stochern im Nebel, da kann es auch sein daß das ganze Setup komplett unwirtschaftlich ist und nur Kosten verursacht die in der Lebenszeit nicht hereinkommen.
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Re: Einspeisevergütung PV und BHKW

Beitragvon alterego » 28.06.2018, 10:28

Wenn er mit EEG-Umlage rechnet, muß das BHKW ja (für einen Haushalt) schon recht groß oder der Verbrauch (für einen Haushalt) ordentlich sein. BTW: wurden da nicht die Anforderungen erhöht, wann nicht 100% fällig werden?
Bei so einem Verbrauch darf die PV normalerweise auch größer sein wenn es das Dach hergibt.

Für mich wäre die Frage eher, ob man das BHKW wirtschaftlich betreiben kann, eine weitere Heizung braucht man ja trotzdem noch (oder das BHKW kommt nicht auf genug VLH, wenn es als Alleinheizung ausgelegt wird). Bei der PV ist das im Allgemeinen auch bei Volleinspeisung möglich.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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