Autarke Stromversorgung

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Re: Autarke Stromversorgung

Beitragvon seppelpeter » 18.05.2018, 10:59

Quantenwelt hat geschrieben:@seppelpeter: Wie schaffst du es, mit einer Leistung von 6,57 kWp "bilanziell autark" zu sein, zumal die Einspeisevergütung unter dem Strombezugspreis liegt? Wie soll das bei einem 5-Personen-Haushalt mit einem Strombedarf von ca. 5000 kWh/p.a. (Tendenz steigend) funktionieren?


Wo steht denn, dass ich 5000KWh Stromverbrauch im Jahr habe?

Auch die nächste Generation der Speicher wird doch noch viel zu teuer sein, um auch nur Ansatzweise über 20 Jahre von einer schwarzen Null zu sprechen. Solange es die EEG Vergütung gibt, macht Speichern keinen Sinn; danach gerne, aber das sind noch >10 Jahre bei den meisten.

Wenn Du Deinem Geld böse bist, kannst Du gerne weiter mit Speichergedanken und Cloudwetten rum hantieren.
Mein Fall wäre das definirtiv nicht.

Aber scheinbar sind diese Systeme noch nicht lange genug auf dem Markt um belastbare Erfahrungswerte zu liefern.


Naja, immerhin sind sie lange genug am Markt, um erste Insolvenzen hin zu legen. :wink: :lol:
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Re: Autarke Stromversorgung

Beitragvon alterego » 18.05.2018, 12:51

Quantenwelt hat geschrieben:Wie soll das bei einem 5-Personen-Haushalt mit einem Strombedarf von ca. 5000 kWh/p.a. (Tendenz steigend) funktionieren?

Bei dem Verbrauch reicht die Dachfläche in D so gut wie nie um sich über echte Autrakie Gedanken machen zu können, schon (finanziell) bilanziell wird das eng. Kauf dir erst mal immer das beste Gerät am Markt wenn eine Anschaffung ansteht (das alte kommt natürlich weg und bleibt nicht als Zweitgerät) und vermeide Standby konsequent (daß Geräte, die keienr nutzt aus sind, sollte selbstverständlich sein ebenso so Dinge wie die Wasch- ode Spülmaschine immer nur voll zu betreiben), dann wirst du sehen, daß es auch mit deutlich weniger und vor allem sinkender Tendenz geht.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Autarke Stromversorgung

Beitragvon jodl » 18.05.2018, 12:58

stromsparer99 hat geschrieben:Naja, wenn man 100%Autark sein will gibts schon Möglichkeiten.
Im Winter wenn die Sonne nicht scheint braucht man ja sowieso ne Heizung, daher kann man da ja auch mit BHKW heizen und den Strom produzieren.

Ich habe das bei mir so gelöst. Mein BHKW läuft mit gleichstrom Generator und lädt die Batterie, somit keine Einspeisung vom BHKW ins Netz. Keinen Anschluss ans Netz, keine Regeln Vorschriften Prüfungen und sonstiges was man nicht braucht.

Gruß
Thomas


schon klar, ein prima Weg um "100 % autark" zu sein. Das BHKW läuft wahrscheinlich mit deiner Spucke.
Was soll das für eine Autarkie sein wenn ich nur eine Abhängigkeit durch eine andere ersetze?
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Re: Autarke Stromversorgung

Beitragvon stromsparer99 » 18.05.2018, 13:17

Und von der Sonne bist du nicht abhängig?

Gruß
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Re: Autarke Stromversorgung

Beitragvon jodl » 18.05.2018, 15:14

1. behaupte ich auch nicht daß ich "autark" bin
2. muß ich der Sonne nichts bezahlen dafür daß sie scheint

womit läuft denn dein BHKW?
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Re: Autarke Stromversorgung für Eigenheimbesitzer?

Beitragvon Quantenwelt » 20.06.2018, 10:02

Das Perpetuum Mobile gibt es leider nicht - der Energieerhaltungssatz lässt dies nun einmal nicht zu.

Mir geht es letztlich darum zu verstehen, ob Stand heute (auf Basis heutiger Einspeisevergütung) eine autarke Stromversorgung für Eigenheimbesitzer wirtschaftlich möglich ist. Gerne auch auf Basis anderer Konstellationen, wie z.B. PV-Module iVm. einem Solarstromspeicher (Batterie) und einem Windrad? Andere Ideen/Erfahrungen sind ebenfalls herzlich willkommen.

Die sog. Community Konzepte (Vernetzung von Privathaushalten) überzeugen mich aber letztlich nicht. In unseren Breitengraden werden immer alle Teilnehmer in sonnenschwachen Monaten einen Mehrbedarf haben, den andere aus der Community nicht decken werden können.

Was die Erfahrungen in Kombination mit einem virtuellem Speicher anbelangt, müsste man ggf. nochmals in einem Jahr eine Anfrage starten.

Sonnige Grüße aus der Quantenwelt
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Re: Autarke Stromversorgung für Eigenheimbesitzer?

Beitragvon jodl » 20.06.2018, 10:19

Quantenwelt hat geschrieben:Mir geht es letztlich darum zu verstehen, ob Stand heute (auf Basis heutiger Einspeisevergütung) eine autarke Stromversorgung für Eigenheimbesitzer wirtschaftlich möglich ist. Gerne auch auf Basis anderer Konstellationen, wie z.B. PV-Module iVm. einem Solarstromspeicher (Batterie) und einem Windrad? Andere Ideen/Erfahrungen sind ebenfalls herzlich willkommen.


für jemanden aus der Quantenwelt, der mit so Begriffen wie perpetuum mobile und Energieerhaltungssatz operiert, und in seiner Signatur auf seine Mathekenntnisse anspielt, für so einen sollte es doch ein Leichtes sein daß er unter Anwendung seines Wissens und seiner Kenntnisse sich die Antwort auf diese Frage selbst erarbeitet.

Falls dem nicht so ist, verrate ich sie halt:
nein, ist es nicht.

das "verstehen" warum das so ist, erläutere ich aber jetzt nicht weiter.
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Re: Autarke Stromversorgung

Beitragvon stromdachs » 20.06.2018, 11:28

Der sog. "virtuelle Speicher" ist nichts weiter wie das Netz des Energieversorgers.
Die 3000kWh-"Solar-Cloud" ohne Speicher kostet 30,99€/Monat, mit Speicher "nur" 21,99€/Monat.
Das Geschäftsmodell geht davon aus, dass die komplette Solaranlage (Module, WR, .....Einspeisezähler (incl. Zählergebühr) und Installation von Eon "bezogen" wird. Man hat ergo keine Anlagenkosten! Autark, im Sinne von unabhängig ist man damit natürlich nicht.
Vergütung für "nicht selbst verbrauchten Überschuß-Strom" gibt es gem. EEG. Um das "Geschäftliche" kümmert sich Eon komplett.
Bereits vorhandene PVA können nicht von der "Cloud" profitieren.
Wer also noch keine PVA sein Eigen nennt, aber mit dem Gedanken der Anschaffung spielt, für den könnte es vielleicht lohnenswert sein, einen Beratungstermin zu vereinbaren. Das kostet nichts und "rechnen" muß dann jeder selbst.....
So viel zum "virtuellen Speicher".
Claus
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Re: Autarke Stromversorgung

Beitragvon ndorphin » 20.06.2018, 19:28

stromdachs hat geschrieben:Das Geschäftsmodell geht davon aus, dass die komplette Solaranlage (Module, WR, .....Einspeisezähler (incl. Zählergebühr) und Installation von Eon "bezogen" wird. Man hat ergo keine Anlagenkosten!
Claus


Wie kommst Du darauf? Die Anlage musst Du natürlich selbst bezahlen, und nicht zu knapp, Richtung 1000€/kwp kannst du dann schon mal vergessen. Der einzige Gewinner ist EON bei der Sache, so sieht es aus.
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Re: Autarke Stromversorgung

Beitragvon stromdachs » 20.06.2018, 22:57

ndorphin hat geschrieben:Wie kommst Du darauf? Die Anlage musst Du natürlich selbst bezahlen, und nicht zu knapp, Richtung 1000€/kwp kannst du dann schon mal vergessen. Der einzige Gewinner ist EON bei der Sache, so sieht es aus.

Na gut, du bist warscheinlich besser informiert, wie meine Wenigkeit.
Man rufe dort mal an und sich beraten lassen.....absagen kann man immer....kostet nix!
Übrigens, die Anlage muß man eben nicht bezahlen !
Hatte ich ja reingetippt.
Ist mir auch sch..... egal,ob sich da jemand an die Firma wendet, für mich ist´s eh nix!
Gruß Claus
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