Anzahlung Solateur

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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon PV_Bernd_2018 » 11.07.2018, 07:19

Sollte nur über Treuhandschaft (Sicherheit) gemacht werden.
Ansonsten Bezahlen sofort nach Lieferung, mit Abschlägen.
Mein Solarteur hatte das auch verlangt und hinterher stellte sich raus, dass er auch noch schlechter als der Durchschnitt war....
Gruß Bernd,
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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon Chris1977 » 12.07.2018, 20:41

Jetzt noch eine andere Frage dazu:

Ist es generell möglich, den Auftrag an den Solateur noch innerhalb von zwei Wochen zu widerrufen?
Ich frag nur deshalb, weil wenn er es mit der 70 % Anzahlung so in seinen AGB stehen hat und wir dann praktisch denen zugestimmt haben. Wir haben ja jetzt vor, erst das Material nach seperater Rechnungsstellung zu bezahlen. Dann haben wir dies erst mal als Sicherheit.

Gruss
Chris
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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon VIO 450 » 12.07.2018, 21:16

AGBs sind im Privatrecht zu 90 % ungültig.
Fast zu jedem Punkt findet man etwas unter den Paragraphen 300 - 310 im BGB (speziell 307 - 309) hinsichtlich der Ungültigkeit.

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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon Weidemann » 12.07.2018, 21:17

Ihr habt ja schriftlich was anderes im Auftrag stehen, dann gilt das natürlich.
(Selbst wenn ihr das nur mündlich vereinbart hättet, würde das gelten... wäre halt schwerer zu beweisen.)
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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon Bento » 12.07.2018, 21:25

Ist wohl eher eine Frage, wann der Auftrag wirklich zustande kommt: Mit der Auftragserteilung oder mit der Bestätigung durch den Solarteur (und da steht dann meistens wieder drin "Es gelten unsere AGB").
Viele Grüße
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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon Weidemann » 12.07.2018, 21:37

Bento hat geschrieben:Ist wohl eher eine Frage, wann der Auftrag wirklich zustande kommt: Mit der Auftragserteilung oder mit der Bestätigung durch den Solarteur (und da steht dann meistens wieder drin "Es gelten unsere AGB").

Da kann der Solarteur reinschreiben was er will, das ist nicht relevant. Genauso wenig wäre es gültig, wenn er in der Aufgragsbestätigung plötzlich den doppelten Preis verlangt.

Das find ich ja selbst im gewerblichen Bereich so witzig:

Im Angebot des Lieferanten steht: "Es gelten ausschließlich unsere Lieferbedingungen."
Der Kunde schreibt in den Auftrag: "Es gelten ausschließlich unsere Einkaufsbedingungen"
In der Auftragsbestätigung des Lieferanten steht wieder: "Es gelten ausschließlich unsere Lieferbedingungen"

Keiner hat den jeweils anderen Bedingungen zugestimmt, trotzdem kommt das Geschäft wohl oder übel zustande, denn beide wollen ja was voneinander ;-)
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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon Chris1977 » 12.07.2018, 21:48

Okay,
Ich werd morgen mal mit dem Solateur telefonieren und fragen, ob er auch mit einem Sicherheitskonto einverstanden wäre.
Mich würde nur interessieren, wenn er sich jetzt ganz quer stellt, ob wir dann noch widerrufen können innhalb von 14 Tagen.
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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon Bento » 12.07.2018, 22:01

Weidemann hat geschrieben:Das find ich ja selbst im gewerblichen Bereich so witzig:

Im Angebot des Lieferanten steht: "Es gelten ausschließlich unsere Lieferbedingungen."
Der Kunde schreibt in den Auftrag: "Es gelten ausschließlich unsere Einkaufsbedingungen"
In der Auftragsbestätigung des Lieferanten steht wieder: "Es gelten ausschließlich unsere Lieferbedingungen"

Ich bin jetzt kein Jurist, aber ich würde vermuten, dass jeweils wieder eine neue "Offerte" gilt, da die Vorbedingungen nicht anerkannt wurden. Und wenn der Kunde dann den zuletzt genannten Bedingungen des Lieferanten nicht widerspricht und den Liefergegenstand entgegen nimmt und es dann tatsächlich irgendwann mal Probleme geben sollte...........dann würde ich zunächst davon ausgehen, dass die Lieferbedingungen des Lieferanten "bessere Karten haben". :wink:
Viele Grüße
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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon VIO 450 » 12.07.2018, 22:05

Beide werden im Streitfall übereinander gehalten. Übereinstimmende Punkte gelten, die anderen sind verhandlungssache bzw. im Zweifel gilt das was im BGB steht und beide auseinandergehenden AGB Punkte sind ungültig.

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Re: Anzahlung Solateur

Beitragvon Weidemann » 12.07.2018, 23:18

Chris1977 hat geschrieben:Mich würde nur interessieren, wenn er sich jetzt ganz quer stellt, ob wir dann noch widerrufen können innhalb von 14 Tagen.

Nein, wenn es kein Fernabsatz war, besteht meines Wissens prinzipiell kein Widerrufsrecht.
Anders siehts noch bei "Haustürgeschäften" aus, da gabs doch mal eine Gesetzesänderung...

VIO 450 hat geschrieben:Beide werden im Streitfall übereinander gehalten. Übereinstimmende Punkte gelten, die anderen sind verhandlungssache bzw. im Zweifel gilt das was im BGB steht und beide auseinandergehenden AGB Punkte sind ungültig.

Danke, gut zu wissen!
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