Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon mertmk3 » 12.10.2018, 13:08

Hallo zusammen,

unser Neubau-EFH ist gerade in den letzten Zügen, d.h. wird in 2 Monaten bezugsfertig sein. Ich habe alles für eine PV-Anlage vorgesehen, aber bis zuletzt mit der Planung gewartet, da nicht sicher war ob am Ende noch finanzielle Mittel dafür übrig bleiben.
Nun sieht es ganz gut aus und ich will mich nun mal informieren, was für mein EFH sinnvoll ist.

Zum Haus:
    165m² Wohnfläche
    2 Vollgeschosse
    LWWP mit FBH von alpha innotec
    KWL mit WRG

Verbrauch kann ich nicht genau sagen, da wir von einer 70m² Stadtwohnung kommen. Mittelfristig ist auch ein Elektrofahrzeug und ein Pool geplant. Wir sind aktuell zu zweit und planen mit 2-3 Erben :)

Zum Dach:
    Walmdach mit 27° Neigung
    Ausrichtung -5° (Südseite), -95° (Ostseite), +85° (Westseite)
    Grundfläche Dach: 11,625mx10,625m ~ 123m²
    Leider ist die kurze Seite auf der Südseite
    Standort: 73*** Ertrag nach pvgis: 1020 kWh (Südseite), 838 kWh (Ostseite) 867 kWh (Westseite)
    Verschattung gibt es keine, es gibt 2 Sanitärlüfter, einer auf der Südseite, ganz unten im Eck der sollte nicht stören, einer auf der Nordseite

Meine Vorstellung/Ziel der Anlage:
    Reduzierung der Stromkosten der LWWP und KWL
    Reduzierung der Hausstromkosten für Licht, Kochen, Standby-Geräte und zukünftig Pumpen für Pool usw
    Einspeisung des Überschusses

Meine Fragen:
    Wie groß sollte die Anlage werden? Ich habe gelesen man soll unter 10kWp bleiben, da sonst der eingespeiste Teil sehr schlecht vergütet wird.
    Mein Budget liegt bei ~12k€. Ist damit etwas sinnvolles realisierbar?
    Sollen alle 3 Dachseiten belegt werden?



Ich lasse mir in den nächsten 4 Wochen Angebote machen, dazu will ich die Rahmenbedingungen möglichst gleich vorgeben um vergleichbare Angebote zu erhalten. Daher würde es mich freuen wenn ihr mir Hinweise geben könnt, welche Anlagen-Art und Dimension für meinen Fall Sinn macht.

Grüße
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Re: Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon caphiwe » 12.10.2018, 13:26

Hallo,

vielleicht mal als kleine Anmerkung: Wir haben auch in 73xxx gebaut und hab gerade eine Anlage mit 8,8 kwp (28 Module) für netto 10,4 TEUR gekauft. Also sollte dein Budget schonmal gut ausreichen. Die MwSt. bekommst im Standardmodell eh wieder.

Was schwieriger wird ist eventuell der Eigenverbrauch für die WP. Wir haben zwei Zähler, einmal für Hausstrom und einmal WP-Strom. Leider bietet der Netzbetreiber ODR keine Möglichkeit an, dass ich den WP-Stromzähler behalten kann und trotzdem dort einspeise. Bei 18,2 Cent pro kwH für WP-Strom will ich das aber. Und da die WP i.d.R. Strom braucht wenn die Sonne wenig Ertrag bringt auch am Ende akzeptabel.

Für mich war dann wichtig, dass sich die Anlage bei angenommen 100% FK selbst trägt und etwas Rendite bringt. Wichtiger aber einfach etwas Strom selbst erzeugen zu können ein bisschen "Strompreissicherheit" einzukaufen.

VG
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Re: Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon mertmk3 » 12.10.2018, 14:48

caphiwe hat geschrieben:Hallo,

vielleicht mal als kleine Anmerkung: Wir haben auch in 73xxx gebaut und hab gerade eine Anlage mit 8,8 kwp (28 Module) für netto 10,4 TEUR gekauft. Also sollte dein Budget schonmal gut ausreichen. Die MwSt. bekommst im Standardmodell eh wieder.

Was schwieriger wird ist eventuell der Eigenverbrauch für die WP. Wir haben zwei Zähler, einmal für Hausstrom und einmal WP-Strom. Leider bietet der Netzbetreiber ODR keine Möglichkeit an, dass ich den WP-Stromzähler behalten kann und trotzdem dort einspeise. Bei 18,2 Cent pro kwH für WP-Strom will ich das aber. Und da die WP i.d.R. Strom braucht wenn die Sonne wenig Ertrag bringt auch am Ende akzeptabel.

Für mich war dann wichtig, dass sich die Anlage bei angenommen 100% FK selbst trägt und etwas Rendite bringt. Wichtiger aber einfach etwas Strom selbst erzeugen zu können ein bisschen "Strompreissicherheit" einzukaufen.

VG


Vielen Dank für deine Antwort.

Würdest du mir deinen Anbieter/Solarteur nennen? Gerne auch per PN!

Mit WP-Strom habe ich mich noch nicht beschäftigt. D.h. ich muss, wenn ich WP-Strom beziehen will einen zweiten Zähler installieren lassen über den ich dann allerdings nicht einspeisen kann? D.h. ein Wärmepumpen-Betrieb mit Solarstrom lohnt sich nicht, da es sich mehr lohnt den günstigen WP-Tarif in Anspruch zu nehmen?
Mir geht es auch hauptsächlich darum die Grundlast abzufangen, etwas Sicherheit zu haben und durch die Einspeisung eine Rendite zu haben.

Grüße
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Re: Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon HolgerSt » 12.10.2018, 20:33

Hallo Mertmk3,

wirtschaftlich gesehen und den Werten der PVGIS würde ich das Dach maximal belegen. Bei dem von dir gesetzten Budget sollten knapp unter 10KWp möglich sein. Aber es würde auch Sinn machen deutlich mehr zu belegen. Um da etwas bessere Auskunft zu geben wäre ein Bild aus google Maps hilfreich. Ja es macht Sinn alle Ausrichtungen zu verwenden. Süd bringt den höchsten Ertrag aber Ost und West sorgen dafür, das auch früh und spät noch eigener Strom produziert wird.
Ich habe auch gerade die erste 9,24 KWp Anlage in Betrieb genommen und plane gerade die nächste mit ca. 9 - 10 KWp. Diese soll im Winter gebaut werden und geht dann am 1.4. online.
Ich würde dir empfehlen erst hier im Forum eine vernünftige Grundplanung zu erhalten und anschließend über die Angebotsrubrik die eingeholten Angebote bewerten zu lassen.


Grüße

Holger
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Re: Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon mertmk3 » 13.10.2018, 07:02

Hallo Holger,

Vielen Dank für deine Antwort.
Kannst du mir erklären warum 10kWp eine „magische“ Grenze darstellen?
Da es ein Neubau in der letzten Bauphase ist ist das Haus noch nicht in Google Maps sichtbar :(

Ich erhoffe mir im Winter auch bessere Preise, würde aber trotzdem gerne zu, Frühjahr in den Betrieb gehen!

Grüße
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Re: Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon HolgerSt » 13.10.2018, 08:20

Von einer magischen Grenze kann man nicht sprechen. Bei einer Anlage >= 10KWp must du auf den von dir selbst verbrauchten Strom anteilige EEG Umlage abführen. Weiterhin brauchst du dann zwingend einen Erzeugungszähler.
Wirtschaftlich betrachtet ist es daher ungünstig bei der Anlage knapp über 10 KWp zu gehen. Der Anlagenpreis pro KWp sinkt aber je größer die Anlage wird. Da macht es dann Sinn alle Dachflächen zu belegen und deutlich über die 10 KWp zu gehen.
Ich sprach bei der Errichtung von diesem Winter. Anmelden solltest du dann zu Beginn des Jahres. Da du die EEG Vergütung zusätzlich für das Jahr der Erstellung und dann für 20 Jahre erhältst.


Grüße

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Re: Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon mertmk3 » 15.10.2018, 08:09

Danke für die Info.
Ich denke, alleine wegen dem Budget werde ich unter 10 kWp bleiben.

Ich würde nun Angebote einholen lassen mit Südseite voll belegt, Westseite voll belegt und dann den Rest auf der Ostseite, sodass ich auf <10kWp komme.

Einwände?

Gibt es online einen Belegungsrechner wo man sein Dach einzeichnen kann?
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Re: Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon mertmk3 » 17.10.2018, 07:49

Kann mir jemand erklären warum hier immer gebetet wird man soll das Dach vollmachen?
So wie ich das sehe ist die Rendite für alles eingespeiste ja doch sehr gering. Und kommt man über 10kWp wird die ohnehin geringe Rendite für jede eingespeiste kwh noch geringer.

Was ist der Hintergrund für diese Empfehlungen? Erschließt sich mir nicht, zumal es meist nur Parolen ohne Erklärung sind.

:danke:


Hier noch ein bemaßtes Bild vom Dach mit Ausrichtung:
Bild

Der hintere Teil der Westfläche ist im Herbst ab ca. 16.00 Uhr verschattet. Sonst gibt es keine Hindernisse.
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Re: Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon seppelpeter » 17.10.2018, 09:50

Es ist eigentlich recht einfach, was hier anzubieten ist.

Entweder baust Du eine Anlage mit SE und belegst alle 3 Dächer mit Ziel 9,99KWp oder Du legst auf Ost und West gleich viele Module drauf und hängst diese beiden Dächer dann parallel an einen normalen String WR. Das Süddach kommt separat an den 2. Eingang des WR.

Hast Du mal die Belegung der 3 Dächer durch gespielt, wie viele Module Du mit Standardmaß von 1,67*1,01m drauf bekommst? Am besten 2 Varianten planen, einmal hochkant und einmal quer ... bei Walmdächern passt quer meist besser.

Welches Maß haben die Dächer von Traufe jeweils bis First?

Zur Not aber auch mit Blick auf Pool, eAuto und 5 Personen HH in Zukunft, kann man auch alle 4 Dächer belegen.
DN27 bei Stuttgart sollte noch um 700KWh/KWp liegen und das kann man dann einfach mit belegen und rund 15KWp bauen.
18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5
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Re: Anlagenplanung Walmdach 27° PLZ 73***

Beitragvon mertmk3 » 17.10.2018, 10:07

Danke für deine Antwort.

D.h. > 10kWp macht man wenn dann mit Hinblick auf zukünftig höheren Verbrauch?

Was bedeutet "SE"? Wieso wird das Süddach an einen separaten Eingang geklemmt bzw West und Ost parallel?

Habe noch keine Belegung durchgespielt, werde ich nun mal machen. Gibt es dafür ein Tool?

Maß Trauf -> First ca 5,3m.


/edit: Habe mal rumgespielt:

Vertikal:
Süd 9 Module
Ost/West je 11 = 22 Module
Gesamt 31 Module
Bild


Horizontal:
Süd 10 Module
Ost/West je 12 = 24 Module
Gesamt 34 Module
Bild
Mit beiden Varianten würde ich je nach Modul auf ~10 kWp kommen.

Grüße
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