Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon steve-wi » 25.05.2018, 14:45

Hallo,

wir haben letztes Jahr unser neu gebautes Einfamilienhaus bezogen.
Es ist ein KFW55 Gebäude mit Erdwärmeheizung inkl. Warmwasseraufbereitung.
Der Jahresverbrauch liegt bei monatlich abgelesenen und aufs Jahr addiert 5800kWh (inkl. allem was durch den Zähler muss).

Ich habe schon vorsorglich bei der Elektroinstallation Verkabelung für die Solaranlage (5x6mm² und 1x10mm² Schutzleiter) mit verlegen lassen (zw. Dach und HW-Raum).

Der Dachfirst hat die Richtung 174°, also 6° vor Richtung Süden.
PLZ: 45257 Essen

Ich habe bereits einige Angebote von Generalunternehmen eingeholt.
Alle wollen ca. 23k€ - 25k€ für eine 6-8kwp mit 5kwh Speicher haben.
Was ich hier so im Forum gelesen habe, ist dies doch recht teuer.

Es kommen oft 24-29x 260W- 275W Module von Axitec oder Aleo zum Einsatz.
Als Speicher wird entweder Senec mit Cloud oder Sonnen mit Cloud angeboten.
Ein Angebot enthielt BYD und eines LG Speicher.

Was ist nun meine Frage.
Wie werte ich die Angebote?
Welcher Speicher und welche Cloud sind sinnvoll?
Ist beim Cloudbetrieb sinnvoller die Kwp Leistung zu erhöhen, und den Speicher klein zu halten?
Welche Gewichtung/ Verhältnis sollten Anlagenleistung zur Speicherleistung und zum Jahresverbrauch haben?
Welche Rolle spielt der Wechselrichter?
Wie steht es um die Aussage der Modulhersteller zur Leistungsgarantie?
Sollte man immer einen Speicherhersteller nehmen, der >10.000 Zyklen angibt?

Ja, es sind viele Fragen, aber die bekomme ich von den Generalunternehmen leider nie beantwortet, denn die wollen nur schnell verkaufen.

Ich beschäftige mich schon seit zwei Monaten mit dem Thema etwas intensiver und komme leider nicht wirklich weiter, da man immer was anderes liest und es nicht mit Erfahrungen hinterlegen kann.

Gruß
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Re: Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon michaell » 25.05.2018, 14:50

Generalunternehmer vergessen
und sich einen guten Solarteur suchen
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Re: Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon doppeldecker1678 » 25.05.2018, 14:58

1. Speicher weglassen, hast Du doch schon: ZOE
2. Ein "Bausatz" für PV kostet keine 1.000 Euro/kWp netto mehr. Das ist die Kalkulationsgrundlage.
3. Für die Montage einer solchen Anlage inkl. AC-Anbindung am Zählerkasten würde ich 40 Mannstunden schätzen: 1.200 Euro netto maximal

Auf dieser Grundlage alles anfragen was nicht bei 3 auf den Bäumen ist und Deine Fragen stellen. Die freundlichsten und kompetentesten sind oftmals die preiswertesten ;-) nicht die billigsten....
Zwei Generatoranschlusskästen zu verkaufen!!!!

8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2
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Re: Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon steve-wi » 25.05.2018, 15:36

doppeldecker1678 hat geschrieben:1. Speicher weglassen, hast Du doch schon: ZOE


Hallo Doppeldecker1678,

was ist mit ZOE gemeint?
Ich habe immer gelesen, dass heute durch die niedrige EEG Umlage nur noch Anlagen mit Speicher sinn machen.

Bekommt man eigentlich auch einen Autarkiegrad > 45% hin?
Alle Angebote waren drunter.
Hat eine größere Batterie überhaupt Sinn, gegenüber einer Cloudlösung?

Woran kann man erkennen, wie lange der Speicher braucht, bis er aufgeladen ist und die Anlage mit einspeisen beginnt?

Gruß
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Re: Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon jodl » 25.05.2018, 16:02

steve-wi hat geschrieben:Ich habe immer gelesen, dass heute durch die niedrige EEG Umlage nur noch Anlagen mit Speicher sinn machen.

Lesen ist ja ansicht schon einmal nicht schlecht.
nur halt wenig wert, ohne den nächsten Schritt, das Denken.
Hoffensichtlich glaubst du sonst nicht auch alles was du irgendwo liest.

Eine PV Anlage zahlt sich durch die Einspeisevergütung von selbst. Wenn du dann noch einen Teil der Energie selbst nutzen kannst, verbessert sich das Ergebnis noch.
Ein Speicher spart kein Geld, er kostet nur. Was hast du von einem Autarkiegrad wenn du dafür mehr zahlst wie wenn du die Energie komplett kaufst?

Ich empfehle dir , nimm ein Blatt und einen Stift, und rechne dir die unterschiedlichen Varianten durch. Mit allen relevanten Einflussgrößen. (geht zur Not auch mit Excel)
das ist eine bessere Entscheidungshilfe als alle gesammelten Werbe- und Latrinenparolen miteinander.
jodl
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Re: Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon Eisbaer » 25.05.2018, 16:13

@jodl hat ja schon das meiste gesagt.

Du kannst die Sache natürlich auch mit Speicher machen.
Du musst dir nur darüber im Klaren sein dass das wirtschaftlich (also finanziell) nicht rentabel ist!

Speicher sind (noch) zu teuer! Andererseits braucht es aber auch Leute die vorangehen! :)
Servus
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Re: Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon Nicatron » 25.05.2018, 19:24

S.o. - Grobe Faustregel: möglichst viel aufs Dach, entweder bis 9,9kwp oder über 12kwp, Speicher weglassen. Sollte irgendwo um 1100/kwp netto gehen. S kann so einfach sein ;-)

Merke: Mangel den man dank viel Generatorleistung nicht (unbedingt) hat muss man nicht teuer (per Speicher) verwalten.

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Re: Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon steve-wi » 04.06.2018, 15:33

Hallo,

ich habe gerade mit einem Solateur gesprochen, der hinten auf die Solarmodule kleine Wechselrichter montieren will, und somit die Eff. der Module zu erhöhen und somit kann auch der Hauptwechselrichter etwas günstiger ausfallen.?

Was will er machen und habt ihr davon schon einmal was gehört?

Danke

Gruß
Steve-wi
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Re: Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon Knorre » 04.06.2018, 15:43

steve-wi hat geschrieben:Hallo,

ich habe gerade mit einem Solateur gesprochen, der hinten auf die Solarmodule kleine Wechselrichter montieren will, und somit die Eff. der Module zu erhöhen und somit kann auch der Hauptwechselrichter etwas günstiger ausfallen.?

Was will er machen und habt ihr davon schon einmal was gehört?

Danke

Gruß
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meinst du Leistungsoptimierer wie z.B. SolarEdge?
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Re: Angebote werten und offen Fragen zum System selbst

Beitragvon seppelpeter » 04.06.2018, 16:20

Ah, ein Heimatprojekt ... wie schön.

Daf ich mal fragen, wie Du auf 5*6mm² + Potentialausgleich gekommen bist?
BTW: Die 10mm² sind etwas dünn, nach meinem Stand legt man da 16mm².

Dach also mit 6 Grad nach Osten.
Welche Dachneigung hast Du?

Ansonsten gilt, Speicher weg lassen, gescheiten Solarteur suchen, Dach voll machen, auch über weitere Dächer wie Norddach, Garage, Carport usw. sofort im ersten Schuss nachdenken. Später wird das nur unnötig teurer.

Wenn ein Speicher als Hobby und Spielzeug dazu kommen soll ... Geld verdienst Du damit nicht und Stromkosten sparst Du damit auch nicht, dann Eigentum schaffen und Speicher kaufen. BYD-HV ist eine gute Lösung in Kombination mit SMA Komponenten.

PS.: Hat sich der Anbieter mit den Moduloptimieren auch mal Dein Dach angesehen ... ist überhaupt nennenswert Schatten vorhanden oder hast Du ein Walmdach?

PPS.: Wennst magst schick mir eine PN und ich komme am WE mal mit dem Fahrrad vorbei zum formlosen planen bei einer Tasse Kaffee. Ich bin kein Anbieter und will Dir sicher nix verkaufen. :wink:
18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5
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