9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon PV-Express » 10.10.2018, 20:29

elPresidente hat geschrieben:Heißt das jetzt 12.000 W - 10.375 W = 1.625 W stehen in 70-weich zur Verfügung?


Nein, weil der STP12000 "nur" max. 11400W an Leistung abgeben darf bei einem geforderten cosPhi vin 0,95

Somit stehen max. 1025W für "weich" zur verfügung, also sogar 600W weniger :wink:
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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon elPresidente » 10.10.2018, 20:50

ich zitiere mich mal selbst:
elPresidente hat geschrieben:
Wie berechnet man die notwendige WR-Größe? Ich habe das hier im Forum in einem anderen Thread so gelesen:

14,08 kW * 70% = 9.856 W
12000 W * 0,95 (wg. 5% Blindleistung) = 11.400 W

damit "bleiben dann 1.544 W für 70% weich

Ist das jetzt "genug" oder doch eher den WR eine Nummer größer wählen?


ist dieser Rechenweg dann richtig?
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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon PV-Express » 10.10.2018, 20:59

Ausgehend von 14,08kWp, ja.
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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon passra » 10.10.2018, 21:29

Wobei die 5% Blindleistung nicht immer vorgegeben sind, das entscheidet dein VNB. Bei mir wurde 2015 lediglich 1% verlangt, bei der Erweiterung heuer dann gar keine Blindleistung mehr.
8,855 kWp: 7,98 (05/15) + 0,875 (08/18): Aleo S19 28x285Wp + 2x290Wp/1x295Wp an Fronius Symo 7.0.3-M; Dachneigung 50°; Ausrichtung -22° SSO
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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon elPresidente » 15.10.2018, 10:46

so, habe jetzt neben einigen Angeboten für die 14,08 kWp-Anlage mit Preisen von 1.300€ bis 1.200€ pro kWp auch ein Angebot mit ~ 1.100€ pro kWp... Ich hatte denen eigentlich die Hauptkomponenten vorgegeben:

- 44 Module Q.Cells 320 Wp
- SMA Tripower 12000 oder Fronius Symo 12.5
- Sunny Home Manager 2.0 oder Fronius Smart Meter 63A-3 (für 70% weich)

Jetzt haben die die o.g. Module und den Fronius Symo 12.5 angeboten, aber statt des Smart Meters die Fronius Datamanger Box 2.0?

Sehe ich das richtig, dass ich die Box gar nicht brauche weil der WR ja schon selber einen (W)LAN-Anschluss hat? Wozu ist diese Datamanger Box 2.0 eigentlich da, allso was macht die eigentlich? Bin aus der Beschreibung auf der Fronius Webpage nicht so recht schlau geworden...

Und nochmal eine Verständnisfrage:

Bei einem anderen Angebot (auch 14,08 kWp) wurde der Fronius Symo 15.0 angeboten. Ich habe dann darum gebeten das Angebot auf den Symo 12.5 zu ändern, darauf hin kam diese Antwortmail:

"wir können Ihnen natürlich auch den 12.5-3-M Wechselrichter anbieten. Rein von der Leistung her würde der auch ausreichen. Nur im Falle der 70%-Regelung wirkt sich ein größerer Wechselrichter, also der 15.0-3-M zum Vorteil aus. Die Wirkleistung der Wechselrichter wird auf 70 % gestellt, dass bedeutet:

12.500 Watt --> 8.750 Watt max. Leistung des WR
15.000 Watt --> 10.500 Watt max. Abgabeleistung des WR

Der zusätzliche Smart Meter wirkt sich nicht auf die Wirkleistung des Wechselrichters aus, sondern optimiert nur Ihr Eigenverbrauchsverhalten, um nicht mehr als 70 % einzuspeisen und somit Strom zu verschenken.

Insofern steht es Ihnen frei, auch den kleineren Wechselrichter zu nutzen.
Sofern Sie dies wünschen, ändern wir diesen Leistungspunkt gerne ab.
"

Also entweder habe ich die 70%-Regelung falsch verstanden oder er...

Die 70% beziehen sich doch auf die Generatorleistung, sprich die Leistung der verbauten Module, oder? Ich hatte das so verstanden, dass der WR bei 70% hart auf 9.856 W (oder VA?, Entschuldigung für meinen unwissenden Einheitengebrauch) eingestellt wird, bei 70% weich muss der WR halt wissen was gerade aktuell verbraucht wird (dafür dann halt den Fronius Smart Meter oder Sunny Home Manager 2.0) und erhöht diese Grenze von 9.856 W um den aktuellen Verbrauch...

Also wirkt sich der Smart Meter gerade doch auf die Wirkleistung des WR aus?

Immer wenn ich denke ich habe es verstanden kommt so ein Solateur um die Ecke und erzählt was anderes... Kann mich mal bitte jemand erleuchten?
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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon mdonau » 15.10.2018, 11:01

elPresidente hat geschrieben:"wir können Ihnen natürlich auch den 12.5-3-M Wechselrichter anbieten. Rein von der Leistung her würde der auch ausreichen. Nur im Falle der 70%-Regelung wirkt sich ein größerer Wechselrichter, also der 15.0-3-M zum Vorteil aus. Die Wirkleistung der Wechselrichter wird auf 70 % gestellt, dass bedeutet:

12.500 Watt --> 8.750 Watt max. Leistung des WR
15.000 Watt --> 10.500 Watt max. Abgabeleistung des WR


Das ist natürlich totaler Humbug: 70% der Generatorleistung ist natürlich richtig, bei 14,08kWp also 9,856kW (14,08*0,7)
zzgl 5% Blindleistung(wenn gefordert) bei dem Symo 12,5 macht das 10,37kVA (9,856/0,95) für 70 Hart, bleiben noch gute 2kW nach "oben"
Der Symo 15 müsste dagegen ggf. 10% Blindleistung bereitstellen, da über 13,6kVA Anschlussleistung und bringt
daher eigentlich nur Nachteile mit sich.

Für meine Anlage mit min. 14,56kWp fast direkt Süd steht hier auch "nur" ein Symo 12,5, lass dir da nix aufschwatzen!

Die Databox ist auch Sinnlos, Modbuszähler oder günstiger S0 im Verbrauchsstrag und fertig!
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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon seppelpeter » 15.10.2018, 11:38

Die DataManager Box2.0 kenne ich nicht.
Was sagt denn Fronius selbst dazu ... gibt es einen Link zu dem produkt?

elPresidente hat geschrieben:"wir können Ihnen natürlich auch den 12.5-3-M Wechselrichter anbieten. Rein von der Leistung her würde der auch ausreichen. Nur im Falle der 70%-Regelung wirkt sich ein größerer Wechselrichter, also der 15.0-3-M zum Vorteil aus. Die Wirkleistung der Wechselrichter wird auf 70 % gestellt, dass bedeutet:

12.500 Watt --> 8.750 Watt max. Leistung des WR
15.000 Watt --> 10.500 Watt max. Abgabeleistung des WR

Der zusätzliche Smart Meter wirkt sich nicht auf die Wirkleistung des Wechselrichters aus, sondern optimiert nur Ihr Eigenverbrauchsverhalten, um nicht mehr als 70 % einzuspeisen und somit Strom zu verschenken.

Insofern steht es Ihnen frei, auch den kleineren Wechselrichter zu nutzen.
Sofern Sie dies wünschen, ändern wir diesen Leistungspunkt gerne ab.
"

Also entweder habe ich die 70%-Regelung falsch verstanden oder er...


Er hat es falsch verstanden :!:
70% Regelung wird immer von der Generatorgröße gerechnet.

Die spannende Frage wäre, was der Vogel Dir einstellt, wenn er den Auftrag bekommt. :roll:
Gut möglich, dass Du damit dann nach der IBN im Unterforum "Aufälligkeiten im Betrieb" landest. :lol: :lol:
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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon elPresidente » 15.10.2018, 12:27

seppelpeter hat geschrieben:Die DataManager Box2.0 kenne ich nicht.
Was sagt denn Fronius selbst dazu ... gibt es einen Link zu dem produkt?


http://www.fronius.com/de/solarenergie/produkte/eigenheim/anlagen-monitoring/hardware/fronius-datamanager-2-0/fronius-datamanager-box-2-0

Nach meinem Verständnis müsste doch die Kombi Fronius Symo 12.5 und Smart Meter 63A-3 reichen, oder? Der Smart Meter misst den Verbrauch und kommuniziert mit dem WR für 70% weich...

Wenn ich allerdings irgendwelche Verbraucher gezielt steuern möchte, benötige ich doch den Sunny Home Manager 2.0 mit dann dem SMA Tripower 12000, richtig?

Ich weiß halt nicht wie sehr der Sunny Home Manager 2.0 am Ende doch Spielerei ist und ob "manuelles" Smart Home (Waschmaschine und Geschierspüler über Zeitvorwahl, WP (nicht Smart Grid fähig) über bestimmte Zeitfenster für Warmwasseraufbereitung, Heizen evtl. über geringe Nachtabsenkung (im Frühjahr/Herbst)) nicht auch ausreicht... Puhhh, alles nicht so einfach... Schon allein die Frage SMA oder Fronius...

seppelpeter hat geschrieben:
Er hat es falsch verstanden :!:
70% Regelung wird immer von der Generatorgröße gerechnet.

Die spannende Frage wäre, was der Vogel Dir einstellt, wenn er den Auftrag bekommt. :roll:
Gut möglich, dass Du damit dann nach der IBN im Unterforum "Aufälligkeiten im Betrieb" landest. :lol: :lol:


ja, das habe ich mir auch gedacht... Aber er wirds wohl eh nicht werden weil der nicht das Angebot mit den 1.100€/kWp gemacht hatte... :P
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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon seppelpeter » 15.10.2018, 12:38

elPresidente hat geschrieben:Nach meinem Verständnis müsste doch die Kombi Fronius Symo 12.5 und Smart Meter 63A-3 reichen, oder? Der Smart Meter misst den Verbrauch und kommuniziert mit dem WR für 70% weich...


Bereits ein simpler S0-Zähler reicht, aber der etwas teurere Fronius Smartmeter geht natürlich auch.

Wenn ich allerdings irgendwelche Verbraucher gezielt steuern möchte, benötige ich doch den Sunny Home Manager 2.0 mit dann dem SMA Tripower 12000, richtig?


Das würde ich nicht überbewerten.
Welche Verbraucher würdest Du schalten wollen? Funksteckdosen von SMA sind teuer...
Wenn die Spüli voll ist, muss sie tagsüber laufen, entweder scheint dann die Sonne, oder eben nicht.
Gleiches gilt für die Waschmaschine oder eine BWWP oder WP.

Der SHM bzw. neuerdings der SMA2.0 ist ein schönes Spielzeug mit sehr schöner App für Verbrauchsvisualisierung und 70-weich Regelung. Nimm die Lösung, die Dir besser gefällt. Funktionieren wird beides.

Manuelles SmartHome ist ein gutes Stichwort ... wenn die Großgeräte bereits jetzt eine Startzeitvorwahl haben, dann würde ich zumindest kein Geld mehr in Funksteckdosen stecken. Ob es Fronius oder SMA wird musst Du selbst entscheiden.
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Re: 9,9 kWp oder doch ein wenig mehr?

Beitragvon mdonau » 15.10.2018, 12:57

richtig, beobachte die Erzeugungskurve und passe z.B. deine Heizzeiten etwas darauf an, die meisten Verbraucher
haben eh ein relativ fixes Zeitfenster und Sonnen Auf- und Untergang sind auch relativ zuverlässig vorhersehbar ;)
Bei einer Luftwärmepumpe sollte man eh die wärmere Luft am Tage nutzen um Wärme im Haus zu speichern und
nachts/früher morgen dann absenken/abschalten.
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