868xx DHH Anlagenplanung

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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868xx DHH Anlagenplanung

Beitragvon Sonnenbeute » 15.04.2018, 17:15

Hallo zusammen,

nach einigem Lesen in diesem Forum habe ich mich nun auch angemeldet. 7 Jahre nach dem Kauf einer DHH möchte ich nun das Thema PV angehen. Dieser Thread soll erst einmal dazu dienen mir selber klar zu werden, was sich sinnvoll umsetzen lässt und damit ich gute Argumente habe, wenn ich mir das erste Angebot einhole. Als Fläche steht ein Süddach (DN40° Ausrichtung -13°) in der Größe 7,2 x 7,3m sowie ein Garagen Flachdach mit 3,0 x 6,0m. Eigenverbrauch Strom mit 4 Personen liegt bei 2200 kWh/a. Kochen und Heizen erfolgt primär mit Gas. Für WW gibt es eine bestehende solarthermische Anlage.

Das sich die Batterie im Haus nicht rechnet habe ich schon verstanden. Ein neues E-Auto in 5 - 10 Jahren wäre eine Option für ca. 20.000 km/a. Somit ist vermutlich der Stromverkauf und ein hoher Eigenverbrauch das Ziel für die geplante Anlage. Die sinnvollen Grenzen von <7, <10 bzw >12 kWp habe ich verstanden.

Ich habe zwei Vorschläge erstell, wie ich mir die Belegung vorstellen könnte.
Pink 60 Zellen 1,00x1,67m
Blau 72 Zellen 1,00x2,00m
Grün = zu versetzende bestehende Solarthermieanlage (thermosolar TS 111) 1,26x2,02m. => 2 Module mit Verrohrung ca 2,8x2,02m

Belegungsvorschlag_1.jpg
Belegungsvorschlag_2.jpg


Der erste Vorschlag gefällt mir optisch besser. Ich habe aber keine Ahnung, ob sich dieser auch sinnvoll umsetzen lässt. Die ST habe ich so gesetzt, da diese den Schattenwurf vom Kamin besser verträgt. Kommen wir somit zum Thema der Verschattung. Das Hausdach hat eigentlich nur durch den Edelstahlkamin Schatten. Hier zwei Bilder vom 7.4 um 9:20 Uhr und um 11:00 Uhr.
Kamin_0407_0920.jpg
7.4. - 9:20
Kamin_0407_1100.jpg
7.4. - 11:00


Die Garage hat freien Blick nach Süden. Aufgrund der Häuser im SO und SW scheint die Sonne im Winter nur ca. 10:00 bis 14:00. Ab ca März steht die Sonne über den Häusern und es gibt Sonne von ca: 8:00 - 17:00 (Winterzeit)
Hier ein Bild vom 7.4 - 8:35 (Sommerzeit)
Garage_0407_0835.jpg
7.4. - 8:35

Ab ca 18:00 (Sommerzeit) kommt dann wieder ein Schatten von der eigenen Hauswand am linken hinteren Eck der Garage.

Beim Hausbau hatte ich vorbereiten lassen zwei Leerrohre vom DG in den Keller sowie ein Zählerschrank im Keller, der einen weiteren Zähler aufnehmen kann. Die Leerrohre zur Garage fehlen, lassen sich aber leicht nachrüsten. Die benötige ich eh, wenn ich dort später eine Stromtankstelle einrichten möchte.

So nun bin ich auf Eure Kommentare und Empfehlungen gespannt. :D
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Re: 868xx DHH Anlagenplanung

Beitragvon LumpiStefan » 15.04.2018, 17:30

Ich würde mir überlegen, die Garage überhaupt mitzumachen, ebenso wie die ST zu versetzen....
Variante 1 mit den selben Modulen in einem String und gut sollte es sein. 25 Module mit 275Wp und dazu entweder ein 5kW WR oder bei dynamischer 70% Regelung einen WR mit 6kW.
So solltest Du gute Ergebnisse erzielen...

Stefan
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Willst du mir was gutes tun... --> http://www.stefan-bauer.net/daten/spende/
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Re: 868xx DHH Anlagenplanung

Beitragvon Sonnenbeute » 15.04.2018, 20:17

Hallo Stefan,

Danke für die schnelle Antwort. Ohne Versetzen der Anlage sind nur 22 Module möglich.

Belegungsvorschlag_3.jpg


Da wäre man bei 22 x 275Wp bei 6,05 kWp und bei bei 22 x 315Wp bei 6,93 kWp.

Das Versetzen der ST stelle ich mir nicht so kompliziert vor.
Dachansicht.jpg

ST_Detail.jpg

Hinter der Anlage befindet sich ein nicht isolierter Dachboden. Den Boden muss man eh betreten um das Kabel der PV zum DG zu ziehen. Am Dach muss sowieso gearbeitet werde. Die Flüssigkeit der ST sollte alle 10 - 12 Jahre gewechselt werden - jetzt ist sie 7 Jahre alt. Also bleibt neben dem Umschrauben nur etwas Schlauchverlängerung + Isolierung übrig.

Ich dachte in Bezug auf Rentabilität ist mehr Belegung sinnvoll und im Vergleich zum Norden der Republik sind die PVGIS Werte auch sehr ordentlich. Daher wollte ich eigentlich schon auf die 10 kWp kommen.

Grüße Tobias
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Re: 868xx DHH Anlagenplanung

Beitragvon seppelpeter » 16.04.2018, 13:19

Mal mit dem Kaminkehrer sprechen, ob die Rakete über Dach wirklich so lang sein muss.
Das sind lockere 2-2,5m über Dachhaut ... reicht da nicht auch 1m oder muss das Ding über First gehen?

Du solltest die "Grenzen" bei 7KWp und 10KWp im Kopf haben.

Als nächstes Angebot für die Versetzung der Thermie einholen.
Das wird 3-stellig oder sogar niedrig 4-stellig kosten.

Aus meiner Sicht macht die Versetzung der Thermie Sinn, wenn Du danach 10KWp bauen kannst.
18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
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Re: 868xx DHH Anlagenplanung

Beitragvon Sonnenbeute » 16.04.2018, 23:41

Das Racketenrohr ist in der Tat etwas zu lang. Das Rohr überragt den First um ca. 30 cm. Nach Norm muss das Rohr einen waagrechten Abstand von 2,30 m zum Dach einhalten. Es dürfte damit nach meiner Berechnung ca 20 cm unter dem First enden. Damit könnte man ein bestehendes 1 Meter Stück durch ein 500 mm Rohr tauschen. Material ca. 60 - 80 EUR + Arbeitszeit. Der Schatten wird mit der Aktion nur um ca. 20% kürzer. Vermutlich kann diese Aktion auch nicht der Renditekönig werden. :ironie:

Ich habe jetzt einen Besichtigungstermin mit einem lokalen Anbieter vereinbart. Mal sehen wie hoch das Versetzen der ST veranschlagt wird. Teuer darf die Aktion allerdings nicht werden. Bei einem WW Bedarf von ca. 2.400 kWh/a, 65% Abdeckung und 4,3 cent/kWh Gas komme ich momentan auf eine Einsparung beim Gas von 67 EUR/a minus Strom für Pumpe 10 EUR/a und 10 EUR/a für minimale DIY Wartung bleiben noch knapp 50 EUR im Jahr übrig. Naja, die Gaspreise können auch wieder steigen und man muss jetzt den Kostenvoranschlag für das Versetzen abwarten um eine Hausnummer zu bekommen.

Ich sehe jetzt folgende Möglichkeiten:
(1) ST bleibt und es kommen 22 Module a 315Wp = 6,93kWp
(2) ST bleibt und die Garage kommt mit 9 Modulen hinzu => 31 x 320Wp =9,92 kWp
(3) Die ST versetzen, um die PV aus dem Schatten v. Kamin zu nehmen und mehr aber dafür preiswertere Module setzen zu können => z.B. 35 x 285Wp = 9,98 kWp.

Welche Variante würdet Ihr wählen?

Persönlich strebe ich eher eine 10kW Variante an. Es bleibt die unterschiedliche Dachneigung der beiden Flächen und die Frage wie man das optimal verbinden kann.

Bei (1) und (2) stellt sich die Frage, wie man optimal mit dem Kaminschatten umgeht

Auch zur Mischung von 60 und 72 Zellern, wie in meinem ersten Beitrag gezeigt, habe ich noch nichts gehört. Würde das mit Solaredge funktionieren?
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Re: 868xx DHH Anlagenplanung

Beitragvon cti » 17.04.2018, 00:16

Hallo Sonnenbeute,

ja, ich würde auch SE in Betracht ziehen.
Module quer und vertikal auf dem Dach zu bauen, ist etwas aufwändig.
Und das Mischen von verschiedenen Modulen ist mit SE technisch möglich, aber ...?!?

Gruß
cti
zunächst Betreiber, dann Projektierer und nun wieder Anbieter...
(Herstellerzertifizierung QCells/ESS, SMA, LG Chem/Solaredge, Mercedes)
30 kWp Sharp/SMA; 25 kWp Sunpower/Fronius; 13 kWp QCells/AEG; 2 kWp QCells/Mikro-Inverter; 5 kWp Schott/Victron
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