10 kwp - allerlei Fragen

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon Wups » 13.09.2018, 09:49

Hallo Leute,
ich plane mir eine PV auf unser Dach zu geben. Es handelt sich um ein Flachdach in Hanglage mit Süd-West-Ausrichtung. Ich könnte die Module dadurch wohl auch nach Süden ausrichten. Wir sind zu dritt, jedoch unter der Woche tagsüber vor 18 Uhr nicht zuhause. Jahresverbrauch 11000 kWh im SmartHome.
Eine Wärmepumpe heizt im Winter und kühlt im Sommer, Poolpumpe läuft im Sommer tagsüber, Lüftung läuft den ganzen Tag, dazu NAS, Überwachungsanlage, Bussystem, 2 Kühlschränke + Gefrierschrank. Abends wird dann kurz gekocht, TV gesehen, am Wochenende mittags und abends gekocht. Im Winter versuchen wir aufgrund der großen Fensterflächen die solaren Gewinne zu nutzen, um Heizkosten zu sparen, nachts schaltet sich jedoch dann doch oft die Heizung dazu, da durch die Fenster auch viel wieder verloren geht. Soviel zum Lebenswandel. Aus meiner Sicht keine so rosigen Aussichten, weshalb ich auch an einen Speicher denke, um am Abend der tagsüber erzeugten Strom zu nutzen. Die Sonne kommt so ca. um 9 Uhr am Vormittag erst über den Berg, bleibt dann aber bis zum Untergang unbeschattet (nur ein Kamin stört eventuell, der sich aber Ostseitig befindet).

Gedacht hatte ich an 27 x LG 395er Module (Platz sparen). Speicher möchte ich später nachrüsten können zB LG Chem 10.
Nun habe ich keine Ahnung, welchen WR ich dazu verwenden soll, soviel ich gelesen habe, muss zum Speichern auch der WR getauscht werden. Fronius könnte ich in mein Loxone-Smarthome integrieren, jedoch weiß ich nicht, was ich damit anfangen kann.
Bezüglich Aufständerung habe ich gar nichts finden können, wo ich die Module auf lt. Prognose von Sunnyweb optimale 45 Grad stellen kann. So käme ich auf 18 Jahre, bis sich das ganze amortisiert, mit Speicher auf 17 Jahre. Dazu musst ich aber fast alles selber machen und nur mehr den Elektriker anschließen lassen.
Zur Eigenverbrauchoptimierung wäre es halt toll, wenn zB die Poolpumpe bei wenig Ertrag kürzer läuft, da hier auch die Algengefahr sinkt. Oder das Bussystem meldet: "Heute war es besonders schön, du könntest schon Wäsche waschen" oder "warte lieber auf morgen, heute war kein toller Tag", usw.
Was meinen die Profis dazu?
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Re: 10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon hgause » 13.09.2018, 10:56

Hallo und willkommen im Forum,

ich fühle mich zwar nicht direkt angesprochen (bin kein Profi, sondern Hobby-PVler), möchte Dir aber trotzdem schon einmal antworten.

Zunächst einmal wäre die Größe der Dachfläche interessant, wenn Du dazu noch Bilder einstellen könntest, umso besser. Ein SW-Dach, welches erst nach 9 Uhr die Sonne sieht, ist doch super. In der Regel bekommt ein SW-Dach erst am Mittag die ersten zaghaften Sonnenstrahlen.

Dein Verbrauch ist natürlich der Hammer, da gibt es eigentlich nur eins: Bau so groß wie möglich. Über eine Aufständerung bzw. wie diese ausfallen soll, können wir erst nach Deinen weiteren Infos sprechen; nur soviel: 45° ist alles andere als optimal! Auch verstehe ich Deine Rechnung zur Amortisation nicht. Grundsätzlich kann/sollte sich auch heute noch eine reine PV-Anlage nach 10 Jahren amortisieren - wenn Du alles selber macht, sogar noch früher. Ob sich dieser Aufwand aber lohnt, darüber solltest Du einmal nachdenken. Ok, Du sparst Kohle, aber was ist, wenn es Probleme gibt? Dann bist Du ganz auf Dich selbst gestellt. Für manche kein Problem, für die meisten schon.

Und ein Speicher verkürzt nicht die Amortisation sondern verschiebt diese weit nach hinten. Hier gilt: Ein Speicher frisst die Rendite der PV auf. Und bei Deinem riesigen Verbrauch wirst Du den Speicher oft (im Winter sowieso) leer rumstehen haben, da er einfach nicht gefüllt werden kann - also totes Kapital. Weiter ist Deine Überlegung mit 27 x 395W unüberlegt, da über 10 kWp anteilige EEG-Umlage fällig wird. Also entweder bis 10 kWp bauen oder deutlich drüber (ab ca. 13 kWp).

Und nun bist Du zunächst einmal dran, weitere Infos zu liefern
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Re: 10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon kalle bond » 13.09.2018, 11:26

Wups hat geschrieben:Bezüglich Aufständerung habe ich gar nichts finden können, wo ich die Module auf lt. Prognose von Sunnyweb optimale 45 Grad stellen kann. So käme ich auf 18 Jahre, bis sich das ganze amortisiert, mit Speicher auf 17 Jahre. Dazu musst ich aber fast alles selber machen und nur mehr den Elektriker anschließen lassen.


Zur Beurteilung, ob sich die ganzen Module auf dem Dach installieren lassen, werden die Abmessungen des Daches benötigt und welche Seite nach Süden zeigt. Am Besten eine Skizze oder GE Foto. Falls es Aufbauten auf dem Dach gibt, sollten sie ebenso eingezeichnet sein oder die Höhe einer Attika angegeben werden.

18/17 Jahre - Meine Zweifel gehen dahin, ob das richtig gerechnet wurde, oder eher umgekehrt ist.
Und ob man mit Speicher überhaupt auf einen grünen Zweig kommt. Oder erst, wenn die Preise drastisch bzw die Akku Kapazität durch verbesserte Materialien (zur Zeit weltweite Forschungsprojekte) stark angehoben werden kann.

*Bei den ganzen Betrachtungen störe ich mich immer wieder daran, das man nicht über den Tellerrand schauen kann.
Was passiert, wenn die EEG Förderung ausläuft? Wie rechnen sich die Kosten für den nächsten Akku und wie geht es mit den Modulen weiter? Gibt es da schon verläßliche Aussagen?
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Re: 10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon duncan02 » 13.09.2018, 11:34

Und ein Speicher verkürzt nicht die Amortisation sondern verschiebt diese weit nach hinten. Hier gilt: Ein Speicher frisst die Rendite der PV auf. Und bei Deinem riesigen Verbrauch wirst Du den Speicher oft (im Winter sowieso) leer rumstehen haben, da er einfach nicht gefüllt werden kann - also totes Kapital.

Bei 11.000 kWh sowie hohen Stromverbrauch auch im Sommer durch Kühlung, würde ich auf einen Speicher setzen. Diesen müsstest Du aber gleich am Anfang mit der PV - Anlage kaufen, damit er über die AFA bezahlt wird! Hinterher rechnet er sich nicht mehr, außer Du kannst die Förderung aus Brandenburg nutzen oder den Speicher selbst bauen. Ab einen Verbrauch von ca. 4000 / 5000 kWh die nicht in den Winter fallen macht das für mich nur Sinn.

speichersysteme-ongrid-netzparallel--f137/waere-ein-speicher-fuer-500eur-kwh-wirtschaftlich--t125844-s60.html#p1665074

Ohne WP komme ich auf einen Verbrauch von ca. 5500 kWh/a:
Unbenannt.JPG

verbrauche aber momentan fast nur "meinen" grünen Strom :mrgreen:
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Re: 10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon Roland81 » 13.09.2018, 12:18

Ist das mittlerweile sicher das AFA klappt bei gleichzeitiger Anschaffung?
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Re: 10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon duncan02 » 13.09.2018, 12:27

Roland81 hat geschrieben:Ist das mittlerweile sicher das AFA klappt bei gleichzeitiger Anschaffung?

Wehe wenn nicht :? ich kann erst im Februar oder März berichten.
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Re: 10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon Wups » 13.09.2018, 13:18

Hallo nochmal,
sorry, das wichtigste Detail hab ich wohl vergessen: bin aus Österreich! Das ist mit Förderungen sowieso nichts bzw. reine Lotterie
Das Dach misst 16 (Seite nach Süd-West) x 10 Meter + anschließendes Carport mit 4 x 6 Meter, Kies bis zur Attika sind 25 cm.
Die Module möchte ich liegend montieren, der Kamin wäre auf der Süd-Ost-Seite und würde nur Vormittags die Module verschatten. Sonst ist nix am Dach.
Beim Sunnywebtool hab ich mein eigenes Verbrauchsprofil angelegt, basierend auf den Daten der letzten 2 Jahre. Dh. irgendwie dürften sich die 45 Grad abends besser auswirken, da da auch am meisten verbraucht wird, vor allem im Winter.
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Re: 10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon hgause » 13.09.2018, 13:51

Wups hat geschrieben:Die Module möchte ich liegend montieren,

Hast Du Dir das auch gut überlegt? Du weißt schon, dass Du dann regelmäßig reinigen darfst und solltest Dir daher Zwischenräume zur Begehung frei lassen. Trotzdem sollten dann 63 Module (7 Reihen á 9 Module) mit zwei freien Zwischenräumen passen. 63 Module mit 3 x 21 sind an einem 1000V WR bestens zu verstringen. Hier würde für Dich dann ein Fronius SYMO 17.5-3-M sehr gut passen.

Wups hat geschrieben:der Kamin wäre auf der Süd-Ost-Seite und würde nur Vormittags die Module verschatten.

Erstens kein Beinbruch und zweitens sollte das der Fronius mit seinem guten Schattenmanagement locker geregelt bekommen.

Wups hat geschrieben:Beim Sunnywebtool hab ich mein eigenes Verbrauchsprofil angelegt, basierend auf den Daten der letzten 2 Jahre. Dh. irgendwie dürften sich die 45 Grad abends besser auswirken, da da auch am meisten verbraucht wird, vor allem im Winter.

Wenn Du nach Süden aufrichtest, fällt abends die Sonne höchstens noch seitlich auf die Module. Das kann nicht besser sein. Und im Winter hast Du abends oder besser gesagt, ab 16 Uhr, ohnehin keine Sonne mehr. Irgendwas läuft da schief... :roll:

Oder meinst Du mit der Aussage:
Wups hat geschrieben:Bezüglich Aufständerung hab ich gar nichts finden können, wo ich die Module auf lt. Prognose von Sunnyweb optimale 45 Grad stellen kann.

dass Du nach SW (also 45°) ausrichten willst, weißt aber nicht um wieviel Grad Du aufstellen sollst? :roll:
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Re: 10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon CaptainPicard » 13.09.2018, 14:03

Wups hat geschrieben:Hallo nochmal,
sorry, das wichtigste Detail hab ich wohl vergessen: bin aus Österreich! Das ist mit Förderungen sowieso nichts bzw. reine Lotterie

Ja, ist es, aber man sollte es trotzdem versuchen und es scheint aktuell genug Geld im Topf zu sein. (Ich hab heuer auch eine gekriegt.) Ich nehme an das ganze Projekt ist für nächstes Jahr geplant? Einreichung für die Förderung erfolgt Anfang Jänner, bis dahin musst du die Planungsarbeiten abgeschlossen und am besten ein Angebot von einem Solateur haben. Oder willst du es selbst montieren?

Ohne OEMAG-Förderung wird es jedenfalls viel schwerer dass es sich rechnet, du verlierst 250 Euro pro kWp Investitionsförerung und 7,9 Cent Einspeisevergütung für den Überschussstrom.

Gibt es einen Grund wieso du genau 10 kWp bauen möchtest? Diese Grenze gilt ja nur für Deutschland, bei uns ist es egal ob 7, 10, 15 oder 50. Wenn du genug Platz hast solltest du jedenfalls billigere Module nehmen. Am besten wäre überhaupt wenn du Fotos und einen genauen Plan des Daches reinstellst mit Abmessungen, potentiellen Verschattungen und anderen Hindernissen. Google-Luftbild ist auch immer gern gesehen.

Zum Thema Speicher kann ich nicht viel sagen, nur dass es dazu seit heuer ebenfalls eine OEMAG-Förderung gibt. Aber selbst damit wird es sich schwer rechnen, speziell bei unseren niedrigen Strompreisen. Wenn dann würde ich erstmal damit warten und ggf. in ein paar Jahren nachrüsten wenn sie billiger geworden sind.
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Re: 10 kwp - allerlei Fragen

Beitragvon flosky » 13.09.2018, 14:20

Wups hat geschrieben:Hallo nochmal,
sorry, das wichtigste Detail hab ich wohl vergessen: bin aus Österreich! Das ist mit Förderungen sowieso nichts bzw. reine Lotterie

bloedsinn! wenn du auf zack bist und du die foerderung wirklich haben willst, dann nimmst du dir in den besagten 5min in der ersten jan-woche nichts vor und dann bekommst du auch deine foerderung! du willst es vermutlich sowieso von einem professionisten machen lassen und keine alten gebrauchtteile hernehmen, somit sind die paar buerokratischen schritte da ganze allemal wert!
danach hast du stromverkaufstechnisch die naechsten 13 jahre ruhe, ansonsten musst du dich auch laufend umsehen, wer dir das meiste fuer den ueberschuessigen strom bietet!
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