so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon egn » 29.05.2018, 13:13

Snoopy70 hat geschrieben:20KWH gibt es da ja schon für knapp 40TEUR und es gibt auch diverse BMS, die damit gut funktionieren.


Ich habe über die letzten 5 Jahre hinweg 25 kWH LiFePO4 für mein Wohnmobil gekauft. :mrgreen:

Die Kosten lagen inklusive der BMS und aktiven Balancer im Schnitt deutlich unter 500 €/kWh.

Angefangen habe ich mit chinesischen LiFePO4 Bikeakkus in 8S Konfiguration mit 40Ah, 50Ah und 100Ah (insgesamt ca. 10 kWh). Die Kosten lagen bei etwa 300-350 €/kWh brutto. Dann habe ich über eine Sammelbestellung 10 kWh Winston Zellen für etwa 360 €/kWh brutto bezahlt. Letztes Jahr habe ich dann noch 5 kWh Winston Zellen für 290 €/KWh von privat aber ungebraucht gekauft.

Pro kWh (25,4V, 100Ah habe für das BMS und aktiven Balancern nochmal etwa 100 € ausgegeben.

Das sind die letzten zwei Module:
LiFePO4-BMS-neu.jpg
Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III
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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon Snoopy70 » 29.05.2018, 13:29

Ich meinte natürlich knapp 1000 EUR für ein 5,5 KwH Modul von Tesla, also ca. 4500 EUR für 20 KwH.
Aber eben Lith-Ionen mit 175 Grad Seperator.
Bei lifepo4 ist es mir sehr viel lieber.

Welche Akkus hast Du aus China denn gekauft?
Gab es Probleme mit dem Zoll etc.?
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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon egn » 29.05.2018, 14:21

Snoopy70 hat geschrieben:Welche Akkus hast Du aus China denn gekauft?
Gab es Probleme mit dem Zoll etc.?


Das kannst Du in dem verlinkten Beitrag oben alles nachlesen.
Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III
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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon Snoopy70 » 29.05.2018, 15:30

Leider sind die dort verlinkten nicht mehr verfügbar.

diese hier?
https://de.aliexpress.com/item/8pcs-Win ... ab70ed12f8

Die Zoll Nummer beschäftigt mich noch ein wenig.

Kennt jemand eine gute Quelle in DE oder der EU?
Bei den China Varianten bin ich mir nicht sicher, ob die wirklich die Zyklen schaffen und damit das Geld wert sind.
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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon egn » 31.05.2018, 11:40

Ich dachte Du meintest die Bike Akkkus.

Die gelben Blockzellen sind in der Regel immer von Winston und sie zählen zu den besten LiFePO4 Zellen und werden in großen Mengen für private Projekte genutzt. Meine hatten bei der Auslieferung 15-20 % mehr Kapazität als angegeben.

Du bekommst sie hier.

Achtung:
Die Preise sind ohne MwSt und Transport. Am Besten Du legst Dir einen Zugang an und legst die Zellen in den Warenkorb. Dann werden Rabatt, transportkosten und MwSt berücksichtigt. 20 kWH Zellen kosten dann etwa 8.453 Euro, oder etwa 413 €/kWh. Du brauchst natürlich noch anderes Material wie Verbinder, Kabel, BMS usw. Im einfachsten Fall kostet es aber dann unter 10.000 €.

Es gibt auch noch Anbieter in D:
http://www.litrade.de/shop/
https://www.faktor.de/
https://www.nothnagel-marine.de

Du kannst aber auch bei fertigen System umsehen.
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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon Sedna » 31.05.2018, 13:26

Klar - Für Insel oder Wohnmobil ist es ziemlich egal, aber als on-grid Speicher? Habt ihr das mal durchkalkuliert?

  • Bei LiFePO4 mit 400€/kWh, 4000 Zyklen, 80% DoD hat man ~ 13ct/kWh nur Batterie-Kosten. Ohne LR, WR, BMS, Steuerung, Kleinteile.. Keine Arbeitszeit - Selbstbau vorausgesetzt.

  • Dann hat man noch Verluste 20-30% + Selbstentladung.

  • Dann muss man die 4000 Zyklen innerhalb der kalendarischen Lebensdauer (10 - 15 Jahre?) auch ausnutzen können. Das wären ~ 300 - 400 Zyklen/a - ist ziemlich viel, oder?

  • Der selbst erzeugte Strom kostet ja auch noch etwas (~ 7 ct/kWh). Man könnte ihn ja auch mit garantiertem Gewinn einspeisen..

D.h. wenn es bei 26 ct/kWh Bezugspreis kein "Verlust-Hobby" sein soll, dann muss eine kWh speichern unter 19 ct/kWh kosten. Das wird schon sportlich..

Erst bei 16 ct/kWh unterschreitet man die Schwelle des Reingewinns bei Einspeisung (~ +10 ct - 7 ct)

Aber gut, überredet: Bei 18 c/kWh mach ich mit! :D

Grüße,
Sedna
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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon CarelHassink » 31.05.2018, 20:04

Hello All,

@Snoopy70, if you are in the market for some second-life ev/phev li-ion cells, just contact me,
there's a whole world to tell, what will work or not,
and yes, I do source in Germany as well,
so if I can find them, you should be able too.

best Carel

c.hassink@pro-lox.nl
14,2Kwp Cis module pv plant, 2x Goodwe DT6000 1x Goodwe 2000S
72Kw Yuasa LEV40 ESS+REC bms Q16S + SMA SI 8.0 single phase
https://www.facebook.com/Carel1956/
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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon egn » 02.06.2018, 09:06

Sedna hat geschrieben:Klar - Für Insel oder Wohnmobil ist es ziemlich egal, aber als on-grid Speicher? Habt ihr das mal durchkalkuliert?


Es ändert nichts daran ob für Insel, Wohnmobil oder on-grid - alles ist nur Hobby. Aber das ist doch hier nicht die Frage. Er will halt so ein System, koste es was es wolle. Für die Energiewende bringt das nichts, sondern nur das positive Gefühl sich mit selbst erzeugten Strom zu versorgen. Dies wird von den Anbietern auch hemmungslos ausgenutzt. :roll:
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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon DidiD » 02.06.2018, 09:48

egn hat geschrieben:
Sedna hat geschrieben:Klar - Für Insel oder Wohnmobil ist es ziemlich egal, aber als on-grid Speicher? Habt ihr das mal durchkalkuliert?


Es ändert nichts daran ob für Insel, Wohnmobil oder on-grid - alles ist nur Hobby. Aber das ist doch hier nicht die Frage. Er will halt so ein System, koste es was es wolle. Für die Energiewende bringt das nichts, sondern nur das positive Gefühl sich mit selbst erzeugten Strom zu versorgen. Dies wird von den Anbietern auch hemmungslos ausgenutzt. :roll:


Hallo egn,

diese Meinung wird rel. häufig hier vertreten. Ich meine, dass das so nicht stimmt, da die EEs viel zu volatil sind. Die
(konv. Kohle/AKW) - Kraftwerke brauchst einfach um die Leistung in der Nacht bei Flaute sinnvoll ausgleichen zu können.
In "grauer Vorzeit" war ich in einem Kohlekraftwerk beschäftigt. Die Dinger kannst nicht so einfach hoch und runterregeln.
Auch wenn sie heute besser wie damals sind.
Allein die Abgasreinigung verlangt nach einem kontinuierlichen Prozess, wenn die vernünftig funktionieren soll.
Der Wirkungsgrad im Teillastbetrieb ist dann auch übel schlecht.

Meiner Meinung gehts nur so - Speicher in den Keller / ins Auto und über 9 Monate fast überhaupt keinen Strom mehr
vom Versorger zu beziehen. Im Winter gings mit solchen Speichern über die WKA-Anlagen.
Dann ist nur noch EE im Netz und die konv. Kraftwerke können wegfallen.

Am besten ein zweigeteilter Auto-Speicher. Ideal wäre so ein 30kwh/30kwh Mix.
Eine Hälfte ins Haus - die andere fährst spazieren.
Falls Urlaub fährst hängst den Hausspeicher ins Auto. Der, der so ein System hat macht das Rennen - da wett ich drauf.

Viele Grüße Dietmar
DidiD
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Re: so wenig gebrauchte Akkus aus E-Autos in DE? LIFEPO4 wo?

Beitragvon egn » 02.06.2018, 11:58

DidiD hat geschrieben:diese Meinung wird rel. häufig hier vertreten. Ich meine, dass das so nicht stimmt, da die EEs viel zu volatil sind. Die
(konv. Kohle/AKW) - Kraftwerke brauchst einfach um die Leistung in der Nacht bei Flaute sinnvoll ausgleichen zu können.
In "grauer Vorzeit" war ich in einem Kohlekraftwerk beschäftigt. Die Dinger kannst nicht so einfach hoch und runterregeln.
Auch wenn sie heute besser wie damals sind.

Du bist auch der Propaganda der konventionellen Stromerzeuger erlegen. :roll:

Dadurch dass sich die EE dem konventionellen Kraftwerkspark anpassen, anstatt umgekehrt, wird der Weiterbetrieb über Jahrzehnte weiter sichergestellt.
Allein die Abgasreinigung verlangt nach einem kontinuierlichen Prozess, wenn die vernünftig funktionieren soll.
Der Wirkungsgrad im Teillastbetrieb ist dann auch übel schlecht.


Deshalb müssen diese Kraftwerke alle vom Netz und nach und nach durch flexible GuD Kraftwerke ersetzt werden.

Meiner Meinung gehts nur so - Speicher in den Keller / ins Auto und über 9 Monate fast überhaupt keinen Strom mehr
vom Versorger zu beziehen. Im Winter gings mit solchen Speichern über die WKA-Anlagen.
Dann ist nur noch EE im Netz und die konv. Kraftwerke können wegfallen.


Die Betreiber von Kleinspeichern sollen also die Aufgabe erledigen, die eigentlich die der Netzbetreiber ist, und dafür auch noch bezahlen. In den Kleinspeichern und den damit verbundenen Wechselrichtern gehen im Schnitt 20-30 % der wertvollen PV Energie verloren, während die Betreiber von Braunkohlekraftwerken ihre Kraftwerke durchlaufen lassen können, weil durch die Speicher die Last vergleichmäßigt wird.

Warum soll man den durch EE erzeugten Strom verlustbehaftet speichern, wenn man den gleichen Effekt auch dadurch erreichen kann, dass man weniger in Brennstoffen gespeicherte Energie in Strom wandelt?

Man stelle sich vor dass 50 % der EE durch Speicher mit einem Verlust von 30 % läuft. Damit sinkt dann der Anteil der EE an der Gesamterzeugung um die 15 %.

Die Stromkonzerne und Netzbetreiber haben es geschafft dass immer mehr PV-Betreiber den PV-Strom vom Netz fernhalten und sinnlos über Wirkungsgradverluste vernichten. Es ist sogar so, dass die Speicherbetreiber auch noch freiwillig dafür zahlen dass sie ihren erzeugten Strom vernichten. Da kann man nur sagen: Chapeau!

Mit dieser Strategie kann man den Anteil der EE an der Stromerzeugung nur durch Speicherverluste erhöhen. Statt dass jeder seinen völlig ineffizienten Kleinspeicher in den Keller stellt sollte das dafür aufgewendete Geld lieber in mehr PV Erzeugung gesteckt und effizient ins Netz eingespeist werden.. Durch immer mehr Einspeisung geraten die Betreiber der unflexiblen Kraftwerke unter Druck, weil durch die gedrückten Strompreise kein ausreichender Deckungsbeitrag mehr erzielt wird. Die Verluste sorgen dafür dass diese Kraftwerke früher abgeschaltet werden. Und als Ersatz baut man flexible GUD-Kraftwerke die der Residuallast folgen können. Erst wenn es dann Überschüsse gibt macht es Sinn Speicher einzusetzen. Ob die aber direkt in den Haushalten stehen, oder aber als größere Einheiten in den Verteilnetzen, das ist die Frage. Ein Speicherkraftwerk wie von Tesla gebaut kostet weniger als ein Pumpspeicher und auf jeden Fall auch viel weniger als jeder Hausspeicher. Von der Effizienz brauchen wir gar nicht erst reden.

Tut mir leid, aber meiner Ansicht nach lassen sich die privaten Speicherbetreiber vor den karren der Stromkonzerne und Netzbetreiber spannen.
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