Neue Batterie für meine kleine Inselanlage

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Re: Neue Batterie für meine kleine Inselanlage

Beitragvon Natriumcarbonat » 04.06.2018, 17:44

pvx hat geschrieben:[...] Deshalb meine Frage an den TS, ob er sich traut und Zeit hat.[...]


Eigentlich ja, Zeit sowie auch Mut, aber halt nur eigentlich. :wink: Ich habe mich auch schon oft gefragt, ob man eine so große Batterie "formatieren" kann (so sagt man doch glaube ich auch, oder?)?

Problem in der Vergangenheit war, dass ich die Effekta oft bis auf 0% runtergefahren habe. Sei es über die 12V Schiene oder über den Wechselrichter. Ich wusste einfach nicht, dass man einen bestimmten %-Satz Ladestand erhalten soll. Zurzeit ist es so, dass an der Batterie ca. 4-5 A Last anhängen (dauerhaft), der Laderegler die 200 Ah - Batterie den ganzen Nachmittag über lädt (allerdings gegen 15 Uhr schon abschaltet weil die Batterie angeblich voll sein soll) aber der Lastabwurf bereits gegen 23:30 Uhr / 0:00 Uhr bereits schon wieder erfolgt, da die 12 Volt unterschritten werden.

Bei einer Blei-Säure Batterie schreckt mich ein wenig die Wartung ab. Ich habe soetwas noch nie gemacht. Zudem kommt auch die Schwierigkeit des Standortes. Zurzeit sitzt die komplette Technik der PV Anlage in einem geschlossenen Schaltschrank (100 x 70 cm) inkl. der Batterie auf dem Speicher. Die Blei-Säure Batterie kann ich da unmöglich rein stellen, müsste also daneben stehen. Deshalb bin ich zurzeit noch hin und her gerissen...

@"DidiD"
Vielen Dank für diese Zusammenfassung! :danke:

Hatte mich jetzt schon mal nach Batterien der Marke "Langzeit" umgesehen. Davon hatte ich hier im Forum auch mal gelesen gehabt. Die gibt es sowohl als verschlossene als auch unverschlossene Modelle. Sind die was?

Eine Trojan könnt ihr uneingeschränkt empfehlen?

Viele Grüße
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Re: Neue Batterie für meine kleine Inselanlage

Beitragvon Natriumcarbonat » 04.06.2018, 17:45

Achso, was mir noch einfällt: Was sagt ihr zur nötigen Kapazität? Je mehr desto besser oder lieber nur so groß, das ca. 50% der Kapazität von einem auf den anderen Tag genutzt werden und somit auch wieder am Folgetag geladen werden können?

Eine Überlegung vom Wochenende war nämlich u.a. auch gewesen, dass wenn die Batterie sagen wir mal gegen 15 Uhr bereits schon voll geladen wäre (Sonneneinstrahlung ab ca. 11 Uhr -> 5 Stunden á 20 A = 100 Ah, bei einem 200 Ah Akku genau 50%), ich die Überschussenergie über einen Wechselrichter ins Stromnetz/Hausnetz einspeisen könnte. Wenn ich jetzt einen (mal übertrieben gesprochen) 500 Ah - Akku hätte, ginge das natürlich nicht, da bräuchte ich ja den gesamten Nachmittag (und evtl. mehr) um ihn voll zu laden.

Wie nennt man eigentlich so eine Hauseinspeisung? Habe mal was von "Mini-Solaranlagen" gelesen, "Stringwechselrichtern", ... Bin da noch nicht so richtig durchgestiegen.

Viele Grüße
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Re: Neue Batterie für meine kleine Inselanlage

Beitragvon Tommmi » 04.06.2018, 18:35

Der größere Akku wäre besser, aber warum soll der nicht auch genausoschnell geladen sein? Oder willst dann Deinen Verbrauch steigern?
Würde der Verbrauch auch steigen muß die Pv erweitert werden. Ich würde auch nicht die Pv trennen um dann mit den Modulen einzuspeisen, der Akku braucht Pflege, es tut ihm gut selbst nach Ladung den Rest des Tages in Float zu verbringen.
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Re: Neue Batterie für meine kleine Inselanlage

Beitragvon pvx » 06.06.2018, 22:53

Hi Na2CO3,

Du schreibst, Du hättest Zeit sowie auch Mut. Gut. Dann hier das Programm:
Akku vollladen, 2 Stunden Ruhe ohne Ladestrom und ohne Entladung - am Besten einen Pol abklemmen. Die Spannung aller Zellen einzeln genau messen und hier einstellen. Dann sehen wir, ob sie wirklich voll ist. Evtl. miit separatem Netzgerät weiter laden.

Der Hintergrund ist: Wahrscheinlich hat sich durch nicht vollständiges Laden, besonders nach den Tiefentladungen, Bleisulfat in den Elektroden angesammelt. Es ist auch möglich, dass durch Überladen einzelne Zellen ausgetrocknet sind. Um das herauszufinden wird nach Vollladung der Innenwiderstand bestimmt. Dazu wird, wenn wirklich voll geladen ist (sieht man an den Zellspannungen), Dein Verbraucher zugeschaltet und sofort, nach 5 Minuten, nach 10 Minuten und nach 20 Minuten die Spannungen der Zellen unter Last gemessen. Messwerte hier einstellen.
Dann wird der Akku gleichmäßig entladen. Z.B. mit 5 A und nach 6, 7 und 8 Stunden die Spannungen aller Zellen einzeln gemessen. Unter Last. Danach wird die Last abgeklemmt und die Spannungen der Zellen nach 2 Stunden ohne Last gemessen. Danach sofort wieder vollladen. Spannungen hier einstellen.

Wenn der Innenwiderstand einer Zelle hoch ist, öffnest Du das Überdruckventil dieser Zelle, machst sie mit destilliertem Wasser bis 5mm unter den Deckel voll und lässt einen Monat lang 0,2 A Ladestrom fließen. Dann wieder das Programm oben. So siehst Du, ob der Kapazitätsmangel an fehlendem Wasser gelegen hat oder an der Sulfatierung.
Im ersteren Fall hat sie wieder nenneswert Kapazität gewonnen. In zweiteren Fall braucht sie ein halbes Jahr Ladung mit 0,2 A. Ob das was hilft siehst Du erst nach dieser Zeit. Die Hoffung stirbst zuletzt. Die Erfahrenen hier trauen sich ein Urteil schon nach ein paar Tagen zu. Du wirst selber sehen, was ist, was Vermutung und was Selbstüberschätzung.

Zur wünschenswerten Größe eines neuen Akkus: 5 A während 18 Stunden sind 90 Ah. Dafür brauchst Du einen Akku mit mindestens 220 Ah C20, besser 330 Ah C20.

Freundliche Grüße
pvx
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