Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon bernd6366 » 28.03.2018, 00:25

Hallo zusammen, bin neu hier im Forum und interessiere mich speziell für dieses Thema da ich vermutlich ab 2019 einen Sion von Sono-Motors fahren werde der selbst eine Fläche von ca. 7,5 qm an Solarzellen haben wird und mit seinem Akku nicht nur als Pufferspeicher dienen könnte sondern sogar dank der Solarzellen zusätzlich Strom ins heimische Netz einspeisen könnte.
Werde mich die Tage mal durch die ganzen Beiträge lesen und hoffe eine kostengünstige Lösung zu finden, bin aber auch für Hilfe von Euch dankbar. :-)

Gruß
Bernd
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon bernd6366 » 28.03.2018, 00:39

dodi hat geschrieben:Ein Elektroauto als Pufferspeicher wäre für uns ideal:
Bewegen unser Auto max. 1x pro Woche.
Einkaufen, Arbeiten, Kindergarten, etc. machen wir alles mit dem Fahrrad...


Seht euch mal den Sion an, ist vielleicht eine interessante Alternative für euch.

www.sonomotors.de

Gruß
Bernd
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon bernd6366 » 28.03.2018, 00:47

Andi_HB hat geschrieben:Ein Elektroauto ist nunmal in erster Linie ein Fortbewegungsmittel welches nicht dazu gedacht ist eine Rendite zu erwirtschaften ( Ausser bei Firmenfahrzeugen).


Vielleicht und hoffentlich ändert sich das ja in naher Zukunft wenn zumindest ein Teil der PV-Anlage auf dem Auto ist und das E-Auto nicht nur als Pufferspeicher dienen kann sondern aktiv Strom einspeist wenn es ungenutzt vor der Tür steht.

Gruß
Bernd
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon einstein0 » 28.03.2018, 10:15

Ach, solange Solarzellen bloss mickrige 20% an Wirkungsgrad herausbringen und zudem auf einem Fahrzeug
immer schief zur Sonne, oder gar im Schatten stehen, sehe ich keinen Sinn, PV auf Kleinstfahrzeugen zu verbauen.
Erst recht sehe ich keinen Sinn, einen Batteriespeicher eines Elektromobiles als Hausspeicher zu nutzen,
weil deren Kapazität sogar in den Fahrzeugen immer noch Faktor 10 zu klein sind. :wink:
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon bernd6366 » 29.03.2018, 00:56

einstein0 hat geschrieben:Ach, solange Solarzellen bloss mickrige 20% an Wirkungsgrad herausbringen und zudem auf einem Fahrzeug
immer schief zur Sonne, oder gar im Schatten stehen, sehe ich keinen Sinn, PV auf Kleinstfahrzeugen zu verbauen.
Erst recht sehe ich keinen Sinn, einen Batteriespeicher eines Elektromobiles als Hausspeicher zu nutzen,
weil deren Kapazität sogar in den Fahrzeugen immer noch Faktor 10 zu klein sind. :wink:
einstein0


Klar, weil Verbrennungsmotoren ja einen um so viel höheren Wirkungsgrad haben, oder fährst du kein Auto ?
Wüßte gerne mal wieviel Geld in die Forschung und Entwicklung bei Verbrenner gesteckt wurde und wieviel in die von Solarzellen.
Wenn jeder so denkt geht es weiter wie bisher, tolle Aussichten.

Mit einem Speicher von 35 kWh kann man einen Haushalt zur Not schon eine Zeitlang versorgen.
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon einstein0 » 29.03.2018, 01:48

bernd6366 hat geschrieben:Klar, weil Verbrennungsmotoren ja einen um so viel höheren Wirkungsgrad haben, oder fährst du kein Auto ?
Wüßte gerne mal wieviel Geld in die Forschung und Entwicklung bei Verbrenner gesteckt wurde und wieviel in die von Solarzellen.
Wenn jeder so denkt geht es weiter wie bisher, tolle Aussichten.

Mit einem Speicher von 35 kWh kann man einen Haushalt zur Not schon eine Zeitlang versorgen.

Nein, weil man schon in den 80er Jahren anlässlich der Tour de Sol festgestellt hatte, dass man die PV-Module
zweckmässig ausgerichtet installiert und Elektroautos im Netzverbund betreibt...
Ja, mit den Verbrennungsmotoren geht es leider noch lange so wie bisher!
Nein, ein Batteriespeicher für den Haushalt ist nach wie vor Nonsens, wenn man Netz hat!
Doch, wir fahren zwei unterschiedliche Autos und ich weiss, worüber ich schreibe! :wink:
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon flosky » 29.03.2018, 11:13

meine (momentane) meinung:

solang man nicht 150-200% EE beim strombedarf hat, ist ein privater heimspeicher volkswirtschaftlich sowieso eher fragwuerdig, weil es irgendwo im verbundnetz immer jemanden gibt, der den strom verbrauchen kann. zur not einfach ein fernwaermenetz damit aufheizen oder elektrolyse betreiben, wenn sich sonst nix findet...

als hobby oder willhaben - zaehl mich als technikbegeisterter auch dazu - ist es dagegen okay, wenn auch fernab jeglicher finanziellen sinnhaftigkeit!
wenn man einen ~30-40kWh (automobil-)speicher, der zu 95% sowieso heraumsteht mit max. 5-10% der nutzbaren kapazitaet cycelt, dann find ich das schon einen durchaus gangbaren weg, beinahe ganzjaehrig stomautark zu sein.
dann braucht man im (verbrauchsoptimieren) EFH nur mehr 1-2kWh nutzbaren speicher fuer allfaellige kurze spitzenverbraeuche und wenn das auto gerade (selbststaendig :D ) einkaufen faehrt!
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon delink2000 » 29.03.2018, 12:33

sehe ich grundsätzlich auch so... wir brauchen einfach noch keinen Speicher, solange der Strom direkt und ohne Verluste sehr viel sinnvoller genutzt werden kann. Und dennoch finde ich es gut, wenn sich jetzt schon der Markt entwickelt. So lange wird es nicht mehr dauern, Batteriespeicher zumindest für Lastspitzen und Netzstabilisierung sinnvoll einzusetzen. Das ist die volkswirtschaftlich billigste Lösung, zukünftig der schwankenden regenerativen Energie den Vorrang geben zu können.
Damit sich diese Infrastruktur frühzeitig bildet und ein fließender Übergang zu einer Nutzung von Kurzfristspeichern gelingen soll, kann man gerne schon heute damit anfangen, die Technik in Autos und Ladestationen zu integrieren und die Politik zu den wichtigen (noch zu bildenden) Rahmenbedingungen zu drängen. Wenn dann mal sehr viele E-Mobile auf den Straßen sind, kann die E-Auto-Verbrauchsdynamik relativ leicht im Sinne der grünen Energie abgefangen werden und so zum Beispiel die PV-Energie vom Tag in die Nacht gebracht bzw. gespeichert werden.... wenn dann mal in gar nicht allzu ferner Zeit überall PV-Parkplätze vorhanden sind.
das alles ist jetzt sehr volkswirtschaftlich betrachtet. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Einzelne gerne und früh auf diesen Zug aufspringt... ich werde den Sion auf jeden Fall für mein Haus als Speicher nutzen. Zusammen mit meiner Insel und EEG-Anlage spare ich bares Geld, sowohl im Stromverbrauch als auch bei der Anschaffung... ich brauche mit dem Autospeicher einfach keinen (verhältnismäßig vielfach teureren) Hausspeicher mehr für den außerinsel- bzw. nächtlichen Verbrauch.
Carport PV-Anlage in NRW:
PV-EEG-Netz: 8 kWp = 40 (4 x 10) x Suntech Pluto 200/ADE DN 8.5° - 2 x Power One PVI 3.6 OutD-S - Azimut -35° http://pv.delink2000.de
PV-Insel / USV : ca. 2 kWp DN 70° - Tristar TS45 - Victron Multiplus 3000 - 24V C5 840 Ah PZV
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Re: Akku im Elektroauto als Pufferspeicher im Haus nutzen?

Beitragvon einstein0 » 29.03.2018, 15:10

Das sehe ich halt ganz anders: Nach > 30 J PV-Erfahrung und mittlerweile 4 J Elektromobil kenne ich die Grenzwerte
und Rahmenbedingungen. Mit einer KEV von > 60 Rp/kWh lohnt sich für mich nur Volleinspeisung und Nachtstrom,
um das Elektromobil zu laden. Zudem muss jede Investition mit dem Ertrag gegengerechnet werden.
Selbstverständlich würde sich für mich auch kein Speicher rechnen. :wink:
Erst recht nicht würde ich den mobilen Speicher anzapfen, denn dieser ist sonst schon zu klein!
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